Petr Prucha(NYR) erzielt gegen Scott Clemmensen(NJD) das 1-2.
New Jersey - N.Y. Rangers 2-3 SO (0-0/2-1/0-1/0-0/0-1) Trotz gutem Beginn schafften die New Jersey Devils keine Revanche für die am Donnerstag erlittene Heimniederlage gegen den Lokalrivalen aus Manhattan. Rangers-Akteur Petr Prucha(37.pp) war ohne Zweifel der Matchwinner des Abends. Zunächst brach er nach knapp 37 Minuten der Begegnung den Bann und überwand Devils Schlussmann Scott Clemmensen, der bis dahin eine starke Figur machte, zum Anschlusstreffer und im Penalty schießen verwandelte er den entscheidenden zur Sicherung des Zusatzpunktes.
Bedingt durch Strafzeiten gegen die Hausherren kamen die Gäste aus New Jersey besser ins Spiel, konnten aber ihre Chancen nicht in Zählbares verwandeln. Als Fedor Tyutin mit der Sirene des ersten Drittels noch eine Strafe bekam, mussten die Rangers nach dem Wechsel in Unterzahl beginnen und Brian Gionta(22.pp/30.) nutzte diese Gelegenheit zur Führung. Mit seinem neunten Saisontreffer erhöhte er schließlich etwas mehr als acht Minuten später sogar zum 2-0, obwohl die Rangers nun mehr von der Partie hatten. Prucha konnte dann folgerichtig noch vor der zweiten Pause verkürzen.
Im Schlussabschnitt drängten dann die Gastgeber vehement auf den Ausgleich und sollten durch Blair Betts(51.) belohnt werden. Chancen, die Partie noch vor der Zusatzschicht zu beenden waren vorhanden, doch beide Torhüter ließen sich nicht mehr überwinden, so dass schließlich der Shutout über den Sieg entscheiden musste.
Nashville - Los Angeles 2-3 SO (2-0/0-0/0-2/0-0/0-1) Ein verschlafener Start in die Begegnung des heutigen Nachmittags in Los Angeles hat die einheimischen Kings fast die gesamte Spielzeit einen Rückstand hinterher laufen lassen. Dass die Mannen von Coach Andy Murray am Ende doch noch zwei Punkte bejubeln durften, hatten sie Pavol Demitra und Jeremy Roenick zu verdanken, die zum Ende ihre Penaltys verwandeln konnten, währen die Predators im Shoot-Out nicht mehr ins Schwarzwe treffen konnten.
Zunächst waren die Gäste rasch durch Jeremy Stevenson(2.) und Martin Erat(9.) mit 2-0 in Führung gegangen. Erst danach wachten die Gastgeber langsam auf und belagerten in der Folgezeit teilweise recht energisch das von Tomas Vokoun gehütete Predators-Tor. Durch einen Kraftakt gelang es schließlich durch Craig Conroy(42.) und Tom Kostopoulos(56.) im Schlussabschnitt noch auszugleichen und sich in die dann torlose Overtime zu retten. Höhepunkt der turbulenten Overtime war ein von Nashvilles' David Legwand vergebener Penalty-Schuss in der letzten Minute.
Pittsburgh - Boston 3-6 (1-3/0-2/2-1) Eine überzeugende Leistung zeigten die Bruins in der vergangenen Nacht. Nach sieben Spielen ohne Niederlage fegten sie diesmal die Penguins vom Eis und bleiben damit die schärfsten Verfolger der Montreal Canadiens in der Northeast Division. Ausschlaggebend für diesen Sieg waren besonders die 'special teams'. Beide Mannschaften hatten zehn Powerplaysituationen zu überstehen, wobei die Hausherren vier Mal und die Gäste nur ein Mal erfolgreich waren.
Nachdem Bostons Nick Boynton(1.) schon nach 28 Sekunden getroffen hatte, baute Jiri Slegr(11.pp/11.pp) diese Führung mit zwei Powerplaytoren innerhalb von 35 Sekunden auf 3-0 aus. Der Anschlusstreffer durch Mark Recchi(17.pp/60.) folgte zwar noch im gleichen Drittel, Pittsburgh geriet aber im Mittelabschnitt weiter in Rückstand. Dort trafen Joe Thornton(28./48.pp) und Patrice Bergeron(30.pp), ehe Thornton nach 7 1/2 Minuten im letzten Durchgang die endgültige Vorentscheidung gelang.
Dem Ergebnis ein etwas besseres Bild verschafften im weiteren Spielverlauf Lasse Pirjeta(54.) und erneut Recchi, der nach Vorarbeit von Ziggy Palffy den 3-6 Endstand herstellte.
