Torhüter Antero Niittymaki(PHI) meistert einen verdeckten Schuss.
Philadelphia - Boston 5-3 (1-0/3-3/1-0) Wie schön Eishockey sein kann, das zeigten die Philadelphia Flyers und Boston Bruins den gut 17.500 Besuchern im TD Banknorth Garden von Boston. Der Qualität des Spiels keinen Abbruch tat es, dass die Partie bereits um 12.00 Uhr mittags angepfiffen wurde.
Die Kontrahenten waren vom Eröffnungsbully weg hellwach und lieferten den Fans einen offenen Schlagabtausch mit hochkarätigen Torchancen auf beiden Seiten. Flyers Simon Gagne(17.) stellte nach einer guten Viertelstunde als erster seine Treffsicherheit unter Beweis. Mit seinem 21. Saisontor zog er mit Ranger Jaromir Jagr im Kampf um die Torjägerkrone gleich.
Die Hausherren erarbeiteten sich zwar auch einige gute Chancen, scheiterten aber vorerst noch an Gästegoalie Antero Niittymaki.
Auch im Mitteldrittel erwischten die Flyers den besseren Start. Verteidiger Eric Desjardins(25.pp) profitierte von einer Überzahlsituation und erhöhte auf 2-0. Anschließend ging es richtig rund auf dem Eis. Fast im Minutentakt fielen die weiteren Treffer: Eric Nicklaus(26.), Joe Thornton(29.) und Jiri Slegr(30.) verschafften den Hausherren innerhalb von vier Minuten eine 3-2 Führung.
Die Freudenfeiern der Bruins Fans wurden aber jäh von Peter Forsberg(32.pp/34.) unterbrochen. Der schwedische Ausnahmestürmer in Diensten der Flyers brachte sein Team mit zwei Treffern innerhalb von 122 Sekunden wieder in Front.
Der lange Zeit torlose Schlussabschnitt lebte vor allem von der Spannung, die erst 24 Sekunden vor Spielende Michal Handzus(60.en) mit einem 'Empty Net Goal' zum 5-3 beendete.
Ottawa - N.Y. Islanders 6-2 (1-1/3-1/2-0) Sein insgesamt 100. NHL-Spiel hatte sich Rick Di Pietro vor heimischer Kulisse gegen die Ottawa Senators sicher ganz anders vorgestellt. Zwar verzeichnete er persönlich satte 40 Saves an diesem Nachmittag, doch an der deftigen 2-6 Klatsche seiner Islanders gegen die so stark in die Saison gestarteten Gäste aus der kanadischen Hauptstadt änderte das zu seinem
Leidwesen nichts.
Unter einem gellenden Pfeifkonzert verabschiedeten die verbliebenden Islanders-Fans ihr Team nach der Schlusssirene. Dany Heatley(10.pp) brachte die Gäste früh in Führung. Zwar konnte der ehemalige Senator Alexei Yashin(15.) für die Islanders noch einmal ausgleichen, doch danach dominierten die Kanadier das Spiel eindeutig. Vaclav Varada(25.pp), Patrick Eaves(29.), Peter Schaefer(39.pp), Jason Spezza(53.) und Denis Hamel(60.) verdorben Di Pietro den Abend vollends. Daran konnte auch der zwischenzeitliche zweite Treffer der Islanders durch
Alexei Zhitnik(35.pp) nichts mehr ändern.
St. Louis - Minnesota 3-5 (0-0/3-2/0-3) Auch die Rückkehr von Stürmer Keith Tkachuk(28.pp) nach einer 15 Spiele dauernden Pause wegen einer Rippenverletzung half den St. Louis Blues nicht, um ihre bisher äußerst bescheidene Bilanz von nur vier Saisonsiegen in Minnesota aufzubessern. Dabei waren sie bis zum zweiten Wechsel auf einem guten Weg. Wes Walz(21.) und Marian Gaborik(28.), nur 25 Sekunden nach dem 1-1 durch Tkachuk, hatten die Gastgeber zwar zweimal in Führung gebracht, doch Dean McAmmond(29./40.) glich nur weitere 33 Sekunden nach dem 2-1 erneut aus und sorgte elf Sekunden vor dem Ende des Mittelabschnitt für die erstmalige Führung der Gäste. Ein Vorsprung, der aufgrund der Spielanteile nicht einmal unverdient war.
