Auch Martin Gelinas(FLO) konnte sich nicht gegen die Defensive der Rangers durchsetzen.
Florida - N.Y. Rangers 0-4 (0-2/0-1/0-1) Nach drei Niederlagen in Folge konnten die New York Rangers in ihrer Samstag-Nachmittagsbegegnung gegen die Florida Panthers wieder einmal ein Erfolgserlebnis feiern. Ein Garant für den Sieg war vor allem ihr Schlussmann Henrik Lundqvist. Der Schwede wehrte insgesamt 38 Torschüsse ab, so viele wie noch nie in seiner NHL-Karriere und sicherte sich damit seinen zweiten Saison-Shutout.
Doch nicht nur die Gäste aus Florida zeigten viel Offensivdrang. Nein, auch die 'Manhattan Blueshirts' versteckten sich nicht und vor allem fanden sie ein Mittel, wie man daraus Zählbares produziert.
Nach fünf Spielminuten schlug erstmals die erste Sturmformation der Rangers zu. Ihr zweifacher Torschütze Jaromir Jagr(5./53.) schloss eine schöne Kombination über Martin Straka und Michael Nylander zum 1-0 ab. Das zweite Tor der Rangers besorgte noch vor der ersten Pause Ville Nieminen(18.).
Im zweiten Durchgang nahm die optische Überlegenheit der Panthers fast schon ängstliche Ausmaße an, doch Lundqvist hielt seinen Kasten sauber und New Yorks Rookie Petr Prucha(27.pp) markierte auf der Gegenseite sein 20. Saisontor zur Vorentscheidung.
Ottawa - Montreal 1-4 (0-4/1-0/0-0) Montreal Canadiens standen nach vier Niederlagen in Folge und dem Rutsch aus den Playoffplätzen in der Eatern Conference unter Zugzwang. Ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt gaben sich mit den Ottawa Senators der Tabellenführer der Northeast Division im Bell Centre von Montreal die Ehre.
Die frankokanadischen Gastgeber kamen aber mit dem auf sie lastenden Druck gut zurecht und erwischten einen Traumstart. Gerade einmal 93 Sekunden waren gespielt als ihr Teamkapitän Saku Koivu(2.) einen mustergültig vorgetragenen Konter mit der 1-0 Führung abschloss.
Ganz im Sinne der Mehrheit der über 21.000 Besucher ging es weiter. Gleich das erste Überzahlspiel der Hausherren nutzte Francis Bouillon(7.pp) und auch damit war der Torhunger der Canadiens noch nicht gestillt. Ex-Senator Radek Bonk(13.) und Jan Bulis(16.), der die Scheibe im Nachstochern an dem unglücklich agierenden Ray Emery im Gästetor vorbeibrachte erhöhten auf 4-0. Damit war auch die Zeit für die eigentliche Nummer 1 der Senators, Dominik Hasek, gekommen.
Hasek reagierte erstmals glänzend im zweiten Durchgang nach einem Alleingang von Matt Higgins und auch beim darauffolgenden Nachschuss von Koivu, als er vor seiner Rettungstat in gewohnter Manier erst einmal seine Torwartkelle zur Seite legte.
Die Senators kamen zwar in den letzten zwei Spielabschnitten wesentlich besser ins Spiel, das Fehlen ihrer Topstürmer Daniel Alfredsson und Jason Spezza konnten sie aber nicht kompensieren. Immerhin gelang Steve Martins(34.) noch das Anschlusstor zum 4-1 Endstand.
Columbus - Colorado 2-3 SO (0-2/1-0/1-0/0-0/0-1) Eine interessante Partie mit einem letztendlich glücklichen Ende im Shootout für die heimischen Avalanche bekamen die 18.007 Zuschauer im wie immer ausverkauften Pepsi Center zu Denver zu sehen.
Colorado begann äußerst stark und ließ die Gäste kaum zur Entfaltung kommen. Sie dominierten den ersten Abschnitt klar, auch bedingt durch einige Strafzeiten gegen die Blue Jackets. Kapital daraus schlugen aber erst spät im Drittel Alex Tanguay(16.pp), der die dritte Überzahlsituation der Avs zum 1-0 nutzte und Marek Svatos(19.pp), der das nächste Powerplay in ein weiteres Tor ummünzte.
Insgesamt machten die Hausherren aber zu wenig aus ihrer Überlegenheit, die bis zum Ende anhielt, aber jetzt etwas an Intensität verlor. So wurde David Aebischer, der heute erneut das Gehäuse der Avs hütete, mehr geprüft und musste sich schließlich von Sergei Fedorov(30.) das erste Mal geschlagen geben. Damit war das Spiel wieder offen, es blieb aber dabei, dass Aebischer weniger im Mittelpunkt stand als sein Gegenüber Pascal Leclaire. Beide zeigten insgesamt sehr gute Leistungen.
