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2005-12-24 

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SPIELTAG 24.12.2005

Darcy Tucker(TOR) überwand Hannu Toivonen(BOS) als Erster.

Boston - Toronto 1-2 (0-0/1-1/0-1)
Nur 24 Stunden nach ihrer gestrigen Niederlage in Boston konnten die Toronto Maple Leafs gegen die Boston Bruins mit einem 2-1 Heimerfolg Revanche nehmen. Bereits nach 11 Sekunden hatte Torontos Teamkapitän Mats Sundin die erste Torchance als er allein vor Hannu Toivonen auftauchte aber dann verzog.
Es folgten ereignisarme Minuten in denen sich die Kontrahenten weitgehend neutralisierten. Zur Mitte des ersten Drittels bekamen die Leafs ein spielerisches Übergewicht, scheiterten aber mehrmals an dem sehr sicher wirkenden jungen Schlussmann der Bruins und so ging es auch mit einem leistunsgerechten torlosen Remis in die erste Pause.
Der zweite Durchgang begann mit einem Überzahlspiel der Bruins. Dieses überstanden die Hausherren noch schadlos, doch wenig später bekamen die Gäste sogar noch Gelegenheit mit 5 gegen 3 zu punkten und Sergei Samsonov(25.pp) ließ sich diese Chance nicht nehmen aus Höuml;he des Bullykreises den Puck ins kurze Eck zu schweißen.
Gerade zum rechten Zeitpunkt, als die knapp 20.000 Zuschauer im Air Canada Center schon ungeduldig wurden, durften sich auch die Hausherren im Powerplay mit zwei Mann mehr auf dem Eis versuchen und Darcy Tucker(29.pp) gelang aus spitzem Winkel der 1-1 Ausgleich.
Zu Beginn des Schlussdrittels legten beide Teams noch einmal einen Zahn zu und erarbeiteten sich gute Einschussmöglichkeiten. Die Bruins brachten sich aber wieder selbst in die Bretouille als sie sich kurz hintereinander zwei Strafzeiten einhandelten und Torontos Topverteidger Bryan McCabe(48.pp) dieses Gastgeschenk gerne annahm.
In den letzten gut drei Spielminuten hatten die Maple Leafs wenig Probleme ihre knappe Führung über die Zeit zu retten, nachdem Alexei Zhamnov seinem Team einen Bärendienst geleistet und sich gleich vier Strafminuten eingehandelt hatte.

Ottawa - N.Y. Islanders 4-2 (3-0/1-1/0-1)
Nicht einmal acht Minuten benötigten die Ottawa Senators um ihren heutigen Gastgebern den New York Islanders klar zu machen, wer die beiden Punkte einfahren wird. Die Senators, zuletzt nicht mehr ganz so überzeugend, erwischten einen Traumstart. Innerhalb von zwei Minuten und 43 Sekunden konnten Patrick Eaves(6.), Zdeno Chara(7.pp) und Andrej Meszaros(8.pp) gleich drei Mal Islanders Schlussmann Rick DiPietro bezwingen. Dem hatten die sichtlich und verständlicherweise geschockten Islanders im ersten Drittel nichts mehr entgegenzubieten.
In den folgenden zwei Spielabschnitten hatten die Hausherren durchaus mehrere Gelegenheiten das Spiel noch zu wenden. Ihre kanadischen Gäste handelten sich eine Strafzeit nach der anderen ein. Jason Blake(23.pp) nutzte gleich das zweite Überzahlspiel im Mittelabschnitt um den Rückstand seiner Islanders auf zwei Tore zu verkürzen.
Als die Senators aber mal wieder die Gelegenheit hatten mit fünf Mann auf dem Eis zu stehen, was selten genug war, bewiesen sie durch Dany Heatley(37.) ihre Klasse und sorgten für die Vorentscheidung.
Das zweite Powerplaytor der Hausherren von Mark Parrish(46.pp) zum 4-2 Endstand konnte somit als Schönheitsfehler abgehakt werden.

