Shawn McEachern(BOS) kämpft mit Torhüter Scott Clemmensen(NJD) um den freien Puck.
New Jersey - Boston 5-4 SO (1-2/1-1/2-1/0-0/1-0) Die Zuschauer im TD BankNorth Garden zu Boston sahen am gestrigen Abend eine sehr ausgeglichene Partie zwischen den Devils und den Bruins, wobei letztendlich die Gäste das Eis als Sieger verließen. Sie behielten im Shootout die Nase vorn, indem sie zwei Treffer erzielten und gleichzeitig deren Goalie Scott Clemmensen zwei Mal die Oberhand behielt.
In dieser munteren Begegnung kamen zunächst die Devils besser aus den Startlöchern. Jay Pandolfo(4.) reichten nur 181 Sekunden, um seine Farben in Führung zu bringen. Lediglich zwei Minuten später gelang schon Bostons P.J. Axelsson das Remis, welches noch im ersten Drittel von Joe Thornton(16.) in einen Vorsprung für sein Team umgewandelt wurde. Glen Murrays(28.) erhöhte zu Beginn des zweiten Durchgangs sogar noch auf 3-1, ehe Viktor Kozlov(38./46.) mit seinem dritten und vierten Saisontor das Resultat wieder ebnete.
Den siebten Treffer des Abends erzielte Sergei Samsonov(48.), indem Thornton sich hinter dem Gästegehäuse gegen Brian Rafalski durchsetzen konnte, den Puck zurück gab und der Russe die Scheibe unhaltbar direkt abnahm. New Jerseys letztes Powerplay des Spiels nutzte schließlich Alexander Mogilny(58.pp) noch zum 4-4.
Ottawa - Toronto 8-0 (3-0/2-0/3-0) Eine der schwärzesten Stunden in der Geschichte der Toronto Maple Leafs erlebten die 19.480 Zuschauer im ausverkauften Air Canada Centre. Mit sage und schreibe 8-0 Toren wurden die heimischen Leafs vom kanadischen Kontrahenten Ottawa zerlegt. Die Leafs Fans, die eine Minute vor dem Ende noch im Stadion waren, jubelten wenigstens einmal, nämlich als der Stadionsprecher diese ankündigte.
Star des Abends war ohne Zweifel Sens-Neuzugang Dany Heatley(16.pp/22./25./46.), der vier Treffer in Folge erzielte und so die Partie von 2-0 auf 6-0 erhöhte. Zuvor trafen Mike Fisher(2.) und Peter Schaefer(6.), danach Daniel Alfredsson(49.) und Chris Kelly(51.). Ed Belfour im Tor der Hausherren konnte von den ersten 15 Schüssen nur zehn abwehren und machte nach dem 5-0 Platz für Mikael Tellqvist, der immerhin 15 Saves bei 18 Torschüssen verzeichnen konnte. Toronto war keineswegs acht Treffer schlechter als Ottawa, doch auf der Gegenseite stand wieder einmal ein unüberwindbarer Dominik Hasek, der alle 27 Torschüsse der Leafs abwehren konnte und so seinen zweiten Shutout der Saison und 65. seiner NHL-Karriere verbuchen konnte.
N.Y. Rangers - Montreal 5-2 (3-0/0-0/2-2) Die neu formierte Mannschaft der New York Rangers überrascht weiter mit erfolgreichem Eishockey. Im ausverkauften Bell Centre entführten die Blueshirts heute beide Punkte durch einen überzeugenden Auftritt. Ein besonderes Kompliment für die Gäste durfte gewesen sein, dass der ansonsten souveräne Habs-Torhüter Jose Theodore bereits nach 20 Minuten Platz machte für Ersatzmann Yann Danis. Zuvor hatte der Schlussmann bei nur 10 Schüssen drei Treffer hinnehmen müssen. Als erster schaffte Dominic Moore(3.) Theodore zu überwinden, als er sich auf der rechten Seite herrlich durchsetzte und nahezu unbedrängt vor das Tor ziehen konnte. Beim zweiten Treffer sah der Goalie weniger gut aus, als ihm ein direkt genommener Schuss von Jaromir Jagr(11.) über den Handschuh rutschte. Für den Tschechen war es bereits der 11. Saisonteffer. Martin Rucinsky(12.) erhöhte schließlich auf 3-0.
