Carolina - N.Y. Rangers 3-4 (1-2/0-1/2-1) Am vergangenen Donnerstag mussten sich die New York Rangers noch den Carolina Hurricanes mit 1-5 geschlagen geben, heute nahmen sie mit einem 4-3 Zittersieg Revanche. Ein munteres Spielchen lieferten sich die Rangers und Hurricanes in ihrer Samstag Nachmittagpartie im Madison Square Garden von Manhattan.
Die Hurricanes starteten mit ihrem gewohnt aggressivem Forechecking und hatten mehr Spielanteile in den ersten vier Minuten. Einen Fehler von Justin Williams nutzten aber die Hausherren eiskalt aus. Martin Straka(5.) bekam die Scheibe von Jaromir Jagr zugespielt und zirkelte diese aus spitzem Winkel ins kurze Eck zur 1-0 Führung.
Leichtfertig ohne einzige Torchance ließen die Hurricanes ihr erstes Überzahlspiel verstreichen. Doch kaum ging es wieder mit fünf gegen fünf Mann weiter erkämpfte sich Eric Staal(11.) im eigenen Drittel die Scheibe, lässt mit einem schnellen Antritt sämtliche Rangers stehen und schließt diese wunderschöne Einzelaktion mit dem 1-1 Ausgleich ab.
Zumindest besser im Powerplay machten es die Hausherren. Gerber konnte noch einen Schuss von Petr Prucha abwehren, doch über den Umweg Michael Nylander(16.pp), der als letzter Ranger am Puck war, bugsierte Aaron Ward die Scheibe ins eigene Netz. Etwas zu gut mit ihrem Köpereinsatz meinten es Ward sowie Bret Hedican zur Mitte des zweiten Durchgangs und Petr Prucha(30.pp) bedankte sich mit einem weiteren Powerplaytreffer für die Rangers. Die Hurricanes brauchten einige Zeit bis sie diesen Rückschlag verkraftet hatten und kamen erst kurz vor Ende des Drittels wieder zu einer Großchance durch Craig Adams.
Heikel wurde es für die Hausherren kurz nach der Pause als Rangers Schlussmann Kevin Weekes die Übersicht verlor aber Hilfe von Dominic Moore bekam der den Puck kurz vor dem Überqueren der Torlinie aus der Gefahrenzone beförderte.
Nichts auszusetzen gab es auch bei den Powerplayqualitäten der Rangers. Jaromir Jagr hatte bei Überzahl ein Auge für Michal Rozsival(50.pp), der mit dem 4-1 für die vermeintliche Vorentscheidung sorgte. Damit war die Partie aber noch nicht gelaufen. Für eine spannende Schlussphase sorgten Niklas Nordgren(52.), der einen Schuss von Mike Commodore unhaltbar abfälschte und als endlich auch dem Powerplay der Gäste ein Erfolg beschert wurde, Justin Williams(59.pp) mit den 3-4 Anschlusstreffern.
Buffalo - Boston 3-2 (1-0/1-2/1-0) Mit Buhrufen wurde das Heimteam aus Boston von den Zuschauern verabschiedet. Die Frustration der Fans ist nach der fünften Niederlage in Folge anscheinend hoch. Die Sabres hingegen schweben nach ihrem dritten Sieg in Serie wieder auf einer kleinen Erfolgswelle.
Die Enttäuschung im weiten Rund des TD BankNorth Garden hatte seine Begründung in dem schwachen Auftritt der Bruins, die von der ersten Minute kaum ihr Spiel entfalten konnten und so entwickelte sich eine von Defensive geprägte Partie. Den Hausherren muss noch angerechnet werden, dass sie den zweimaligen Rückstand durch Ales Kotalik(19.pp) und Daniel Briere(33.) jeweils zurücksteckten und in beiden Fällen zum Ausgleich kamen. Joe Thornton(24.pp) und P.J. Axelsson(40.) konnten ihr Torkonto auf acht bzw. sechs Treffer erhöhen und den Anwesenden wenigstens etwas Freude bereiten. Unbeantwortet blieb dann der eingenetzte Schuss von Hendrik Tallinder(56.) knapp vier Minuten vor dem Ende. Der 26-jährige Verteidiger zog einfach von der Blauen Linie ab und der Puck fand seinen Weg an Freund und Feind vorbei, weil Torhüter Andrew Raycroft die Sicht genommen war.
Für Boston war es bereits die achte Niederlage gegen Divisionskontrahenten im zehnten Spiel der Saison.
