Mark Parrish, Jason Blake und Brad Lukowich(NYI) nehmen Bobby Holik(ATL) in die Zange.
Atlanta - N.Y. Islanders 3-4 (0-1/2-3/1-0) Zu einem hart erkämpften 4-3 Heimerfolg gegen die Atlanta Thrashers kamen heute Nacht die New York Islanders im Nassau Coliseum von Long Island. Islanders' Teamkapitän Alexei Yashin(32.pp/37.pp) war dabei mit zwei Toren und einem Assist bei Miroslav Satan(9.)s 1-0 Führungstor der auffälligste Akteur bei den Islanders. Diese brachten sich durch ihre harte Gangart und daraus resultierendem Überzahlspiel der Thrashers immer wieder selbst in Schwierigkeiten. Alle drei Treffer von Ilya Kovalchuk(24.pp/56.pp) zur zwischenzeitlichen 2-1 Führung der Gäste und von Bobby Holik(28.pp) im Schlussabschnitt fielen als die Islanders einen Mann auf der Strafbank sitzen hatten.
Das letztendlich spielentscheidende vierte Tor der Hausherren erzielte nur 36 Sekunden vor der zweiten Pause Jason Blake(40.). Einen sicheren Rückhalt stellte trotz seiner drei Gegentreffer mit noch 33 Rettungstaten Islanders' Schlussmann Rick DiPietro dar.
Philadelphia - Montreal 2-3 OT (0-1/2-0/0-1/0-1) Mit einem Handgelenksschuss direkt unter das Quergestänge ließ Mike Ribeiro(50.pp/63.) Schlussmann Robert Esche keine Abwehrchance und bescherte den Montreal Canadiens einen 3-2 Overtimesieg über die Philadelphia Flyers.
Dass sich die Frankokanadier überhaupt in die Verlängerung hatten retten können auch das war das Verdienst von Ribeiro, dem schon zur Mitte des Schlussdrittels der aufgrund der Spielanteile verdiente Ausgleich gelungen war.
Die Gäste aus Philadelphia waren fast durchgehend im dritten Spielabschnitt mit einem Mann weniger auf dem Eis gestanden und hatten sich dadurch selbst um ihren vierten Sieg in Folge gebracht.
Im Mittelabschnitt konnten die Flyers den 0-1 Rückstand durch ein Tor von Pierre Dagenais(16.) aus dem ersten Durchgang wettmachen. Mike Richards(26.pp) und Brian Savage(36.pp) hatten binnen zehn Minuten gleich zwei Überzahlsituationen zur 2-1 Führung der Flyers genutzt.
Florida - Pittsburgh 4-3 OT (2-1/0-0/1-2/1-0) Die Pittsburgh Penguins können einfach nicht gewinnen. Auch heute Nacht im neunten Anlauf mussten die Penguins das Eis als Verlierer verlassen und bleiben als einziges Team der Liga noch ohne doppelten Punktgewinn.
Als Trost bleibt ihnen ein Ehrenpunkt, da den Florida Panthers das 4-3 Siegtor durch Stephen Weiss(61.pp) erst in der Verlängerung gelang. Möglich wurde dies, indem 2 1/2 Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit Panther Lubos Krajicek(58.pp) im Powerplay getroffen hatte.
Schon im ersten Spielabschnitt hatten die Gäste aus Florida den Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Die Penguins erarbeiteten sich eine Großchance nach der anderen, waren aber nur durch Ryan Malone(14.pp) erfolgreich, während die Panthers trotz optischer Unterlegenheit durch Tore von Nathan Horton(3.) und Martin Gelinas(15.) gleich zwei Mal in Führung gehen konnten.
Berechtigte Hoffnungen auf den ersten Saisonsieg konnten sich die Penguins im Schlussdrittel machen, nachdem Lasse Pirjeta(44.) und Dick Tarnstrom(48.pp) ihre spielerische Überlegenheit in eine 3-2 Führung umgewandelt hatten.
Beim Anschlusstor von Matthew Barnaby(CHI) war Tomas Vokoun(NAS) machtlos.
Chicago - Nashville 3-5 (0-3/2-1/1-1) Acht Spiele, acht Siege. Solch einen Saisonstart hatten sich die Nashville Predators wohl in ihren kühnsten Träumen nicht ausgemalt. Auch nach ihrer Heimpartie gegen die Chicago Blackhawks bleiben die Predators als einziges NHL-Team umgeschlagen.
Ihren heutigen 5-3 Erfolg müssen sie aber schon in die Kategorie 'Glücklich' einstufen, ihn hatten sie hauptsächlich dem Tatbestand zu verdanken, dass die Blackhawks zu wenig aus ihren zahlreichen Überzahlsituationen profitierten. In den ersten acht Spielminuten standen die Gäste fast durchgehend mit mindestens einem Mann mehr auf dem Eis, konnten jedoch daraus nicht profitieren.
Diese mangelnde Chancenverwertung sollte sich rächen: Innerhalb von sechs Minuten zur Mitte des Eröffnungsdrittels legten Martin Erat(9.), Yanic Perreault(14.pp) und Paul Kariya(16.) mit der 3-0 Führung den Grundstein für Nashvilles Erfolgserlebnis.
Auch in den folgenden zwei Spielabschnitten waren die Blackhawks das optisch überlegene Team, zu einer Spielwende sollte es aber nicht reichen. Nachdem Jim Dowd(30.) und Matthew Barnaby(31.) mit ihren Anschlusstoren Hoffnung aufkeimen ließen, machten diese David Legwand(40.) und sogar bei Unterzahl Steve Sullivan(42.sh) wieder zunichte.