Das änderte sich aber nach Wiederbeginn, denn die Wild übernahmen ohne Zweifel das Zepter. Es dauerte nicht einmal drei Minuten, da war Blues Schlussmann Curtis Sanford erneut geschlagen. Aufgrund zahlreicher Spieler vor seinem Kasten, sah er den von Kurtis Forster(43.) geschossenen Puck zu spät und so rutschte er ihm über den Fanghandschuh ins Netz. Pierre-Marc Bouchard(56./58.pp) machte schließlich mit einem Doppelschlag innerhalb der letzten vier Minuten den Triumph der Wild perfekt. Für die Blues wird es damit immer schwerer Anschluss zu finden und so droht die erste verpasste Playoff-Teilnahme seit 1979.
Detroit - Anaheim 1-3 (0-1/1-0/0-2) Die Vormachtstellung, die sich die Red Wings in der Western Conference zu Beginn dieser Saison erarbeitet hatten, löst sich immer mehr auf! Sie verlieren fast täglich Boden an deren Verfolger aus Vancouver und Los Angeles, indem sie einen Misserfolg nach den anderen produzieren. Diesmal durften die Mighty Ducks den Mannen aus Detroit die zwei Punkte abnehmen und fügten ihnen damit die vierte Auswärtsniederlage in Folge zu.
Die zwei Mannschaften agierten aber durchaus ebenbürtig. Beide Seiten spielten munter nach vorne und hatten gute Einschussmöglichkeiten. Zum ersten Treffer kam es dabei im Anfangsdrittel, als sich Andy McDonald(16.) folgeträchtig gegen die Gästeabwehr durchsetzen konnte. Der Ausgleich folgte zu Beginn des Mittelabschnitts im Powerplay in Person von Henrik Zetterberg(23.pp), der den an diesem Abend sehr gut aufgelegten Goalie Ilya Bryzgalov als einziger Red Wing überwinden konnte. Bryzgalov Gegenüber Chris Osgood hatte dagegen weniger Glück, musste er doch nach der zweiten Pause wegen Knieprobleme in der Kabine bleiben, so dass Manny Legace während der letzten 20 Minuten das Gehäuse hütete.
Es entpuppte sich als kein gutes Omen, denn die Hausherren machten erst jetzt alles klar. Zunächst nutzte Teemu Selanne(50.pp) eine Überzahlsituation, ehe 16 Sekunden vor dem Ertönen der Schlusssirene in Unterzahl Jonathan Hedstrom(60.en/sh) den siebten Heimsieg unter Dach und Fach brachte.
Toronto - Carolina 3-4 SO (1-1/1-2/1-0/0-0/0-1) Mit einem 4-3 Erfolg nach Penaltyschießen über die Toronto Maple Leafs beendeten die Carolina Hurricanes ihre Negativserie von zuletzt drei Niederlagen in Folge. Radim Vrbata und Matt Cullen, ansonsten weniger die Vollstrecker, verwandelten ihre beiden Penalties, während bei den kanadischen Gästen Mats Sundin und Jeff O'Neill scheiterten.
In der 5-minütigen Overtime war Mats Sundin das vermeintliche Siegtor für die Maple Leafs gelungen, doch nach Videobeweis wurde dagegen entschieden, dass der Puck die Torlinie überquert hat.
Die Kontrahenten lieferten sich in der regulären Spiezeit einen offenen Schlagabtausch bei dem die Leafs drei Mal einen Rückstand egalisieren konnten. Jeff O'Neill(19.pp), Jason Allison(34.) und Chad Kilger(52.) retteten den Kanadiern einen Punktgewinn.
