Todd White und Alexander Daigle(MIN) feiern den 2-2 Ausgleich.
Minnesota - Philadelphia 2-3 (0-1/1-1/1-1) Die verletzungsgeplagten Flyers sind im Heimspiel gegen die Wild noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen. 53 Sekunden vor dem Ende erzielte Branko Radivojevic(60.) im Nachfassen den entscheidenden Treffer zum 3-2 für Philadelphia, die weiterhin ohne ihre Stammkräfte Eric Desjardins, Simon Gagne, Joni Pitkanen und Keith Primeau auskommen müssen. Eine erfolgreiche Rückkehr nach einer Woche Pause wegen einer Leistenverletzung feierte der Schwede Peter Forsberg(11.), der einen Pass von Minnesota Verteidiger Willie Mitchell abfing und Torhüter Manny Fernandez mit einem trockenen Schuss zur 1-0 Führung keine Abwehrchance ließ.
Das Spiel entwickelte sich für die Hausherren weiter gut, obwohl Torchancen nicht gerade Massenware waren. Kim Johnsson(29.pp) konnte nur 22 Sekunden nach dem Verhängen einer Strafzeit gegen Wes Walz die Überzahl zum 2-0 nutzen. Doch die Wild lißen sich davon nicht unterkriegen. Nachdem sie eine weitere Unterzahlsituation überstanden hatten, verkürzte der letztjährige Kasseler Nick Schultz(33.) den Spielstand.
Für die Gäste kam es noch besser als mit Ben Eager und Johnsson zu Beginn des Schlussabschnitts gleich zwei Flyers kurz hintereinander auf die Strafbank mussten. Todd White(45.pp) nutzte diese Chance unmittelbar vor dem Ablaufen der ersten Strafzeit zum 2-2 Ausgleich. Anschließend hatten die Wild mehr Gelegenheiten die Begegnung für sich zu entscheiden, was Radivojevic für Philadelphia dann doch etwas glücklich gelang.
Florida - Los Angeles 1-3 (0-1/0-1/1-1) Zu einem ungefährdeten 3-1 Heimsieg gegen die chronisch auswärtssschwachen Florida Panthers kamen am Nachmittag die Los Angeles Kings vor 16.800 Zuschauern im Staples Center. Dabei reichte ihnen eine höchst durchschnittliche Leistung, um den Raubkatzen aus dem Osten die zwölfte Auswärtspleite in Serie beizubringen.
Pavol Demitra(19.pp/35.sh) war dabei der Matchwinner für die zuletzt etwas ins straucheln geratenen Kings. Seine beiden Treffer reichten aus, um die Moral der Gäste früh zu brechen und letztendlich für die Vorentscheidung
noch vor Ende des Mittelabschnitts zu sorgen. Resultierte der erste Treffer Demitras noch aus einem 5-3 Powerplay, verzauberte besonders der technisch herausragende Treffer bei einem Gegenstoss in Unterzahl im Mitteldrittel die
anwesenden Kings-Fans.
Im Schlussabschnitt erhöhte dann Michael Cammalleri(45.) noch einmal das Ergebnis, bevor der Ehrentreffer der Gäste durch Joe Nieuwendyk(49.) zumindest für Ergebniskosmetik sorgte. In dieser Form hat sich der Playofftraum der Panthers wahrscheinlich schneller erledigt, als von vielen erwartet. Nieuwendyk sieht das ähnlich: "Wir haben alle nicht geglaubt, dass es so laufen wird. Wir müssen einfach für eine Trendwende sorgen. Dazu müssen wir uns alle einmal gründlich im Spiegel betrachten. So darf es jedenfalls nicht weitergehen!"
Dallas - Toronto 2-1 (2-0/0-0/0-1) Die Stars bestätigten ihre derzeitige gute Form auch in Toronto, wo sie in der vergangenen Nacht ihren zehnten Sieg im elften Spiel einfuhren. Die Hausherren setzten hingegen ihre Negativserie von mittlerweile vier Niederlagen in fünf Partien fort. Die US-Amerikaner bleiben damit hinter den Detroit Red Wings weiter am zweiten Rang der Western Conference, während die Kanadier in der Northeast Division nur den vierten Platz einnehmen.