Tampa Bay - Toronto 3-5 (0-2/1-2/2-1) Nach einer Durststrecke von vier Niederlagen in den letzten sechs Partien konnten die Maple Leafs zu Hause gegen die Lightning, die zum dritten Mal in Folge den Kürzeren zogen, mit 5-3 gewinnen. Bei ihrem fünften Heimsieg der laufenden Saison war Torontos Kapitän Mats Sundin(34.), der nach einer verletzungsbedingten Pause von zwölf Spielen im zweiten Drittel das zwischenzeitliche 3-1 erzielte, wieder mit an Bord.
Den Torreigen eröffnete Jeff O'Neill(11.) nach knapp elf Minuten, ehe Darcy Tucker(20.pp) das 2-0 machte, als Martin St. Louis gerade eine Zwei-Plus-Zwei-Strafe wegen 'hohen Stocks' absaß. Im zweiten Durchgang gelang Evgeni Artyukhin(24.) sein erstes NHL-Tor zum 1-2, musste aber von der Mannschaftsbank aus mit ansehen wie erst Sundin und dann Alexander Steen(38.) das Ergebnis ausbauten.
Während der letzten 20 Minuten wurde es noch einmal spannend, denn die Gäste steigerten ihre Angriffsbemühungen. Sie wurden zunächst für ihre Anstrengungen belohnt, indem erst Dan Boyle(41.pp) und dann Vincent Lecavalier(50.pp) zwei Powerplaysituationen nutzten. Torontos Goalie Ed Belfour hielt seinen Kasten in den folgenden hektischen Minuten allerdings sauber und sicherte seinem Team durch Glanzparaden die zwei Punkte. Den 5-3 Endstand stellte schließlich Chad Kilger(60.en) drei Sekunden vor dem Ertönen der Schlusssirene her.
Buffalo - Montreal 2-3 (1-1/0-1/1-1) Die Buffalo Sabres sind derzeit nicht gerade auf der Höhe ihrer Leistungskraft. Mit dieser Niederlage verloren sie das dritte Spiel in Folge, jedoch wäre heute in Montreal durchaus mehr drin gewesen. Die Sabres waren mit Ausnahme des Mittelabschnitts gleichwertig und machten den heimischen Canadiens mehr Probleme als vermutet.
Alex Kovalev(6./28.pp) eröffnete die Torfolge mit der frühen Führung für die Hausherren. Buffalo zeigte sich wenig geschockt und beschäftigte stetig Jose Theodore im Gehäuse der Canadiens. Als sich spät in der Periode die zweite Überzahl der Partie für die Sabres ergab, nutzte diese J.P. Dumont(20.pp) zum Ausgleich.
Erneut Kovalev blieb es vorbehalten, Montreal in der 28. Spielminute erneut in Front zu bringen, als er freistehend von rechts ein Powerplay erfolgreich abschließen konnte. Es war das Drittel der Gastgeber, die jetzt viel Druck auf Martin Biron entfachten. Christopher Higgins hatte in der 32. Minute in Unterzahl die große Chance mit einem Alleingang das 3-1 zu markieren, doch Biron blieb Sieger. Besser machte es erst Richard Zednik(43.pp), der eine schöne links-rechts Passkombination mit Saku Koivu und Andrei Markov verwandelte. Die Sabres probierten anschließend noch einmal alles, zurück ins Spiel zu kommen, doch Theodore blieb meist Sieger. Einzig Paul Gaustad(52.) konnte nur 25 Sekunden, nachdem er einen harten Open-Ice Hit nehmen musste, zum 2-3 verkürzen.
N.Y. Islanders - Ottawa 0-6 (0-2/0-1/0-3) Vor der neuen Rekordkulisse von 19.776 Zuschauer im Corel Centre machten die Senators deutlich, wer der Herr im Hause ist und besiegten die Islanders klar mit 6-0. Die Gäste aus Long Island waren aber kein Kanonenfutter, sondern hatten durchaus ihre Möglichkeiten, aber wieder einmal war der "Dominator" Dominik Hasek nicht zu überwinden. Der Tscheche feierte mit 28 Saves seinen dritten Shutout der Saison und zog damit in der ewigen Bestenliste mit 66. Karriereshutouts mit Patrick Roy auf Platz 13 gleich.
Auf der Gegenseite konnte einem Rick DiPietro leid tun, denn der junge Schlussmann tat sein Möglichstes, doch der Offensivgewalt der Senators war er nicht immer gewachsen. Vor allem Daniel Alfredsson(10.sh/49.pp) scheint Eishockey derzeit zu zelebrieren und zog mit zwei Treffern und einem Assist beim 2-0 durch Dany Heatley(16.pp) mit Carolinas Eric Staal an der Spitze der NHL-Scoringliste gleich. Die Torschützenliste ergänzten noch Chris Neil(33.), Martin Havlat(44.) und Bryan Smolinski(54.pp).
