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2005-12-16 

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SPIELTAG 16.12.2005

Alex Auld(VAN) steht einem Torerfolg von Sami Kapanen(PHI) im Weg.

Vancouver - Philadelphia 5-4 (1-1/1-2/3-1)
Die Vancouver Canucks fühlen sich sichtlich wohl auf ihrer Tour im Osten der Staaten. Nur 24 Stunden nach ihrem Sieg im Madison Square Garden gaben die Westkanadier auch dem Tabellenzweiten der Atlantic Division, den Philadelphia Flyers das Nachsehen.
Die Entscheidung zum vierten doppelten Punktgewinn fiel in den ersten Minuten des letzten Spielabschnitts, als Markus Naslund(44.pp) und Anson Carter(45./50.) binnen kurzer Zeit drei Mal Flyers Schlussmann Robert Esche bezwangen. Dieser wurde anschließend durch Antero Niittymaki ersetzt, doch auch diese psychologische Maßnahme trug keine Früchte mehr.
Die Flyers versuchten zwar noch einmal alles um zumindest einen Punkt zu ergattern. Allein in den letzten 20 Minuten schossen sie 20 Mal auf das von Alex Auld gehütete Gästegehäuse, doch nur Sami Kapanen(59.pp) konnte ihn noch im Powerplay bezwingen.
Die ersten zwei Spieldurchgänge verliefen nicht nur dem Ergebnis nach ausgeglichener. Trevor Linden(14.) und Nolan Baumgartner(35.pp) hatten jeweils die Führung ihrer Gastgeber durch Michal Handzus(11.) und Kim Johnsson(26.) egalisieren können.

Columbus - Carolina 1-2 (0-0/0-2/1-0)
Ein Stückchen harte Arbeit hatten die Carolina Hurricanes im heimischen RBC Center gegen den Tabellenvorletzten der Western Conference, den Columbus Blue Jackets zu verrichten. Zwei Tore von NHL-Veteran Rod Brind'Amour(27./30.) im Mitteldrittel sowie eine gute Defensivvorstellung, u.a. auch von ihrem Schweizer Schlussmann Martin Gerber, sollten am Ende zu einem knappen 2-1 Erfolg genügen.
Den einzigen Gegentreffer fügte Mike Rupp(42.) nach 80 Sekunden im Schlussdrittel mit seinem ersten Saisontor Gerber zu. Dies war jedoch zu wenig um die dritte Niederlage der Blue Jackets aus den letzten vier Partien zu verhindern.
Columbus' Coach Gerard Gallant fasste auch passend zusammen: "Die Hurricanes spielen mannschaftlich sehr geschlossen, darum gewinnen sie und darum führen sie auch ihre Division an."

Dallas - Ottawa 2-0 (1-0/0-0/1-0)
Die Dallas Stars präsentierten sich heute Nacht im Corel Centre von Ottawa gut erholt von ihrer 3-4 Auswärtsniederlage vom Vortag in Buffalo. Beim punktbesten Team der Liga, den Ottawa Senators, konnten die Stars auf der ganzen Linie überzeugen und mit 2-0 Toren beide Punkte entführen. Marty Turco verdiente sich gegen das mit 124 geschossenen Toren offensivstärkste Team seinen zweiten Saison-Shutout und Brenden Morrow(12.pp) sowie Jere Lehtinen(52.) überwanden die mit nur 59 Gegentreffern beste Abwehr der NHL zwei Mal.
Die Senators handelten sich viel zu viele Strafen ein, um ihre dritte Heimniederlage abzuwenden. Selbst im Schlussdrittel schafften sie es so nicht auch nur annähernd an einen Ausgleich zu denken. Von einem Schlussspurt war nichts zu sehen und Marty Turco musste in den letzten 20 Minuten nur fünf Mal rettend eingreifen.

