Grant Marshall(NJD) freut sich mit seinen Teamkollegen.
New Jersey - Washington 4-3 (1-0/2-1/1-2) Mit einer 50 Minuten lang guten Vorstellung im MCI Center von Washington beendeten die New Jersey Devils ihre Niederlagenserie von vier Spielen in Folge. Nach einer verletzungsbedingetn Pause von sechs Partien konnte auf Seiten der Devils erstmals wieder Schlussmann Martin Brodeur mitwirken. An seinem Namenstag bestritt er seine 750. NHL-Partie.
In einem von beiden Teams relativ schwach geführten ersten Spielabschnitt wurde Brodeur in der 12. Minute erstmals geprüft, er hielt den Schuss von Alexander Ovechkin, der noch der auffälligste Akteur bei den insgesamt enttäuschenden Gastgebern war, mit einer Glanzparade.
Die nächsten Chancen erarbeiteten sich dann auch die Gäste aus East Rutherford. Zunächst schaffte Alexander Mogilny das Kunststück aus kurzer Distanz das nach einem Schlagschuss völlig leere Tor der Capitals zu verfehlen. Doch nur Sekunden später zeigte die vierte Angriffsformation durch Grant Marshall(14.), der über der rechten Schulter von Capitals' Schlussmann Frederic Cassivi die Lücke fand, wie es besser geht.
Im zweiten Durchgang bekamen die Devils ein noch stärkeres spielerisches Übergewicht, gingen aber zu leichtfertig mit ihren Einschussmöglichkeiten um. Wie so oft im Sport sollte sich das rächen. Knapp fünf Minuten vor Drittelende verdarb Matt Bradley(36.) Gästegoalie Brodeur sein Jubiläumsspiel mit dem Ausgleich. Ungeschockt hiervon stellte Zach Parise(36.), bedient von Viktor Kozlov, postwendend die Führung der Devils wieder her. Noch vor der zweiten Pause klappte dann auch das Überzahlspiel bei New Jersey. Brian Gionta(40.pp) schloss eine wunderschöne Kombination mit einem unhaltbaren Schuss zum 3-1 ab.
Die Devils machten im Schlussabschnitt dort weiter wo sie vor der Pause aufgehört hatten. Scott Gomez(49.) gelang nach neun Minuten die vermeintliche Vorentscheidung. Doch ein Aussetzer von Vladimir Malakhov der völlig unbedrängt die Scheibe vor das eigene Tor zu Jeff Halpern(49.) passte, ließ wieder Hoffnung bei den Hausherren aufkeimen. Vor allem da auch der torgefährlichste Rookie der Liga, der Russe Alexander Ovechkin(51.) in Diensten der Hauptstädter immer für ein Tor gut ist. Die Devils retteten schließlich ihren knappen Vorsprung über die Zeit.
Tampa Bay - Atlanta 2-5 (2-1/0-3/0-1) Nach einem äußerst schwachen Beginn gegen den Tielverteidiger aus Tampa vor heimischen Publikum in der Philips Arena zu Atlanta und einem daraus resultierenden 0-2 Rückstand nach Toren der Gästespieler Vaclav Prospal(14.) und Ruslan Fedotenko(17.), kam der Zeitpunkt für die Kovalchuk-Show. Der Russe in Diensten der Thrashers verkürzte zunächst noch im ersten Abschnitt auf 1-2 und legte nach der Pause drei weitere nach. Ilya Kovalchuk(19.pp/33./35.pp/40.pp) wurde so zum Matchwinner der Partie und begründete seinen Auftritt nach dem Spiel mit den Erfolgen seines Freundes und ehemaligen Teamkollegen Dany Heatley: "Dany hat letztens vier Tore für Ottawa erzielt, da wollte ich in Nichts nachstehen." Zu erwähnen sei noch, dass der Slowake Peter Bondra in seinem 1.000 NHL-Spiel die Vorlage zu 4-2 leistete.
