Jason Blake(NYI) war in diesem Spiel nur selten zu stoppen.
N.Y. Islanders - Philadelphia 4-2 (1-2/1-0/2-0) Zu einem am Ende verdienten 4-2 Auswärtserfolg kamen am Nachmittag die New York Islanders beim dritten Auftritt dieser Saison in Philadelphia. Waren sie bei den ersten beiden Gastspielen in der Stadt der brüderlichen Liebe in dieser Saison noch chancenlos, bestimmten die Gäste aus Long Island dieses Mal, nach den ausgeglichenen ersten zwanzig Minuten, in denen sie nach einem Doppelschlag durch R.J. Umberger(2./17.), bei einem eigenen frühen Treffer durch Jason Blake(1.), noch unglücklich mit 1-2 zurücklagen, danach doch weitgehend das Geschehen.
In den letzten beiden Spieldritteln kamen die Hausherren ihrerseits kaum noch zu klaren Tormöglichkeiten, wenn diese auch das Torschussverhältnis klar mit 36-21 für sich entschieden, und die Mannen von Long Island nutzten die sich hin und wieder bietenden Lücken in der Flyers-Verteidigung konsequent und clever. Die Islanders spielten insgesamt überlegter und ruhiger, als die allerdings verletzungsgeschwächten Flyers, die unter anderem auf Peter Forsberg und Keith Primeau verzichten mussten.
Die New Yorker ließen so noch weitere Treffer von Jason Blake(28./60.en) und Brad Lukowich(45.), der das erste Mal für sein neues Team traf, folgen. Besonders sehenswert war Blakes 2-2, als er den Puck im Liegen verwertete. Insgesamt war beiden Teams deutlich anzumerken, dass sie erst knapp 24 Stunden zuvor noch im Einsatz waren. Der Spielfluss litt durch den vorhandenen Kraftverschleiß ganz offensichtlich, was den Islanders nach diesem wichtigen Auswärtssieg egal gewesen sein dürfte.
Montreal - Toronto 3-4 OT (0-2/2-1/1-0/0-1) Das kanadische Duell schlechthin verlief wieder einmal knapp, denn sowohl die Canadiens, als auch die Maple Leafs setzten alles daran, diese prestigeträchtige Partie zu gewinnen. Nach knapp 62 Minuten hatten die Hausherren die Nase vorn und bescherten ihren Fans den neunten Heimsieg.
Die Gastgeber erwischten auch den besseren Start und führten nach dem ersten Drittel, in dem sie die spielbestimmende Mannschaft waren, durch die Tore von Jason Allison(6.) und Chad Kilger(17.) bereits mit 2-0. Im Mittelabschnitt präsentierten sich die Mannen aus Montreal gleichwertig, so dass sie vorne mehr Chancen hatten und hinten weniger oft in Bedrängnis kamen. Prompt wurden sie für ihr engagiertes Auftreten belohnt. Zunächst traf Mike Ribeiro(28.) ins Schwarze, ehe Alexander Perezhogin(31.) Goalie Ed Belfour überwand. Die erneute Führung der Maple Leafs mussten sie allerdings in Person von Jeff O'Neill(37.pp) noch einstecken, als Steve Begin wegen 'Hakens' auf der Strafbank saß.
Die Canadiens legten dann im vermeintlich letzten Drittel noch einen Gang drauf und gelangten so zu noch mehr Spielanteilen. Tomas Plekanec(56.) erlöste sie schließlich fast vier Minuten vor dem Ende, indem er nach gutem Passspiel mit seinem Kollegen Michael Ryder den Puck aus dem Handgelenk im Gehäuse versenkte. Wegen den Folgen einer äußerst blöden Strafzeit zogen sie dann aber doch den Kürzeren. Zu Beginn der Overtime beleidigte Andrei Markov einen Schiedsrichter schwer und musste daraufhin für den Rest des Spiels vom Eis. Nur 20 Sekunden später erzielte Torontos Mats Sundin(62.pp) im Powerplay den Siegtreffer zum 4-3.