Atlanta - New Jersey 3-2 OT (0-1/1-0/1-1/1-0)
Die Atlanta Thrashers konnten mit einem 3-2 Sieg nach Verlängerung aus East Rutherford gegen die New Jersey Devils zwei Zähler mitnehmen. Bedanken konnten sie sich hierfür bei Devils' Verteidiger Dan McGillis, der zuerst in der Overtime einen Penalty verursachte und kurz darauf, nachdem Marian Hossa an Martin Brodeur gescheitert war, sich auch noch zwei Strafminuten einfing. Das daraus folgende Überzahlspiel nutzte Marc Savard(65.pp) zum Siegtor für die Thrashers.
Auch aufgrund ihrer deutlichen Überlegenheit in den ersten 40 Spielminuten war Atlantas Auswärtserfolg durchaus verdient. J.P. Vigier(34.) hatte im Mitteldrittel das Führungstor von Scott Gomez(17.) ausgeglichen und Ilya Kovalchuk(45.) mit seinem 20. Saisontor die Gäste in Front geschossen.
Die letzte Viertelstunde der regulären Spielzeit gehörte dann den Hausherren, denen Alexander Mogilny(50.) mit einem 'Bauerntrick' zumindest einen Punkt sichern konnte.

Detroit - Florida 2-3 OT (0-0/0-1/2-1/0-1)
Nach drei Siegen mussten sich die Detroit Red Wings heute Nacht zum zweiten Mal in Folge geschlagen geben. Nach nur 96 Sekunden beendete Olli Jokinen(62.pp) die Verlängerung mit dem 'Game Winning Goal' für die Florida Panthers, die mit ihrem neunten Sieg auf heimischen Eis ihre Heimstärke untermauerten.
Von einem Leistungsunterschied zwischen dem Tabellenersten des Westens und dem Drittletzten der Eastern Conference war auch in der regulären Spielzeit nichts zu merken. Die Panthers waren ein mehr als ebenbürdiger Gegner für die favorisierten Red Wings, die im Mitteldrittel viel zu leichtfertig mit ihren zahlreichen Powerplaysituationen umgingen. Postwendend wurden sie durch das 1-0 Gegentor von Gary Roberts(36.) bestraft.
Im dritten Drittel entwickelte sich dann ein offener Schlagabtausch bei dem beide Schlussleute ihr Können unter Beweis stellen mussten. Dan Cleary(47.) sowie Henrik Zetterberg(59.pp) bezwangen Roberto Luongo und Rostislav Olesz(51.) gab Gästegoalie Chris Osgood das Nachsehen.

Chicago - Nashville 3-5 (1-0/0-3/2-2)
Das Gaylord Entertainment Center von Nashville machte seinem Namen alle Ehren. Um Verwechslungen vorzubeugen, nicht wegen des Sponsornamens sondern wegen der Unterhaltung, die sowohl die Predators als auch ihre Gäste aus Chicago den zahlenden Besuchern boten.
Sein NHL-Debut gab bei der abwechslungsreichen, kurzweiligen Partie Pekka Rinne im Tor der Hausherren. Nach den verletzten Tomas Vokoun, Chris Mason und Brian Finley, letztgenannter kassierte in der vergangenen Partie sieben Gegentore, durfte heute Nacht Rinne sein Glück im Kasten der Predators versuchen.
Besonders glücklich verlief der Start für ihn nicht. Nach knapp 2 1/2 Minuten zwang ihn Mark Bell(3.sh) dazu erstmals den Puck aus dem Netz zu holen. Finne steigerte sich jedoch und wurde erst im Schlussabschnitt, als die Begegnung schon zu Gunsten der Hausherren entschieden war, noch zwei Mal von Tyler Arnason(43.) und Anton Babchuk(47.) bezwungen.
In der Zwischenzeit hatten Paul Kariya(22.), Martin Erat(31.), Yanic Perreault(37.pp) und Vernon Fiddler(42.) eine beruhigende 4-1 Führung für die Predators herausgeschossen, die auch noch durch Steve Sullivan(53.sh) bei Unterzahl den Schlusspunkt setzen konnten.