Doch während die Nummer 31 der Blue Jackets seinen Kasten weiter sauber hielt, musste der Schweizer in der dritten Periode noch den Ausgleich hinnehmen. Einen abgefälschten Schuss konnte Rick Nash(48.) über die Linie drücken. Nach 60 Minuten standen 43 zu 17 Torschüsse für Colorado und lediglich ein 2-2 zu Buche.
Auch in der Overtime stürmten die Gastgeber weiter auf das gegnerische Tor, doch die größte Chance hatte Columbus durch Nash, als dieser alleine auf Aebischer zufuhr, doch der Goalie exzellent parieren konnte. Svatos und Tanguay mit Treffern, sowie Aebischer mit drei großartigen Saves sorgten im abschließenden Shootout für die verdiente Entscheidung zugunsten von Colorado.
Tampa Bay - Boston 3-6 (2-1/1-3/0-2) Selbst als amtierenden Champion ist es den Lightning offenbar kaum möglich die Bruins in Boston zu schlagen. Sechs Unentschieden und nur einen Sieg erreichten sie bislang dort, bei mittlerweile 17 Niederlagen.
Es fing aber nicht schlecht an für die Gäste, gingen sie doch bereits nach 39 Sekunden durch Fredrik Modin(1.) in Führung und konnten diese in Person von Evgeni Artyukhin(5.) ausbauen. Nachdem Marco Sturm(18.) den Anschlusstreffer markiert hatte, stellte Vincent Lecavalier(22.) sogar den alten Abstand wieder her, ehe die Hausherren aufdrehten. Fünf Tore in Folge gelangen den Gelb-Schwarzen und konnten so ihre gute Bilanz gegen Tampa Bay doch noch weiter ausbauen.
Die Aufholjagd startete in der Mitte des zweiten Drittels Milan Jurcina(30./34.) mit seinen zwei ersten NHL-Treffern überhaupt. Patrice Bergeron(35.) brachte die Bruins kurz darauf erstmalig in Front und P.J. Axelsson(49.) vergrößerte in der Mitte des letzten Abschnitts den Abstand auf zwei Tore. Den Schlusspunkt hinter der unterhaltsamen Partie setzte Pat Leahy(60.en) 43 Sekunden vor dem Ende, als Goalie Sean Burke sein Gehäuse auf Kosten eines weiteren Feldspielers schon verlassen hatte.
Carolina - N.Y. Islanders 3-0 (0-0/3-0/0-0) Die Partie zwischen den Eastern Conference Konkurrenten aus Carolina und Long Island gestaltete sich eigentlich ausgeglichen. Beide Teams hatten etwa gleich viele Einschussmöglichkeiten, sowie gleich viele Spielanteile auf dem Eis. Trotzdem gewannen die Gäste klar mit 3-0, was auf eine andere Kräfteverteilung schließen lässt. Schuld an diesem Ergebnis hatte zum einen Teil Gästegoalie Martin Gerber, der alle 30 Schüsse parieren konnte und so seinen dritten Saisonshutout feierte. Für den anderen Teil zeigten sich drei seiner Kollegen verantwortlich. Rod Brind'Amour(23.pp), Ray Whitney(28.) und Cory Stillman(30.pp) waren im Gegensatz zu den Hausherren je ein Mal in der Lage den Puck im gegnerischen Gehäuse unterzubringen, was letztendlich zu deren zehnten Auswärtssieg der laufenden Spielzeit führte.
Die Hurricanes haben mit dem Erfolg gegen die Islanders einen neuen Franchiserekord aufgestellt, bzw. den alten pulverisiert. Nach 46 Zählern in 1986/87 - noch als Hartford Whalers - konnten sie in der aktuellen Saison schon 58 Punkte in 41 Partien, also zur Saisonhälfte, sammeln.
Toronto - Edmonton 3-2 (2-0/0-1/1-1) Torhüter Mikael Tellqvist wurde mit 36 Saves zum Matchwinner für die Toronto Maple Leafs in Edmonton. Der 26-jährige Schwede hielt seinen Kasten trotz über die gesamte Spieldauer anhaltende Sturmläufe der Oilers weitgehend sauber, während sein Gegenüber Ty Conklin bereits nach sechs Schüssen der Gäste im ersten Drittel zwei Mal hinter sich greifen musste. Matt Stajan(9.) und Darcy Tucker(20.pp) waren die Torschützen für die Ostkanadier und legten damit den Grundstein zum Sieg.