Atlanta - Toronto 1-5 (1-3/0-2/0-0) Nach ihrem 5-4 Auswärtserfolg in Philadelphia am Freitag haben die Thrashers das Auftaktdrittel der Partie in Toronto kräftig verschlafen und wurden so schnell auf die Verliererstraße geleitet. Die Maple Leafs legten los wie die Feuerwehr und bearbeiteten Gästeschlussmann Adam Berkhoel von der ersten Minute an. Folgerichtig fielen auch die Treffer. Bereits nach 50 Sekunden feierte Alexander Steen(1.) die Führung. Bryan McCabe(8.) und Nik Antropov(17.sh) in Unterzahl erhöhten den Spielstand auf 3-0. Atlanta hatte bis dahin gerade einmal einen Torschuss produziert, kam aber mit dem zweiten zum 3-1 durch Ilya Kovalchuk(18.pp).
Dieser kleine Makel veranlasste die Hausherren nicht nachzulassen und durch die Tore von Alexei Ponikarovsky(25./30.) machten sie bis zu Mitte der Begegnung alles klar. Nachdem die Gäste nichts mehr entgegen setzen konnten, flachte die nun entschiedene Partie danach etwas ab.
Washington - Montreal 5-1 (3-0/1-1/1-0) Sie hatten die größeren Spielanteile und mehr Einschussmöglichkeiten als ihre Gegner, trotzdem zogen die Canadiens klar mit 1-5 den Kürzeren. Einen großen Anteil an dieser Tatsache hatte der deutsche Gästegoalie Olaf Kölzig. Er lieferte eine herausragende Leistung ab und sicherte sich und seiner Mannschaft mit 43 Paraden den achten Saisonsieg.
Die Mannen aus Washington erwischten auch den weitaus besseren Start, denn bereits nach 23 Sekunden gingen sie durch Brian Sutherby(1./55.) in Führung. Diese baute Brian Willsie(6.) kurz darauf aus, ehe Brooks Laich(10.pp) während einer Überzahlsituation das 3-0 markierte.
Im zweiten Abschnitt legten die Hausherren einen Gang zu, wodurch sie optisch überlegen wirkten, jedoch nur ein Mal daraus Profit schlagen konnten. Nachdem Chris Clark(27.) auf 4-0 erhöht hatte, gelang Michael Ryder(33.pp) der Ehrentreffer. Im weiteren Spielverlauf ließen die Capitals immer mehr nach und wurden in der eigenen Zone förmlich eingeschnürt. Trotz besster Chancen konnte aber kein Kanadier mehr einnetzen. Der einzige Torschuss der Capitals im letzten Durchgang stellte schließlich den äußerst glücklichen 5-1 Endstand her.
New Jersey - Ottawa 4-5 (1-2/1-2/2-1) Die Senators lieben offensichtlich an Samstagen zu spielen, denn alle sechs Partien an diesen Tagen in der Saison konnten sie für sich entscheiden. Schon am vergangenen Samstag wurden die Devils besiegt, wobei sie dieses Mal auf größere Gegenwehr stießen als sonst. Die gute Chancenverwertung der Gäste, sowie die teilweise spektakulären Paraden von Martin Brodeur hielten das Ergebnis knapp.
Bereits im ersten Drittel zeigten die Gastgeber, wer der Herr im Haus ist. Die Senators schossen aus allen Rohren und gingen nach 57 Sekunden durch Mike Fisher(1.) in Führung. New Jerseys Barry Tallackson(4.) konnte diese zwar zwei Minuten später egalisieren, musste aber von der Spielerbank aus mit ansehen, als Chris Neil(19.pp) kurz vor der Pause in Überzahl das 2-1 schoss.
Im zweiten Drittel wurde die Begegnung ausgeglichener, die Weichen auf Sieg stellten aber die Hausherren. Nachdem Brian Gionta(27.pp) seinen siebten Powerplaytreffer der laufenden Saison erzielt hatte, stellten Jason Spezza(28.) und Rookie Brian McGrattan(34.) den 4-2 Zwischenstand her. Ottawas Mike Fisher(52.) erhöhte in der Mitte des letzten Abschnitts noch auf 5-2, was letztendlich reichte, auch wenn die Devils in der hektischen Schlussphase noch durch John Madden(54.) und Grant Marshall(59.pp) herankamen.
Philadelphia - Pittsburgh 6-3 (1-1/2-2/3-0) Drei Mal gingen die Philadelphia Flyers bei ihrem Gastauftritt in der Mellon Arena zu Pittsburgh in Führung, drei Mal konnten die Hausherren die Begegnung wieder ausgleichen. Nach der vierten Gästeführung reichte die Kraft der Pinguine dann nicht mehr aus und es setzte eine weitere Heimpleite gegen die Flyers.
