Ottawa - Boston 0-3 (0-2/0-0/0-1) Neue Besen kehren gut. Bei den Boston Bruins war es nicht ein Trainer- sondern ein Spielerwechsel, der sie aus dem 'Tal der Tränen' von zehn Niederlagen aus den letzten elf Spielen führte.
Mit ihren drei Neuen aus San Jose im Kader bezwangen die Bruins auf heimischen Eis die Überflieger der Liga, die Ottawa Senators mit 3-0 Toren. Einen Einstand nach Maß hatte hierbei Marco Sturm(2.), der bereits nach 77 Sekunden in denen er das Bruins-Trikot trug die 1-0 Führung besorgte und nur 7 1/2 Minuten danach das 2-0 von Patrice Bergeron(9.pp) vorbereitete.
"Wir haben uns vor dem Spiel vorgenommen, dass es einen Neustart geben soll und nach meinem Tor habe ich mich so frei wie schon lange nicht mehr gefühlt," freute sich der Deutsche über seinen erfolgreichen Auftritt.
Die Gäste aus Ottawa wirkten richtiggehend geschockt nach den beiden Gegentreffern und kamen erst im Mitteldrittel etwas besser ins Spiel, doch keiner ihrer Topstürmer war in der Lage Hannu Toivonens ersten NHL-Shutout und die erste Niederlage gegen einen Divisionskonkurrenten zu verhindern. Zum ersten Mal in dieser Saison blieb Dany Heatley ohne Scorerpunkt.
Den Treffer zum 3-0 Endstand markierte Dan LaCouture(47.). Es war sein erster Saisontreffer. Mit stehendem Applaus wurden die Bruins nach diesem Achtungserfolg von ihren Fans in den letzten 90 Sekunden der Partie verabschiedet.
Washington - Florida 2-3 (0-1/1-1/1-1) Die Florida Panthers gaben in einer durchaus ansehnlichen Partie die 'Rote Laterne' als Tabellenschlusslicht der Eastern Conference an ihre heutigen Gegner die Washington Capitals ab. Das Kellerduell mit den Washington Capitals gewannen die Panthers knapp mit 3-2 Toren.
Spielnetscheidend war hierbei das effektivere Überzahlspiel der Hausherren die durch Tore von Stephen Weiss(13.pp) und Olli Jokinen(45.pp) 50% ihrer Powerplays mit einem Tor abschlossen. Dagegen konnten die Gastgeber nur ein Überzahltor durch Bryan Muir(32.pp) bei sieben Gelegenheiten verbuchen. Nach dem 1-2 Anschlusstor, kurz zuvor hatte der nach zehn Spielen Pause wiedergenesene Nathan Horton(28.) die Führung der Gastgeber auf 2-0 ausgebaut, drängten die Capitals auf den Ausgleich.
Floridas Schlussmann Roberto Luongo, der sich wie sein Gegenüber Olaf Kölzig nicht über mangelnde Arbeit beschweren konnte, ließ sich aber erst wieder 13 Minuten vor Spielende durch Andrew Cassels(48.) bezwingen.
Pittsburgh - N.Y. Rangers 1-2 (0-1/1-1/0-0) Die New York Rangers und ihr Verteidiger Marek Malik(27.) haben einen Lauf. Am letzten Wochenende verwandelte Malik in spektakulärer Art und Weise seinen Penalty und heute Nacht gelang ihm wiederum, diesmal aus dem Spiel heraus, das 2-1 Siegtor im Madison Square Garden gegen die Pittsburgh Penguins.
Es war der sechste doppelte Punktgewinn der Rangers in Folge, denen solch ein Kunststück zuletzt vor über vier Jahren im November 2001 gelang. Ebenfalls sein erstes Saisontor konnte Ranger Maxim Kondratiev(8.pp) im ersten Spielabschnitt feiern.
Die seit vier Spielen sieglosen Penguins waren heute Nacht aber ein ebenbürdiger Gegner. Ihr größtes Manko war die Chancenverwertung. Von 37 Torschüssen wurden 36 die Beute von Rangers Schlussmann Henrik Lundqvist. Nur Ryan Whitney(22.) war kurz nach der ersten Pause in der Lage den Schweden in Diensten der Rangers zu bezwingen.