Montreal - Washington 2-4 (1-0/0-0/1-4)
Mit 42 Rettungstaten hätte eigentlich Washingtons Schlussmann Olaf Kölzig der Mann des Abends im MCI Center werden können, doch seine Show im Spiel gegen die Montreal Canadiens wurde noch von Jeff Halpern im Schlussdrittel überboten, der nicht nur wegen der drei Assists sein bestes Saisonspiel ablieferte.
Die Canadiens waren über weite Strecken in dem von vielen Strafzeiten geprägten Schlagabtausch das optisch überlegene Team, gingen auch durch Richard Zednik(5.) verdient mit 1-0 in Führung, waren aber anschließend viel zu unkonzentriert im Abschluss.
Viel Arbeit hatten die Schiedsrichter im torlosen Mittelabaschnitt zu verrichten, als sie insgesamt 13 Strafen verhängen mussten. Etwas mehr am Riemen rissen sich die Protagonisten im Schlussdrittel und prompt wurde auch das Spiel wieder besser und kurzweiliger. Mathieu Biron(43.pp) und Dainius Zubrus(45.) brachten erstmals die Hausherren in Front. Kurz darauf gelang Steve Begin(47.) der Treffer zum 2-2 Remis. Es sollte aber das letzte Mal in dieser Begegnung gewesen sein, dass sich Kölzig eine Blöse gab. Im Gegensatz zu seinem Gegenüber Cristobal Huet, der sich noch zwei Mal von Matt Pettinger(53.) und Washingtons 'Wunderkind' Alexander Ovechkin(54.) zum 4-2 Endstand bezwingen lassen musste.

Florida - Carolina 3-4 (1-1/1-1/1-2)
Ein mit zahlreichen Strafzeiten gespicktes Spiel konnten die heimischen Hurricanes knapp mit 4-3 gewinnen. Dabei machten es die Mannen von Coach Peter Laviolette spannender als eigentlich nötig. 15 Überzahlsituationen, so viele wie nie zuvor in ihrer Zeit in Carolina, boten sich Ihnen und damit waren sie über ein Drittel der Spielzeit mit einem Mann mehr auf dem Eis. Trotzdem gelang den Canes nur ein Treffer in diesen Situationen, nämlich das entscheidende 4-2 durch Rod Brind'Amour(53.pp). Nicht viel besser machten es die Gegner aus Florida, die von sieben Powerplays ebenfalls nur eines durch Olli Jokinen(59.pp) kurz vor Schluss zum 3-4 Endstand verwerten konnten. Anschließend wurde es noch einmal eng, doch Canes Schlussmann Martin Gerber zeigte sich auf dem Posten.
Matt Cullen(15.) hatte die Gastgeber nach Vorarbeit von Bret Hedican und Cory Stillman in Führung gebracht, die Olli Jokinen(16.) aber nur knapp eine Minute später egalisierte. Gary Roberts(21.) konnte dann die Panthers nur 43 Sekunden nach dem Wechsel mit 2-1 in Front bringen, doch Eric Staal(25.) konnte erneut ausgleichen. Anschließend wanderten fast nur Panthers auf die Strafbank, so dass sich den Hurricanes zahlreiche Chancen boten wieder in Führung zu gehen. Es dauerte aber bis Mitte des Schlussabschnittes, ehe Justin Williams(50.) das 3-2 erzielen konnte und Brind'Amour kurz darauf das 14. Überzahlspiel zu einem Erfolg nutzte.

Nashville - Columbus 5-4 (4-2/1-1/0-1)
Das Duell der beiden Divisionskontrahenten hätte eigentlich für die Gäste aus Nashville zum Spaziergang werden sollen, denn die beiden Teams trennten nicht nur 30 Punkte, sondern auch zwölf Plätze in der Western Conference. Die Blue Jackets waren aber eindeutig das bessere, sowie aktivere Team, welches auf dem Eis das Geschehen dominierte und sich Großchancen en masse erspielte. Bei der Verwertung ihrer Möglichkeiten haperte es allerdings, so dass sie trotz eines positiven Torschussverhältnisses von 39-22 mit 4-5 verloren.
Im ersten Drittel gestaltete sich die Begegnung noch ausgeglichen, wenn gleich die Predators schon jetzt ihre Torgefährlichkeit bewiesen. Scott Hartnell(5.pp), Scottie Upshall(12.), Vernon Fiddler(15.) und Yanic Perreault(20.pp) trafen je ein Mal, die Blue Jackets in den Personen von Jaroslav Balastik(12.pp/38.pp) und Duvie Westcott(13.) immerhin zwei Mal. Während des folgenden Durchgangs wuchs die Überlegenheit der Hausherren, die lediglich Balastik in einen zählbaren Erfolg ummünzte, stetig an. Die Gäste blieben aber weiter konzentriert und nutzten ihre einzige gute Chance durch Adam Hall(36.pp) zum zwischenzeitlichen 5-2.
Auch im letzten Abschnitt änderte sich das Bild unten auf dem Eis kaum. Die Hausherren stürmten teilweise planlos nach vorne und die Gäste verteidigten souverän ihre Zone und ihr Gehäuse. Dabei durchbrach ein Mal Columbus Jason Chimera(55.sh) noch das Bollwerk zum 4-5 Endstand, indem er in Unterzahl die einzige Unaufmerksamkeit nutzte.

