Jaromir Jagr(NYR) feiert mit seinen Teamkollegen seinen Treffer.
N.Y. Rangers - Pittsburgh 3-4 OT (1-1/1-1/1-1/0-1) Die Pittsburgh Penguins können doch noch zwei Siege am Stück feiern. Dies gelang ihnen erstmalig seit Wochen durch einen hart erkämpften 4-3 Heimsieg in Overtime gegen die New York Rangers am Silvestertag.
Allerdings waren die Gäste von der Ostküste auch ein weitgehend harmloser Gegner zum Jahresausklang. In den letzten beiden Spieldritteln und in der Verlängerung der Partie gelangen den überraschend gut in die Saison gestarteten Gästen lediglich insgesamt sechs Torschüsse.
Kurios am Rande war, dass bis auf den Führungstreffer der Penguins durch Tomas Surovy(2./54.pp) alle weiteren Treffer des Abends jeweils in Überzahl fielen. Drei mal gingen die Penguins in Führung, drei mal konnten die Blueshirts ausgleichen. Neben Surovy trafen noch Michel Ouellet(31.) und Sidney Crosby(64.pp) für die Gastgeber, während die Gästetreffer durch Jaromir Jagr(18.pp), Martin Rucinsky(33.pp) und Fedor Tyutin(57.pp) erzielt wurden.
Insgesamt stand die Begegnung spielerisch jedoch auf keinem besonders hohen Niveau, was den Penguins nach diesem erfolgreichen Jahresabschluss aber relativ egal sein dürfte.
Philadelphia - Washington 3-4 SO (1-0/1-2/1-1/0-0/0-1) Brian Willsie und Matt Pettinger sicherten den Washington Capitals einen 4-3-Sieg im Shootout gegen die zuletzt so auswärtsstarken Philadelphia Flyers. Olaf Kölzig hingegen parierte die Versuche von Michal Handzus und Peter Forsberg. So blieb der Zusatzpunkt zum Jahreswechsel diesmal schlussendlich in der US-Hauptstadt.
Rookie Alexander Ovechkin(28.pp) war für die Capitals erneut erfolgreich. Neben seinem Treffer gelangen den Gastgebern Erfolgserlebnisse in der regulären Spielzeit durch Dainius Zubrus(32.) und Brian Willsie(49.). Peter Forsberg(15.pp), Sami Kapanen(35.sh) und Jeff Carter(43.pp) trafen für die Gegenseite, so dass es zu Verlängerung und Shootout im MCI Center kam.
Für die Flyers bedeutet die knappe Niederlage das Ende ihrer fünf Spiele andauernden Siegesserie und die erste Niederlage im fünften Auswärtsspiel ihres insgesamt 11 Spiele umfassenden längsten Roadtrips der Franchisegeschichte. Simon Gagne, der zur Zeit erfolgreichste Torjäger der NHL, fehlte den Gästen an diesem Nachmittag wegen einer Grippe.
Anaheim - St. Louis 5-4 SO (2-1/1-1/1-2/0-0/1-0) Es war der Abend des Chris Kunitz(8./47.). Mit zwei Treffern im Spiel und dem entscheidenden Tor im Penalty schießen darf er getrost als der Matchwinner für die Mighty Ducks in dieser Partie bezeichnet werden. Dabei begann das Spiel alles andere als gut für die Gäste. Noch nicht einmal alle Zuschauer waren gesessen, da markierte Jamal Mayers(1.) nach 23 Sekunden Spielzeit das 1-0 für die Blues. Doch die Herrlichkeit war schnell vorbei, als Andy McDonald(8.) und Kunitz in der achten Spielminute innerhalb von 10 Sekunden den Spielstand drehten und so einen neuen Franchiserekord für zwei Treffer hintereinander aufstellten. So gingen beide Teams in die erste Pause.
Nach dem Wechsel war Offensive Trumpf. Sage und Schreibe 43 Torschüsse, 20 für Anaheim und 23 für ihre Blues, bekamen die Zuschauer im Mitteldrittel zu sehen, trotzdem fielen nur zwei Tore. Das 3-1 für Anaheim wurde Vitaly Vishnevski(28.) gutgeschrieben, war aber ein Eigentor von Dean McAmmond, der den Puck aufgrund eines Fehlpasses bei angezeigter Strafzeit in eigene Tor schoss. Torhüter Jean-Sebastien Giguere hatte sein Gehäuse wie in solchen Situationen üblich für einen weiteren Feldspieler verlassen. Dean McAmmond(40.pp) machte seinen Fehler später wieder gut, indem er auch noch ins richtige Tor traf und so auf 2-3 verkürzte.
Als Kunitz den Vorsprung wieder auf zwei Tore ausbaute, hatten die Zuschauer ihre Hoffnungen auf den fünften Heimsieg ihres Teams schon fast begraben, doch Blues Doug Weight(47.pp) verkürzte wieder nur 37 Sekunden später, nachdem sich Todd Fedoruk neun Sekunden zuvor eine dumme Strafzeit einhandelte. Als dann in der 50. Minute mit Samuel Pahlsson und Ruslan Salei gleich zwei Ducks in die Kühlbox mussten, nutzten die Blues die Überzahl zum Ausgleich durch Mike Sillinger(51.pp). Anschließend hätten beide Team die Begegnung für sich entscheiden können, doch die Torleute waren auf dem Posten, so dass das Shootout entscheiden musste.