Boston - Ottawa 2-4 (1-1/0-2/1-1) Das zweite direkte Duell zweier Mannschaften aus der Northeast Division an diesem Abend verlief weitaus einseitiger. Die Senators dominierten die Partie gegen die Bruins klar und brachten ungefährdet ihren zehnten Heimsieg unter Dach und Fach. Die Dominanz der Hausherren machte sich besonders bemerkbar, wenn deren erste Reihe auf dem Eis stand oder es zu einer Überzahlsituation kam. Jason Spezza(1./21.pp), Dany Heatley(36.pp) und Daniel Alfredsson(47.) schossen die vier siegbringenden Tore und sorgten auch jeweils gegenseitig für die Vorarbeit, so dass die drei Topscorer ihr Punktekonto zusätzlich um zwei Assists erhöhen konnten.
Nachdem Spezza bereits nach 34 Sekunden die Führung gelang, glich Bostons Brad Isbister(14.) aus. Spezzas zweitem Streich nach neun Sekunden der ersten Pause folgte Heatleys 17. Saisontreffer, ehe Alfredsson im letzten Drittel auf 4-1 erhöhte. Kurz vor dem Ertönen der Schlusssirene, die nach dieser Lehrstunde wohl für die Gäste wie eine Befreiung gewirkt hat, traf schließlich Nick Boynton(60.) noch zum 2-4 Endstand.
Washington - N.Y. Rangers 2-3 SO (0-1/2-1/0-0/0-0/0-1) Das Penalty schießen zwischen beiden Teams am Ende eines unterhaltsamen Spiels geht zunächst in die Rekordbücher ein, denn erst mit dem 15. Schützen kam es zur Entscheidung, als Matt Bradley auf Seiten der Capitals scheiterte und Marek Malik für die Rangers Washington Schlussmann Olaf Kölzig mit einer tollen Finte überwinden konnte.
Die 18.200 Fans im Madison Square Garden waren auf jeden Fall aus dem Häuschen, denn mit diesem Erfolg konnten die Blueshirts zum ersten Mal seit dem 8. April 2002 wieder fünf Mal in Serie gewinnen und einen Punkteschnitt von derzeit 1,35 pro Spiel konnten sie seit dem Ende der Saison 1995-96 nicht mehr aufweisen.
Zuvor hatten die Rangers aber ein hartes Stück Arbeit zu verrichten, denn die Capitals bestimmten weite Strecken des Auftaktdrittels und es war schon äußerst schmeichelhaft, dass die Gastgeber nach dem 1-0 durch Jason Ward(18.sh) in Unterzahl, nur 14 Sekunden nach Wiederbeginn durch Jed Ortmeyer(21.) mit 2-0 in Führung gingen. Zu diesem Zeitpunkt hatten sie lediglich fünf Torschüsse vorzuweisen. Die verdiente Antwort des Letzten der Eastern Conference ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Chris Clark(24.) und Brian Willsie(31.) konnten bis zur Mitte der Partie ausgleichen.
Dass es danach zu keinem Treffer mehr reichte, lag am Auftreten der beiden Torhüter, die gute Arbeit verrichteten, trotzdem hätten die Capitals, vor allem bei Ausnutzen ihrer sieben Überzahlmöglichkeiten, beide Punkte aus Manhattan entführen müssen.
Florida - Atlanta 4-7 (0-3/4-1/0-3) Ein verrücktes Spiel bekamen die 14.032 Zuschauer in der Philips Arena zu Atlanta zu sehen. Ihre Thrashers legten los wie die Feuerwehr und wollten ihre bisher eher mäßigen Auftritte in dieser Saison offenbar vergessen machen. Aus ihrer überlegenen Spielweise schlugen sie entsprechend Kapital und führten nach 20 Minuten durch Treffer von Scott Mellanby(14.), Greg DeVries(17.) und Marc Savard(20.) verdient mit 3-0.
Panthers Trainer Jacques Martin antwortete in der Pause mit einer Standpauke für sein Team und einem Torwartwechsel, indem er Roberto Luongo für Jamie McLennan brachte. Die Maßnahmen schienen zu fruchten, denn innerhalb von knapp sieben Minuten konnten die Gäste die Begegnung durch Chris Gratton(24.), Rostislav Olesz(26.) und Gregory Campbell(27.) ausgleichen. Auch als Atlanta durch Niclas Havelid(39.) erneut in Führung ging, konnten die Panthers den Spielstand nur 47 Sekunden später durch Martin Gelinas(40.pp) wieder egalisieren. Eine gute Ausbeute der Gäste, denn beide Mannschaften hatten in dieser Periode jeweils nur sieben Mal auf das Tor geschossen.
