Martin Brodeur(NJD) macht sich unter den Augen von Vladimir Malakhov(NJD) und Ben Clymer(WAS) lang.
Washington - New Jersey 2-3 (0-1/2-2/0-0) Nichts wurde es für die Washington Capitals mit einer Revanche gegen New Jersey. Nur 24 Stunden nach ihrer 3-4 Heimniederlage unterlagen die US-Hauptstädter auch in East Rutherford den Devils mit einem Tor Unterschied.
Drei Überzahltore von Vladimir Malakhov(14.pp), der in seiner 700. NHL-Partie von der blauen Linie abzog und dabei Gästeschlussmann Brent Johnson unglücklich aussehen ließ, Jamie Langenbrunner(23.pp) und Grant Marshall(36.pp) machten gestern Abend den entscheidenden Unterschied aus.
Mit einem kurzen Zwischenspurt hatten die auch spielerisch und technisch unterlegenen Capitals im Mittelabschnitt durch Tore von Matt Bradley(25.) und Brian Sutherby(27.) überraschenderweise egalisieren können. Dies war jedoch zu wenig um die dritte Niederlage in Folge abzuwehren.
Im torlosen Schlussdrittel fanden die in Rückstand liegenden Gäste auch nicht ansatzweise einen Weg die kompakt stehenden Abwehrreihen der Devils zu knacken.
Toronto - Montreal 5-4 OT (0-0/3-2/1-2/1-0) Einen Wechselfehler mit Folgen leisteten sich die Montreal Canadiens in ihrem Derby mit den Toronto Maple Leafs. Nach vier Minuten in der Overtime mussten die Frankokanadier mit einem Mann weniger auf dem Eis auskommen und die Gäste aus Toronto bedankten sich hierfür mit dem 5-4 Siegtreffer durch Jeff O'Neill(65.pp).
Ein aufgrund der Spielanteile in der regulären Spielzeit recht schmeichelhafter doppelter Punktgewinn für die Leafs. Über weite Strecken waren ihre frankokanadischen Gastgeber dominierend. Im torlosen ersten Spielabschnitt hatten es die Leafs vor allem ihrem erfahrenen Schlussmann Ed Belfour zu verdanken, dass sie nicht schon vorzeitig in Rückstand gerieten.
Im Mitteldrittel hatten die Gäste ihre stärkste Phase, in der sie auch konsequent ihre Torchancen durch Bryan McCabe(25.pp), Alexei Ponikarovsky(28.sh) und Kyle Wellwood(40.) nutzten. Andrei Markov(32.) und Michael Ryder(36.pp) setzten auf der Gegenseite für die Canadiens Zeichen.
Im dritten Drittel lief zunächst alles nach Plan für die Hausherren, die durch einen Doppelschlag von Steve Begin(48.) und Alexei Kovalev(49.) innerhalb von 75 Sekunden erstmals in Führung gehen konnten. In der Schlussphase hatten jedoch die Leafs das Quentchen Glück auf ihrer Seite. Jason Allison(58.) wurde der 4-4 Ausgleich anerkannt, nachdem die Scheibe von oben kommend Montreals Schlussmann Jose Theodore an den Rücken sprang, Theodore legte sich zwar flach, doch der Puck rutschte noch über die Torlinie.
Buffalo - Ottawa 1-6 (0-1/0-4/1-1) Die Buffalo Sabres mussten neidlos anerkennen, dass ihre heutigen Gastgeber, die Ottawa Senators, in einer anderen Liga spielen. Scheinbar mühelos kamen die Senators auch im dritten Aufeinandertreffen mit den Sabres zu einem Sieg.
Ehe die Tormaschinerie der Ostkanadier richtig in Schwung kam dauerte es etwas. Erst gleichzeitig mit dem Ertönen der Pausensirene sorgte Chris Neil(20.) für die hochverdiente 1-0 Führung der Hausherren. So richtig ihren Spass mit ihrem Team hatten die über 19.000 Zuschauer im ausverkauften Corel Centre im Mitteldrittel. Teamkapitän Daniel Alfredsson(21.), zwei Mal Dany Heatley(22./37.sh), der auch im 15. Saisonspiel punkten konnte, und Mike Fisher(26.) ließen Gästeschlussmann Martin Biron alt aussehen. Schließlich durfte sich auch noch Jason Spezza(46.) mit seinem sechsten Saisontor in die Torschützenliste der Kanadier eintragen.