Die Canadiens gaben sich dadurch aber nicht geschlagen und entfachten viel Druck auf das von Henrik Lundqvist gehütete Gehäuse. Der Schwede war wieder ein zunächst sicherer Rückhalt. Wie eine Erlösung wirkte das 1-3 durch Alex Kovalev(41.) für die Gastgeber kurz nach dem zweiten Wiederbeginn. Als Richard Zednik(45.) sogar auf 2-3 verkürzen konnte, erwachten auch die Zuschauer, die ihre Farben nun anfeuerten, doch Steve Rucchin(50.) und erneut Dominik Moore(51.) kühlten die Stimmung mit einem Doppelschlag für die Rangers knapp zehn Minuten vor dem Ende wieder ab.
Buffalo - N.Y. Islanders 6-4 (2-2/1-0/3-2) Diese 4-6 Heimniederlage für die Islanders stand ganz im Zeichen der Leistungen der 'special teams'. Gelang es den Gästen in acht Überzahlsituationen jede Zweite zu nutzen, konnten sich die Hausherren nur in einem von fünf Powerplays einen zählbaren Vorteil erarbeiten.
Dabei fing die Partie gut an, reichten den Gastgebern nur 84 Sekunden, um in Person von Miroslav Satan(2.) in Führung zu gehen. Der Ausgleich folgte zwar nur wenig später - J.P. Dumont(4.) war der Torschütze - doch Islander Alexei Zhitnik(7.pp) war im ersten Powerplay der Partie zur Stelle und machte geschickt das 2-1. Immerhin hielten sie dieses Ergebnis zehn Minuten, ehe Ales Kotalik(17.pp/59.pp) ebenfalls in nummerischer Überlegenheit erneut den Einstand herstellte. Nach vier Toren im ersten Durchgang gestaltete sich das Mitteldrittel weniger spektakulär. Lediglich der Deutsche Jochen Hecht(21.) sorgte mit seinem dritten Saisontor für ein Erfolgserlebnis der Sabres.
Desto unterhaltsamer wurde es dann in den letzten zwanzig Minuten. Nachdem New Yorks Robert Nilsson(42.) und Alexei Yashin(47.) getroffen hatten, brachen die Unterzahlreihen der Islanders zusammen. In den nächsten drei Strafzeiten leuchtete jeweils die Torlampe: Erst netzte Daniel Briere(49.pp) ein, dann überwand Tim Connolly(55.pp) Goalie Garth Snow und zu guter Letzt drückte Kotalik den Puck ein weiteres Mal über die Linie.
Tampa Bay - Atlanta 3-2 (0-0/2-2/1-0) Nach sechs Niederlagen in den letzten sieben Begegnungen, konnten die Thrashers auch im achten Spiel nicht die Oberhand behalten. Trotz einer 2-0 Führung im zweiten Drittel nach fast der Hälfte der Spieldauer mussten sie die Punkte abgeben. Dennoch beurteilte Trainer Bob Hartley die Leistung seiner Schützlinge nach der Partie als gut.
Tatsächlich agierten die Hausherren durchaus gleichwertig und lagen in der Schussstatistik sogar mit 31-23 vorn. Das Manko war aber eindeutig die Chancenverwertung. Lediglich zwei Mal trafen sie ins Schwarze trotz mehrerer guter Möglichkeiten. Für die einzigen Lichtblicke in Atlanta sorgten Marc Savard(31.) und Marian Hossa(33.pp), die ihre Farben im zweiten Drittel in Führung brachten.
Kaum beeindruckt verfolgte der amtierende Stanley-Cup-Sieger weiterhin seine sonst so erfolgreiche Taktik und münzte diese in Tore um. Noch im Mittelabschnitt konnte zuerst Fredrik Modin(35.) anschließen, ehe Brad Richards(39.) mit einem Tipp-In ausglich. Den Sieg brachte schließlich Fredrik Modin(48.pp). Der 31-jährige Schwede wollte in Überzahl quer passen, wobei der Puck nicht ankam, sondern von Verteidiger Niclas Havelids Bein unglücklich in Tor prallte.
Carolina - Pittsburgh 5-3 (1-1/0-2/4-0) In seinem 900. NHL-Spiel hätte sich Pittsburgh Eigentümer Mario Lemieux sicher ein anderes Ergebnis gewünscht, besonders weil es nach dem ersten Saisonsieg der Penguins am Freitag weiter aufwärts gehen sollte, doch drei Gegentore innerhalb von knapp fünf Minuten zerstörten diese Illusion für die Gastgeber.