Jetzt dürfte es in der Kabine der Thrashers etwas lauter geworden sein, denn Trainer Bob Hartley schmeckte diese Leichtsinnigkeit seiner Jungs überhaupt nicht. Prompt legten die Hausherren einen Gang zu und waren fortan noch dominierender als zum Auftakt. Zunächst war es Slava Kozlov(43.), der für das 5-4 sorgte und spät machten Marc Savard(57.pp) und Peter Bondra(58.) alles klar. Die Panthers hatten ihrerseits kaum noch Möglichkeiten und verloren letztendlich verdient.
Columbus - St. Louis 4-3 (1-2/1-1/2-0) Not gegen Elend wäre der richtige Titel für dieses Spiel gewesen, befinden sich die Teams aus Columbus und St. Louis doch schon abgeschlagen auf Rang 14 und 15 der Western Conference. Es entwickelte sich jedoch eine muntere NHL-Partie, in der Hausherren klar spielbestimmend agierten, jedoch aus ihren Möglichkeiten zu wenig machten. Nach sieben Niederlagen in Folge wandelten die Blue Jackets im letzten Abschnitt ein 2-3 in ein 4-3 um und beendeten so etwas glücklich ihre Durststrecke.
Es war also ein gutes Omen, dass Columbus Manny Malhotra(1.) bereits nach 37 Sekunden ins Schwarze traf, wenngleich die Gäste während des ersten Drittels noch in Rückstand gerieten. Die Führung stellten Barret Jackman(8./40.) bei gleicher Stärke auf dem Eis und Mike Sillinger(15.pp) beim dritten Powerplay des Abends her. Das zwischenzeitliche 2-2 gelang im Mittelabschnitt Luke Richardson(34.), ehe Jackman mit seinem zweiten Treffer des Abends für den alten Vorsprung sorgte.
Der Anfang vom Ende fand schließlich nach 28 Sekunden im letzten Durchgang statt, als Gilbert Brule(41.) den abermaligen Einstand schoss. Den Sieg machte knapp zehn Minuten später Aaron Johnson(50.pp) perfekt, indem er eine Powerplaysituation, Christian Backman befand sich gerade in der Kühlbox, erfolgreich beendete.
Dallas - Nashville 3-1 (0-0/2-0/1-1) Eine äußerst zerfahrene Partie erlebten die Zuschauer im Gaylord Entertainment Center zu Nashville am vergangenen Abend, denn insgesamt 23 Zwei-Minuten-Strafen mussten die Schiedsrichter verhängen, weshalb die Begegnung ständig unterbrochen war und sich nur selten zehn Feldspieler auf dem Eis befanden. Letztendlich brachte das bessere Powerplay den Sieg, trafen die Gäste doch zwei Mal in nummerischer Überlegenheit, während die Hausherren nur ein Mal diesen Vorteil nutzen konnten.
Im noch harmlosen ersten Drittel - es mussten "lediglich" sechs Strafen gegeben werden - fand der Puck noch nicht den Weg in ein Gehäuse. Dies änderte sich im zweiten Durchgang, als zunächst Jere Lehtinen(26.pp) im Powerplay traf und anschließend Stu Barnes(39.) auf 2-0 erhöhte. Den sieben Strafen im zweiten Abschnitt folgten noch sieben im letzten, von denen zwei vorzeitig endeten. Zunächst gelang Predator Scott Hartnell(44.pp) der Anschlusstreffer, ehe Star Antti Miettinen(47.pp) den letztendlich verdienten Endstand herstellte.
Beide Teams belegen nun mit 31 Punkte den zweiten Platz in ihrer jeweiligen Division und befinden sich nicht unbedingt erwartungsgemäß unter den besten sechs Mannschaften in der Western Conference.