Nicht zu 100 Prozent zufrieden dürfte Ottawas Schlussmann Ray Emery, der heute Nacht den Vorzug gegenüber Dominik Hasek bekam, gewesen sein. 5 1/2 Minuten vor Spielende verdarb ihm Derek Roy(55.) mit dem Ehrentreffer für die Sabres seine Shutout-Ambitionen.
Boston - N.Y. Islanders 2-5 (1-1/0-1/1-3) Nach einer dürftigen Bilanz von nur zwei Siegen in den letzten sieben Auftritten konnten die Islanders in der vergangenen Nacht zu Hause gegen die Bruins ihr Punktekonto um zwei Zähler erhöhen. In einer schnellen und von vielen Torszenen geprägten Partie behielten sie etwas glücklich die Oberhand, besaßen die Gäste doch ähnlich viele Chancen bzw. Spielanteile.
Den Torreigen eröffnete im ersten Drittel New Yorks Mike York(13.pp), als gerade Hal Gill wegen Behinderung auf der Strafbank saß. Der Ausgleich gelang Dave Scatchard(18.), der von 2000 bis 2004 selbst auf Long Island tätig war, fünf Minuten später. Abermals in Führung brachte die Hausherren Shawn Bates(39.), ehe Sergei Samsonov(43.) zu Beginn des letzten Abschnitts der erneute Ausgleich gelang.
Innerhalb von nur 66 Sekunden trafen dann New Yorks Trent Hunter(54.) und Arron Asham(55.) zum 4-2, wovon sich ihre Gegner trotz größter Bemühungen in der Schlussphase nicht mehr erholen konnten.
Goalie Rick DiPietro zeichnete sich während dieser letzten fünf Minuten mehrfach aus und hielt den Sieg hartnäckig zwischen seinen Schonern fest. Den Endstand stellte schließlich Shawn Bates(60.en) noch her, indem er locker den Puck über die Linie des verwaisten Gehäuses schob.
Florida - Philadelphia 4-5 (2-3/2-1/0-1) Um Haaresbreite wäre die Serie der Flyers, die vor diesem Spiel schon fünf Partien in Folge gewonnen hatten, gerissen. Beim Stand von 4-4 leistete sich der momentane Top-Verteidiger der Liga, Joni Pitkanen, eine Zeitstrafe wegen 'Hakens', so dass die Gäste noch mindesten eine Minute Zeit hatten mit einem Mann mehr auf dem Eis den Sieg perfekt zu machen. Doch vier Sekunden vor dem Ertönen der Schlusssirene schnappte sich Philadelphias Mike Knuble(3./60.sh) gerade von der Spielerbank kommend den Puck und feuerte die Scheibe vom rechten Bullykreis aus ins Gehäuse zum 5-4.
Vor diesem Siegtreffer lagen aber anstrengende 60 Minuten für die Hausherren. Die Panthers hielten gut mit und machten es den Favoriten nicht leicht. Diese gingen bereits nach 57 Sekunden durch Simon Gagne(1.) in Führung, bevor kurz darauf Knuble sein erster Streich des Abends gelang. Die Mannen aus Florida waren noch im ersten Drittel in der Lage auszugleichen, indem Kristian Huselius(8.) und Gary Roberts(10.) Goalie Robert Esche sicher überwanden. In Unterzahl brachte Jeff Carter(14.sh) die Hausherren jedoch abermals in Führung.
Im zweiten Drittel gelang Floridas Martin Gelinas(23.) der erneute Ausgleich, den allerdings wenig später Joni Pitkanen(26.pp) mit seinem fünften Saisontreffer zu nichte machte. Die Chancen auf einem Sieg oder wenigstens einen Punkt hielt Niklas Hagman(33.), der den Puck aus kurzer Distanz in das Netz tippte, aufrecht. Deren Ambitionen zerstörte schließlich Knuble mit seinem zweiten Tor des Abends, vier Sekunden vor Spielende.
Eric Staal(CAR) scheitert an Mike Vernon(ATL).