Toronto - Atlanta 4-0 (2-0/0-0/2-0) Und wieder einmal bewahrheitete sich die alte Binsenweisheit, dass man auf der Strafbank sitzend kein Spiel gewinnen kann. Die Toronto Maple Leafs hatten leichtes Spiel mit ihren heutigen Gastgebern, die hauptsächlich durch unkorrekte Spielweise auffielen und postwendend dafür bestraft wurden. Elf Mal saß ein Thrasher auf der Strafbank und die Kanadier bedankten sich dafür mit Toren. Darcy Tucker(6.pp/56.pp) und Alexander Steen(57.pp) schlossen drei Powerplays mit einem Treffer ab.
Doch nicht nur in Überzahl kamen die Gäste zu Torchancen, nein auch mit einem Mann weniger auf dem Eis gaben sie den Thrashers das Nachsehen. Die 2-0 Führung von Alexei Ponikarovsky(19.sh) entsprang während einer Unterzahlsituation.
Die Thrashers bäumten sich zwar im Mittelabschnitt gegen die drohende Niederlage auf und erarbeiteten sich mehrere gute Torchancen, Gästegoalie Mikael Tellqvist erwies sich aber mit 28 Rettungstaten, hiervon allein 16 im zweiten Durchgang, bei seinem ersten NHL-Shutout als Spielverderber.
Buffalo - Montreal 3-2 OT (0-1/1-1/1-0/1-0) Die Montreal Canadiens können einfach nicht mehr gewinnen. Heute Nacht auf heimischen Eis verloren die Frankokanadier, die auf ihren verletzten Teamkapitän Saku Koivu und Alexei Kovalev verzichten mussten, gegen die Buffalo Sabres ihr viertes Spiel in Folge. Dies trotz einer 2-0 Führung, die Michael Ryder(9.) und Pierre Dagenais(24.pp) herausgeschossen hatten.
Auch die Gäste aus Buffalo mussten mit Daniel Briere und J.P. Dumont auf zwei Leistungsträger verzichten. Für sie in die Bresche sprangen Tim Connolly(33.pp) und der Schütze des 3-2 Siegtores nach 135 Sekunden in der Verlängerung Brian Campbell(63.). Beide Sabres assistierten auch beim 2-2 Ausgleichstreffer von Chris Drury(56.) gut vier Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit.
Die Sabres konnten mit ihrem fünften Sieg in Folge ihre Erfolgsserie weiter fortsetzen und liegen nun schon in der Tabelle der starken Northeast Division auf Platz 2 hinter den Ottawa Senators.
Calgary - Detroit 3-2 (0-2/2-0/1-0) Das sollte eigentlich einem so erfahrenen Team wie den Detroit Red Wings in der heimischen Joe Louis Arena nicht passieren. Nach einer Viertelstunde lagen die Hausherren durch zwei Powerplaytore von Henrik Zetterberg(11.pp) sowie Tomas Holmstrom(15.pp) mit 2-0 in Front und stellten danach das Eishockeyspielen ein.
Nach der ersten Pause fielen die Red Wings nur noch durch unnötige Strafzeiten auf, ein fataler Fehler gegen die kampfstarken Flames, die sich so schnell nicht geschlagen geben. Die Bestrafung folgte auf dem Fuß: Daymond Langkow(30.), nachdem die Wings für kurze Zeit mal wieder mit fünf Mann auf dem Eis standen und Chuck Kobasew(35.pp) glichen die Partie im von den westkanadischen Gästen dominierten Mittelabschnitt aus.
Das 3-2 Siegtor für die Flames erzielte Tony Amonte(41.) unmittelbar nach der Pause, acht Sekunden nachdem Rhett Warrener von der Strafbank wieder zurück auf das Eis kam und die Flames wieder vollständig waren.
71 Sekunden vor Spielende hätte Shean Donovan vorzeitig für die Entscheidung sorgen können, scheiterte aber mit seinem Penalty an Wings Schlussmann Jim Howard, dem noch am Wenigsten eine Schuld an der Heimniederlage traf.