Vancouver - Minnesota 3-4 (0-0/2-3/1-1) Die Erfolgsserie der Wild geht weiter. Gegen den Divisionskontrahenten aus Vancouver gelang der sechste Sieg in den letzten acht Spielen. Nach einem torlosen, aber keineswegs niveauarmen ersten Drittel, entdeckten beide Mannschaften das Tore schießen und dann es ging es gleich Schlag auf Schlag. Zunächst brachte Matt Cooke(27.) die Gäste mit 1-0 in Führung, doch nur 21 Sekunden später glich Todd White(27.) aus und nur weitere 34 Bewegungen des Sekundenzeigers danach sorgte Wes Walz(28.) für das 2-1 der Gastgeber. Die nun überlegene Spielweise der Hausherren nutzte Kurtis Foster(31.pp), um den Vorsprung auf zwei Tore auszubauen. Eine Strafzeit wegen unkorrektem Körperangriff gegen Wild Derek Boogaard und das daraus resultierende 2-3 durch Sami Salo(40.pp) machte jedoch die Partie wieder spannend.
Minnesota ließ jedoch auch nach dem Wechsel nicht nach und schaffte so die Canucks in Schach zu halten. Randy Robitaille(49.pp) erhöhte den Spielstand Mitte des Schlussabschnitts auf 4-2, doch als nur 18 Sekunden später Wes Walz auf die Strafbank musste, brachte Bryan Allen(51.pp) die Gäste wieder heran. So blieb die Partie bis zum Ende spannend, doch Manny Fernandez im Gehäuse der Wild ließ nichts mehr zu, so dass Minnesota das Jahr mit einem nicht unverdienten Sieg beschließen konnte.
Toronto - New Jersey 6-3 (1-1/4-1/1-1) Die Toronto Maple Leafs konnten am Silvesterabend ihre Siegesserie, die sich mittlerweile auf fünf Triumphe in Folge beläuft, fortsetzen. Beim 6-3 Erfolg in New Jersey waren sie aber keineswegs das spielbestimmende Team, sondern nutzten ihre wenigen Chancen konsequent aus. Devils Goalie Martin Brodeur erwischte zudem einen rabenschwarzen Tag, an dem er von 22 Schüssen nur 16 parieren konnte.
Den Torreigen eröffnete bereits nach weniger als vier Minuten New Jerseys Scott Gomez(4./22.ps/45.pp), ehe Torontos Kapitän Mats Sundin(10.sh) in Unterzahl den Ausgleich markierte. Zu Beginn des zweiten Abschnitts gelang Gomez sein zweiter Streich, indem er gegen Torhüter Ed Belfour einen Penalty sicher verwandelte. Es folgte daraufhin die beste Zeit der Gäste, die zunächst mit einem Doppelschlag durch Mariusz Czerkawski(28.) und Darcy Tucker(28.) innerhalb von 21 Sekunden in Führung gingen. Jeff O'Neill(30.pp), Tomas Kaberle(35.) und John Pohl(45.pp) machten es im weiteren Spielverlauf ihren Kollegen zum vorentscheidenden 6-2 nach.
Zum Abschluss vervollständigte Gomez seinen ersten NHL-Hattrick, als Torontos Staffan Kronvall wegen 'Stockhaltens' auf der Strafbank saß.
Columbus - Detroit 2-5 (1-0/1-3/0-2) Mindestens ein Klassenunterschied war zwischen den beiden Divisionsrivalen aus Columbus und Detroit zu Gunsten der Heimmannschaft, den Detroit Red Wings, festzustellen. Dabei kamen die Blue Jackets mit der 2-5 Niederlage noch glimpflich davon. Sie führten sogar durch die Tore von Rick Nash(10.) und Jason Chimera(21.) nach knapp 21 Minuten mit 2-0, und das obwohl sie auf dem Eis optisch gnadenlos ihren Gastgebern unterlegen waren. Dies unterstreicht auch das Schussverhältnis von 43-15 für die Red Wings.
Das erste Erfolgserlebnis hatten die Gastgeber durch Nicklas Lidstrom(24.pp/45.), der zu Beginn des zweiten Drittels während eines Powerplays den Anschlusstreffer schaffte. Ihm folgte Mathieu Schneider(28.), ehe Mikael Samuelsson(40./55.pp) seine Farben zum ersten Mal in Front brachte.
Die zwei genannten Schweden bauten den Vorsprung noch im letzten Abschnitt auf den Endstand von 5-2 aus und sicherten so den Red Wings ihren fünften Sieg in Folge.
Montreal - Carolina 3-5 (0-1/2-1/1-3) Die Carolina Hurricanes bewiesen ein weiters Mal ihre Macht im heimischen RBC Center. Trotz Rückschläge konnten sie gegen die Montreal Canadiens am Ende doch noch deutlich mit 5-3 Toren die Oberhand behalten. Ihr sechster Sieg aus den letzten sieben Heimpartien.
