Brad Lukowich(NYI) und Taylor Pyatt(BUF) im Zweikampf um den Puck.
Buffalo - N.Y. Islanders 4-3 SO (1-1/1-2/1-0/0-0/1-0) Zum ersten Mal seit 64 Spielen verloren heute Nacht die New York Islanders noch eine Partie, in der sie nach zwei Dritteln in Front gelegen waren. Ales Kotalik(58.) rettete knapp drei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit mit seinem 3-3 Ausgleichstreffer die Buffalo Sabres in die Overtime und in das daraufhin folgende Penaltyschießen. In diesem erwies sich Kotalik ebenso treffsicher wie Teamkollege Tim Connolly während bei den Hausherren kein Schütze traf.
Die Islanders waren ganz stark in die Partie gestartet und hatten sich auch in den ersten 25 Spielminuten durch Tore von Mike York(16.), Brent Sopel(24.pp) und Jason Blake(25.) eine 3-1 Führung herausgespielt. Den Treffer der Sabres zum 1-1 Zwischenstand hatte Chris Drury(18.pp) erzielt.
Der 2-Tore Vorsprung sollte aber nicht lange Bestand haben. Nur 64 Sekunden später konnte Jochen Hecht(26.) seine Sabres wieder zurück ins Spiel bringen. In der letzten halben Stunde incl. Overtime waren die Gäste das wesentlich bessere Team und wurden für ihren Einsatz auch belohnt.
Tampa Bay - Washington 4-3 SO (0-1/2-2/1-0/0-0/1-0) Im MCI Center von Washington fühlten sich die Tampa Bay Lightning noch nie besonders wohl. Ihre letzten 13 Auftritte dort hatten sie jeweils verloren und auch heute Nacht sah es zunächst danach aus als würde diese Negativserie eine Fortsetzung finden.
Gerade einmal 20 Minuten waren gespielt da lagen die Washington Capitals auch schon nach Treffern von Andrew Cassels(14.pp), Brian Sutherby(21.) und einem von Matt Pettinger(21.ps) verwandelten Penalty mit 3-0 in Führung.
Erst jetzt erwachten die amtierenden Stanley Cup Champions von ihrem Tiefschlaf und übernahmen das Kommando in der kurzweiligen Partie. Noch vor der zweiten Pause wurde der Druck der Gäste so groß dass notgedrungen Tore fallen mussten. Dan Boyle(24./46.) mit zwei Treffern und mit seinem ersten Saisontor Rob DiMaio(33.) glichen die Partie noch aus. Die Entscheidung zu Gunsten der Lightning fiel schließlich im Penaltyschießen.
New Jersey - Florida 5-1 (3-0/2-1/0-0) Gerade einmal acht Spielminuten, nur unterbrochen von der ersten Pause, genügten den New Jersey Devils um zu Besuch im BankAtlantic Center von Sunrise den Florida Panthers ihre zwölfte Niederlage in Folge zuzufügen. Nach den Gegentreffern von Colin White(17.), Grant Marshall(18.), Brian Gionta(19.), Alexander Mogilny(23.) und Scott Gomez(25.pp) war die Partie für Floridas Stammtorhüter Roberto Luongo, der durch Jamie McLennan ersetzt wurde, auch vorzeitig beendet.
Die New Jersey Devils mussten sich fortan nur noch darum kümmern ihren deutlichen 5-0 Vorsprung zu verwalten. Mühe bereiteten ihnen bei diesem Vorhaben die erschreckend schwach auftretenden Panthers nicht mehr. Das einzige Gegentor das Gästegoalie Martin Brodeur durch Sean Hill(40.pp) unmittelbar vor Drittelende noch hinnehmen musste, konnte unter der Kategorie 'Schönheitsfehler' abgelegt werden.