Der Spielverlauf änderte sich auch im zweiten Abschnitt kaum. Edmonton machte Druck und hatte mehrere ausgezeichnete Chancen, die Tellqvist meisterte. Erst 22 Sekunden vor der zweiten Sirene konnte Shawn Horcoff(40.) zur Erlösung des Teams und seinen Fans den gegnerischen Schlussmann erstmals überwinden und schürte so die Hoffnung auf eine Wende.
Doch nicht einmal zwei Minuten nach Wiederbeginn stellte Chad Kilger(42.) mit seinem siebten Saisontreffer den alten Abstand wieder her. Ryan Smyth(55.) konnte zwar gut fünf Minuten vor dem Ende noch einmal verkürzen, doch trotz weiterer Angriffsbemühungen der Hausherren wollte der Ausgleich nicht mehr gelingen. Während die Oilers vier ihrer letzten sechs Partien verloren haben, sind die Leafs mit sieben Siegen aus acht Begegnungen im Hoch.
New Jersey - Buffalo 3-2 (1-1/2-0/0-1) Mit ihrem dritten Sieg in Folge hoffen die New Jersey Devils weiter aus dem Tal der Tränen zu kommen und sich endlich dort in der Tabelle zu platzieren, wo sie die letzten Spielzeiten stets hingehören: in die Playoffplätze. Mit einem wichtigen Prestigeerfolg im Auswärtsspiel in Buffalo haben die Devils dazu einen Schritt nach vorne gemacht.
In einem ausgeglichenen ersten Abschnitt brachte jedoch Maxim Afinogenov(18.pp) die Gastgeber zunächst in Führung, ehe Jamie Langenbrunner(20.) 44 Sekunden vor der ersten Pause ausgleichen konnte. Anschließend kam das Drittel der Gäste, als sie das Spielgesehen an sich rissen und folgerichtig durch Treffer von Brian Rafalski(23.) und Scott Gomez(27.) auf 3-1 davon zogen.
Das Bild änderte sich wieder im Schlussabschnitt, denn die Gastgeber versuchten alles den Weg zurück ins Spiel zu finden, doch Devils Torhüter Martin Brodeur zeigte gerade in dieser Phase, warum er so viel Geld verdient. Einzig der Österreicher Thomas Vanek(59.) konnte den kanadischen Goalie 98 Sekunden vor der Schlusssirene überwinden. Doch selbst bei anschließenden Großchancen durch Jochen Hecht, Derek Roy und Afinogenov zeigte sich Brodeur auf dem Posten und hielt so die wichtigen zwei Punkte für die Devils fest.
Nach der Begegnung äußerte er sich jedoch kritisch über den bisherigen Saisonverlauf seiner Mannschaft: "Man kann nicht 40 Spiele so wie wir spielen und dann denken, dass drei Spiele alles vergessen machen, aber ich hoffe es. Wir haben immer noch einen langen Weg vor uns, um uns als das Team zu etablieren, das von den Leuten auch ernst genommen wird."
Atlanta - Pittsburgh 4-3 (1-1/2-2/1-0) Die zwei momentanen Shootingstars der beiden Teams aus Atlanta und Pittsburgh sorgten in der letzten Nacht wieder für ein spannendes und unterhaltsames Spiel. Der Eine, Thrasher Ilya Kovalchuk(5./25.pp), traf zwei Mal ins Schwarze und ist jetzt der erfolgreichste Torschütze der NHL. Da ein Erfolgserlebnis im Überzahl zu Stande kam, bleibt er vor Carolinas Rod Brind'Amour auch weiterhin der beste Powerplay-Spieler. Der Andere, Penguin Michael Ouellet(16.pp/40.pp), markierte in seinem zehnten NHL-Spiel die Treffer Nummer Neun und Zehn.
Nachdem Kovalchuk zu Beginn des ersten Drittels seine Farben in Führung gebracht hatte, glich Ouellet elf Minuten später aus. Kovalchuks zweiter Streich des Abends folgte im zweiten Durchgang, ehe Pittsburghs Ryan Malone(33.) den erneuten Gleichstand herstellte. Abermals gingen die Thrashers in Front, diesmal durch Jim Slater(37.), wobei Ouellet kurz vor dem Ende des zweiten Abschnitts mit seinem zweiten Tor die Partie wieder offen gestaltete.
Der Siegtreffer gelang schließlich Marc Savard(57.pp), der nach einem Schuss von Slava Kozlov den Puck blitzschnell aufnahm und den am Boden liegenden Goalie Marc-Andre Fleury bezwang.