Der Erfolg der Gäste aus Dallas ging absolut in Ordnung, hatten sie doch weitaus mehr Spielanteile und Einschussmöglichkeiten. Zwei davon nutzten sie bereits im ersten Drittel, als erst Jon Klemm(7.pp) im Powerplay und zwei Minuten später Jere Lehtinen(9.) bei gleicher Stärke zum zwischenzeitlichen 2-0 trafen. Trotz des Rückstands war im weiteren Spielverlauf kein Aufbäumen der Maple Leafs zu erkennen, so dass die Stars fast ungestört das Tempo bestimmten und optisch überlegen agierten. Den Ehrentreffer für die 'Ahornblätter' erzielte schließlich noch Mats Sundin(52.), der nach fast zwölf Minuten im letzten Abschnitt mit dem ersten Torschuss seiner Mannschaft sein fünftes Saisontor schoss.
Goalie Ed Belfour wartet wegen der Niederlage weiterhin auf seinen 448. NHL-Sieg, der ihn in der Ewigkeitsliste auf den zweiten Platz vor Terry Sawchuk befördern würde.
Anaheim - Montreal 5-3 (3-1/2-1/0-1) Zum ersten Mal nach 1998 konnten die Migthy Ducks wieder in Montreal gewinnen. Eine starke Leistung war allerdings dafür schon nötig, denn die Canadiens präsentierten sich nahezu ebenbürtig und erarbeiteten sich fast ebenso viele Chancen.
Den Torreigen eröffnete Anaheims Zenon Konopka(9.) nach knapp neun Minuten, ehe Richard Zednik(12.pp) im Powerplay nur wenig später ausgleichen konnte. Der Tscheche Petr Sykora(15.) und der Weißrusse Ruslan Salei(19.) brachten die Gäste aber noch im ersten Durchgang wieder in Front.
Im zweiten Abschnitt erhöhte Jonathan Hedstrom(28.) nach Vorarbeit von Samuel Pahlsson und Joe DiPenta dann sogar auf 4-1, ehe Alexander Perezhogin(29.) den alten Abstand wieder herstellte. Während dieser 20 Minuten baute Rob Niedermayer(34.pp) mit seinem siebten Saiontor in Überzahl den Vorsprung allerdings wieder auf drei Treffer aus. Den leistungsgerechten Endstand von 5-3 stellte abschließend Michael Ryder(54.pp) her, als Andy McDonald wegen 'hohen Stocks' auf der Strafbank saß.
Edmonton - N.Y. Islanders 2-3 SO (1-0/0-1/1-1/0-0/0-1) Eigentlich konnten beide Teams froh sein, zumindest einen Punkt aus dieser Partie mitgenommen zu haben. Dass es für die Islanders deren zwei wurden, machte die Sache für die Hausherren um so erfreulicher. Die Oilers hätten aufgrund ihrer Überlegenheit besonders im ersten Drittel, als sich die Islanders durch Strafzeiten häufig selbst dezimierten, schon alles klar machen können, doch es sprang lediglich das 1-0 durch Fernando Pisani(14.) heraus. Eine nette Geste der Gastgeber gab es in der ersten Werbeunterbrechung, als Bilder des Ex-Islander und jetzigen Oiler Michael Peca auf dem Videowürfel eingeblendet wurden und die 12.249 Zuschauer dem Akteur stehende Ovaionen gaben.
Vielleicht war es die Ehrfurcht vor ihrem Ex-Kapitän, welche die Mannen aus Long Island zunächst hemmte. Diese legten sie jedoch spätestens im zweiten Drittel ab. Auch bedingt durch mehr Fouls der Gäste und daraus resultierenden Strafzeiten, kamen die Islanders besser ins Spiel und folgerichtig durch Arron Asham(36.pp) zum Ausgleich.
Der Schwung verflachte danach wieder etwas. Trotzdem gingen die Hausherren in ihrem einzigen Überzahlspiel der letzten 20 Minuten durch Trent Hunter(51.pp) mit 2-1 in Führung. Zum Glück für Edmonton wanderte mit Brent Sopel drei Minuten vor dem Ende noch ein Islander auf die Strafbank. Das fällige Powerplay nutzte Chris Pronger(59.pp) 64 Sekunden vor der Schlusssirene zum 2-2 und erzwang damit die Zusatzschicht, in der trotz einer Strafzeit gegen Oiler Shawn Horcoff nichts mehr passierte. Im Shootout trafen schließlich Alexei Yashin und Trent Hunter zum Sieg.
