Rod Brind'Amour(CAR) sieht wie der Schuss von Matt Cullen hinter Antero Nittymaki(PHI) im Kasten landet.
Philadelphia - Carolina 6-8 (2-1/3-2/1-5) Zum dritten Mal in Folge konnten die Carolina Hurricanes ein Spiel noch drehen, in dem sie bereits mit zwei Toren in Rückstand geraten waren und können sich nach ihrem heutigen 8-6 Heimerfolg gegen die Philadelpha Flyers über ihren besten Saisonstart der Franchisegeschichte freuen. Sechs Siege in den ersten zehn Spielen war ihre bisherige Bestmarke aus der Saison 1984/85. Damals war die Franchise noch in Hartford angesiedelt.
Heute Nacht vor über 18.000 Zuschauern im RBC Center von Raleigh war vor allem Eric Staal(20.pp/32./50.) mit einem Hattrick der Mann des Abends auf Seiten der Hurricanes, die mit einem 5-3 Rückstand in das Schlussdrittel gestartet waren. Kein Nachsehen kannten Cory Stillman(45.pp), Rod Brind'Amour(48.) und Matt Cullen(55.pp) mit dem jungen finnischen Schlussmann Antero Niittymaki der Flyers. Das achte Tor der Hausherren von Josef Vasicek(59.en) fiel als dieser seinen Kasten bereits zu Gunsten eines weiteren Feldspielers verlassen hatte.
Zum zwischenzeitlichen 2-2 Ausgleich der Hausherren hatte auch noch Justin Williams(23.) getroffen.
Für die Flyers, die in jeder ihrer letzten fünf Partien punkten konnten, war die Niederlage ein herber Rückschlag. "So ein Spiel muss man gewinnen, man kann nicht im letzten Drittel einfach die Arbeit einstellen," äußerte sich ein enttäuschter Peter Forsberg(39.pp), selbst Torschütze und Vorlagengeber auf Mike Rathje(40.) zum Ende des Mittelabschnitts hin.
Die weiteren Torschützen der Gäste waren Mike Knuble(11.pp), Derian Hatcher(14.pp) und Jon Sim(29./51.pp)
Minnesota - Columbus 1-2 SO (0-0/1-0/0-1/0-0/0-1) Angesichts der momentan in der NHL vorherrschenden Toreflut, war der 2-1 Heimsieg der Columbus Blue Jackets einmal eine willkommene Abwechslung. Die Hausherren brachten erst nach ihrem achten Schützen im Penaltyschießen, Trevor Letowski, die beiden Punkte unter Dach und Fach.
Ein aufgrund der Spielanteile während der regulären Spielzeit hochverdienter Sieg. Die Blue Jackets bestimmten schon in den ersten 60 Minuten das Geschehen auf dem Eis und hatten mit 53(!) Torschüssen gegenüber den 28 ihrer Gäste ein deutliches Übergewicht.
Schier verzweifelt rannten sie dem 0-1 von Pierre-Marc Bouchard(26.) hinterher. Gästegoalie Dwayne Roloson erwies sich aber als Spielverderber. Auch die 100%igen Einschussmöglichkeiten der Blue Jackets wurden seine Beute. Erst 42 Sekunden vor dem vermeintlichen Spielende gelang Adam Foote(60.) der für die Gastgeber erlösende Ausgleich.
Buffalo - New Jersey 2-3 (0-0/0-1/2-2) Nach zwei Niederlagen in Folge standen die New Jersey Devils vor ihrer heutigen Aufgabe gegen die Buffalo Sabres schon etwas unter Druck. Vor allem mussten sie auch auf ihren am Knie verletzten Stammtorwart Martin Brodeur verzichten, der zum ersten Mal seit April 1998 nicht einmal auf der Bank der Devils saß.
Scott Clemmensen bekam seiner statt die Chance und verrichtete seine Arbeit solide. Zunächst verlief auch alles nach Plan der Hausherren. Sie hatten von Beginn an die größeren Spielanteile und konnten sich auch durch relativ späte Tore von Erik Rasmussen(37.) und Scott Gomez(44.) eine 2-0 Führung beschaffen.
Turbulent wurde es in der letzten Viertelstunde. Notgedrungen mussten die Sabres nun etwas mehr für die Offensive tun und hatten auch Erfolg. Daniel Briere(53.pp) mit seinem bereits achten Saisontor und Chris Drury(54.) nur 1 1/2 Minuten später schossen die Gäste zurück ins Spiel.
Die Freude über den Ausgleich währte aber nur 55 Sekunden bis Sergei Brylin(55.pp) im Powerplay das 3-2 Siegtor für die Devils gelang.
Washington - Tampa Bay 2-4 (2-1/0-1/0-2) Fast wäre das Konzept der Washington Capitals bei ihrem Gastauftritt in Tampa aufgegangen, sich nur hinten reinzustellen und auf Konter zu warten. Zwei davon schloss ihr russischer Rookie Alexander Ovechkin(4./14.sh) mit seinen Saisontreffern Sieben und Acht erfolgreich ab und die Capitals gingen mit einer 2-1 Führung, Dan Boyle(5.) hatte für die Lightning zwischenzeitlich ausgeglichen, in die erste Drittelpause.
Selbes Bild in den folgenden 40 Minuten. Die Lightning machten das Spiel und die Gäste warteten auf deren Angriffe. Hochverdient war so der erneute Ausgleichstreffer von Martin St. Louis(39.), der nach einem für seine Verhältnisse schwachen Saisonstart langsam in Form kommt.
