Manny Fernandez(MIN) bei einen von seinen 31 Saves.
Minnesota - New Jersey 2-3 SO (0-0/0-1/2-1/0-0/0-1) Zum vierten Mal in Folge konnten die New Jersey Devils ein Heimspiel für sich entscheiden, doch der Erfolg gegen die Minnesota Wild nach Penalty schießen war schmeichelhaft, denn die Gäste waren über weite Strecken der Partie die bessere Mannschaft.
Die Begegnung begann äußerst flach. So bot das erste Drittel kaum Highlights. Auch im zweiten Abschnitt lag die Konzentration zunächst auf der Defensive. Dies änderte sich erst mit einem 5 gegen 3 Überzahl der Wild, als die Chancen der Gäste zwangsläufig zunahmen. Als sich die Hausherren gerade wieder vervollständigt hatten, gelang Mike Pandolfo(31.) die zu diesem Zeitpunkt etwas überraschende Führung für New Jersey. Die Wild schienen davon wenig beeindruckt und kamen immer mehr zu Einschussmöglichkeiten. Vor allem der starke Martin Brodeur im Tor der Devils hielt seine Farben in dieser Phase mehrmals schadlos.
Nur 36 Sekunden nach dem zweiten Wechsel konnte dann Brian Rolston(41.pp) die weiße Weste von Brodeur mit dem 1-1 beflecken. Nicht einmal zwei Minuten später legte Andrei Zyuzin(43.) mit dem 2-1 für Minnesota nach. Anschließend waren die Wild näher am Ausbau der Führung, als die Devils dem Ausgleich. Trotzdem kam New Jersey noch spät zum 2-2 durch Viktor Kozlov(57.), der einen Abpraller Manny Fernandez durch die Schoner schieben konnte.
Die notwendige Verlängerung offerierte den Zuschauer das lang ersehnte offensive Eishockey mit Chancen auf beiden Seiten. Die Entscheidung musste aber das Shootout bringen, in dem Brodeur mit drei Paraden seine Klasse erneut unter Beweis stellte und so den Zusatzpunkt sicherte.
N.Y. Rangers - Washington 1-5 (0-2/0-2/1-1) Einen überraschend klaren 5-1 Sieg konnten die Capitals am letzten Abend gegen die in der us-amerikanischen Hauptstadt gastierenden Rangers einfahren. Überraschend nicht nur wegen der Platzierungen und der bislang erreichten Punkte der beiden Mannschaften, sondern auch weil die weitaus größeren Spielanteile bei den 'Blueshirts' lagen. Für den Erfolg der Hausherren sorgten dabei vor allem deren Goalie Olaf Kölzig, der erst 103 Sekunden vor dem Ende den einzigen Gegentreffer durch Petr Prucha(59.pp) kassierte, obwohl er insgesamt 38 Mal geprüft wurde, sowie Alexander Ovechkin(13.), der im ersten Drittel den Torreigen eröffnete und zusätzlich die drei weiteren Treffer mit vorbereitete.
Von der Übersicht und dem Geschick des erst 20-jährigen Russen profitierte zunächst Dainius Zubrus(17.), ehe Steve Eminger(29.) im zweiten Abschnitt ebenfalls einen Pass des Erst-Runden-Draft-Picks verwertete. Noch während dieses Durchgangs schoss Jeff Halpern(38.pp) im Powerplay das vorentscheidende 4-0, als gerade Michal Rozsival wegen 'Hakens' auf der Strafbank saß. Matt Pettinger(45.) erzielte schließlich noch das 5-0, bevor Prucha wenigstens noch die Ehre der Gäste retten konnte.
New Yorks Topspieler Jaromir Jagr, der 2 1/2 Jahre bei den Capitals spielte, wurde bei jeden Puckkontakt von den Zuschauern ausgebuht, brachte er doch zu seiner Zeit in Washington nicht die von ihm erwarteten Leistungen, die er allerdings jetzt in New York bietet.
San Jose - Toronto 5-4 (1-3/3-0/1-1) Nach zehn Niederlagen in Folge sind die Sharks wieder auf einen besseren Weg, gewannen sie doch erst in Buffalo mit 5-0 und konnten nun sogar die gastgebenden Maple Leafs besiegen. Ein entscheidender Grund für diesen Wandel wird dem Neuzugang Joe Thornton zugesprochen, der wie bei den Sabres wieder eine gute Leistung bot und zwei folgeträchtige Vorlagen gab.