Nashville - Columbus 4-2 (1-0/2-1/1-1) Columbus Trainer Gerard Gallant wirkte heute nach der sechsten Niederlage seines Teams etwas ratlos: "Wir können einfach nicht 60 Minuten lang ein gutes Spiel zeigen. Heute war ich nur in der letzten halben Stunde einigermaßen zufrieden." Im letzten Spielabschnitt hatte Manny Malhotra(52.pp) wieder etwas Hoffnung bei den Hausherren auf zumindest einen Punktgewinn aufkeimen lassen, diese machte aber Scott Hartnell(59.) mit dem 4-2 für die Predators wieder zunichte.
Die Columbus Blue Jackets sind mit fünf Siegen und nur 40 geschossenen Toren das schwächste Team der Liga. An dieser Torflaute konnte auch die Neuverpflichtung von Sergei Fedorov, der immerhin beim 1-1 Ausgleichstreffer durch Nikolai Zherdev(21.) als Vorbereiter in Erscheinung trat, nur wenig ändern.
Nach vorne meist harmlos agierend und im Defensivverhalten nicht konsequent genug. Die Blue Jackets ließen ihre Gäste heute Nacht 41 Mal auf das Tor schießen. Dass dann auch das ein oder andere Mal die Scheibe im Netz landen muss war klar. Jeremy Stevenson(16.), Dan Hamhuis(24.pp) und David Legwand(25.) durften sich über ihre Torerfolge gegen einen häufig auf sich allein gestellten Pascal Leclaire im Tor der Blue Jackets freuen.
Boston - Toronto 5-1 (2-0/2-0/1-1) Von Erfolgen verwöhnt waren die Boston Bruins in letzter Zeit nicht gerade. Sechs Niederlagen hintereinander und kräftige Kritik von ihrem Teameigner mussten sie vor ihrem heutigen Auftritt im Air Canada Center von Toronto wegstecken. Heute Nacht bewiesen die Bruins, dass in ihnen mehr steckt als sie im bisherigen Saisonverlauf gezeigt haben.
Beim 5-1 Erfolg ließen sie ihren kanadischen Gastgebern nicht den Hauch einer Chance. Die Gäste dominierten das Spiel so sehr, dass sogar noch ein höherer Sieg für sie hätte herausspringen können.
In den ersten zwei Durchgängen feuerten die Bruins 33 Mal auf das Gehäuse von Ed Belfour während die 'Blueshirts' nur 12 Mal Gästetorwart Andrew Raycroft prüfen konnten.
Aus der Überlegenheit heraus besorgten Glen Murray(4.pp/9.pp) mit zwei Überzahltoren, Patrice Bergeron(25.) und Shawn McEachern(27.) eine 4-0 Führung. Im Schlussdrittel, in dem noch Sergei Samsonov(52.) traf, ließen es die Bruins etwas ruhiger angehen.
Das einzige Tor der maßlos enttäuschenden Hausherren, für die eine Siegesserie von vier Spielen endete, erzielte Darcy Tucker(43.).
Colorado - Detroit 3-7 (1-1/1-3/1-3) Einen 7-3 Achtungserfolg nach vier Niederlagen in Folge fuhren die Detroit Red Wings vor heimischer Kulisse gegen ihre Rivalen aus Denver ein. So deutlich wie der Endstand vermuten lässt war die Überlegenheit der Hausherren aber keineswegs. Bis fünf Minuten vor Spielende hatten die Red Wings gerade einmal ein Tor Vorsprung.
Als die Avalanche aber alles auf eine Karte setzten und notgedrungen ihre Defensivarbeit mehr oder weniger einstellten nutzten die Red Wings durch Jason Williams(56.), Mikael Samuelsson(3./57.), mit zwei Toren und zwei Vorlagen der punktbeste Akteur, und Johan Franzen(60.sh,en) diesen Freiraum um ihren neunten Heimsieg unter Dach und Fach zu bringen.