Atlanta - New Jersey 1-0 (0-0/1-0/0-0)
"Es ist phantastisch. Das ist etwas, wovon ich immer geträumt habe. Dass es gegen die Devils und Martin Brodeur gelang ist etwas besonderes. Er war als Kind mein Held. Ich dachte nicht, dass so etwas je Wirklichkeit werden könnte", sagte ein sichtlich glücklicher Michael Garnett, Torhüter der Atlanta Thrashers, nach dem ersten Shutout seiner NHL-Karriere. Mit 29, auch teilweise spektakulären, Saves hielt er seinen Kasten sauber und sorgte so dafür, dass der einzige Treffer des Abends durch Marian Hossa(30.pp) zum Sieg für die Gäste aus Atlanta reichte.
Den Devils wurde wie zuletzt häufiger ihr Überzahlspiel zum Verhängnis, denn erneut konnten sie acht solcher Situationen nicht verwerten und verschlechterten damit ihre äußerst mickrige Bilanz auf nur zwei Treffer in den letzten 57 Möglichkeiten. Für New Jersey war es die zweite Niederlage in Folge unter dem Übergangstrainer Lou Lamoriello, der normalerweise als General Manager der Franchise fungiert. Zum Auftakt seiner Übernahme hatte das Team noch beim Erzrivalen aus New York gewonnen. Lamoriello war durchaus zufrieden mit dem Auftreten seines Teams heute, nur das Ergebnis stimmte nicht: "Ich kann nicht mehr Einsatz fordern. Die Einstellung ist gut, aber wir haben zu wenig aus der Überzahl gemacht und das war heute unsere Achillesferse."

Philadelphia - Pittsburgh 5-4 (2-0/1-2/2-2)
Die Flyers konnten das erste ihrer elf Auswärtsspiele in Folge, nach einem harten Kampf gerade noch für sich entscheiden. Obwohl sie nach 24 Minuten durch die Tore von Simon Gagne(6.pp), Peter Forsberg(12./56.) und Dennis Seidenberg(24.pp) schon mit 3-0 in Front gelegenen hatten, konnten die Penguins sich nocheinmal aufraffen und beförderten im weiteren Spielverlauf die Scheibe vier Mal hintereinander ins Schwarze.
Den Startschuss zur Aufholjagd gab Tomas Surovy(31.) mit seinem zweiten Saisontor, ehe Erik Christensen(36.pp) in Überzahl den Abstand auf nur noch einen Treffer verkürzte. Pittsburgh Top-Rookie Sidney Crosby(42./43.) brachte seine Farben zu Beginn des letzten Abschnitts sogar in Führung, indem er innerhalb von 44 Sekunden zwei Mal den Puck an Goalie Antero Niittymaki vorbei brachte.
Dieser Vorsprung hielt immerhin 13 Minuten, bis Forsberg sich auf der rechten Seite mit einem harten Schlagschuss versuchte und die Scheibe mit viel Glück ins Netz kullerte. Den Sieg stellte wenig später schließlich Mike Knuble(57.) her, der ebenfalls von rechts mit einen Handgelenkschuss Goalie Marc-Andre Fleury bezwang.