Simon Gagne(7./37.sh), der nun bereits 20 Saisontore erzielt hat, Mike Richards(24.) und Jeff Carter(42.) legten für die Gäste jeweils vor, doch Sidney Crosby(10.pp), Ziggy Palffy(32.) und Erik Christensen(37.pp) konnten jedes Mal wieder ausgleichen. Im Schlussdrittel konnten die Pinguine den erneuten Treffer von Gagne dann nicht mehr parieren und kassierten mit dem 3-5 durch Michal Handzus(43.) stattdessen den endgültigen K.O. an diesem Abend. Mike Knuble(60.en) stellte mit seinem elften Saisontreffer den Endstand her.
Durch diese erneute Heimpleite, und bei erst zwei Heimsiegen in der gesamten Spielzeit, bilden die Mannen von Mario Lemieux nun die heimschwächste Truppe der NHL. Flyers Akteur Peter Forsberg war entsprechend zufrieden nach der Begegnung: "Wir haben immer konzentriert weitergespielt und uns auch durch die Gegentreffer diesmal nicht aus dem Konzept bringen lassen. Am Ende haben wir dann zum Glück noch das entscheidende Tor draufgelegt."
N.Y. Islanders - Florida 5-3 (1-1/1-0/3-2) Ihre bereits elfte Niederlage in Folge kassierten am Samstag die Florida Panthers in ihrem Heimspiel gegen die New York Islanders. Damit sind die Panther nur noch zwei Niederlagen von ihrer historischen Rekordserie an Pleiten aus dem Jahre 1998 entfernt. Dabei konnten die Hausherren die heutige Begegnung lange offen gestalten. Ähnlich wie bei der Niederlage in Ottawa am Donnerstag ging ihnen jedoch in der Schlussphase die Puste aus.
Miroslav Satan(12.pp) und Shawn Bates(38.) brachten die Gäste bei einen Gegentreffer durch Kristian Huselius(7.) bis zur zweiten Drittelpause knapp in Front, bevor im finalen Abschnitt Oleg Kvasha(44.), abermals Shawn Bates(45.) und Chris Campoli(46.pp) innerhalb weniger Minuten mit dem Spielstand von 5-1 für die Vorentscheidung sorgten. Daran konnten dann auch die Treffer der Panthers durch Gary Roberts(52.) und Olli Jokinen(58.) nichts mehr ändern. Chris Campoli war anschließend zufrieden: "Wir haben eine Weile gebraucht bevor wir so richtig in Fahrt kamen heute, aber dann lief es richtig gut!"
St. Louis - Detroit 3-2 (0-0/1-1/2-1) Das immer noch derzeit punktbeste Team der NHL ist in einer kleinen Krise. Nach zuletzt drei verlorenen Partien zogen sie auch zu Hause gegen die bislang punktschlechteste Mannschaft, den St. Louis Blues, den Kürzeren. Die Blues hatten ihre Negativserie von elf Niederlagen in Folge im Spiel vorher gegen Columbus stoppen können und feierten nun den zweiten Sieg in Serie.
Nach einem torlosen ersten Drittel hatte Jamal Mayers(28.) nach Vorarbeit von Eric Weinrich für das 1-0 der Gäste gesorgt und Mikael Samuelsson(36.) für die Gastgeber wieder ausgeglichen. Entscheidend war dann wohl ein Doppelschlag zweier Ex-Detroiter im Schlussabschnitt, die aus dem 1-1 innerhalb von 106 Sekunden eine 3-1 Führung machten. Mike Sillinger(47.) von den Red Wings gedraftet und dort von 1990 bis 1995 aktiv brachte die Blues mit 2-1 in Front und der in Detroit geborene Doug Weight(49.) erhöhte kurz darauf vorentscheidend auf 3-1. Brendan Shanahan(60.) machte die Begegnung zwar 52 Sekunden vor der Schlusssirene noch einmal spannend, zum Ausgleich reichte es indes nicht mehr.
Für St. Louis war es der erste Sieg gegen Detroit seit dem 29. Oktober 2003, also nach insgesamt neun Partien. Blues Keeper Curtis Sanford feierte 32 Saves, während Manny Legace 27 Mal retten konnte.
Nashville - Minnesota 2-4 (1-2/0-1/1-1) Den sechsten Heimsieg der laufenden Saison hatten die gastgebenden Wild besonders einen Spieler zu verdanken, der eigentlich nur in deren erweiterten Kader steht. Sein Name ist Kurtis Foster(2./34.) und spielt normalerweise in der AHL für Houston. Am Donnerstag wurde er allerdings nach Minnesota geholt, um das NHL-Team zu verstärken und tat dies in der vergangenen Nacht mit zwei Treffern sehr erfolgreich.