Schon zuvor waren die Red Wings im Abschluss das clevere Team gewesen, das sich auch von einem frühen Rückstand, Andrew Brunette(2.pp) hatte gleich nach 90 Sekunden aus einem Powerplay heraus getroffen, nicht aus der Bahn werfen ließ. Robert Lang(26.), Dan Cleary(35.), postwendend nach dem 2-2 Ausgleich von Ian Laperriere(33.), und Brendan Shanahan(39.pp) besorgten im Mitteldrittel den letztendlich entscheidenden Vorsprung. Das dritte Tor der Gäste erzielte John-Michael Liles(48.pp)
Edmonton - Minnesota 4-3 (2-2/1-0/1-0) Ethan Moreau(60.) verdarb mit seinem 4-3 Siegtor 50 Sekunden vor Spielende den gut 18.500 Besuchern im Xcel Energy Center von St. Paul ihren Eishockeyabend und dem wiedergenesenen Marian Gaborik(7.pp) seine mit einem Tor und einem Assists durchaus geglückte Rückkehr in den Kader der Minnesota Wild.
In der insgesamt sehr ausgeglichenen Partie konnten sich die westkanadischen Gäste nach Toren von Raffi Torres(3.), Ales Hemsky(12.) und Jarret Stoll(30.) zwei Mal eine Führung herausschießen. Doch die Wild gaben sich zu keinem Zeitpunkt der Partie geschlagen und hatten immer eine Antwort parat. Zur Mitte des ersten Spielabschnitts lagen sie sogar kurzzeitig in Front.
Als zweifacher Torschütze konnte sich bei den Hausherren Pascal Dupuis(10.pp/46.) auszeichnen, die vierte Niederlage der Wild aus den letzten fünf Spielen konnte er damit aber auch nicht verhindern.
Anaheim - Dallas 1-3 (1-0/0-1/0-2) Jason Arnott(48./57.pp) avancierte mit zwei Toren im Schlussdrittel zum Matchwinner für die Dallas Stars bei ihrem Heimauftritt gegen die Mighty Ducks of Anaheim. Die kalifornischen Gäste hatten es vor allem im Mitteldrittel, als sie mehrere Male in Überzahl auf dem Eis standen, versäumt ihren durch Teemu Selanne(16.) im ersten Durchgang herausgeschossene Führung weiter auszubauen bzw. nach dem 1-1 Gegentor durch Brenden Morrow(27.pp) ihre spielerische Überlegenheit in diesem Drittel in einen erneuten Vorsprung umzuwandeln.
Für die Mighty Ducks war es letztendlich die dritte Niederlage gegen die Texaner in den letzten elf Tagen und sie werden froh sein, dass das nächste Aufeinandertreffen erst wieder im März angesetzt ist.
San Jose - Calgary 2-3 (0-0/0-1/2-2) Die San Jose Sharks zählen nicht erst seit heute Morgen nach der 2-3 Niederlage im Saddledome von Calgary zu den großen Enttäuschungen in der bisherigen Spielzeit. Mit viel Vorschusslorbeeren in die Saison gestartet mussten sie sich zum siebten Mal in Folge geschlagen geben und zieren mit 20 Punkten das Tabellenende der Pacific Division.
Spielerisch waren die Kalifornier ihren heutigen Gastgebern durchaus gewachsen. Lange Zeit konnten sie auch die Partie offen halten. Erst nach einer guten halben Stunde brachte Roman Hamrlik(32.) die Hausherren mit 1-0 in Front.
Die Sharks hielten aber dagegen und mit Grant Stevenson(42.pp) war es ihr NHL-Debütant der sie mit seinem ersten NHL-Tor auf einen Punktgewinn hoffen ließ. Die Entscheidung zu Gunsten der Flames besorgten Robyn Regehr(52.), bei seinem Schuss machte Gästetorwart Evgeni Nabokov eine sehr unglückliche Figur, und Tony Amonte(57.).
Das Anschlusstor von Tom Preissing(60.) zum 2-3 Endstand kam sieben Sekunden vor Spielende viel zu spät.