Die Partie begann gut für die Kalifornier, schoss doch Scott Hannan(5.) nach etwas mehr als vier Minuten bereits das 1-0. Die Hausherren legten daraufhin einen Gang zu und erhöhten den Druck rapide. Tatsächlich wurden sie noch im ersten Drittel dafür belohnt und das gleich drei Mal. Nachdem Darcy Tucker(6.) und Eric Lindros(10.pp) getroffen hatten, erhöhte Matt Stajan(11.) auf 3-1.
Der folgende zweite Abschnitt stand aber dann ganz im Zeichen der Sharks. Sie besaßen zwar nicht die größeren Spielanteile, verwerteten aber im Gegensatz zu den Kanadiern ihre Chancen konsequent. Erst war Patrick Marleau(26.pp) im Powerplay erfolgreich, ehe Alyn McCauley(29./55.pp) bei gleicher Stärke traf und anschließend Mark Smith(32.sh) in Unterzahl das 4-3 herstellte. Dem nicht genug erzielte McCauley im letzten Durchgang noch seinen zweiten Treffer des Abends zum zwischenzeitlichen 5-3.
Das nun folgende Aufbäumen der Maple Leafs erstickten die Gäste im weiteren Spielverlauf schon im Keim, so dass sie optisch überlegen wirkten und sich abermals gute Einschussmöglichkeiten erarbeiteten. Ein weiterer zählbarer Erfolg blieb allerdings aus, nur Torontos Jason Allison(58.) überwand etwas glücklich Goalie Vesa Toskala zum Endstand von 5-4 für die Gäste.
Los Angeles - Montreal 2-3 (0-1/2-1/0-1) Ein Unterzahltreffer von Jan Bulis(45.sh) war der entscheidende Unterschied im Spiel der beiden zuletzt erfolglosen Teams von Los Angeles und Montreal. Bulis, der seit dem 12. Oktober nicht mehr getroffen hatte, schloss einen 2 auf 1 Konter mit Kollegen Steve Begin mustergültig ab, als Verteidiger Mathieu Dandenault gerade auf der Strafbank saß.
Nach Montreals Führungstreffer spät im ersten Abschnitt durch Pierre Dagenais(19./28.pp), kamen die Gäste aus Kalifornien nach dem Wechsel besser ins Spiel und drehten den Spielstand innerhalb von etwas mehr als zwei Minuten. Zunächst markierte Eric Belanger(22.) den Ausgleich und Joe Corvo(24.) legte mit dem 2-1 noch einen drauf. Durch teilweise unnötige Strafzeiten brachten sich die Mannen von Trainer Andy Murray um den Lohn, denn Dagenais nutzte in der 28. Minute eine Überzahlsituation nach einem Bandencheck von Eric Belanger zum erneuten Gleichstand. Dass die KIngs die weiteren Möglichkeiten der Canadiens schadlos überstanden, laag vor allem am guten Auftreten von Torhüter Mathieu Garon.
Am Ende zeigte dann sein Gegenüber Jose Theodore mehrmals seine Klasse, so dass der Sieg nicht mehr in Frage gestellt wurde. Während die Canadiens ihre Niederlagenserie von zuletzt vier Partien ohne Punkt stoppen konnten, sind die Kings nunmehr die gleiche Anzahl von Begegnungen ohne Erfolg.