Columbus - St. Louis 1-4 (0-1/1-1/0-2) Wer ist das schlechteste Team in der Liga? Die Antwort auf diese Frage gaben heute Nacht die Columbus Blue Jackets bei ihrem Gastauftritt im Savvis Center von St. Louis. Sie sind es selbst.
Nicht den Hauch einer Chance hatten die Blue Jackets beim punktschlechtesten Team der Liga und Tabellenletzten der Western Conference, den St. Louis Blues. Letztendlich konnten die Gäste sogar noch froh sein, dass die Niederlage nicht noch höher als 1-4 ausfiel.
Gekennzeichnet war das Aufeinandertreffen der Tabellenkinder weniger von schönen Kombinationen, die waren auch nicht unbedingt zu erwarten, sondern von vielen Strafzeiten. Die waren auch nötig damit die beiden Mannschaften mit den am wenigsten erzielten Tore in dieser Saison, trafen.
Gleich mit zwei Mann mehr auf dem Eis standen die Blues bei den Toren von Doug Weight(20.pp) sowie Dennis Wideman(34.pp), einen Mann mehr auf dem Eis hatten sie beim Treffer von Keith Tkachuk(50.pp) und Simon Gamache(43.) konnte sein zweites Saisontor markieren, als gerade ein Blue Jacket wieder aus der 'Kühlbox' gekommen war.
Das Ehrentor der hoffnungslos überforderten Blue Jackets erzielte Jaroslav Balastik(33.pp)
Minnesota - Nashville 1-2 (1-1/0-1/0-0) Eine herausragende Vorstellung ihres Schlussmanns Dwayne Roloson, der 44 Torschüsse der Nashville Predators abwehren konnte, war zu wenig für die Minnesota Wild um zumindest einen Punkt aus Nashville nach Hause nehmen zu können.
Die Predators, mit nun 35 Zählern bei drei weniger absolvierten Spielen nur noch drei Punkte hinter den Detroit Red Wings auf Platz 2 liegend, bestimmten von der ersten Minute an das Spielgeschehen und ließen Gästegoalie Roloson kaum Zeit zum Verschnaufen.
Nichts zu halten gab es für Roloson bei den Toren von Adam Hall(8.pp) und Jerred Smithson(27.), dem sein erster NHL-Treffer gelang.
Predators Coach Barry Trotz konnte sich nach dem Heimerfolg nur über die mangelnde Chancenverwertung seiner Mannschaft beklagen: "Wir hatten uns vorgenommen viel zu schießen aber ein bißchen mehr Zielwasser hätte ich mir von meinen Spielern schon gewünscht." Das einzige Tor der Wild schoss Kurtis Foster(17.pp) zum schon zu diesem frühen Zeitpunkt schmeichelhaften 1-1 Ausgleich.
Vancouver - Edmonton 3-5 (1-2/1-1/1-2) 'Zuhause hui, Auswärts pfui'. Ein himmelweite Unterschied besteht bei den Vancouver Canucks zwischen ihren Auftritten auf heimischen Eis und denen in der Fremde. Nur 24 Stunden nach ihrem beindruckenden Heimerfolg gegen die Colorado Avalanche mussten sich die Canucks in Edmonton mit 3-5 geschlagen geben. Ihre dritte Auswärtsniederlage in Serie.
Die Oilers ließen sich bei ihrem vierten Sieg in Folge auch von einem frühen Gegentor durch Josh Green(1.), der bereits nach 18 Sekunden traf, nicht beeindrucken. Profitierend von einem nicht gerade sehr sicher wirkenden Alex Auld im Tor der Canucks schossen ihr zweifacher Torschütze Jarret Stoll(9./55.) und Marty Reasoner(11.) noch vor der ersten Pause die Oilers zurück ins Spiel.
Erstmals mit zwei Toren in Front brachte Ryan Smyth(25.) die Hausherren im zweiten Durchgang. Nach dem Anschlusstor von Daniel Sedin(35.pp), das noch einmal für Spannung sorgte, war es Raffi Torres(47.), der den alten 2-Tore Vorsprung wieder herstellte.
So hatte auch das dritte Tor der Canucks von Anson Carter(58.) nur noch einen rein statistischen Wert.