John Madden(NJD) dreht nachdem Kevin Weekes(NYR) bezwungen wurde jubelnd ab.
New Jersey - N.Y. Rangers 3-1 (0-0/0-1/3-0) Mit ihrem großen Chef General Manager Lou Lamoriello als Interimscoach hinter der Bande kamen die New Jersey Devils zu einem 3-1 Achtungserfolg im Madison Square Garden gegen die New York Rangers.
Für Lamorielle war es der erste Sieg als Trainer bei seinem zweiten Auftritt. In 1988 hatte er schon einmal diese Funktion übernommen, die Devils verloren damals aber mit 1-7.
Auch heute Nacht sah es lange Zeit nicht nach einem doppelten Punktgewinn für die Devils aus. In der sehr ausgeglichenen, teilweise überhart geführten Partie waren die Rangers im Mitteldrittel durch Steve Rucchin(35.) mit 1-0 in Führung gegangen und verteidigten ihren Vorsprung souverän.
Rangers' Schlussmann Kevin Weekes schien von den Gästen nicht zu überwinden. Knapp sechs Minuten vor Spielende wendete sich dann das Blatt. Innerhalb von 16 Sekunden konnten Brian Gionta(55.) sowie Alexander Mogilny(55.) New Jersey in Front schießen und John Madden(60.en) besiegelte die dritte Niederlage der 'Manhattan Blueshirts' in Folge mit einem 'Empty Net Goal'.
Tampa Bay - Carolina 4-6 (2-3/2-1/0-2) Die Tampa Bay Lightning versäumten es heute Nacht ihren Rückstand auf die den ersten Platz in der Southeast Division innehabenden Carolina Hurricanes weiter zu verkürzen. Sie unterlagen im RBC Center von Raleigh in einer sehr unterhaltsamen Partie dem Tabellenführer mit 4-6 Toren.
Dabei war Carolinas' Sturmtalent Eric Staal(7./19.), der sich noch Hoffnungen auf eine Olympiateilnahme im Team Canada machen darf, wieder einmal mit zwei Toren und einem Assist der auffälligste Akteur in den Reihen der Hausherren.
Die Hurricanes lagen zwar auch schon in den ersten zwei Durchgängen die meiste Zeit in Front, die Entscheidung zu ihren Gunsten fiel jedoch erst durch die Powerplaytore von Matt Cullen(44.pp) und Justin Williams(53.pp) im Schlussabschnitt auf welche die Gäste aus Florida keine passende Antwort mehr parat hatten.
Ende des zweiten Durchgangs hatten die Lightning noch durch Ryan Craig(37.pp) und Martin St. Louis(40.) einen 2-Tore Rückstand kompensieren können. Als Torschützen im wilden ersten Drittel zeichneten sich bei ihnen Fredrik Modin(4.pp) und Vaclav Prospal(9.) aus.
Auf Seiten der Hurricanes waren noch Andrew Hutchinson(9.pp), es war sein erstes Saisontor, und Erik Cole(28.) im Abschluss erfolgreich.
Ottawa - Montreal 3-4 SO (1-0/2-2/0-1/0-0/0-1) Zum ersten Mal seit über acht Jahren konnten die Montreal Canadiens noch ein Spiel zu ihren Gunsten drehen, in dem sie bereits mit drei Toren in Rückstand lagen. Der Mann des Abends bei der erfolgreichen Aufholjagd der Frankokanadier im mit über 21.000 Zuschauern voll besetzten Bell Centre war dabei Alexei Kovalev(45.pp), dem nicht nur der wichtige Ausgleichstreffer, sein 300. NHL-Tor gelang sondern auch noch bei den beiden Toren von Niklas Sundstrom(34.) und Michael Ryder(37.pp) assistierte und seinen 700. NHL-Scorerpunkt feiern konnte.
Auch bei der Entscheidung im Penaltyschießen war Kovalev neben Pierre Dagenais bei seinem Versuch erfolgreich während bei den Gästen aus Ottawa weder Daniel Alfredsson noch Dany Heatley ihren Penalty verwandeln konnten.
In der ersten guten halben Stunde der regulären Spielzeit hatte es danach ausgesehen als könnten die Überflieger aus der kanadischen Hauptstadt dort ansetzen wo sie zwei Tage zuvor beim Kantersieg in Toronto aufgehört hatten. Jason Spezza(2.) sowie die beiden Verteidiger Andrej Meszaros(25.pp) und Zdeno Chara(33.pp), sie beendeten jeweils ein Überzahlspiel der Senators mit einem Torerfolg, schossen eine eigentlich beruhigende 3-0 Führung für die Gäste heraus. Diese hatten aber ihre Rechnung ohne Alex Kovalev aufgestellt.
Columbus - Detroit 3-4 SO (1-2/0-0/2-1/0-0/0-1) Heute Nacht durften sich die Detroit Red Wings auch einmal im Penaltyschießen versuchen. Sie waren das einzige Team der Liga gewesen, das noch nicht im 'Shootout' antreten musste. Die mangelnde Übung machte dem Tabellenführer der Western Conference aber nichts aus, nachdem Ex-Wing Sergei Fedorov, jetzt in den Diensten der Columbus Blue Jackets, seinen Penalty verschossen hatte, standen die Red Wings als Sieger fest.