Calgary - Pittsburgh 3-2 (1-0/0-1/2-1) Calgarys Neuzugang Kristian Huselius konnte keinen besseren Start für sein neues Team erwischen. Am Freitag von Florida in einem Trade verpflichtet, bereitete er alle drei Treffer seiner Farben vor. Doch der erste Treffer durch Marcus Nilson(10.) dürfte in den nächsten Tagen für etwas Diskussion sorgen. Sein Schuss ging deutlich hörbar an das Torgestänge, doch der Schiedsrichter, der hinter dem Tor stand zeigte sofort Tor an. Komischerweise stoppte der Videorichter trotz eines kurzen Blickes auf die Wiederholung die Partie nicht, obwohl es eine sehr enge Entscheidung war. Erst nachdem das Spiel fortgesetzt war, zeigten Fernsehbilder, dass der Puck möglicherweise nicht über der Torlinie war, denn der prallte von der Latte an den Pfosten und von dort auf die Linie. Hundertprozentig war es aber auch nicht zu erkennen. Die Flames hatten anschließend weitere Einschussmöglichkeiten, doch Marc-Andre Fleury war stets auf dem Posten. Die Penguins kamen verbessert aus den Kabinen und konnten ihre leichte Überlegenheit in den zweiten 20 Minuten zum 1-1 durch Sidney Crosby(29.) nutzen. Mit einem Doppelschlag Anfangs des Schlussabschnittes durch Daymond Langkow(42.pp/44.) innerhalb von zwei Minuten machten die Kanadier alles klar. Pittsburgh kam zwar noch einmal zum Anschlusstreffer durch Ryan VandenBussche(53.), zu mehr reichte es aber wegen eines starken Miikka Kiprusoff im Tor der Flames nicht mehr. Es war der erste Flames-Sieg in Pittsburgh seit dem 12. Februar 1989.
Chicago - Florida 3-4 OT (0-2/0-0/3-1/0-1) Fast hätten die Florida Panthers einen bereits sicher geglaubten Sieg gegen Chicago in der Schlussphase noch verspielt. Doch ein Treffer kurz vor Ende der fünfminütigen Verlängerung rettete den Mannen aus dem Süden dann die zwei Punkte im heimischen BankAtlantic Center.
Nathan Horton(14.) und Juraj Kolnik(19.) hatten die Weichen früh auf Heimsieg gestellt, doch im Schlussabschnitt schmolz der Vorsprung durch Gegentreffer von Martin Lapointe(47.pp), Rene Bourque(48.) und Michael Holmqvist(44.pp) bei nur noch einem Treffer für Florida durch Nathan Horton(47.) rasch wieder zusammen. Erst einem Powerplaytreffer durch Olli Jokinen(64.pp) 63 Sekunden vor Ende der fälligen Verlängerung sicherte den Erfolg der Panther dann endgültig.
Der gefeierte Schütze des Siegtreffers erläuterte anschließend: "Wir haben im Schlussdrittel zu viele einfache Strafen bekommen. So müssen wir dann froh sein, aus dieser Begegnung noch unsere zwei Punkte bekommen zu haben. Glücklicherweise bekamen wir kurz vor dem Ende dann dieses Powerplay und konnten es zu unseren Gunsten nutzen."
Philadelphia - Nashville 3-4 SO (1-1/1-2/1-0/0-0/0-1) Dank ihrer starken Nerven im Shootout konnten die Nashville Predators am Abend ihren 200. Franchisesieg in der NHL feiern. Im ersten Kräftemessen mit einem Rivalen aus der Eastern Conference in dieser Saison waren im Gaylord Entertainment Center Steve Sullivan und Paul Kariya für die Preds erfolgreich. Die Vertreter der Flyers, Mike Knuble und Simon Gagne, ihrerseits scheiterten im Gegenzug an Tomas Vokoun.
Während der regulären Spielzeit hatten sich beide Seiten einen ausgeglichenen Schlagabtausch geliefert. Mike Knuble(10.pp), Mike Richards(38.) und Derian Hatcher(57.) trafen für die Flyers, während Paul Kariya(10.), Martin Erat(34.) und Yannic Perreault(38.pp) die Preds ihrerseits in die Verlängerung schossen, in
denen den Hausherren einmal mehr das Glück hold war. Nashville konnte somit bereits acht seiner neun Heimspiele gewinnen.
Trainer Barry Trotz lobte anschließend besonders seinen Stürmer Paul Kariya: "Er ist ein wahrer Star. Er studiert das Verhalten des gegnerischen Torhüters sorgfältig und dann hat er einen so schnellen und ansatzlosen Schuss. Er ist ein wahrer Künstler!"
Carolina - Phoenix 4-8 (1-3/1-3/2-2) Nachdem die Coyotes am Mittwoch mit 1-6 in Anaheim verloren hatten, stand Wiedergutmachung auf dem Programm. Dies gelang in der letzten Nacht zu Hause gegen die Hurricanes bravourös. In einem Eishockeyspektakel besiegten sie die Gäste mit 8-4 und ließen ihren Fans die letzte Niederlage mehr als vergessen.