Die Hurricanes fühlen sich scheinbar wohl, wenn sie zunächst in Rückstand geraten. Bereits zum vierten Mal in Folge drehten sie eine Partie, in der sie mit zwei Toren im Rückstand lagen. Cory Stillman(4.pp) hatte die Gäste zwar in Führung gebracht, doch John Le Clair(15.), Sergei Gonchar(23.pp) nach Betrachtung des Videobeweises und Ziggy Palffy(29.) sorgte für ein 3-1 zur Mitte des Spieles. Die Welt für die 16.420 Zuschauer in der Mellon Arena war zu diesem Zeitpunkt in Ordnung und alle träumten vom zweiten Saisonerfolg. Die Führung der Gastgeber war auch nach 40 Minuten verdient. Dann erlebten sie allerdings einen desaströsen Schlussabschnitt. Während sich die Hurricanes Chance um Chance erspielten, konnte die Offensive der Pens kaum für Entlastung sorgen. Folgerichtig drehten Rod Brind'Amour(53.pp), Glen Wesley(54.) und Ray Whitney(57.pp) die Begegnung. Justin Williams(60.en) machte schließlich 34 Sekunden vor dem Ende mit seinem Schuss ins verlassene Gehäuse der Penguins alles klar.
Carolina ist nach nunmehr fünf Siegen in Folge und der Tabellenführung in der Southeast Division vor Titelverteidiger Tampa Bay auf jeden Fall eine der großen Überraschungen der jungen Saison.
Washington - Florida, abgesagt Aufgrund der Schäden durch den Hurricane Wilma letzte Woche wurden alle Veranstaltungen im BankAtlantic Center bis einschließlich 31. Oktober 2005 abgesagt. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest.
Edmonton - Nashville 5-1 (1-1/2-0/2-0) Nach der ersten Niederlage in der Fremde am Mittwoch in Columbus folgte für Nashville heute sogleich die erste Heimpleite in dieser Saison. Die Oilers unterstrichen mit dieser Leistung, dass sie sich nach einem Durchhänger auf dem Weg der Besserung befinden. Ein deutlicher Unterschied lag in der Chancenverwertung, vor allem in Überzahl, denn Edmonton nutzte drei von sechs Möglichkeiten und killte sechs von sieben Powerplays der Hausherren.
Gleich das erste davon nutzte nämlich Martin Erat(4.pp) in der vierten Minute zur Führung der Predators. Dann war es allerdings vorbei mit der Herrlichkeit. Ryan Smyth(8.) glich noch in der ersten Periode aus. Das Spiel blieb aufgrund der Chancenverteilung lange offen. Die Treffer erzielten jedoch die kanadischen Gäste. Marc-Andre Bergeron(25.) brachte die Oilers in Front und Ales Hemsky(33.pp/52.pp) sorgte mit seinen zwei Überzahltreffern für die Entscheidung. Hemsky war es auch der Smyths Ausgleich und das Tor zum 5-1 Endstand durch Steve Staios(60.pp) vorbereitete.
Columbus - Minnesota 1-3 (1-1/0-1/0-1) In typischer Minnesota-Manier streichten die Hausherren am vergangenen Abend in St. Paul die zwei Heimpunkte ein. Den Gegner früh und heftig im Spielaufbau stören, sowie konzentriert und blitzschnell nach vorne stürmen, wobei die erste Devise für deren Trainer Jacques Lemaire weitaus wichtiger ist. Folgedessen waren die Gästen nur 16 Mal in der Lage Goalie Manny Fernandez zu prüfen und die Wild machten aus 24 Torschüssen drei Treffer.
Zunächst hatte aber Lemaire keinen Grund seine Schützlinge zu loben, gingen sie doch sehr ungestühm zu Werke und leisteten sich drei unnötige Strafen. Eine davon nutzten die Gäste zum 1-0, indem David Vyborny(10.pp) den Puck mit seinem Bein ins Gehäuse abfälschte. Das eigentlich irreguläre Tor wurde von den Schiedsrichtern gegeben, weil sie in einer Videoanalyse zu erkennen vermochten, dass der Spieler nicht absichtlich handelte. Die Hauherren waren von dem Gegentreffer keineswegs geschockt, rüttelte dieser sie eher wach, denn es dauerte nur 85 Sekunden zum Ausgleich. Todd White(11.pp/60.) verwertete im Nachschuss einen präzisen Pass von Alexandre Daigle.
Im weiteren Verlauf übernahmen die Wild das Ruder und ließen mit ihrem Defensivstil die Blue Jackets sehr hilflos aussehen. Die Mannen aus Columbus kamen zu keiner klaren Chance mehr, während die Gastgeber ihre wenigen Möglichkeiten nutzten. Zunächst traf Brent Burns(24.) zu Beginn des Mittabschnitts, ehe White eine halbe Minute vor dem Ende seinen zweiten Treffer erzielte und den 3-1 Endstand herstellte.