Glen Murray(li.) freut sich mit Marco Sturm(re.) über dessen Siegtor.

Boston - Minnesota 3-2 (1-1/1-1/1-0)
Für Marco Sturm(52.) war der Wechsel von San Jose nach Boston ein leistungssteigender Glücksfall. Auch heute Nacht konnte der Deutsche punkten und mit seinem vierten Tor aus sechs Spielen den Bruins zwei Punkte schenken. Mit dem rechten Oberschenkel fälschte Sturm einen Schuss von David Tanabe unhaltbar zum 3-2 Siegtor ab.
Dieses Quentchen Glück fehlte den Minnesota Wild im Abschluss um sich zumindest einen Punkt zu sichern. Nicht nur heute war die mangelnde Torgefährlichkeit und Abgeklärtheit die Achillesferse der Wild. Zum neunten Mal in Folge konnten sie nicht mehr als zwei Tore erzielen. Die heutigen schossen Dwayne Roloson(11.pp) und Randy Robitaille(39.pp) jeweils aus einem Überzahlspiel heraus.
Überzahlsituationen hatten die Gäste aus 'Beantown' nur eine, so mussten sie ihre Treffer eben bei 5 gegen 5 erzielen. Patrice Bergeron(13.) glich im ersten Drittel zum 1-1 aus und Sergei Samsonov(26.) besorgte zu Beginn des zweiten Spielabschnitts die erstmalige Führung der Bruins.

Montreal - Edmonton 3-5 (2-1/1-1/0-3)
Die Edmonton Oilers konnten durch eine kämpferische Leistung in der letzten halben Stunde eine schon verloren geglaubte Partie noch drehen und kamen zu einem letztendlich hochvedienten 5-3 Achtungserfolg im innerkanadischen Duell mit den Montreal Canadiens, die nur eine gute Viertelstunde lang überzeugen und ihren Gastgebern Paroli bieten konnten.
Garth Murray(9.), Michael Ryder(17.pp) und Christopher Higgins(25.) schossen in dieser Zeitspanne die Frankokanadier mit 3-1 in Front. Anschließend stellten sie aber das Eishockeyspielen ein und hatten nicht mehr den Hauch einer Chance.
Für Gästegoalie Jose Theodore gab es kaum noch Entlastungsangriffe. In der letzten guten halben Stunde schossen die Canadiens nur noch vier Mal auf das Gehäuse ihrer Gastgeber. Dagegen spielten sich die Oilers in einen Rausch und wurden hierfür durch Tore von Raffi Torres(26.), Ethan Moreau(59.pp) und Fernando Pisani(47./60.en) belohnt. Die 1-0 Führung der Westkanadier hatte Marc-Andre Bergeron(8.pp) erzielt.

Tampa Bay - Phoenix 3-1 (1-0/1-0/1-1)
Die Tampa Bay Lightning zählen wieder zu den Topadressen in der Liga. Heute Nacht kamen die amtierenden Stanley Cup Champions zu einem 3-1 Erfolg in der Glendale Arena von Phoenix und bauten ihre beachtenswerte Bilanz aus ihren letzten 14 Partien auf elf Siege aus.
Die Lightning waren in allen drei Durchgängen ihren Gastgebern zwar nicht immer optisch aber spielerisch und technisch klar überlegen. Ob im Powerplay, bei Unterzahl oder bei nummerischen Gleichgewicht auf dem Eis, die Gäste aus dem Westen Floridas waren die effektivere Mannschaft.
Fredrik Modin(7.), Vincent Lecavalier(29.sh) sowie Ruslan Fedotenko(41.pp) schossen eine 3-0 Führung heraus ehe Geoff Sanderson(44.) doch noch der Ehrentreffer für die Coyotes gelang und damit Gästegoalie Sean Burke seine 'Shutout-Ambitionen' verdarb.

 

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