Das Unentschieden konnten die Capitals bis in die Schlussphase der Partie hinein halten, dann fand doch noch einmal Vincent Lecavalier(55.pp) die Lücke in deren Abwehrbollwerk. Das vierte Tor der Lightning durch Vaclav Prospal(60.en) fiel als Washingtons Schlussmann Olaf Kölzig seinen Kasten bereits verlassen hatte.
Edmonton - Dallas 5-3 (1-0/2-2/2-1) Mit einem 5-3 Auswärtssieg im American Airlines Center von Dallas konnten die Edmonton Oilers Kapital aus der momentanen Heimschwäche der Dallas Stars schlagen und ihre Negativserie von sieben Niederlagen in Folge beenden.
Radek Dvorak(49.) und Raffi Torres(57.pp) sorgten mit ihren spielentscheidenden Toren im Schlussabschnitt für ungewohnte Glücksgefühle bei den Westkanadiern, die zuvor zwei Mal einen Vorsprung wieder hergeschenkt hatten.
Die Dallas Stars hatten zu Spielbeginn ein optisches Übergewicht und die besseren Einschussmöglichkeiten als ihre Gäste. Diese nutzten aber ihre Torchancen konsequenter und so stand es nach gut 20 Spielminuten und Treffern von Marc-Andre Bergeron(20.) und Cory Cross(23.sh) bei Unterzahl 2-0 für die Oilers.
Bill Guerin(29.) und Mike Modano(30.) mit einem Doppelschlag binnen 30 Sekunden und Brenden Morrow(46.pp) mit seinem Powerplaytreffer, in der Zwischenzeit hatte Ryan Smyth(37.) mit seinem 200. NHL-Tor die Oilers wieder in Front geschossen, ließen die Texaner auf zumindest einen Heimpunkt hoffen.
Mit zuvielen Strafzeiten in der Schlussphase der Partie brachten sich die Stars aber selbst um ihre Chance.
San Jose - Los Angeles 5-4 (2-1/2-2/1-1) So macht ein Eishockeyderby Spass. Kämpferische Einstellung, viele Torszenen, wechselnde Führungen und Spannung bis zum Ertönen der Schlusssirene. 18.118 Besucher im Staples Center von Los Angeles bekamen von all dem zu Genüge. Nur mit dem Happy End aus ihrer Sicht wurde es nichts.
Jonathan Cheechoo(60.pp) erwies sich zu einem Zeitpunkt, als schon jeder im weiten Rund mit einer Verlängerung gerechnet hatte, drei Sekunden vor Drittelende mit dem 5-4 Siegtor für die Gäste aus San Jose als Spielverderber.
Beide Teams hatten sich von der ersten Minute an einen offenen Schlagabtausch geliefert. Den Torreigen eröffnen durften dabei die Sharks. Patrick Marleau(2.), er war ein Aktivposten auf Seiten der Gäste, und Milan Michalek(18.pp) bescherten ihnen eine 2-0 Führung. Dann kam die Zeit der Kings: Dustin Brown(19.) noch vor der ersten Pause und Craig Conroy(27.) sowie Lubomir Visnovsky(28.) brachten die Hausherren innerhalb von 30 Sekunden in Front.
Scheinbar unbeeindruckt von dem Rückstand legten die Nordkalifornier wieder einen Gang zu und wurden durch Wayne Primeau(31.) und Mark Smith(34.) mit der erneuten Führung belohnt, die auch bis zur zweiten Pause stand hielt.
Gleich das erste Überzahlspiel der Kings im Schlussdrittel, der Deutsche Marcel Goc, musste auf der Strafbank Platz nehmen, nutzte Alexander Frolov(44.pp) um den 4-4 Gleichstand herzustellen.
Beide Mannschaften hatten in der noch verbleibenden Viertelstunde vor allem im Powerplay reichlich Gelegenheit den Siegtreffer zu schießen, die Sharks hatten letztendlich das Glück auf ihrer Seite.
St. Louis - Anaheim 4-6 (2-3/1-1/1-2) Bei den St. Louis Blues läuft es in dieser Saison einfach noch nicht rund. Heute Morgen mussten sie bereits zum achten Mal das Eis als Verlierer verlassen. Die Mighty Ducks of Anaheim gewannen ihre Heimpartie letztendlich auch in der Höhe verdient mit 6-4 Toren.
Dabei hatte es für die Blues gar nicht schlecht begonnen. Erst 43 Sekunden waren gespielt als sie Eric Brewer(1.) mit 1-0 in Front schoss und nach weiteren sieben Minuten baute Scott Young(8.) den Vorsprung auf 2-0 aus.
Mittlerweile sollte sich aber auch in St. Louis herumgesprochen haben, dass von den Schiedsrichtern konsequent durchgegriffen und jedes Vergehen mit einer Strafe belegt wird. So ist es völlig unverständlich, dass die Gäste sich fast im Minutentakt Strafen einhandelten. Die Konsequenz waren drei Gegentore von Joffrey Lupul(11.), Teemu Selanne(15.pp) und Jonathan Hedstrom(17.pp).
Für die Vorentscheidung zu Gunsten der Kalifornier sorgte Petr Sykora(23.) mit dem 4-2. Die Blues konnten zwar noch einmal durch Doug Weight(39.) und Eric Weinrich(45.pp) den Rückstand verkürzen, so richtig in Gefahr geriet der Heimerfolg der Ducks aber nicht mehr. Rob Niedermayer(42.pp) und Teemu Selanne(51.) mit seinem bereits achten Saisontor sicherten den Ducks die zwei Punkte.