Atlanta - Philadelphia 3-4 (0-2/1-0/2-2) Die Zwei-Mann-Show in Philadelphia geht weiter, denn Simon Gagne(4.pp/42.pp/56.) und Peter Forsberg(19.) sorgten wieder einmal für beste Unterhaltung im Wachovia Center und sicherten den Flyers fast im Alleingang den dritten Sieg in Folge, bzw. sechsten Heimerfolg der Saison. Während dem Kanadier sein zweiter Hattrick und zusätzlich ein Assist gelang, schoss der Schwede ein Tor und bereitete zusätzlich zwei seines Kollegen vor.
Gagnes erstem Treffer zum 1-0 folgte Forsbergs vierter Saisonerfolg zum 2-0 noch im ersten Drittel. Die Trashers waren dadurch sichtlich geschockt und agierten während der ersten 20 Minuten nur sehr verhalten. Dies änderte sich allerdings nach der Pause. Sie bemühten sich redlich das Ergebnis zu drehen und wurden durch Marian Hossa(33.pp) tatsächlich dafür belohnt.
Die Gäste überzeugten auch im letzten Abschnitt, wo sie die höheren Spielanteile hatten und optisch überlegen wirkten, konnten aber an diesem Abend gegen die kanadisch-schwedische Kooperation nur wenig ausrichten. Gagne stellte zu Beginn den alten Abstand wieder her, ehe Peter Bondra(51.pp) die Flyers wieder in nummerischer Überlegenheit erwischte. Gagne konnte sich aber fünf Minuten später erneut in Szene setzen, nachdem Forsberg und Joni Pitkanen die Vorarbeit geleistet hatten. Atlantas Serge Aubin(57.) war zwar noch in der Lage zu verkürzen, änderte aber am Ausgang der Partie nichts mehr.
Florida - Carolina 0-2 (0-0/0-0/0-2) Die Hurricanes sind weiterhin nicht zu stoppen. Mit ihrem siebten Sieg in Folge stellten sie einen Franchiserekord von 1985 ein und durchleben zurzeit den besten Saisonstart seit deren Gründung 1972.
Die Gegner aus Florida erwiesen sich dabei aber keineswegs als zahm. Sie hielten gut mit, waren aber einfach nicht in der Lage Carolinas Goalie Martin Gerber zu überwinden. Der Schweizer stand wie ein Fels in der Brandung und sicherte seinem Team den siebten Heimerfolg der Saison. 27 Mal wurde der 31-Jährige geprüft und verdiente sich so seinen ersten Saison-Shutout redlich.
Nur ohne Gegentore kann kein Spiel gewonnen werden. Deshalb sprang Hurricane Rod Brind'Amour(52.pp) nach über 51 Minuten in die Presche und erzielte das 1-0 in nummerischer Überlegenheit, als gerade Nathan Horton wegen 'Beinstellens' in der Kühlbox saß. Carolinas Topscorer bereitete dann zusammen mit Erik Cole den Endstand vor, indem er zusammen mit seinem Kollegen erst eine Eins-gegen-Zwei-Situation ausließ, den Puck aber noch einmal zurück eroberte und diesen Niclas Wallin(55.) perfekt auflegte.
Phoenix - Detroit 4-1 (1-1/2-0/1-0) Für die Überraschung des Tages sorgten die Mannen von Trainer Wayne Gretzky, indem sie beim bisherigen punktbesten Team der Liga, den Detroit Red Wings, mit 4-1 gewinnen konnten. Besonders motivert war dabei Gästetorhüter Curtis Joseph, der an seiner alten Wirkungsstätte zur Hochform auflief und 36 Schüsse seine ehemaligen Mannschaftskollegen abwehrte. Mit Sicherheit ein Schlüssel des heutigen Sieges. Dabei begann es eher schlecht, denn Tomas Holmstrom(3.) brachte die Red Wings bereits früh in Führung. Doch die Coyotes steckten das gut weg und konnten eine Fünf gegen Drei Überzahl durch Mike Leclerc(18.pp) zum Ausgleich erfolgreich abschließen.
Dumme Strafzeiten und zwei weitere Gegentreffer durch Zbynek Michalek(29.pp) und Keith Ballard(40.pp) in Unterzahl brachten Detroit auf die Verliererstraße. Eine Tatsache, die Wings Coach Mike Babcock kaum schmeckte. Er bemängelte nach der Partie, dass sein Team zu viele Strafzeiten nehmen musste.
In den letzten 20 Minuten brannten dann die Hausherren ein Feuerwerk ab, doch Joseph war nicht mehr zu überwinden. Als Chris Osgood, der erneut den verletzten Manny Legace vertrat, sein Gehäuse für einen sechsten Feldspieler bereits verlassen hatte, machte Coyote Mike Comrie(60.en) alles klar.