Atlanta - Carolina 9-0 (5-0/2-0/2-0) Dass ihre Siegesserie einmal zu Ende gehen würde das dürfte den Carolina Hurricanes klar gewesen sein. Dass dies aber mit solch einem Debakel wie heute Nacht gegen die Atlanta Thrashers geschehen sollte, das war dann doch überraschend.
Mit sage und schreibe 0-9 Toren verloren die Hurricanes zum ersten Mal in dieser Saison auf eigenem Eis. Gleich von den ersten drei Torschüssen der Thrashers musste Carolinas Schweizer Schlussmann Martin Gerber zwei von Ilya Kovalchuk(9.) und Scott Mellanby(11.) passieren lassen und wurde durch Cam Ward ersetzt.
Dem Ersatzmann der Hausherren im Tor erging es aber noch schlimmer: Von seinen Vorderleuten, die sich viel zu viele Strafzeiten einfingen, ebenfalls völlig im Stich gelassen musste er noch weitere sieben(!) mal die Scheibe hinter sich aus dem Netz holen. Bobby Holik(15.pp), Jim Slater(19.), erneut Ilya Kovalchuk(20.pp), Marian Hossa(21.), Greg de Vries(39.pp), Serge Aubin(41.) und Peter Bondra(55.) machten das Schützenfest der Thrashers perfekt.
Die Atlanta Thrashers fuhren mit dem heutigen 9-0 Triumph den höchsten Sieg in ihrer noch jungen Franchisegeschichte ein.
N.Y. Rangers - Pittsburgh 6-1 (1-0/2-1/3-0) Jaromir Jagr(9./9./59.pp) zeigte sich motiviert von den Buhrufen eines Teils der 17.132 Zuschauer in der Mellon Arena, seiner langjährigen, früheren Wirkungsstätte. Mit drei Toren, seinem zwöften NHL-Hattrick, gab er Grund genug für Unmutsäußerungen der 'Pens-Fans'. Diese hätten aber lieber ihrem Team gelten sollen, das heute Nacht fast lethargisch wirkte und mit der 1-6 Niederlage noch glimpflich davon kam.
Die Rangers bestimmten von der ersten Minute an das Spielgeschehen und erarbeiteten sich eine Torchance nach der anderen. Neben Jagr trafen auch noch Jed Ortmeyer(3.) zum 1-0 und Steve Rucchin(42.pp/51.) beim dritten Auswärtssieg der 'Blueshirts' in Folge.
Das einzige Tor der auf der ganzen Linie enttäuschenden Penguins, von Ehrentreffer mag man hier gar nicht sprechen, erzielte Mark Recchi(32.)
St. Louis - Nashville 1-3 (1-0/0-2/0-1) Die St. Louis Blues können einfach nicht mehr gewinnen. Obwohl sie heute Nacht in Nashville eine ihrer besseren Saisonvorstellungen ablieferten und sogar durch ein Tor von Mike Sillinger(14.), er war beim Rebound nach einem Schuss von Dennis Wideman zur Stelle, mit einer 1-0 Führung in die erste Pause gehen konnten, reichte es zum elften Mal in Folge nicht zu einem doppelten Punktgewinn.
Bei den gastgebenden Nashville Predators überzeugten vor allem die 'Special Teams'. Sowohl im Powerplay als auch in Unterzahl waren die Hausherren einen Deut besser als ihre Gäste. Scott Hartnell(21.pp/28.sh) und Kimmo Timonen(50.pp), der einen Schuss von Paul Kariya unhaltbar abfälschte, sorgten mit ihren Toren für den dritten Sieg der Predators in Folge.
Anaheim - Phoenix 1-2 OT (0-1/1-0/0-0/0-1) Die Frage, welcher Trend setzt sich fort, stand vor dieser Partie im Raum. Während die Mighty Ducks seit vier Spielen keinen Sieg mehr einfahren konnten, mussten die Coyotes bei ihren letzten sechs Auftritten lediglich einen Niederlage einstecken. Dementsprechend einsatzfreudig ging es zur Sache, wobei die Gäste optisch überlegen wirkten und die weitaus besseren Chancen, sowie höhere Anzahl an Torschüssen (44-30) hatten. Dass es am Ende trotzdem zu den zwei Punkten für die Hausherren reichte, lag an Goalie Curtis Joseph, der einen hervorragenden Tag erwischte und mit teilweise spektakulären Paraden die Anzahl der Gegentreffer auf Einen beschränkte.