Die Hausherren waren ganz stark in die Partie gestartet, erarbeiteten sich Torchance um Torchance kamen aber trotz ihrer Überlegenheit nicht über eine knappe 2-1 Führung, den Gegentreffer erzielte der wiedergenesene Rick Nash(14.), hinaus.
Der torlose Mittelabschnitt gehörte dann den Gästen aus Ohio, die verzweifelt dem knappen Rückstand hinterher rannten. Ihre Mühen wurden im Schlussdrittel durch die Tore von Duvie Westcott(49.pp) sowie Nikolai Zherdev(56.) zum 3-3 Ausgleich und dadurch mit einem Ehrenpunkt belohnt.
Die Red Wings gingen während der regulären Spielzeit gleich drei Mal durch Treffer von Robert Lang(5.), Mark Mowers(16.) und Brendan Shanahan(51.) in Führung, versäumten es aber jeweils ihren Vorsprung weiter auszubauen und mussten letztendlich dadurch eine Zusatzschicht einlegen.
Colorado - Nashville 2-3 (1-2/0-0/1-1) Ihren dritten Heimsieg in Folge konnten die Nashville Predators heute Nacht gegen die Colorado Avalanche feiern. Scott Hartnell(51.) erzielte zehn Minuten vor Spielende in der insgesamt sehr ausgeglichenen Partie das 'Game Winning Goal' für die Nashville Predators.
Zwar konnten die Avalanche noch einmal durch Verteidiger John-Michael Liles(59.) verkürzen, zum Ausgleichstreffer reichte es trotz des Versuches mit einem zusätzlichen Feldspielers Druck aufzubauen jedoch nicht mehr.
Schon die ersten Spielminuten hatten den Gästen aus Denver gehört, doch als mit Ian Laperriere und Joe Sakic gleich zwei Spieler von ihnen auf der Strafbank saßen nutzten Steve Sullivan(8.pp) und Marek Zidlicky(10.pp) diesen nummerischen Vorteil zu einer 2-0 Führung. Wenig später hatten die Avalanche Gelegenheit mit 5 gegen 3 Mann zu spielen und auch sie konnten durch Pierre Turgeon(17.pp) daraus Kapital schlagen.
Wenige Höhepunkte bot der torlose Mittelabschnitt, in dem sich die Kontrahenten bei dem knappen Spielstand keine weitere Blöße geben wollten.
St. Louis - Phoenix 5-4 (1-2/2-1/2-1) An Effektivität im Abschluss kaum noch zu überbieten waren die St. Louis Blues bei ihrem Auftritt in der Glendale Arena von Phoenix. Bei 12 Torschüssen konnten sie gleich fünf Mal Curtis Joseph, den erfahrenen Schlussmann der Coyotes bezwingen. Dann, zehn Minuten vor Spielende, hatte auch der NHL-Veteran genug und räumte seinen Kasten zu Gunsten von Brian Boucher, der sich nur noch zwei Mal auszeichnen musste.
Die Hausherren hatten zwar über weite Strecken das Spiel optisch dominiert, ihr Abwehrverhalten, auch im Unterzahlspiel, war jedoch nicht konkurrenzfähig und so mussten sie mit 4-5 Toren gegen das punktschlechteste Team der Liga ihre vierte Niederlage in Folge hinnehmen.
Die dreimalige Führung der 'Wüstenfüchse' schossen Geoff Sanderson(6.), Mike Comrie(18.pp) und Jamie Lundmark(32.) heraus. Den Schlusspunkt setzte Kevin Cormier(57.pp) mit einem weiteren Überzahltor.
Auf Seiten der Blues, die drei von fünf Powerplays erfolgreich beendeten und erst zum dritten Mal in der Fremde doppelt punkten konnten, bewiesen Mike Sillinger(17.pp/25.pp), Scott Young(38.pp), Aaron Downey(44.) und Jamal Mayers(51.) ihre Treffsicherheit.
Anaheim - San Jose 2-4 (1-2/0-0/1-2) Jonathan Cheechoo(3.pp/45.ps/46.) war mit dem ersten Hattrick seiner NHL-Karriere der Matchwinner für die San Jose Sharks, die heute morgen Revanche für ihre Niederlage im Pond of Anaheim vor zwei Tagen nehmen konnten und ihre Erfolgsbilanz auf sechs Siege aus den letzten sieben Partien ausbauten.
Den Grundstein für den im wahrsten Sinne des Wortes hart umkämpften doppelten Punktgewinn legten die Sharks gleich zu Spielbeginn. Innerhalb von 3 1/2 Minuten schossen Cheechoo und Scott Parker(4.) eine 2-0 Fü,hrung heraus. Diese galt es nun mit Mann und Maus zu verteidigen. Es gelang den Hausherren nicht immer mit erlaubten Mitteln, so dass sie gleich neun Mal mit einem Mann weniger auf dem Eis standen. Zwei Powerplaysituationen nutzten Petr Sykora(19.pp) und Teemu Selanne(54.pp) um die Partie bis zum Schluss spannend zu halten.
Vor allem in den letzten zwei Durchgängen hatten die Gäste aus dem Süden Kaliforniens deutlich mehr vom Spiel als ihre Gastgeber, scheiterten aber zu oft auch aus aussichtsreichen Positionen an Sharks Schlussmann Evgeny Nabokov, der insgesamt 33 Rettungstaten fü,r sich verbuchen konnte.