Der Überzahltreffer von Jim Vandermeer(59.pp) 1 1/2 Minuten vor Spielende war nur noch Ergebniskosmetik und darf nicht über die mangelnde Powerplayverwertung, die ihnen den Sieg gekostet hat, hinwegtäuschen.
Vancouver - Minnesota 3-1 (1-1/2-0/0-0) Gegen die verletzungsbedingt ohne Gaborik, Dupuis und Kuba ersatzgeschwächt angetretenen Minnesota Wild kamen die Vancouver Canucks mit 3-1 Toren zu ihrem sechsten Erfolg in Serie und legten mit nun acht Siegen und 17 Punkten in zehn Partien den besten Saisonstart in ihrer Franchisegeschichte hin.
Die Wild, jenes Team, das den Canucks die bisher einzige Saisonniederlage in der regulären Spielzeit zugefügt hatte, waren heute Nacht nur im Eröffnungsdrittel ein gleichwertiger Gegner, dann setzten sich die Westkanadier durch.
Das erste Tor der Gäste von Jarkko Ruutu(14.) konnten die Wild noch durch Alexandre Daigle(19.pp) ausgleichen, dann machte sich aber Rat- und Ideenlosigkeit in der Offensivabteilung der Hausherren breit.
Anders bei den Canucks: Markus Naslund(27.) und Henrik Sedin(32.pp) sorgten schon im Mittelabschnitt mit ihren Toren zur spielentscheidenden Führung. Diese ließen sich die in der Defensive ungewöhnlich konzentriert agierenden Westkanadier auch nicht mehr nehmen.
David Aebischer(COL) mit einer Parade gegen Jani Rita(EDM).
Edmonton - Colorado 3-5 (0-0/2-2/1-3) Die Talfahrt der Edmonton Oilers fand auch im Pepsi Center von Denver seine Fortsetzung. Mit 3-5 Toren verloren sie auch ihre siebte Partie in Folge und sind dabei ihren 11 Jahre alten Negativrekord aus der Spielzeit 1994/95 mit neun Spielen ohne Sieg einzustellen.
Dabei waren die Westkanadier heute Nacht in der unterhaltsamen NHL-Partie ein spielerisch gleichwertiger Gast, der sich selbst durch einen 0-2 Rückstand nach Gegentoren von Antti Laaksonen(24.) und Wojtek Wolski(28.pp) nicht den Mut nehmen ließen und noch einmal zurück ins Spiel kamen.
Als die Avalanche eine kollektive Auszeit nahmen, nutzten Marc-Andre Bergeron(35.) und Raffi Torres(36.pp) diese um den Spielstand zu egalisieren. Noch schlimmer kam es für Colorado zu Beginn des Schlussdrittels als erneut Raffi Torres(45.) 'Avs' Schlussmann David Aebischer bezwang. Eine gute Viertelstunde waren noch zu spielen, als die Avalanche alles auf eine Karte setzten und viel Druck im Spiel nach vorne entwickelten. Alex Tanguay(54.) gelang der nun verdiente Ausgleich.
Die Avalanche, Spezialisten für späte Tore gaben sich damit nicht zufrieden und in der Schlussminute brachten Patrice Brisebois(60.) und Steve Konowalchuk(60.) mit einem Doppelschlag den zweiten Heimerfolg unter Dach und Fach.
St. Louis - Phoenix 4-5 OT (0-0/3-2/1-2/0-1) Petr Nedved(62.) beendete nach 111 Sekunden in der Verlängerung indem er einen Abpraller nach einem Schuss von Zbynek Michalek sicher einnetzte eine kurzweilige Partie und sicherte seinen Phoenix Coyotes einen 5-4 Heimerfolg.
Relativ lange mussten die 14.000 Zuschauer in der Glendale Arena bis zum ersten Torerfolg warten. Nach einem von beiden Teams eher zurückhaltend geführten torlosen ersten Spielabschnitt, entwickelte sich in den folgenden 40 Minuten ein offener Schlagabtausch mit wechselnder Führung, wobei sich keine Mannschaft einen entscheidenden Vorsprung verschaffen konnte.
Die Coyotes gingen in der regulären Spielzeit durch Tore von Mike Leclerc(21.) und Mike Johnson(31.) zwei Mal in Front. Auf Seiten der Blues, die zwischenzeitlich mit 3-2 und 4-3 in Führung lagen trafen Jamal Mayers(25./51.), Ryan Johnson(37.pp) und Jeff Hoggan(37.).
Die Chance auf den Zusatzpunkt in der Overtime sicherten den Hausherren Mike Comrie(43.) und Ladislav Nagy(52.pp) mit ihren Ausgleichstreffern im letzten Drittel.
Anaheim - Los Angeles 1-3 (0-1/0-1/1-1) Mit Jason LaBarbera im Tor sind die Los Angeles Kings zur Zeit nicht zu schlagen. Seinen fünften Auftritt hatte der junge Schlussmann der Kings und alle fünf Partien endeten zu Gunsten der Kalifornier.
Auch heute Nacht im südkalifornischen Derby mit den Mighty Ducks of Anaheim erwies sich LaBarbera als sicherer Rückhalt, der sich nur beim Anschlusstor von Andy McDonald(48.) zum 2-1 Zwischenstand geschlagen geben musste. In der spannenden Schlussphase als die Ducks noch einmal auf den Ausgleich drängten behielt er unterstützt von seinen defensiv starken Vorderleuten die Nerven. Erst 16 Sekunden vor Spielende, als Craig Conroy(60.) zum 3-1 traf, konnten sich die Kings ihres Sieges sicher sein.
Die 2-0 Führung von Los Angeles hatten Michael Cammalleri(20.pp) und Luc Robitaille(37.) herausgeschossen.