Bereits nach 93 Sekunden durften die Heimfans und die Gastgeber feiern, als Ladislav Nagy(2.) zum 1-0 traf. Nach über 32 Minuten Offensiveishockey und Möglichkeiten en masse schoss Ryan Getzlaf(34.) den hochverdienten Ausgleich. Im weiteren Spielverlauf sank das Niveau keineswegs, nur an der Chancenverwertung haperte es auf beiden Seiten, so dass die Spieler eine Extraschicht einlegen mussten.
In der Overtime versteckten sich die Kontrahenten nicht und drängten auf die Entscheidung. Diese gelang schließlich dem erst 23-jährigen Zbynek Michalek(62.) nach Vorarbeit von Nagy und Keith Ballard.
Colorado - Calgary 3-5 (0-4/3-0/0-1) Mit den Calgary Flames und Colorado Avalanche trafen heute Morgen zwei Mannschaften im Saddledome von Calgary aufeinander, die zuletzt für Aufsehen in der Liga sorgen konnten. Calgary mit fünf doppelten Punktgewinnen in Folge und Colorado mit der Empfehlung von sechs Siegen aus ihren letzten sieben Spielen.
So war es wenig verwunderlich, dass sich die Kontrahenten einen kurzweiligen Schlagabtausch auf hohem spielerischen Niveau lieferten. Nur mit den Abwehrleistungen ihrer Mannschaften konnten die Trainer nicht sehr zufrieden sein.
Im ersten Drittel gab es Grund genug für 'Avs' Coach Joel Quenneville mit seinen Mannen zu hadern. Als innerhalb von gut fünf Minuten Jarome Iginla(13.), Tony Amonte(15.), Craig MacDonald(15.) und Chuck Kobasew(19.) eine 4-0 Führung für die Westkanadier herausschossen, begann die Stimmung im weiten Rund zu kochen.
Doch die Pausenpredigt von Quenneville zeigte Wirkung im Mitteldrittel. Die 19.289 Zuschauer trauten ihren Augen nicht als die Gäste aus Denver wie verwandelt aus der Kabine kamen und zu einer Aufholjagd ansetzten. Brett Clark(25.pp) mit einem Powerplaytor und Alex Tanguay(29.ps/33.) u.a. mit einem verwandelten Penalty verkürzten auf 3-4 und sorgten wieder für Spannung.
Zu Beginn des Schlussabschnitts stand die Partie mehrmals auf der Kippe, doch Flames' Goalie Miikka Kiprusoff ließ sich nicht mehr bezwingen. Für die Entscheidung zu Gunsten der Hausherren sorgte Andrew Ference(47.).
Dallas - San Jose 3-2 SO (2-0/0-2/0-0/0-0/1-0) Wie eng es in der Pacific Division in diesem Jahr zugeht, bewiesen die Mannen aus Dallas und San Jose heute Morgen, denn nahezu gleichwertig agierten die Teams auf dem Eis des HP Pavillon von San Jose. Da während der regulären Zeit und der Overtime keine Entscheidung zu Stande kam, musste diese im Shootout erzwungen werden. Dort machten Sergei Zubov und Jussi Jokinen bereits nach zwei verwandelten Soli den Sieg perfekt, nachdem die Sharks Patrick Marleau und Jonathan Cheechoo ihre Chancen vergeben hatten.
Die Partie lief schon gut an für die Gäste, denn Philippe Boucher(6.pp) und Jason Arnott(14.) brachten sie im ersten Drittel mit 2-0 in Führung. Die Hausherren wirkten daraufhin wie geschockt und blieben dementsprechnd blass, ehe sie nach der ersten Pause wie verwandelt aufs Eis kamen und die Regie übernahmen. Bis sie ihre Überlegenheit in Zählbares umsetzten dauerte es knapp zwölf Minuten: Nachdem Steve Bernier(32.) ins Schwarze getroffen, nutzte Alyn McCauley(34.pp) kurz darauf ein Powerplay zum Einstand.
Fortan verflachte das Spiel zusehends, was sich im vermeintlich letzten Abschnitt, sowie in der Overtime fortsetzte. Für kurzweilige Spannung sorgte wenigstens noch der Shootout.