Dany Heatley(OTT) gibt Martin Biron(BUF) das Nachsehen.
Ottawa - Buffalo 10-4 (4-0/3-3/3-1) Mit der Höchststrafe in Form von 10 Gegentoren wurden die Buffalo Sabres in ihrer Heimpartie von den Ottawa Senators belegt. Die Treffsicherheit, welche die kanadischen Gäste an den Abend legten erinnerte schon eher an Golf als an Eishockey. Nach dem Motto jeder dritte Schuss ein Treffer bereiteten sie den Sabres einen denkwürdigen Abend.
Daniel Alfredsson(39./46./50.pp/57.) sowie der nach seiner Sperre erstmals wieder mitwirkende Martin Havlat(4.pp/14./23./37.) kamen zum ersten 4-Tore Spiel ihrer NHL-Karriere und Dany Heatley(1./8.) konnte heute Nacht auch im elften Spiel seiner Senators punkten. Er fügte dem Kantersieg seine Saisontreffer neun und zehn sowie einen weiteren Assist bei.
Nach gut 20 Spielminuten und einer 5-0 Führung schien die Partie bereits entschieden. Die Sabres nutzten dann aber eine kurzzeitige Auszeit ihrer Gäste aus und konnten durch Jay McKee(27.), Chris Drury(31.) und Ales Kotalik(34.pp) den Rückstand noch einmal auf 3-5 verkürzen. In Gefahr geriet der neunte Saisonsieg der Senators jedoch nicht mehr. Diese legten wiederum einen Zahn zu und setzten ihre Torefestival fort. Das vierte Tor der Hausherren erzielte Daniel Briere(55.pp).
Zu Bedauern waren die beiden Schlussleute der Sabres: Martin Biron und Mika Noronen. Biron wurde nach knapp acht Spielminuten durch Noronen ersetzt und musste nachdem Noronen ebenfalls vier Mal bezwungen wurde, zu Beginn des Schlussdrittels wieder zurück in den Kasten.
Chicago - St. Louis 6-5 OT (1-0/2-2/2-3/1-0) Zurück auf den Erfolgsweg zu finden, das war die Prämisse in der Begegnung zwischen den beiden punktschlechtesten Mannschaften der Western Conference, den Chicago Blackhawks und den St. Louis Blues.
Den Gästen aus Chicago gelang dies Dank Brent Seabrook(61.), der nach nur 35 Sekunden in der Verlängerung das 6-5 Siegtor für die Blackhawks erzielte. Schon während der von vielen Strafzeiten geprägten regulären Spielzeit hatten die Blackhawks wie die sicheren Sieger ausgesehen. Doch sowohl die durch Martin Lapointe(15.pp) und Tyler Arnason(24.) herausgeschossene 2-0 Führung, als auch der 3-Tore Vorsprung zu Beginn des Schlussabschnitts nachdem Jaroslav Spacek(39.pp), Pavel Vorobiev(43.) und Kyle Calder(44.pp) getroffen hatte, reichte den Blackhawks nicht um sich vorzeitig die zwei Auswärtspunkte zu sichern.
Scheinbar aussichtslos mit dem Rücken zur Wand stehend hatten die ersatzgeschwächten Blues, sie mussten u.a. ohne Doug Weight, Keith Tkachuk und Dallas Drake auskommen, ihre beste Phase. Dean McAmmond(29.pp), Scott Young(38.pp), Mike Sillinger(49.pp), Peter Sejna(58.) und Jamal Mayers(59.) retteten ihnen zumindest einen Ehrenpunkt. Um die sechste Niederlage in Folge zu verhindern waren fünf Tore jedoch zu wenig.
Los Angeles - Dallas 6-3 (2-1/2-1/2-1) Mit einem Auswärtserfolg bei den Phoenix Coyotes im Rücken hatten sich die Dallas Stars vorgenommen ihren Aufwärtstrend auch heute Nacht gegen die Los Angeles Kings im American Airlines Center fortzusetzen.
