Peter Bondra(ATL) kann es nach einem weiteren Gegentor nicht fassen.
Tampa Bay - Atlanta 6-0 (4-0/1-0/1-0) Völlig von der Rolle präsentierten sich die Atlanta Thrashers in den letzten Partien und auch heute Nacht auf eigenem Eis gegen die Tampa Bay Lightning hielt ihre Negativserie an. Mit 6-0 Toren unterlagen sie den Tampa Bay Lightning und verloren somit auch ihr viertes Spiel in Folge. Mit einem Torverhältnis von 2-22 aus den vier Niederlagen sind die Thrashers zur Zeit die Schießbude der Liga.
Martin St. Louis(4.pp), Fredrik Modin(5./14.pp), Ruslan Fedotenko(12.), Vaclav Prospal(38.) und Vincent Lecavalier(55.) bescherten den amtierenden Stanley Cup Champions einen Kantersieg.
Doch noch schlimmer wiegt fast, dass die Thrashers sich mit Niederlagen nicht abfinden können und wie schon beim 1-9 gegen Toronto auch heute Nacht als die Partie bereits entschieden war einen 'Bad Guy' aufs Eis schicken, heute war es Eric Boulton, dessen einziges Ziel es ist den Gegner zu verletzen. Leidtragender dieses 'Systems' war bei den Lightning Paul Ranger, für den mit einer Gehirnerschütterung die Partie vorzeitig beendet war.
Kaum Arbeit zu verrichten hatte Gästegoalie John Grahame. 15 Rettungstaten genügten ihm zu seinem Shutout. Bei den Hausherren durften Adam Berkhoel und Michael Garnett ihr Glück im Tor versuchen, damit haben die Thrashers bereits vier Torhüter in den ersten sieben Partien eingesetzt.
Buffalo - Boston 4-3 (1-1/1-1/2-1) Heute Nacht im TD Banknorth Garden der Boston Bruins funktionierte bei den Buffalo Sabres auch wieder das Überzahlspiel und das verhalf ihnen, nachdem sie zuletzt 27 Powerplays in Folge ungenutzt ließen zu einem 4-3 Auswärtserfolg.
Daniel Briere(15.pp) mit seinem bereits sechsten Saisontor und J.P. Dumont(43.pp) trafen jeweils als die Gäste mit einem Mann mehr auf dem Eis standen. Die weiteren Treffer der Sabres in einer von beiden Seiten sehr offensiv, ohne taktische Zwänge geführten Partie markierten Tim Connolly(34.) im Mitteldrittel und Ales Kotalik(54.).
Auf Seiten der Bruins, die bisher alle fünf Spiele gegen Kontrahenten aus ihrer Northeast Division verloren, konnten Sergei Samsonov(17.pp/55.) mit zwei Toren und P.J. Axelsson(21.) die Spannung der gut 14.500 Zuschauer bis zum Ertönen der Schlusssirene aufrecht erhalten.
N.Y. Rangers - N.Y. Islanders 4-5 (2-3/1-1/1-1) Nur 24 Stunden nach ihrem Aufeinandertreffen im Madison Square Garden hatten es die New York Rangers und die New York Islanders wieder miteinander zu tun - und erneut kam der Sieger aus Long Island.
Mit 5-4 Toren gewannen die Islanders das innerstädtische Duell und das obwohl sie wesentlich weniger Spielanteile hatten als ihre Gäste aus Manhattan bei denen wieder einmal Jaromir Jagr(20.pp/20./55.) hervorstach. Mit drei Treffern konnte New Yorks tschechischer Stürmer seinen ersten Hattrick seit dem 4. Februar 2003 feiern und führt nun die Torjägerliste der NHL an. Der zweite Torschütze der Rangers war Martin Rucinsky(23.)
Den Grundstein für den glücklichen Heimerfolg legten die Islanders bereits in den ersten drei Minuten des Eröffnungsdrittels. Als die Rangers mit den Gedanken wohl noch in der Kabine waren, schossen Miroslav Satan(2.), Jason Blake(2.) und Mark Parrish(3.pp) die Hausherren mit 3-0 in Front.
Hoch anrechnen muss man aber den Rangers, dass sie zu keinem Zeitpunkt der Partie, auch nach Rückschlägen wie beim 4-2 Unterzahltor von Aaron Asham(22.sh) oder beim Powerplaytreffer von Mark Parrish(41.pp) gleich nach der zweiten Pause, aufsteckten und immer wieder ihr Glück in der Offensive versuchten.