Dallas - Colorado 3-2 SO (1-2/1-0/0-0/0-0/1-0) Stars Torhüter Marty Turco kehrt nach einem miesen Saisonstart zur alten Form zurück. Mit 27 Saves in der Partie und zwei weiteren spektakulären im Penalty schießen gegen Milan Hejduk und Alex Tanguay, sicherte er seinen Farben den Sieg im Pepsi Center zu Denver und hatte damit wesentlichen Anteil am Ende der Siegesserie der Avalanche von vier Begegnungen in Folge.
Die Partie begann für die Hausherren vielversprechend. Gästestürmer Mike Modano(8.) konnte zwar die Führung durch Andrew Brunette(7.pp) relativ schnell ausgleichen, doch Steve Konowalchuk(13.sh) traf sechs Minuten später in Unterzahl zum 2-1. Ein Spielstand, der in der Folge etwas halten sollte, denn erst Antti Miettinen(38.pp) konnte Ende der Mittelperiode den erneuten Gleichstand herstellen.
Dallas war heute das bessere Team und hätte schon in der regulären Zeit gewinnen müssen, doch Avs Torsteher Peter Budaj zeigte sich in gewohnt guter Verfassung und rettete sein Team so in die Verlängerung. Hier wiederum hatte Colorado mehr Chancen, sich den Zusatzpunkt zu sichern, doch Turco hatte dieses Mal etwas dagegen.
Vancouver - Calgary 0-1 (0-1/0-0/0-0) Da Duelle zwischen zwei kanadischen Teams des öfteren sehr körperbetont, manchmal sogar regelrecht brutal verlaufen, sind solche Spiele Mussveranstaltungen für die Fans. Dies dachten sich auch über 17.000 Menschen in Calgary, als am Abend die Canucks zu Gast waren. Die Zuschauer, die ehrliches Eishockey und packende Spielszenen sehen wollen, wurden leider enttäuscht, während die Besucher, die besonders unsportliche Szenen unten auf dem Eis beklatschen wollten, voll auf ihre Kosten kamen.
Schon nach weniger als sieben Minuten entbrannte der erste Kampf zwischen Byron Ritchie und Jarkko Ruutu. Dem wollten Darren McCarty und Wade Brookbank nicht nachstehen und machten es zwei Minuten später alleine unter sich aus. Dem nicht genug maßen noch Marcus Nilson und Trevor Linden ihre Kräfte, ehe das zerissene erste Drittel nach Überlänge zu Ende ging. Eine weitere Boxeinlage, der Höhepunkt des Abends, lieferten sich Jason Wiemer und Lee Goren im Mittelabschnitt.
Zwischen der ersten und zweiten Unterbrechung gelang es Marcus Nilson(11.) auch eine sportliche Glanzleistung zu vollbringen, indem er Vancouvers Goalie Alex Auld keine Chance ließ und den einzigen Treffer des Abends erzielte. Aulds Gegenüber Miikka Kiprusoff war diesmal nicht zu überwinden und vereitelte alle Möglichkeiten der Canucks bravourös zu seinem dritten Shutout der Saison.
Minnesota - San Jose 3-1 (0-0/1-0/2-1) Fünf Spiele in Folge gewonnen (Sharks) und vier Auswärtspartien in Serie verloren (Wild). Gegensätzlicher konnten die Voraussetzungen der heutigen Begegnung kaum sein und wie so häufig im Sport kann man sich auf die Erfolge oder Misserfolge der Vergangenheit nicht verlassen, wenn es um Vorhersagen geht. Brian Rolston(28.pp/43./60.en) sorgte mit dem zweiten Hattrick seiner NHL-Karriere fast im Alleingang für den Sieg der Wild im HP Pavilion zu San Jose.
Knackpunkt des Spieles war sicherlich die 42. und 43. Spielminute, als der Deutsche Stürmer Marcel Goc(42.) zunächst den von den 17.496 Zuschauern herbeigesehnten und angesichts der Spielanteile im Mittelabschnitt eher verdienten Ausgleich erzielen konnte, doch postwendend, nämlich nur 21 Sekunden später Rolston die Gäste wieder in Front brachte. Die Sharks steckten zwar trotzdem nicht auf und versuchten erneut zu egalisieren, doch Dwayne Roloson im Tor der Wild war fortan auf dem Posten. Der Gästekeeper überzeugte mit insgesamt 35 Saves und verbesserte damit seine persönliche Statistik gegen die Sharks, denn gegen das Team vom Pazifik hat er in seiner Laufbahn mit 47 Gegentreffer so viele wie gegen kein anderes kassiert.