Nachdem die ersten elf Minuten ohne Zählbares auf dem Eis zu Ende gegangen waren, klingelte es innerhalb der nächsten 20 Minuten gleich sechs Mal im Gehäuse der Gäste. Zunächst traf Mike Comrie(11.) bei gleicher Spieleranzahl, dann gelang Geoff Sanderson(13.sh) ein Unterzahltor und anschließend schweißte Mike Johnson(19.pp/31.) im Powerplay den Puck ins Netz. Andrew Ladds(16.) Anschlusstreffer 16 Sekunden später folgten zwei Überzahltreffer durch Ladislav Nagy(26.pp/29.pp/55.pp) und Johnsons zweiter Streich des Abends. Dazwischen netzte Carolinas Topscorer Eric Staal(28.pp) fast schon unbedeutend zum Zwischenstand von 2-4 ein.
Im letzten Abschnitt fiel die Torausbeute dagegen ausgeglichener aus, wobei beide Treffer der Coyotes erneut im Powerplay fielen und sie somit einen neuen Franchiserekord - fünf Überzahltore in einem Spiel - aufstellten. Diese Bestmarke sicherten Zbynek Michalek(42.pp) und Nagy mit seinem dritten Erfolgserlebnis der Partie. Jeweils nach den beiden Coyotes reihten sich Rod Brind'Amour(47.pp) und Frantisek Kaberle(56.) noch in die Scorerlisten ein.
Boston - Edmonton 5-4 OT (0-2/3-1/1-1/1-0) Einen abwechslungsreichen Schlagabtausch lieferten sich die Boston Bruins mit den Edmonton Oilers am Abend im kanadischen Rexall Place. Dass die Gäste dabei am Ende durch einen Overtimetreffer durch David Tanabe(65.) 30 Sekunden vor Ende der Overtime siegreich waren, war allerdings aufgrund ihrer guten Moral nicht unverdient, hatten sie in der regulären Spielzeit doch einen 0-3 Rückstand noch aufholen können.
Todd Harvey(13.), Ryan Smyth(16.pp) und Fernando Pisani(25.pp) sorgten zunächst für gute Stimmung im weiten Rund. Doch die neu formierten Bruins zeigten Moral und kamen wieder heran. Brad Boyes(27.), Sergei Samsonov(28.) und erneut Brad Boyes(32.) brachten die Gäste ins Spiel zurück.
Im Schlussdrittel gelang sogar kurzzeitig die erste Gästeführung. Patrice Bergeron(41.) war erfolgreich. Doch Fernando Pasini(44.) rettete seine Farben noch in die Verlängerung und sicherte den Oilers damit zumindest den einen Punkt, bevor Tanabe dann in der Overtime den Auswärtssieg für das Team aus dem Osten endgültig perfekt machte.
Atlanta - Anaheim 1-2 (0-0/0-1/1-1) In einer eher auf schwachen Niveau stehenden NHL-Partie behielten die heimischen Mighty Ducks gegen die Thrashers mit 2-1 die Oberhand. Die erlösende Führung der Hausherren durch Joffrey Lupul(28.) Mitte der Partie hatte lange Bestand. Anaheim hatte ein überlegenes erstes Drittel nicht in Zählbares ummünzen können und Atlanta war zum Zeitpunkt des 0-1 eigentlich näher am Treffer als die Panthers.
Nicht einmal die Schiedrichter mussten zuviel arbeiten, denn lediglich vier Strafzeiten standen am Ende auf beiden Seiten zu Buche. Eine davon nutzte prompt der letzjährige Ingolstädter Andy McDonald(56.pp) zum 2-1 Siegtreffer, nachdem Brad Larsen(54.) mit seinem ersten Saisontor für Atlanta noch ausgeglichen hatte.
Die Ducks haben damit vier Spiele in Folge gewonnen und haben so wieder den Anschluss zu den Playoff-Plätzen hergestellt, während es für Atlanta in dieser Form schwer werden dürfte, die Meisterrunde zu erreichen.