Colorado - Pittsburgh 3-4 (1-2/1-1/1-1) Eine Krisensitzung mit Aussprache hat es in der letzten Woche nach der 0-5 Schlappe gegen Minnesota bei den Penguins gegeben und diese scheint gefruchtet zu haben. Wesentlich bissiger und aggressiver in der Defensive agierten die Hausherren, die zum ersten Mal überhaupt gegen die Colorado Avalanche zu Hause gewinnen konnten. Der letzte Heimerfolg gegen die Franchise stammte vom 21. Februar 1995, damals noch gegen die Quebec Nordiques.
Besonders im ersten Abschnitt legte Pittsburgh los und erarbeiteten sich nach Treffern von Mark Recchi(11.) und Dick Tarnstrom(19.) und einem Gegentor durch Milan Hejduk(17.pp) eine verdiente 2-1 Führung. Ein Rückstand, den die Gäste nicht mehr wett machen konnten. Nur 82 Sekunden nach Wiederbeginn erhöhte Erik Christensen(22.) nach Vorarbeit von Sergei Gonchar auf 3-1. Die Avalanche spielte keineswegs schlecht und kam ihrerseits zu Chancen, doch besonders das Powerplay ließ etwas zu wünschen übrig. Dan Hinote(35.) konnte zwar erneut verkürzen, doch zu mehr reichte es für Colorado an diesem Abend nicht. Rookie Maxime Talbot(53.) verschaffte den Gastgebern mit seinem vierten Saisontreffer wieder etwas Luft, aber nur knapp eine Minute später verkürzte Marek Svatos(54.) den Vorsprung wieder auf ein Tor. Selbst eine Überzahlsituation kurz vor dem Ende brachte den Avalanche nichts mehr ein, obwohl sie nahezu die ganze Dauer in der Angriffszone verbrachten.
Nashville - Tampa Bay 3-4 (0-0/1-2/2-2) Bei ihrem ersten Gastauftritt in Tampa Bay seit Dezember 2002 mussten die Nashville Predators am Abend kräftig Lehrgeld zahlen. Besonders die Tatsache, dass auf der Strafbank keine Spiele gewonnen werden, dürfte sich seit dieser Nacht wieder in den Köpfen der Gastmannschaft eingebrannt haben.
Dabei hatte es zunächst gar nicht so schlecht begonnen für die Preds. Kimmo Timonen(26.) sorgte für die Führung. Doch Dave Andreychuk(30.pp), Martin St.Louis(38.), Darryl Sydor(46.) und Vincent Lecavalier(50.pp) sorgten rasch und eindeutig für die Entscheidung zu Gunsten der Hausherren, die danach spürbar zurückschalteten und weitere Gegentreffer der Gäste durch Jeremy Stevenson(52.) und Adam Hall(60.) zuließen, ohne jedoch den Heimsieg dabei ernsthaft zu gefährden. Besonders Scottie Upshall auf Seiten der Gäste zog sich bei dieser Niederlage jedoch den Zorn von seinem Coach Barry Trotz zu, verbrachte er doch einmal mehr zwei Strafzeiten in den
entscheidenden Spielphasen auf der Sünderbank. "Wenn der bei uns bleiben will, muss sich daran etwas ändern. Es kann nicht sein, dass er uns durch seine Undiszipliniertheiten immer die Punkte kostet. Er ist nicht so wertvoll für
unser Team, dass er sich das immer erlauben dürfte. Wenn wir unsere Verletzten wieder an Bord haben, dann werden wir uns von einigen Leuten trennen, das ist klar", zürnte der Coach anschließend.
N.Y. Rangers - St. Louis 5-4 OT (1-1/1-1/2-2/1-0) Ein wegen 21 Strafzeiten häufig unterbrochenes Spiel endete nach fast 63 Minuten mit einem kuriosen Tor. Von der blauen Linie aus feuerte Martin Rucinsky(17./63.) auf den gegnerischen Kasten, verfehlte diesen aber klar, so dass der Puck an die Scheibe dahinter prallte. Von dort aus sprang das Spielgerät auf den Rücken von Goalie Patrick Lalime, tropfte nach unten und fiel ins Gehäuse.