Washington - Florida 2-3 (1-1/0-2/1-0) Zwei Tore ihres Jungstars Alexander Ovechkin(2./58.) genügten den Washington Capitals nicht um einen Zähler aus dem Office Depot Center von Sunrise mitzunehmen. Die Florida Panthers gewannen aufgrund ihrer Spielüberlegenheit letztendlich verdient mit 3-2 Toren.
Dabei konnte sich Washingtons Gästeschlussmann Olaf Kölzig nicht über mangelnde Arbeit beschweren. Insgesamt 49 Torschüsse der Panthers kamen auf sein Gehäuse, dass dabei der Puck auch das ein oder andere Mal den Weg ins Netz findet ist nur zu verständlich.
Den letztendlich spielentscheidenden Vorsprung der Hausherren schossen Anthony Stewart(7.pp), Juraj Kolnik(33.sh) und Mike Van Ryn(37.pp) bis zur zweiten Drittelpause heraus.
Carolina - Toronto 4-5 OT (1-2/1-1/2-1/0-1) Ken Klee(65.pp) avancierte mit seinem Überzahltor 16 Sekunden vor dem Ende der Verlängerung zum Matchwinner für die Toronto Maple Leafs in ihrer Heimpartie gegen die Carolina Hurricanes. Die Gäste aus Raleigh hatten sich nach einem von ihnen aufopferungsvoll geführten Spiel den Ehrenpunkt redlich verdient.
Während der regulären Spielzeit konnten die Hurricanes zwei Mal einen 2-Tore Rückstand wett machen. Oleg Tverdovsky(13.), Rod Brind'Amour(29.pp), und im Schlussdrittel Erik Cole(48.) sowie Cory Stillman(58.) bescherten den Gästen ein Unentschieden nach 60 Minuten. Bei drei Treffern war Eric Staal an der Vorarbeit mit beteiligt.
Die Maple Leafs überzeugten vor allem durch ihre Effektivität im Abschluss. Darcy Tucker(9.), Alexander Steen(12.), Matt Stajan(37.sh) bei nummerischer Unterlegenheit auf dem Eis und der stets gefährlich agierende Eric Lindros(45.) sorgten für Torjubel unter den gut 19.000 Fans im Air Canada Centre.
New Jersey - Pittsburgh 6-3 (2-0/2-2/2-1) Über mangelnde Unterhaltung konnten sich die Besucher der Mellon Arena von Pittsburgh in den bisherigen Heimspielen nicht beschweren, doch würden sie sich jetzt auch einmal über einen Sieg freuen. Auch heute Nacht gegen die New Jersey Devils wurde es daraus nichts und die Penguins bleiben als einziges NHL-Team ohne doppelten Punktgewinn.
Mit 3-6 Toren verloren die Penguins ihr siebtes Spiel und legten damit ihren schlechtesten Saisonstart seit der Gründung der Franchise vor 39 Jahren hin. Nur zwischenzeitlich, als Dick Tarnstrom(29.) und Mario Lemieux(30.) im Mitteldrittel innerhalb von 29 Sekunden den Spielstand ausgeglichen hatten, konnten sich die Hausherren Hoffnungen auf einen Sieg machen. Doch postwendend stellten Vladimir Malakhov(30.pp) und Brian Gionta(37.pp) den alten Abstand wieder her.
Erneut Brian Gionta(42.) und Alexander Mogilny(43.) ließen zu Beginn des letzten Spielabschnitts keine Zweifel mehr über den Sieger aufkommen. So war das dritte Tor der Hausherren von Ric Jackman(49.pp) nur noch Ergebniskosmetik.
Die ersten zwei Treffer der Gäste aus East Rutherford hatten Jay Pandolfo(11.) und Scott Gomez(19.) markiert.
St. Louis - Nashville 2-3 SO (1-1/1-0/0-1/0-0/0-1) Der Höhenflug der Nashville Predators hielt auch heute Nacht an. Gegen die St. Louis Blues konnten sie ihren sechsten Sieg im sechsten Spiel feiern. Die Entscheidung zu Gunsten der Hausherren fiel jedoch erst im Penaltyschießen, bereits zum dritten Mal in der noch jungen Saison hatten sie im 'Shootout' das bessere Ende für sich.
Die in allen Belangen ihren Gastgebern ebenbürdigen Blues konnten sich zumindest noch über einen Ehrenpunkt freuen. Dan Hamhuis(16.) und Jeremy Stevenson(44.) auf Seiten der Predators sowie Eric Brewer(19.pp) und Dean McAmmond(29.) zur zwischenzeitlichen 2-1 Führung der Blues, gestalteten die unspektakuläre Partie in der regulären Spielzeit auch nach Toren ausgeglichen. Die größten Chancen sich vielleicht schon zeitig vorentscheidend in Front zu schießen vergaben die Hausherren zum Ende des Mittelabschnitts.