Foster brachte die Hausherren nach nur zwei Minuten in Führung, ehe sein Kollege Stephane Veilleux(11.) auf 2-0 erhöhte. Daraufhin folgte noch im ersten Drittel Paul Kariyas(15.pp) siebtes Saisontor, als Todd White wegen 'Hakens' auf der Strafbank saß. Fosters zweiter Streich des Abends gelang ihm während des zweiten Durchgangs, indem er einen Schlagschuss von der blauen Linie unhaltbar für Goalie Tomas Vokoun im Gehäuse versenkte. Nashvilles Marek Zidlicky(53.pp) verkürzte zwar in Überzahl noch auf 2-3, war aber wie alle Predators nicht in der Lage Brian Rolston(56.pp) zu stoppen, der drei Minuten später den verdienten Endstand herstellte.
Vor der Partie wurde in einer sehr bewegenden Zeremonie Sergei Zholtok geehrt. Der gebürtige Lette und ehemalige Wild verstarb am 3. November 2004 an den Folgen eines Herzinfarkts.
Chicago - Edmonton 4-3 (1-1/2-0/1-2) Zu einem glücklichen 4-3 Auswärtserfolg in Edmonton kamen am Samstag die Chicago Blackhawks, die damit ihren fünften Erfolg in den letzten sechs Spielen feiern konnten.
Nach den ersten 40 Minuten lagen die Gäste durch Treffer von Rene Bourque(12./45.), Mark Bell(26.) und Martin Lapointe(40.pp), bei einem Gegentreffer durch Ales Hemsky(13.) bereits mit 3-1 in Front. Für die endgültige Entscheidung sorgte, so schien es zunächst, der zweite Treffer durch Bourque zu Beginn des Schlussdrittels. Doch die Gäste schalteten zu merklich zurück und so mussten sie nach den Treffern der Hausherren durch Jarret Stoll(46.pp) und Marty Reasoner(53.pp) noch einmal kräftig um ihren bereits sicher geglaubten Sieg zittern. Doch am Ende sollte der Vorsprung ausreichen.
Backup-Goalie Craig Anderson hielt stark für Chicago und konnte mit seinen 33 Saves zum Gelingen der Zitterpartie entscheidend beitragen.
Colorado - Los Angeles 3-4 (1-2/1-0/1-2) Mit dem vierten Hattrick seiner NHL-Karriere sorgte Pavol Demitra(13.sh/46./57.) fast im Alleingang für den Heimsieg der Kings gegen keineswegs schwache Gäste aus Denver. Die Avalanche hatte nach ihrem Sieg gegen Anaheim am Tag zuvor Rückenwind mitgebracht und war über weite Strecken der Begegnung überlegen, doch Mathieu Garon im Gehäuse der Kings hatte heute einen guten Tag erwischt. Er wehrte 34 Schüsse ab. Machtlos war der Torhüter beim 1-0 durch Alex Tanguay(8.pp), sowie bei den beiden Ausgleichstreffern durch Pierre Turgeon(36./50.). Demitra fand jedoch stets eine Antwort auf die Treffer der Gäste. Für die erstmalige Führung der Hausherren hatte Sean Avery(20.) 51 Sekunden vor dem Ende des ersten Abschnittes gesorgt.
David Aebischer, der dieses Mal wieder den Vorzug vor Peter Budaj erhielt, scheint derzeit etwas unglücklich zu agieren und konnte nur 21 von den insgesamt 25 Schüssen auf sein Tor abwehren. Dem durchaus vorhandenen Licht mischt sich zu häufig Schatten dazu und der sympathische Schweizer scheint derzeit selbst mehr als unzufrieden. Nach der Schlusssierene feuerte er aus Frust seinen Schläger gegen die Bande.
Phoenix - San Jose 4-3 SO (2-0/1-1/0-2/0-0/1-0) Die San Jose Sharks, die übrigens freiwillig auf den gesunden deutschen Verteidiger Christian Erhoff verzichteten, kassierten am Abend ihre bereits fünfte Pleite in Folge. Das ist nunmehr die längste Niederlagenserie der Franchise seit März 2001. Zumindest reichte es am Abend im HP Pavilion zu einem Zähler gegen den Divisionsrivalen aus Phoenix, da es nach Ende der regulären Spielzeit noch 3-3 gestanden hatte. Doch im Shootout gelang dann schließlich Geoff Sanderson der
spielentscheidende Treffer für die Gretzky-Truppe.
Während der regulären 60 Minuten trafen Mike Comrie(4.), Ladislav Nagy(25.) und Neuzugang aus Boston Dave Scatchard(47.pp) für die Gäste, während Patrik Marleau(24.pp), Wayne Primeau(45.pp) und Tom Preissing(49.) die Sharks zumindest noch zum Ehrenpunkt geführt hatten. Und da im Shootout kein einziger Shark mehr in der Lage war Gästegoalie Curtis Joseph ein weiteres Mal zu bezwingen, gelang den Gästen nach dem Sanderson-Treffer der so wichtige Auswärtssieg im ersten Saisonspiel beim Rivalen aus San Jose.