Detroit - Chicago 4-2 (1-0/1-2/2-0) Die Red Wings sind auswärts nicht zu stoppen. Auch im sechsten Spiel in der Ferne behielten sie die Oberhand und haben mittlerweile eine Bilanz von elf Siegen, bei nur einer Niederlage. Dies ist seit 1994, als die Pittsburgh Penguins in den ersten zwölf Partien elf Siege und ein Unetschieden erreichten, der beste Start eines NHL-Teams.
Im zum ersten Mal während dieser Spielzeit ausverkauften United Center waren die Hausherren in allen Belangen unterlegen. Wie aus einem Guss agierten die Gäste. Sowohl wenn zehn Feldspieler auf dem Eis waren, als auch bei Unter- oder Überzahl verblassten die Reihen der Blackhawks. Trotzdem gelang es ihnen sogar zeitweilig in Führung zu gehen. Nachdem Detroits Kirk Maltby(4.) das 1-0 erzielt hatte, überwanden Tyler Arnason(21.) und Kyle Calder(24.) Goalie Chris Osgood, der Dauersieger Manny Legace eine Pause verschaffte, zu Beginn des zweiten Durchgangs zum 2-1. Nur wenig später fiel allerdings der Ausgleich in Person von Mikael Samuelsson(27.pp), als gerade Jassen Cullimore wegen 'Haltens' auf der Strafbank saß.
Für klare Verhältnisse sorgte schließlich Robert Lang(45.pp) erneut im Powerplay, ehe Henrik Zetterberg(60.en) sein siebtes Saisontor schoss, indem er den Puck im verwaisten Gehäuse unterbrachte.
Vancouver - Colorado 3-4 OT (1-1/1-1/1-1/0-1) Es sind mittlerweile besondere Spiele, diese Duelle Vancouver gegen Colorado und Detroit scheint in Denver nur noch Nummer 2 auf der Feindesliste zu sein. Zum zweiten Mal innerhalb von drei Tagen trafen die Northwest Kontrahenten in Denver aufeinander und zum zweiten Mal behielten die heimische Avalanche die Oberhand, wenn auch dieses Mal erst nach Verlängerung. Todd Bertuzzi wurde erneut bei jedem Auftritt von den 18.007 Zuschauer im wie immer restlos ausverkauften Pepsi Center gnadenlos ausgepfiffen und Ex-Canuck Brad May nutzte die Gunst der Stunde, um mit einem herzhaften Fight gegen Lee Goren nach bereits 71 Sekunden, den Avs-Fans zu zeigen, auf welcher Seite er jetzt steht und sogleich wandelte sich die Skepsis gegen die May-Verpflichtung in lautstarken Jubel.
Doch zurück zum eigentlichen Spiel: Colorado begann besser und markierte durch Andrew Brunette(11.) das 1-0. Weil der Torschütze, bedrängt von Verteidiger Nolan Baumgartner mit Torhüter Dan Cloutier zusammenprallte, musste dieser mit Verdacht auf Gehirnerschütterung durch Alex Auld ersetzt werden, der seine Sache aber rundum gut löste. Die Freude über die Führung währte nicht lange, denn nur 35 Sekunden später überwand Matt Cooke(12.) David Aebischer im Gehäuse der Hausherren zum Ausgleich.
Gleiches gelang auch Brendan Morrison(28.), der im Mittelabschnitt für das 2-1 der Gäste sorgte. Colorado erhöhte sogleich den Druck und erhielt in dieser Phase genug Überzahlsituationen, um die Begegnung zu entscheiden, doch einzig Rob Blake(32.pp) gelang mit seinem ersten Saisontreffer, daraus Kapital zu schlagen.
Als Henrik Sedin(42.) kurz nach Wiederbeginn das 3-2 glückte, wurde die Partie für die Avalanche eng und enger. Es muss schon eine Unterzahl her, um den Spielstand wieder zu egalisieren. Als Brunette gerade wieder von der Strafbank kam, bediente er mustergültig Alex Tanguay(56.), der keine Probleme hatte zum Ausgleich einzunetzen. In der Verlängerung schließlich waren die Gastgeber das aktivere Team und Ian Laperriere(62.) erlöste sein Team, als er einen Alleingang eiskalt nutzte und dem interessanten Match so ein Ende setzte.