Vancouver - Phoenix 1-2 (0-2/0-0/1-0) Ein glänzend aufgelegter Torhüter Curtis Joseph brachte die Canucks bei ihrem Gastauftritt in der Wüste von Arizona schier zur Verzweiflung. Der 38-jährige Kanadier wehrte insgesamt 34 Torschüsse der Gäste ab und hatte so wesentlichen Anteil an den gewonnenen zwei Punkten für seine Farben. Besonders im Mittelabschnitt drängte Vancouver auf den Anschluss, nachdem Sean O'Donnell(3.) und Ladislav Nagy(12.pp) die Gastgeber im ersten Abschnitt mit 2-0 in Führung bringen konnten. Doch gerade in dieser Phase zeigte der Routinier Joseph seine ganze Klasse. Der dritte Shutout der Saison war ihm aber nicht vergönnt, denn nach einem Fehlpass von Dennis Gauthier im eigenen Drittel, konnte Anson Carter(51.) den Schlussmann mit einem Schuss vom linken Bullykreis aus überwinden.
Die Partie wurde zwar daraufhin wieder spannend, der Sieg der Hausherren kam aber indes kaum noch in Gefahr. Zum vierten Mal in dieser Saison bekamen die Coyotes einen Penalty zugesprochen, mit dem Shane Doan aber an Torhüter Alex Auld scheiterte.
Chicago - Los Angeles 2-3 (1-1/1-2/0-0) Stürmer Luc Robitaille(58.) avancierte mit seinem Treffer knapp zwei Minuten vor dem Ende zum Matchwinner und sorgte somit für den fünften Heimsieg der Kings in Folge. Die Partie, die über weite Strecken ausgeglichen war, wurde überschattet von der Verletzung von Kings Ryan Flinn, der erst in den letzten Tagen aus der AHL geholt wurde und nach einem Faustkampf mit Jim Vandermeer regungslos am Eis liegen blieb. Beide waren ohne Helm auf das Eis gefallen. Das Spiel musste für mehr als acht Minuten unterbrochen werden, weil die Ärzte den 25-Jährigen erst stabilisieren mussten, um ihn abzutransportieren. Dabei handelte es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme, denn Flinn war jederzeit bei Bewusstsein und wurde zu Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht.
Eishockey wurde anschließend auch noch gespielt, geriet aber etwas zur Nebensache. Die Führung der Kings durch Alexander Frolov(16.), konnte Mark Bell(17.) nur 62 Sekunden später ausgleichen und mit 1-1 gingen beide Teams in die Kabinen. 20 Sekunden nach Wiederbeginn schockte Kyle Calder(21.) die Hausherren mit dem 2-1 der Gäste, doch der zur Zeit glänzend aufgelegte Pavol Demitra(29.) sorgte für den abermaligen Einstand.
Detroit - San Jose 7-6 (1-1/3-2/3-3) Ein Auf und Ab der Gefühle erlebten die 17.496 Zuschauer im ausverkauften HP Pavilion zu San Jose. Und das gilt für die Fans beider Lager. Besonders der Schlussabschnitt hatte es in sich, als die Sharks zunächst durch Scott Thornton(44.) den 3-4 Rückstand ausgleichen konnten, im nächsten Powerplay aber erneut durch Mathieu Schneider(47.pp) in Rückstand gerieten. Die Red Wings hatten dabei eine umstrittene 5 gegen 3 Situation, als Brent Stuart und Wayne Primeau kurz hintereinander in die Kühlbox mussten. Kyle McLaren reklamierte nach dem Treffer zu heftig, so dass auch er hinaus geschickt wurde und Detroit weiterhin zwei Mann mehr auf dem Eis hatte. Doch anstatt alles klar zu machen, glich der gerade von der Strafbank kommende Wayne Primeau(48.sh) in Unterzahl aus. Als Marcel Goc(53.pp) knapp sieben Minuten vor dem Ende in Überzahl für das 6-5 der Gastgeber sorgte, wähnten sich diese auf der Siegerstraße, doch Brendan Shanahan(56.pp/57.) drehte die Partie wieder mit einem Doppelschlag innerhalb von 70 Sekunden. Somit war die neunte Niederlage der Sharks in Folge besiegelt. Die schlechteste Bilanz seit ihrer zweiten NHL-Saison 1992-93, als sie insgesamt 71 Spiele verloren, davon zweimal 13 Mal in Folge und einmal 17 Mal in Folge.
Die Treffer der ersten beiden Drittel markierten Jason Williams(3.), Mathieu Schneider(28.pp/29.) und Mikael Samuelsson(32.) für Detroit, sowie Alyn McCauley(13.pp), Marco Sturm(26.) und Mark Smith(31.) für San Jose.