In der zweiten Pause nahm Lightning Coach John Tortorella Torhüter John Grahame nach 19 Saves vom Eis und verschaffte so Ersatzmann Gerald Coleman sein NHL-Debut. Tampa Bay versuchte danach noch einmal alles und sorgten für wenig Beschäftigung bei Coleman, doch Adam Berkhoel im Gehäuse der Thrashers ließ keine Spannung mehr aufkommen. Er feierte insgesamt 34 Saves, 14 davon im letzten Drittel. Den Schlusspunkt setzte Marian Hossa(54.sh) mit einem Unterzahltreffer. Die Lightning haben damit das sechste Spiel in Folge verloren und suchen noch ihre Form von vor zwei Jahren.
Edmonton - Columbus 3-1 (1-1/0-0/2-0) Nach einem frühen Führungstor der Gäste durch Jason Smith(3.) bauten diese leistungsmäßig stark ab und überließen den Hausherren nahezu alle Spielanteile. Folgerichtig glichen die Blue Jackets durch Todd Marchant(11.) aus. Dass Columbus sich damit begnügen musste lag vor allem an Torhüter Jussi Markanen, der mit einigen Paraden und insgesamt 29 Saves dafür sorgte, dass die Eins auf der Anzeigetafel stehen blieb.
Auf der anderen Seite konnte Marc Denis nicht verhindern, dass die Oilers ihre wenigen Chancen noch in Treffer umwandelten und so einen glücklichen Sieg verbuchen konnten. Wenigstens spielten die Gäste im zweiten und dritten Drittel besseres Eishockey als in den ersten 20 Minuten. Den Zuschauern in der Nationwide Arena war jedoch klar, dass sie ein Spiel der Sorte "Wer das nächte Tor schießt, gewinnt" sehen. Leider fiel es für die Fans der Blue Jackets auf der falschen Seite. Fernando Pisani(48.) markierte es nach gutem Zuspiel von Shawn Horcoff. Teamkollege Raffi Torres war von dieser Vorstellung so beeindruckt, dass er die wenig später folgende "Kiss-Cam" Unterhaltung für die Zuschauer auf dem Videowürfel nutzte, um Pisani auf den Helm zu küssen und so für beste Stimmung im weiten Rund sorgte. Der Auswärtssieg kam kaum noch in Gefahr und Radek Dvorak(60.en) sorgte elf Sekunden vor dem Ende für den Endstand.
Carolina - Florida 1-0 (0-0/1-0/0-0) In einer eher mäßigen Partie feierten die Hurricanes einen Auswärtssieg bei den Panthers dank Torhüter Martin Gerber, der an seinem Namenstag besonders motiviert schien und die 26 Torschüsse von Florida meisterte. Seine beste Tat verbuchte der Schweizer in der 56. Spielminute, als er einen Schuss vom freistehenden Niklas Hagman parieren konnte und so seinen zweiten Shutout der Saison, beide gegen Florida, festhielt. Die Hausherren waren über 60 Minuten selten in der Lage für Druck zu sorgen und handelten sich das ein oder andere Mal dumme Strafzeiten ein. Eine von diesen sieben Powerplays nutzte schließlich Eric Staal(38.pp) nach einem klasse Pass von Erik Cole zum Treffer des Abends.
Cole selbst hatte in der 15. Spielminute bereits die Führung am Schläger, als er einen Penalty am Tor vorbei setzte. Nach seinen zwei Penaltys am Mittwoch ist er nach Esa Pirnes von den Kings im Oktober 2003, der erst zweite Spieler in der Geschichte der NHL, der in zwei aufeinander folgenden Begegnungen Strafschüsse zugesagt bekommen hat.
Panthers Schlussmann Roberto Luongo zeichnete sich mehrfach aus und sorgte mit 34 Saves dafür, dass die Partie bis zum Schluss offen blieb. Seinen Farben nutzte das aber nichts mehr, denn Gerbers Gehäuse war an diesem Abend unzugänglich.
Minnesota - Detroit 1-3 (0-0/0-2/1-1) Ihren dritten Sieg in Folge konnten die Detroit Red Wings am Freitag in der heimischen Joe Louis Arena feiern. Ihren Gegner aus Minnesota beherrschten sie dabei klar. Es dauerte jedoch bis zur Mitte des Spiels, bevor die spielerische Überlegenheit auch in Tore umgemünzt werden konnte. Doch letztendlich war der 3-1 Sieg der Gastgeber ungefährdet und mehr als verdient.