Buffalo - Tampa Bay 4-1 (1-1/2-0/1-0)
Nachdem die Sabres am Donnerstag nach sieben Siegen in Folge in Miami gegen die Florida Panthers verloren hatten, konnten sie sich in der vergangenen Nacht rehabilitieren und beim amtierenden Champion gewinnen. Der Erfolg in Tampa war bereits deren 16. Triumph innerhalb der letzten 19 Partien, womit sie weiterhin souverän auf dem zweiten Platz der Northwest Division rangieren.
In dem ausgeglichenen Spiel eröffneten die Hausherren den Torreigen, als nach 137 Sekunden Vaclav Prospal(3.) sein 16. Saisontreffer gelang. Den Vorsprung egalisierte der in Wien geborene Österreicher Thomas Vanek(7.pp) allerdings schon zwei Minuten später, als Evgeni Artyukhin wegen 'Hakens' auf der Strafbank saß.
Für den zweiten Streich des Abends für Sabres sorgte Chris Drury(27.) fast exakt 20 Minuten später, ehe Henrik Tallinder(31.) sogar auf 3-1 erhöhte und Ales Kotalik(58.en) abschließend noch den 4-1 Endstand besorgte. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Lightning schon deren Goalie John Grahame für einen weiteren Feldspieler ersetzt. Tampas Trainer John Tortorella hätte aber wissen müssen, dass solch eine Aktion an diesem Abend nichts bringen wird, hatten seine Schützlinge bis zu diesem Zeitpunkt doch schon acht Überzahlsituationen erfolglos verstreichen lassen müssen.

Colorado - Minnesota 3-5 (1-0/0-2/2-3)
Nur 24 Stunden nach der 3-4 Niederlage in Denver konnten die Minnesota Wild Revanche nehmen und im heimischen Xcel Energy Center die Divisionskontrahenten mit 5-3 bezwingen. Dabei begann die Partie denkbar schlecht, denn noch nicht einmal alle Zuschauer hatten ihre Plätze eingenommen, da stand es schon 1-0 für die Avalanche. Der Ex-Wild Andrew Brunette(1.) konnte mit dem ersten Schuss nach 26 Sekunden Torhüter Manny Fernandez überwinden. Die Gastgeber benötigten etwas Zeit, um sich von diesem Schock zu erholen, denn der erste Abschnitt plätscherte ansonsten so vor sich hin.
Erstmals jubeln durften die Wild-Fans dann gut fünf Minuten nach dem ersten Wechsel, als Stephane Veilleux(25.) aus einem Gewühl heraus ausgleichen konnte. Die Avs hatten in diesem Spieldrittel wenig Entfaltung in der Offensive und die Wild übernahmen fast gänzlich die Initiative. Fast zwangsläufig ging Minnesota dann auch in Führung, als Brent Burns(33.) unhaltbar für Colorados Torwart Peter Budaj abfälschte.
Stark verbessert kamen die Avalanche dann aus der Kabine und zeigten wieder mehr Offensivgeist. Ein weiterer Ex-Wild, nämlich Antti Laaksonen(51.), konnte schließlich auch ausgleichen, doch in der 55. und 56. Spielminute fiel innerhalb von 36 Sekunden die Entscheidung zugunsten der Hausherren. Zunächst erzielte Todd White(55.) die erneute Führung, dann baute Marian Gaborik(56.) diese uneinholbar auf 4-2 aus. Marek Svatos(56.) machte auf der anderen Seite nur 21 Sekunden später die Begegnung wieder spannend, doch zu mehr sollte es trotz einer weiteren Powerplaysituation nicht mehr reichen. Als Avs Verteidiger Rob Blake dann ebenso auf die Strafbank musste, machte Marc Chouinard(60.pp) mit dem 5-3 alles klar.