Im Mittelabschnitt gaben die Hausherren eine durch Rod Brind'Amour(8.) und Erik Cole(21.) herausgeschossene 2-0 Führung noch ab und auch im Schlussdrittel mussten sie trotz haushoher spielerischer Überlegenheit und erneuter Führung durch Cory Stillman(52.pp) noch um ihren Sieg bangen.
Michael Ryder(27.), Jan Bulis(37.) und Andrei Markov(57.) ließen die Frankokanadier, bei denen Ryder 3 1/2 Minuten vor Spielende noch einen Penalty vergab, auf zumindest einen Punktgewinn hoffen.
Diese Hoffnungen machten aber Rod Brind'Amour(59.) und Aaron Ward(60.en) mit einem 'Empty Net Goal', als Gästeschlussmann Jose Theodore seinen Kasten bereits zu Gunsten eines weiteren Feldspielers verlassen hatte, zunichte.
Los Angeles - Dallas 3-2 (1-0/2-0/0-2) Das direkte Duell um die Tabellenführung in der Pacific Division zwischen den Los Angeles Kings und Dallas Stars entschieden die südkalifornischen Gäste heute Nacht für sich. Mit einem 3-2 Sieg konnten die Kings beide Punkte aus der American Airlines Arena entführen und ihren Vorsprung an der Tabellenspitze auf ihre texanischen Verfolger weiter ausbauen.
Den Grundstein für den aufgrund des Spielverlaufs schmeichelhaften Auswärtserfolg legten Alexander Frolov(4.), Derek Armstrong(27.) und Tom Kostopoulos(35.) mit ihren Toren zur 3-0 Führung. Darauf ausruhen konnten sich die Kings aber keineswegs. Vor allem im Schlussabschnitt sahen sie sich einem Angriffswirbel nach dem anderen der Hausherren ausgesetzt.
Die Stars waren aber bei 17 Torschüssen allein in den letzten 20 Spielminuten, 40 insgesamt, nur zwei Mal durch Teamkapitän Mike Modano(46.pp/47.pp) in der Lage dem herausragenden Gästegoalie Mathieu Garon zu bezwingen.
Colorado - Phoenix 5-2 (1-0/1-1/3-1) Nur 24 Stunden nach ihrer herben 2-5 Niederlage in San Jose konnten die Colorado Avalanche in der Glendale Arena von Phoenix durchaus überzeugen und sich mit einem 5-2 Sieg wieder auf den achten Platz der Western Conference vorschieben.
Die Avalanche zeigten von der ersten Minute an den Einsatz, der nötig ist um auch in der Fremde zu punkten. Milan Hejduk(6.pp), Ian Laperriere(32./44.), Pierre Turgeon(42.pp) und Andrew Brunette(57.) zeichneten sich als Torschützen der Gäste aus.
Eine ebenfalls sehr solide Vorstellung bot Avalanches Torhüter Peter Budaj, der heute wieder den Vorzug gegenüber David Aebischer bekam, bei seinen 30 Saves. Wenig zu halten gab es für ihn bei den Gegentoren von Denis Gauthier(33.) und Geoff Sanderson(54.pp).
Die Avalanche sind mit 137 Gegentoren in der Defensive das zweitschlechteste Team im Westen, konnten aber heute im Abwehrverhalten vollauf überzeugen.
Edmonton - Calgary 5-6 (2-2/1-1/2-3) Einen faszinierenden und bis zum Ertönen der Schlusssirene spannenden Schlagabtausch lieferten sich die Edmonton Oilers und Calgary Flames im ausverkauften Saddledome von Calgary zum Abschluss des Jahres 2005.
Am Ende hatten die Hausherren, Dank Kristian Huselius(59.) neuntem Saisontor, mit 6-5 knapp die Nase vorne und konnten sich damit wieder an die Tabellenspitze der Northwest Division schießen.
Ihre nördlichen Nachbarn aus Edmonton hatten ihnen zuvor schon alles abverlangt. Drei Mal konnten sie einen Rückstand egalisieren und zur Mitte des mit viel Körpereinsatz geführten Spiels konnten sie sogar durch Jarret Stoll(31.pp) mit 3-2 in Führung gehen. Diese währte aber keine zwei Minuten dann münzte Matthew Lombardi(33.sh) einen vermeintlichen Vorteil der Oilers, die in Überzahl auf dem Eis standen, mit einem 'Short Handed Goal' in einen Nachteil um.
Die Flames konnten desweiteren zwei Mal aus einer nummerischen Überlegenheit heraus durch Daymond Langkow(5.pp/48.pp) punkten. Ebenfalls als zweifacher Torschütze der Hausherren zeichnete sich Shean Donovan(13./41.) aus.
Auf Seiten der sich nie aufgebenden Gäste gelang es auch noch Raffi Torres(13.), Marc-Andre Bergeron(18.pp), Ryan Smyth(43.pp) und Ales Hemsky(55.pp) Calgarys Schlussmann Miikka Kiprusoff zu überwinden. Dabei brachte es Oilers' Verteidiger Chris Pronger auf vier Assists.