Anaheim - Minnesota 1-4 (1-2/0-0/0-2) In der Neuauflage des Western Conference Finales von 2003 behielten die Minnesota Wild mit 4-1 klar die Oberhand und setzten sich somit vor den Mighty Ducks in die Topposition der Anwärter für die Playoffplätze. "Wir sind gerade in guter Verfassung", sagte Wild Trainer Jacques Lemaire angesichts des neunten Sieges in 13 Spielen. "Wir haben immer noch ein paar Jungs, die besser spielen könnten, aber im Ganzen haben wir sehr gut gespielt."
Den Gästen aus Anaheim war anscheinend noch die schwere Anreise in den Knochen gesteckt. Nachdem sie am Freitag in Dallas ins Penalty schießen mussten, kamen sie erst um 3 Uhr morgens in St. Paul an. Ein ANzeichen dafür ist, dass ihre Anstrengungen nachließen, je länger die Partie dauerte. Im Auftakdrittel hatten sie nämlich nicht nur wegen des Treffers von Todd Fedoruk(12.) zum zwischenzeitlichen 1-1 noch gut mitgehalten. Trotzdem lagen die Hausherren nach 20 Minuten mit 2-1 in Führung, weil Derek Boogaard(10.) und Randy Robitaille(15.) Gästekeeper Ilya Bryzgalov überwinden konnten. Auf der anderen Seite hielt sich Manny Fernandez bei den restlichen Schüssen der Ducks schadlos und feierte so seinen sechsten Sieg in Folge. Mit einem Gegentorschnitt von nur 1,98 pro Spiel und einer Fangquote von 93,2 Prozent führt er die NHL Statistiken in diesem Bereich derzeit an.
Bei der Überlegenheit der Wild war es zwangsläufig so, dass die Führung irgendwann weiter ausgebaut werden konnte. Marian Gaborik(43.) und Todd White(44.pp) machten innerhalb von nicht einmal einer Minute zu Beginn des Schlussabschnittes alles klar, so dass die Zuschauer den Rest der Spielzeit beruhigt genießen konnten.
Calgary - Vancouver 3-4 OT (1-0/0-1/2-2/0-1) Im fünften Aufeinandertreffen der beiden Teams in dieser Saison konnten die Canucks erstmals die Flames bezwingen und das unter sehr glücklichen Umständen. Nachdem Dion Phaneuf(44.pp) und Jarome Iginla(45.) innerhalb von 44 Sekunden aus dem 1-1 nach 40 Minuten ein 3-1 für die Gäste machten, war die Stimmung im General Motors Place am Tiefpunkt, weil eine erneute Pleite drohte. Doch der Treffer von Anson Carter(53.pp) hauchte dem Team und seinen Fans wieder Leben ein. Angefeuert von den Zuschauern, schaffte Vancouver, wenn auch bedingt durch konsequente Schiedsrichterentscheidungen gegen die Gäste, die Wende. Zunächst nutzte Sami Salo(60.pp) eine 5 gegen 3 Überzahl genau 30 Sekunden vor dem Ende zum vielumjubelten Ausgleich. Als dann in der Verlängerung mit Jordan Leopold ein weiterer Flame in die Kühlbox musste, sorgte Brendan Morrison(63.pp) für den Siegtreffer der Hausherren.
Zuvor sahen die Anwesenden im Stadion und die Fans am Fernseher eine sehr ausgeglichene Partie mit zahlreichen Chancen auf beiden Seiten. Stephane Yelle(8.pp) konnte die Flames in der achten Minute in Führung bringen, die Sami Salo(27.pp) mit seinem ersten Treffer des Abends zur Mitte der Begegnung ausglich.
Los Angeles - San Jose 2-3 (2-1/0-2/0-0) 17 Punkte und zehn Plätze Unterschied zwischen zwei Teams sollten eigentlich zu einer klaren Angelegenheit werden, stünden sich da nicht die Erzrivalen aus Los Angeles und San Jose gegenüber. Die Sharks machten mit viel Einsatz und Engagement diese Kluft zunichte und bezwangen die Favoriten mit 3-2.
Das Spiel verlief jedoch erstmal standesgemäß, denn die Kings gingen innerhalb von 49 Sekunden durch Lubomir Visnovsky(11.pp) und Sean Avery(12.) in Führung. San Joses Joe Thornton(16./36.) schaffte allerdings noch im ersten Drittel den Anschluss, ehe Patrick Marleau(31.pp) bei nummerischer Überlegenheit 15 Minuten später den Ausgleich markierte. Ein haltbarer Schuss von Thornton brachte fünf Minuten später den Sieg, als er sich eigentlich mehr schlecht als recht an Goalie Mathieu Caron versuchte, den Puck aber dennoch in die Maschen setzte.
Trotz des Sieges rangieren die Sharks immer noch auf dem 12. Rang im Westen, während die Kings hinter den Detroit Red Wings weiter den zweiten Platz belegen.