Detroit - Chicago 3-2 OT (0-1/0-1/2-0/1-0)
Ihren dritten Sieg in Folge hatte sich der Primus der Western Conference aus Detroit sicherlich leichter vorgestellt, denn ein Gastspiel bei einem Gegner, der sich weit hinter ihnen befindet, sollte eine klare Sache sein. Doch weit gefehlt. Die Blackhawks hielten gut mit und führten bis 39 Sekunden vor dem Ertönen der Schlusssirene durch die Tore von Tyler Arnason(20.) und Martin Lapointe(35.) mit 2-0. Mit einem Mann mehr auf dem Eis - Goalie Chris Osgood wurde durch einen sechsten Feldspieler ersetzt - gelang Kris Draper(60.) doch noch der Anschluss, ehe 32 Sekunden danach Nicklas Lidstrom(60.) das Unmögliche möglich machte. Er konnte mit einem Schlagschuss Chicagos Torhüter Nikolai Khabibulin zum zweiten Mal besiegen und erzwang so die nicht mehr zu erwartende Overtime.
In der sehr ruppigen Overtime war auch ein Sieg eigentlich nicht mehr zu erwarten, denn bis zu einer Sekunde vor dem Ende stand es 2-2. Diesmal war es Detroits Pavel Datsyuk(65.pp), der das Unmögliche möglich machte, indem nach einem Pass von Jason Woolley den Puck direkt abnahm und ins Netz schweißte. Da der Zeitpunkt dieses Schusses fast parallel mit dem Ertönen der Schlusssirene passierte, musste ein Videobeweis für Aufschluss sorgen. Dieser bestätigte, dass der Puck noch vor dem Ende die Linie überschritten hatte.

Phoenix - Dallas 3-2 (1-0/0-0/2-1)
Lediglich 13 abgegebene Torschüsse reichten den Phoenix Coyotes, die derzeit noch immer ohne ihren Headcoach Wayne Gretzky auskommen müssen, um die Dallas Stars in Texas mit 3-2 zu besiegen. Im Schlussdrittel reichten ihnen dabei sogar zwei Schüsse für die beiden spielentscheidenen Tore.
Mit Mike Ricci(18.), Shane Doan(54.) und Dave Scatchard(55.) zeigten sich zudem auch noch drei verschiedene Torschützen für die Gäste-Treffer verantwortlich, die in letzter Zeit nicht gerade für ihre Treffsicherheit gefeiert wurden. Die beiden Erfolgserlebnisse der Gastgeber verzeichneten Brendan Morrow(44.) und Steve Ott(51.).
Bei dieser hohen Effizienz des Gegners war es natürlich kein Wunder, dass Dallas-Coch Dave Tippet anschließend sauer war: "Wir haben spielentscheidende Spieler in unseren Reihen, die heute aber nichts entschieden haben. Wir haben das Spiel verschenkt. Statt da rauszugehen und zu attakieren, haben die Jungs heute ein besinnliches Weihnachtsspielchen abgeliefert. Das war nichts!"

Los Angeles - Edmonton 3-5 (1-1/2-1/0-3)
Ihre seit vier Spielen andauernde Siegesserie endete für die Los Angeles Kings am Abend beim Gastauftritt im kanadischen Edmonton. Spielentscheidend war dabei an diesem Vorweihnachtsabend das letzte Drittel der Begegnung, das Edmonton am Ende klar mit 3-0 für sich entscheiden konnte.
Eine von beiden Seiten intensiv geführte Auseinandersetzung, mit vielen Strafzeiten auf beiden Seiten, fand so einen am Ende gerechten Ausgang. Während die Oilers drei ihrer zwölf Überzahlsituationen erfolgreich abschließen konnten, war es den Kings verwehrt, eine ihrer 12 Möglichkeiten zu ihrem Vorteil zu nutzen. Die Treffer für die Hausherren steuerten Jarret Stoll(11.), Chris Pronger(22.pp), Raffi Torres(54.), Ales Hemsky(54.pp) und Michael Peca(60.pp/en) bei, während für die Königlichen aus L.A. Kapitän Mattias Norstrom(3.), Michael Cammalleri(30.) und Craig Conroy(36.) erfolgreich waren. Für Edmontons Ethan Moreau endete somt seine seit acht Spielen andauernde Serie, in der er in jedem Spiel zumindest einen Assist-Punkt sammeln konnte.