Auf Seiten der Hurricanes waren es drei Mal 'Special Teams' die punkten konnten. Zwei Mal im Powerplay bei den Toren von Bret Hedican(5.pp) sowie Andrew Ladd(38.pp), der erst sein drittes NHL-Spiel bestritt, und Eric Staal(24.sh) war sogar in Unterzahl erfolgreich.
Colorado - Columbus 5-0 (2-0/1-0/2-0) Mit den Columbus Blue Jackets trafen die Colorado Avalanche heute Nacht auf genau den richtigen Aufbaugegner nach ihrer 3-7 Niederlagen in Detroit - der dritten in Folge.
Die Avalanche begannen das Eröffnungsdrittel richtig druckvoll und nach einer knappen Viertelstunde beim zweiten Powerplay der 'Avs' landete auch zum ersten Mal durch Marek Svatos(14.pp) die Scheibe hinter Columbus' Goalie Pascal Leclaire im Netz. Noch vor der Pause erhöhte Ian Laperriere(20.) auf 2-0.
Ab dem Mittelabschnitt kamen die nun seit sieben Spielen sieglosen Hausherren zwar etwas besser ins Spiel, eklatant schwach präsentierten sie sich aber wieder einmal im Abschluss. 35 Mal war Colorados Schweizer Schlussmann David Aebischer, der seinen 11. Shutout feiern konnte, Endstation für die Blue Jackets.
Wie man es besser macht zeigten ihnen 24 Sekunden vor der zweiten Pause Andrew Brunette(40.pp) und im Schlussabschnitt Brad May(45.) sowie Teamkapitän Joe Sakic(47.).
New Jersey - Tampa Bay 8-2 (4-1/3-1/1-0) Einen rabenschwarzen Abend erwischte Lightning Schlussmann Sean Burke in der Heimpartie gegen die New Jersey Devils. Die im bisherigen Saisonverlauf nicht gerade durch Offensivstärke aufgefallenen Devils, sie haben in der Eastern Conference nach Washington und Florida die wenigsten Tore erzielt, überrannten regelrecht die amtierenden Stanley Cup Champions auf deren Eis.
Herausragender Akteur war hierbei Viktor Kozlov(30.), der ein Tor und vier Assists dem Schützenfest der Devils beisteuerte.
Nach gut zehn Spielminuten und vier Treffern von Alexander Mogilny(5.pp), Scott Gomez(10.), Sergei Brylin(11./37.) und Brian Gionta(13.) war die Partie so gut wie vorentschieden, daran konnten auch Fredrik Modin(18.) und Martin St. Louis(27.) mit ihren Toren zum 5-2 Zwischenstand nichts mehr ändern.
Die beiden weiteren Torchützen der Devils waren Dan McGillis(26.) und Jamie Langenbrunner(54.). Der Sieg der Devils hätte sogar noch höher ausfallen können, doch ließen es die Gäste im Schlussdrittel etwas ruhiger angehen und verzichteten darauf ihre Gastgeber zu deklassieren.
Pittsburgh - Florida 3-6 (1-4/2-2/0-0) Olli Jokinen(4./14.sh/31.) war mit drei Toren, seinem ersten Saison-Hattrick, in seinem 500. NHL-Spiel der Matchwinner für die Florida Panthers im Kellerduell der Eastern Conference gegen die Pittsburgh Penguins.
Die Panthers zeigten von der ersten Spielminute an den Biss, der nötig war um ihren ersten doppelten Punktgewinn nach zwölf Niederlagen in diesem Monat einfahren zu können.
Ehe die Penguins bemerkten wie ihnen geschah lagen sie auch schon mit 1-4 im Hintertreffen. Kristian Huselius(2./33.), Jokinen und Gary Roberts(9.) beendeten mit ihren Treffern nach gerade einmal 8 1/2 Minuten den Arbeitstag von Gästeschlussmann Sebastien Caron.
Der auffälligste Akteur der Penguins war Zigmund Palffy(9.) der durch sein Tor und zwei Vorlagen auf Sidney Crosby(21.) sowie Erik Christensen(29.) zum 3-4 noch einmal zwischenzeitlich für Spannung sorgte. Jedoch nur für fünf Minuten dann hatten Jokinen und Huselius den alten 3-Tore Vorsprung wieder hergestellt.