Brendan Shanahan(28.) und Jason Williams(30.pp) sorgten für die Vorentscheidung. Im Schlussabschnitt brachten die Wings den Vorsprung, trotz des zwischenzeitlichen Anschlusstreffers durch Randy Robitaille(48.pp)
sicher über die Runden. Spätestens nach dem Treffer durch Johan Franzen(52.) konnten sich die Zuschauer im weiten Rund wieder entspannt zurücklehnen. Zu ungefährlich und berechenbar agierten an diesem Abend die Gäste. Robitaille gab sich anschließend einsichtig: "Wir hatten heute einfach zu viel Respekt vor ihnen. Das hat uns das Spiel gekostet!"
Mike Grier(BUF) lässt Ed Belfour(TOR) keine Abwehrchance.
Toronto - Buffalo 2-5 (0-1/2-1/0-3) Ihre vierte Auswärtsniederlage in Folge kassierten am Abend die Toronto Maple Leafs in der Partie in Buffalo. Die Gastgeber ihrerseits beendeten durch den am Ende recht deutlichen 5-2 Triumph ihre Niederlagenserie von vier Spielen. Tim Conolly(7./47.), der die komplette Spielzeit 2003-04 verletzungsbedingt aussetzen musste, und während des Lockouts seine Form notgedrungen in der Schweiz aufgebaut hat, konnte an diesem Abend seinen ersten Doppelpack in der NHL bejubeln.
"Nachdem der erste Treffer so früh im Spiel gefallen ist, habe ich mir sofort vorgenommen heute noch ein weiteres Mal zu treffen. Ich habe mich so gut gefühlt", strahlte der Matchwinner anschließend.
Dabei mussten seine Sabres zwischendurch ganz schön kämpfen. Die Leafs egalisierten das Spiel nämlich zwischenzeitlich durch Alexander Steen(24.pp) und Eric Lindros(36.). Die weiteren Treffer für die "Säbel" gelangen Chris Drury(33.), Mike Grier(58.) und Thomas Vanek(60.pp/en), so dass der Sieg der Hausherren erst zum Ende der Begegnung hin gesichert werden konnte.
Bei den Gastgebern überzeugte neben Conolly, besonders Back-Up-Goalie Martin Biron, der den verletzten Ryan Miller erneut vertreten musste, nachdem er im Training zuvor von Coach Lindy Ruff noch heftig kritisiert wurde. Ruff war anschließend dementsprechend zufrieden: "Martin hat heute so gespielt, wie ich es von ihm erwarte. Sein Stellungsspiel hat mir sehr gefallen."
Los Angeles - Chicago 4-2 (2-1/2-0/0-1) In der Auswärtspartie bei den Chicago Blackhawks war erneut das Unterzahlspiel der Gäste ein Erfolgsgarant. Die Kings wehrten alle sechs Powerplays der Hausherren ab und sind nun schon seit drei Partien in Unterzahl ohne Gegentreffer. Chicago ging zwar zunächst durch Brent Seabrook(15.) in Führung, doch noch vor dem ersten Wechsel glich Eric Belanger(19.) aus und Michael Cammalleri(20.) sorgte sogar sechs Sekunden vor der Sirene für das 2-1.
Dieser Doppelschlag wirkte etwas wie ein Schock für die Blackhawks, besonders aber auch weil Alexander Frolov(22.) mit seinem achten Saisontreffer nicht einmal zwei Minuten nach Wiederbeginn auf 3-1 erhöhen konnte. Nur langsam fand Chicago anschließend zurück ins Spiel, doch Mathieu Garon, der heute Jason LaBarbera im Tor der Kings vertreten durfte, hatte einen sehr guten Tag erwischt und zeigte sich stets am Posten, wenn seine Vorderleute patzten. So kam es, dass sich der Rückstand nicht verkürzte, sondern durch Craig Conroy(39.pp) sogar noch größer wurde.
Die Begegnung war dadurch entschieden und verflachte deshalb auch. Einzig Todd Simpson und George Parros sorgten mit einem Fight in der 50. Spielminute noch einmal für Stimmung. Das 2-4 durch Michael Holmqvist(60.) neun Sekunden vor der Schlusssirene bekamen die meisten Zuschauer gar nicht mehr mit, weil sie bereits auf dem Nach-Hause-Weg waren.