Bis zu diesem laut Jaromir Jagrs hässlichsten Tor, das er je gesehen hat, stand jedoch ein beschwerlicher Weg, denn die Hausherren machten es den Mannen vom Broadway nicht einfach. Das aggressive Forechecking der Blues brachte gute Chancen und im ersten Drittel sogar klare Feldvorteile, was deren Fans auf den vierten Heimsieg hoffen ließ. Keith Tkachuk(16.pp/36.pp) zog allerdings als einziger Heimspieler einen Nutzen daraus, während 'Blueshirt' Rucinsky kurz darauf ausglich.
Im weiteren Spielverlauf legten die Rangers drei Mal ein Tor vor, wobei die Blues jeweils nachzogen. Für die Gäste trafen Jason Strudwick(26.), Jaromir Jagr(50.) und Petr Prucha(57.pp), für die Hausherren erneut Tkachuk in Überzahl, Mark Rycroft(51.sh) in Unterzahl und acht Sekunden vor dem Ertönen der Schlusssirene Mike Sillinger(60.).
Ottawa - Calgary 1-2 OT (1-0/0-0/0-1/0-1) Nun hat es also auch Glückbringer Ray Emery erwischt. Immer wenn der 23-jährige für Ottawa zwischen den Pfosten stand, haben sie bislang gewonnen und das war in 12 Spielen seiner Karriere, sechs davon in dieser Saison der Fall. Daymond Langkow(64.) konnte mit seinem neunten Saisontreffer in der Verlängerung die ausgewöhnliche Serie von Emery stoppen und bescherte seinen Flames einen wichtigen Prestigeerfolg im kanadischen Duell gegen die in dieser Saison übermächtig wirkenden Senators. Calgary übernimmt damit wieder die Tabellenführung in der Northwest Division vor Vancouver und Colorado.
Zuvor sahen die Zuschauer im ausverkauften Saddledome einen offenen Schlagabtausch. Die Gäste gingen früh durch Peter Schaefer(5.pp) mit 1-0 in Führung. Diese hielt relativ lange und die Flmes-Fans wurden angesichts des Pechs und Unvermögens ihrer Mannen bei der Chancenverwertung schon etwas ungeduldig, doch im Schlussabschnitt erzwangen die Hausherren mit aller Macht den Ausgleich. Die Senators konnten sich in dieser Phase kaum noch befreien und hochverdient markierte Tony Amonte(53.) mit seinem 400. NHL-Treffer den 1-1 Ausgleich. Als kurz darauf Sens Verteidiger Zdeno Chara auf die Strafbank musste, drohte die Begegnung endgültig zu kippen, doch Emery war noch auf dem Posten. Gegen Langkows Abstauber nach einem Schuss von Jordan Leopold in der Overtime war er jedoch machtlos und verlor so seine bisher unbefleckte Weste.
Carolina - San Jose 3-4 (0-0/1-2/2-2) Ihren fünften Erfolg in Serie, und damit den fünften Erfolg seit der Verpflichtung von Joe Thornton, feierten die San Jose Sharks am Abend gegen den Tabellenführer der Southeast Division, die Carolina Hurricanes. Neben Joe Thornton(5.), der auch an allen weiteren Treffern der Sharks an diesem Abend beteiligt war, trafen noch Jonathan Cheechoo(14./46.pp) und Nils Ekman(46.) für die Haie, während Rod Brind'Amour(7.), Eric Staal(48.sh) und Craig Adams(58.) für das Team aus dem Osten einnetzen konnten.
Zumindest die gute Moral sollte den Gästen hierbei aber für die nächsten Aufgaben Mut machen. Ließen sie sich doch auch vom zwischenzeitlichen 1-4 Rückstand nicht entmutigen und kämpften verbissen weiter um einen möglichen Punktgewinn.
Die Sharks verbessern durch diesen Erfolg ihre Bilanz gegen Teams aus dem Osten auf 5-0 Siege.