Los Angeles - Dallas 7-2 (3-1/4-1/0-0) Einen rabenschwarzen Abend erlebte Dallas' Schlussmann Marty Turco bei der Heimpartie seiner Dallas Stars gegen die Los Angeles Kings. Die Kalifornier legten mit drei frühen Toren durch Lubomir Visnovsky(3.), Pavol Demitra(5.) und Alexander Frolov(9.) einen Traumstart hin und beendeten Turcos Arbeitstag nach nur 8 1/2 Minuten.
Doch auch seinem Ersatz, Johan Hedberg, ging es nicht wesentlich besser. Der Schwede musste im Mittelabschnitt nach Schüssen von Dustin Brown(29.pp), Craig Conroy(35.), Luc Robitaille(39.) und George Parros(60.) die Scheibe vier Mal hinter sich aus dem Netz holen.
Die in der Defensive völlig überforderten Texaner boten ihren beiden Schlussleuten keinerlei Unterstützung, so waren auch die selbst geschossenen Powerplaytore von Mike Modano(3.pp) zur 1-0 Führung und Jere Lehtinen(39.pp) nur eine Ergebnismakulatur. Sieben oder mehr Gegentreffer haben die Stars schon seit über vier Jahren nicht mehr kassiert. Am 30. Januar 2001 gab es zuletzt mit einem 8-0 ebenfalls gegen die Kings, eine höhere Niederlage.
Jussi Markkanen(EDM) mit einer Rettungstat gegen Shean Donovan(CAL).
Edmonton - Calgary 1-3 (1-0/0-2/0-1) Nachdem sie ein Drittel lang keinen Schlittschuh auf das Eis gebracht hatten und sich bei ihrem Schlussmann Mikka Kiprusoff bedanken konnten, dass sie nur einen Gegentreffer von Ethan Moreau(17.) hatten hinnehmen müssen, präsentierten sich die Calgary Flames im 'Battle of Alberta' gegen die Edmonton Oilers in den folgenden Abschnitten wie verwandelt und kamen doch noch zu ihrem zweiten doppelten Punktgewinn im Pengrowth Saddledome.
Die Pausenpredigt von Headcoach Gary Suter zeigte aber erst zum Ende des zweiten Durchgangs zählbare Wirkung, als binnen 71 Sekunden Steve Reinprecht(38.pp) und Chuck Kobasew(39.) die Flames auf die Siegerstraße schossen. Damit auch in den Schlussminuten nichts mehr anbrennen konnte dafür sorgte erneut Chuck Kobasew(56.) mit seinem zweiten Tor an diesem Abend.
Für die Oilers bedeutete dies die fünfte Niederlage in Folge nachdem sie mit drei Siegen sehr erfolgreich in die Saison gestartet waren.
Phoenix - Vancouver 2-3 (0-1/2-1/0-1) Wenn man einmal oben in der Tabelle steht, dann läuft es wie von selbst und es gesellt sich auch noch das Glück hinzu. Diese Binsenweisheit bewahrheitete sich auch heute Morgen im General Motors Place wo die Vancouver Canucks die Phoenix Coyotes mit 3-2 bezwingen und ihren vierten Sieg in Folge feiern konnten.
Matt Cooke(45.) erzielte nach knapp fünf Spielminuten im Schlussdrittel das Siegtor für die Westkanadier. Erst nach Videobeweis wurde auf Treffer entschieden, da es zunächst danach aussah, als wäre das Tor bereits aus der Verankerung gewesen, bevor die Scheibe die Linie überquert hatte.
Verlassen konnten sich die Canucks auch auf ihre 'Special Teams' in der strafminutenreichen Partie. Ihre ersten zwei Tore von Ed Jovanovski(8.pp) und Nolan Baumgartner(32.pp) erzielten die Hausherren aus einer nummerischen Überlegenheit heraus, bei eigener Unterzahl ließen sie aber kein Gegentor zu.
Die Coyotes hielten sich durch zwei Treffer im Mittelabschnitt von Keith Ballard(23.) und Geoff Sanderson(34.) im Spiel. In der Schlussminute als sie bei Überzahl ihren Goalie Curtis Joseph durch einen sechsten Feldspieler ersetzt hatten und auf den erneuten Ausgleich drängten, trafen sie nur das Torgestänge.