Aus dem Vorhaben wurde es jedoch nichts. Die kalifornischen Gäste verdarben den Stars deren Heimvorstellung mit 6-3 Toren. Auch ein Sieg von Gästetorwart Jason LaBarbera gegen Johan Hedberg auf Seiten der Stars, der nur 20 Saves für sich verbuchen konnte und einen nicht so sicheren Eindruck wie sein Gegenüber hinterließ.
Von den Hausherren nicht zu stoppen waren Lubomir Visnovsky(29.pp/30./46.pp), dem sein erster Hattrick gelang und Pavol Demitra(48.), der das letzte Tor der Kings selbst markierte und zuvor schon zwei Mal als Vorbereiter in Erscheinung geraten war.
Im ersten Durchgang hatten Sean Avery(7.) und Jeff Cowan(17.) einen 0-1 Rückstand durch Jussi Jokinen(4.) schnell wett gemacht.
Die beiden weiteren Tore der in der Defensive überforderten Gastgeber erzielten Teamkapitän Mike Modano(40.) und fünf Minuten vor Spielende Martin Skoula(56.pp).
Minnesota - Vancouver 1-2 (0-1/1-1/0-0) Zu einem 2-1 Zittersieg über die Minnesota Wild und damit zu ihrem sechsten doppelten Punktgewinn im sechsten Heimspiel kamen die Vancouver Canucks heute Morgen im General Motors Place.
In den letzten knapp drei Spielminuten hing das Erfolgserlebnis am seidenen Faden als zunächst Todd Bertuzzi wegen Stockschlags und kurz darauf auch noch Ryan Kesler und Verteidiger Sami Salo wegen Spielverzögerung auf der Strafbank Platz nehmen mussten. Da die Gäste aus St. Paul auch noch ihren Schlussmann Dwayne Roloson zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis nahmen, bot sich ihnen eine 3-Mann Überzahl.
Mit viel Engagement, besonders hervorzuheben sei hier Mattias Ohlund, retteten die Canucks aber ihren knappen Vorsprung über die Zeit.
Zunächst sah es danach aus, als könnten sich die Westkanadier ihrer Hausaufgabe schnell erledigen. Ed Jovanovski(6.pp) nutzte gleich das erste Überzahlspiel zur 1-0 Führung und die Canucks kontrollierten das Spielgeschehen. Hochverdient war so auch das 2-0 durch Jarkko Ruutu(36.) zum Ende des Mittelabschnitts hin. Doch nur 35 Sekunden später nutzte Randy Robitaille(37.) eine Unachtsamkeit der Hausherren zum Anschlusstreffer.
Jetzt machte sich Nervosität bei den Canucks breit. Minnesota übernahm das Kommando und drängte vor allem im Schlussdrittel auf den Ausgleich. Mit viel Glück und Geschick verteidigten die Canucks jedoch ihren Vorsprung.
Nashville - San Jose 2-3 OT (2-1/0-0/0-1/0-1) Bei Unterzahl gelang Alyn McCauley(62.sh) nach 104 Sekunden in der Verlängerung der 3-2 Siegtreffer für die San Jose Sharks gegen die Nashville Predators. Damit fand die makellose Heimbilanz der Kalifornier von vier Siegen in vier Spielen eine Fortsetzung.
Die Nashville Predators, welche mit acht Erfolgen in die Saison gestartet waren, müssen nach ihrer vierten Niederlage in Folge wohl kleinere Brötchen backen. Dabei waren sie heute Nacht von den 60 Minuten der regulären Spielzeit gut 51 Minuten in Front gelegen.
Bereits nach 95 Sekunden brachte Martin Erat(2.) die Predators 1-0 in Führung und nachdem Marcel Goc(7.) mit seinem zweiten Saisontor ausgeglichen hatte dauerte es nur sieben Sekunden bis Paul Kariya(7.) die Predators wieder in Front schoss.
Diesen Rückstand rannten die Sharks über zwei Drittel lang verzweifelt hinterher bis Patrick Marleau(53.pp) auf Vorarbeit von Marco Sturm der erlösende Treffer zum 2-2 Remis gelang.