Kaum weniger furios mit vielen Torszenen aber torlos verlief die letzte halbe Stunde der Partie.
Montreal - Buffalo 1-3 (0-0/0-2/1-1) Martin Biron war der Mann des Abends beim 3-1 Heimerfolg seiner Sabres über die Montreal Canadiens. Buffalos Schlussmann wehrte 40(!) Torschüsse der frankokanadischen Gäste ab und führte die ohne ihre verletzten Stürmer Daniel Briere und J.P. Dumont angetretenen Sabres zu ihrem vierten Sieg im fünften Spiel.
Erfolgreich in die Bresche für die punktbesten Stürmer der Hausherren sprangen Ales Kotalik(27.) und Brian Campbell(32.pp) im Mittelabschnitt sowie Tim Connolly(57.pp), ebenfalls aus einem Überzahlspiel heraus.
Die Canadiens wehrten sich zwar gegen die drohende Niederlage mit aller Macht. Ihnen fehlte aber das Quentchen Glück, in mancher Szene auch das Geschick, um diese abzuwenden. Ihren Ehrentreffer, der die Partie noch einmal spannend werden ließ, erzielte zu Beginn des Schlussdrittels Richard Zednik(44.pp)
Phoenix - Dallas 4-1 (1-0/1-1/2-0) 'Hauruck-Eishockey', das ist nicht die Sache der Phoenix Coyotes. Eher zurückhaltend, in der Defensivarbeit konsequent und abgeklärt im Powerplay damit machen die Coyotes ihre Punkte.
Leidtragende dieses Konzepts waren heute Nach die Dallas Stars. Mit 1-4 Toren unterlagen sie im heimischen American Airlines Center dem Team von Wayne Gretzky. Dass ihre Siegesserie von fünf Spielen heute Nacht beendet wurde, das hatten sich die Texaner aber auch selbst zuzuschreiben. Wer aus zwölf Powerplays nur ein Tor macht, darf nicht zwingend mit zwei Punkten rechnen.
Während bei den Hausherren nur Jussi Jokinen(29.pp) traf, zeigten es die Coyotes wie es besser geht. Mike Comrie(8.pp) im ersten, Shane Doan(26.pp) im zweiten und Paul Mara(55.pp) im Schlussdrittel schlossen je eine von acht Überzahlsituationen der Gäste aus Arizona mit einem Torerfolg ab. Der Treffer zum 4-1 Endstand gelang Jamie Lundmark(56.) vier Minuten vor Spielende.
Seine Klasse unter Beweis stellte Coyotes erfahrener Schlussmann Curtis Joseph, der in mancher brenzligen Situation die Ruhe behielt.
Edmonton - Calgary 2-1 SO (1-0/0-0/0-1/0-0/1-0) Die Edmonton Oilers bleiben weiter auf der Erfolgsspur. Fernando Pisani verwandelte als einziger seinen Penalty und bescherte damit seinem Team den fünften Sieg aus deren letzten sechs Auftritten.
Im Pengrowth Saddledome von Calgary lieferten sich die Calgary Flames mit ihren nördlichen Nachbarn eine ausgeglichene Partie. Die Oilers waren dabei im ersten Drittel dominanter. Sie hatten sowohl spielerisch als auch von der kämpferischen Einstellung Vorteile gegenüber ihren Gastgebern. Aufgrund der Spielanteile war so die 1-0 Führung durch Radek Dvorak(15.) zur ersten Drittelpause nicht unverdient.
In der folgenden halben Stunde neutralisierten sich beide Teams weitgehend und richtig gute Torszenen blieben Mangelware. Erst in den letzten 15 Spielminuten incl. Overtime nachdem Marcus Nilson(52.) zum 1-1 ausgeglichen hatte wurde es wieder etwas turbulenter. In dieser Phase hatten die Oilers die klareren Einschussmöglichkeiten, schafften es aber kein weiteres Mal Miikka Kiprusoff im Tor der Flames zu bezwingen.