Calgary - Vancouver 6-5 SO (0-0/2-2/3-3/0-0/1-0)
Die Vancouver Canucks waren heute Morgen im heimischen General Motors Place angetreten, um Wiedergutmachung für ihre letzten drei Heimniederlagen zu betreiben. Ein schweres Vorhaben, gaben sich doch die Calgary Flames gegen die sie in dieser Saison noch nicht gewonnen hatten, die Ehre.
Der erste Durchgang verlief nicht nur dem Ergebnis nach sehr ausgeglichen, wobei sich beide Mannschaften hauptsächlich bei den Überzahlsituationen Torchancen erspielen konnten. Die Größte hatte Jarome Iginla, der jedoch nur das Quergestänge des von Alex Auld gehüteten Gehäuses traf.
Im zweiten Durchgang nahm die Partie an Intensität zu und bot einen großen Unterhaltungswert. Nach knapp fünf Minuten brachte Chuck Kobasew(25.) mit der 1-0 Führung für die Gäste auch noch Salz in die Suppe. Die Antwort der Canucks ließ nicht lange auf sich warten. Profitierend von einem Überzahlspiel glich Jarkko Ruutu(26.pp), der bei einem Rebound genau richtig stand, den Spielstand wieder aus.
Keinen Zentimeter Eis schenkten sich die Kontrahenten auch im weiteren Verlauf. Exemplarisch hierfür war die Entstehung von Chris Simon(37.)s Treffer. Calgarys Stürmer schnappte an der gegnerischen blauen Linie Brendan Morrison die Scheibe weg und ließ Eins gegen Eins Auld keine Abwehrchance. Seinem Gegenüber Miikka Kiprusoff ging es wenig später ähnlich. Ihm war die Sicht verdeckt, als Canucks Nummer 19, Markus Naslund(39.pp), mit seinem 19. Saisontor das 2-2 markierte.
Die erstmalige Führung der Hausherren gelang Anson Carter(42.pp), als Robyn Regehr noch auf der Strafbank saß. Lang währte die Freude darüber aber nicht. Innerhalb von 49 Sekunden drehte Steven Reinprecht(43./44.pp) das Spiel wieder zu Gunsten der Flames. Die Folgen eines katastrophalen Abwehrverhaltens ihrer Gastgeber. Im Minutentakt ging das Tore schießen weiter. Zunächst nahm sich Bryan Allen(48.) ein Herz, als er von der blauen Linie abzog und traf. Danach fand auch Calgarys Teamkapitän Jarome Iginla(49.) einen Weg seine Saisonausbeute auf 15 Tore auszubauen. Damit aber noch nicht genug. Nachdem Markus Naslund(58.) in einer turbulenten Schlussphase von Todd Bertuzzi blind bedient wurde, ging das spektakuläre Spiel in die Verlängerung und ins Penaltyschießen, in dem Tony Amonte den entscheidenden Penalty als dritter Schütze zu Gunsten der Flames verwandelte.

St. Louis - San Jose 2-1 SO (0-0/0-0/1-1/0-0/1-0)
Die Blues waren schon in der regulären Spielzeit so nahe dran, ihren achten Saisonsieg einzufahren, als Nils Ekman(59.) 64 Sekunden vor dem Ende mit dem erst dritten Torschuss der Gastgeber im Schlussabschnitt doch noch traf und Torhüter Jason Bacashihua so seinen ersten Shutout in der NHL in seinem erst fünften Spiel verwehrte.
Ekman war es dann schließlich auch, der es in der vierten Runde des Penaltyschießens nicht schaffte den Puck im Tor unter zu bringen und damit die Niederlage seiner Farben besiegelte, nachdem Petr Cajanek für die Blues zuvor getroffen hatte.
Verkehrte Welten waren zuvor zu verzeichnen, denn in den ersten beiden Abschnitten hatten beide Teams zahlreiche Möglichkeiten, um in Führung zu gehen, doch sowohl Bacashihua, als auch sein Gegenüber Evgeni Nabokov waren stets auf dem Posten. Erst im letzten Drittel, als die Intensität zu verflachen drohte, fielen die Treffer. Ryan Johnson(50.sh) traf ausgerechnet in Unterzahl zum 1-0 für die Blues. Danach sah es so aus, als sollte dieser Treffer für zwei Punkte genügen, denn viele Möglichkeiten hatten die Sharks nicht, ehe Ekman doch noch traf. Da St. Louis auch die anschließende Verlängerung dominierte, dürfte der Sieg im Shutout für die Gäste in Ordnung gehen.

 

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