Dallas - Phoenix 5-3 (1-2/1-1/3-0) Eine zu diesem Zeitpunkt etwas schmeichelhafte 3-1 Führung zur Mitte des Spieles, reichte den Coyotes erneut nicht, um sich zwei Punkte zu sichern. Shane Doan(4.), Mike Ricci(10.pp) und Fredrik Sjostrom(23.) hatten bei einem Gegentreffer durch Stu Barnes(20.) für disen Vorsprung gesorgt, als sie mit nur 10 Torschüssen auf Gästeschlussmann Johan Hedberg ihn drei Mal überwinden konnten. Anschließend bissen sie sich aber an dem Schweden, der den zuletzt ungewöhnlich unsicher wirkenden Marty Turco vertreten durfte, die Zähne aus.
Auf der anderen Seite hielt Curtis Joseph weitgehend alles, was es zu halten gab, doch die Übermacht der Gäste steigerte sich im Mittelabschnitt und so verwertete Mike Modano(32.pp) zwangsläufig ein Überzahlspiel zum Anschluss. Die knappe Führung der Coyotes hielt sogar bis zum zweiten Wechsel, doch in den letzten 20 Minuten brachten die Gastgeber dann ein. Nur 58 Sekunden nach Wiederbeginn sorgte Stars-Urgestein Sergei Zubov(41.) für den Ausgleich und Niko Kapanen(51.) brachte die Gäste aus Texas erstmalig in Front. Jere Lehtinen(60.en) setzte schließlich den Schlusspunkt, als Joseph für einen sechsten Feldspieler sein Tor bereits verlassen hatte.
St. Louis - Los Angeles 2-5 (2-2/0-2/0-1) Sechs Niederlagen sind genug, dachten sich die Kings am gestrigen Abend in Kalifornien und bezwangen die Blues, gegen die sie seit sechs Partien nicht mehr gewinnen konnten, etwas glücklich mit 5-2. Rookie-Goalie Jason LaBarbera war erneut ein Garant für die zwei Punkte, bescherte er seinem Team in dieser Saison doch immer einen Sieg, wenn er als Torhüter begann.
Ausgeglichen gestaltete sich die Begegnung zwischen den Kings und den Blues durchaus, betrachtet man die Torschussstatistik (30-31), doch zählen im Sport nur die erfolgreich abgeschlossenen Möglichkeiten. Hier waren die Gastgeber besser, wobei St. Louis zunächst zwei Mal in Führung ging. Erst schoss Petr Cajanek(1.pp) schon 41 Sekunden nach Spielstart das 1-0, ehe Jay McClement(17.) das 2-1 erzielte. Dazwischen hatte Alexander Frolov(14.pp/36.) getroffen. King und Ex-Blue Pavol Demitra(17./54.pp) brauchte nur 40 Sekunden um den Gleichstand wieder herzustellen.
Im weiteren Spielverlauf verzweifelten die Gäste an LaBarbera, während die Hausherren munter weiter trafen. Nachdem Eric Belanger(34.) und erneut Frolov eingenetzt hatten, setzte Demitra in der 54. Spielminute den Schlusspunkt zum 5-2, als gerade Eric Weinrich wegen 'Hakens' auf der Strafbank saß.
Calgary - San Jose 2-3 SO (1-0/0-0/1-2/0-0/0-1) Die San Jose Sharks scheinen sich zum Team der letzten Minuten zu entwickeln. Durch zwei späte Tore durch Jonathan Cheechoo(56.pp) und Brad Stuart(60.) 23 Sekunden vor der Schlussirene, brachten sie das erste Rematch des Western Conference Finales von 2004 in die Verlängerung und in das anschließende Penalty-Schießen, welches sie ebenfalls nach einem Rückstand noch drehten. Der Deutsche Shark Marco Sturm musste mit dem letzten Penalty unbedingt treffen, um das Shootout zu verlängern und er tat es äußerst abgebrüht.
San Jose gewann die letzten drei Partien in Folge und bei jeder waren späte Tore ausschlaggebend. Dass es heute so eng wurde, lag am Auftreten in den ersten 40 Minuten, als die Hausherren scheinbar noch müde waren, nachdem sie von ihrem über eine Woche dauernden Auswärtstrip mit sechs Spielen, erst am Samstag morgen zurückkehrten. So hielt das frühe Tor durch Steve Montador(6.) in einer eher flauen Begegnung lange als Führung. Als Jarome Iginla(53.pp) knapp sieben Minuten vor dem Ende auf 2-0 erhöhen konnte, sah alles nach einem sicheren Auswärtserfolg des Stanley Cup Finalisten von 2004 aus. Doch mancher der Zuschauer im HP Pavilion sollte es noch bitter bereut haben, dass er danach etwas verfrüht den Nach-Hause-Weg angetreten hatte und so die Spielwende mit einem packenden Schluss leider verpasste.