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2005-10-16 

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SPIELTAG 16.10.2005

Toronto - Montreal 3-2 (1-1/1-0/1-1)

Alexei Kovalev(MON) versucht Ed Belfour(TOR) zu überwinden.

Die Verpflichtung von Eric Lindros(28.pp/53.) scheint sich für die Toronto Maple Leafs auszuzahlen. Die Nummer 88 erzielte heute zwei Treffer und hatte damit entscheidenen Anteil am 3-2 Auswärtserfolg der Blauen beim Erzrivalen aus Montreal. Zunächst hatten die Hausherren das Glück auf ihrer Seite. Ed Belfour leistete sich hinter dem Gehäuse einen kapitalen Fehler, als er einen Fehlpass spielte und so die Führung der Habs durch Alexei Kovalev(9.pp) ermöglichte. Jason Allison(16.) konnte jedoch noch im ersten Abschnitt in einer umkämpften Partie ausgleichen.
Lindros war es schließlich, dem der einzige Treffer des Mittelabschnittes gelang. Nach einer Strafzeit wegen zu vielen Spielern auf dem Eis gegen Montreal, verwertete er die Überzahl mit einem trockenen Schuss unter die Latte. Die Partie blieb offen mit Chancen auf beiden Seiten. Eine davon nutzte Rookie Tomas Plekanec(46.), als er auf der linken Seite freistehend zu seinem ersten NHL-Treffer einnetzen konnte. Als die Leafs sich gleich anschließend in Unterzahl wiederfanden, drohte die Begegnung zu kippen, doch Belfour war nun wieder sicherer Rückhalt, ebenso wie nach dem 3-2 Siegtreffer durch Lindros. Auch die letzten Gelegenheiten der Canadiens kurz vor dem Ende machte der Schlussmann zunichte.

Boston - Ottawa 1-5 (0-2/0-2/1-1)
Mit seinem vierten Sieg im vierten Spiel hat sich Torhüter Dominik Hasek einen weiteren Meilenstein seiner Karriere gesichert. Er feierte den 300. Sieg seiner Laufbahn. Dass es nicht auch noch ein weiterer Shutout wurde, dafür sorgte Pat Leahy(43.), als er den Puck irgendwie unter dem in typischer Pose auf dem Rücken liegenden Tschechen hindurch brachte. Zu diesem Zeitpunkt war das Spiel aber schon entschieden, denn es war der Trosttreffer zum 1-5.
Die Offensive der Senators hatte zuvor ganze Arbeit geleistet und ihre Chancen immer wieder konsequent genutzt. Chris Neil(12.pp) eröffnete den Torreigen, allerdings nach feiner Voarbeit von Daniel Alfredsson, der mit viel Geschwindigkeit ins Drittel eindrang, zwei Gegner verlud und einen mustergültigen Querpass auf den Torschützen spielte. Antoine Vermette(16.) erhöhte knapp vier Minuten später auf 2-0. Boston war, von der Defensivleistung mal abgesehen, keineswegs die schlechtere Mannschaft, doch es war schon beeindruckend wie die Hausherren ihren Weg gingen. Gästetorwart Andrew Raycroft konnte auch nicht verhindern, dass Brandon Bochenski(32.) und Anton Volchenkov(33.) innerhalb von 75 Sekunden auf 4-0 erhöhten und machte anschließend für Ersatzmann Hannu Toivonen Platz, der gute Ansätze zeigte, aber auch beim 5-0 durch Bryan Smolinski(43.) keine Abwehrchance hatte.

Atlanta - N.Y. Rangers 1-5 (0-1/0-3/1-1)
Im Spiel Rangers gegen Thrashers standen besonders die beiden Rookie-Goalies im Rampenlicht. Während Atlantas Adam Berkhoel mit fünf Gegentreffern bei 29 Torschüssen eine eher durchwachsene Bilanz erreichte, konnte sein Gegenüber Henrik Lundqvist seinen zweiten NHL-Sieg feiern. Ein Tor musste der Schwede im letzten Abschnitt durch Ilya Kovalchuk(50.) kassieren, parierte aber die 28 weiteren Schüsse auf sein Gehäuse bravourös.
Zum Zeitpunkt des Gästetreffers stand es bereits vorentscheidend 4-0 für die Hausherren. Nachdem Martin Rucinsky(11.) im ersten Durchgang die Rangers in Führung gebracht hatte, bauten Jed Ortmeyer(33.) und Steve Rucchin(34.) diese um zwei weitere Tore aus, ehe Michael Nylander(37.pp) für das vierte Erfolgserlebnis des Abends sorgte. Den Schlusspunkt setzte New Yorks Ville Nieminen(53.) fast acht Minuten vor dem Ertönen der Schlusssirene.
Während der Partie und danach feierten die Zuschauer Torhüter Lundqvist mit Sprechchören, was den Schweden sehr beeindruckte. In einer Pressekonferenz sagte er: "Daheim war es lauter, aber das ist New York. Nur zwei Spiele absolviert zu haben und schon rufen sie meinen Namen. Ich liebe dieses Publikum."

N.Y. Islanders - Philadelphia 1-5 (1-4/0-1/0-0)
Bereits in den ersten Sekunden setzten die Philadelphia Flyers die Zeichen, die den restlichen Abend des Spiels gegen die New York Islanders prägen sollten. Innerhalb der ersten Sekunden musste Gästekeeper Garth Snow, der den verletzten Rick DiPietro vertrat, gleich zwei Mal sein ganzes Können aufbieten, um einen Treffer der Hausherren zu verhindern. So war es kein Wunder das Snow an diesem Abend, mit 46 Torschüssen auf sein Tor, einen neuen, unrühmlichen persönlichen Rekord im Gehäuse der Islanders feiern konnte bzw. musste.
An der bereits zur Spielmitte feststehenden deutlichen Niederlage seines Teams konnten aber auch seine teilweise überragenden Saves nichts ändern. Michal Handzus(3./17.), Patrik Sharp(12.pp) und Kim Johnsson(14.), bei einem Gegentreffer von Mike York(5.pp) stellten die Weichen für die Flyers früh auf Heimsieg. Die Begegnung verflachte danach zusehends.
Im Schlussdrittel bildete ein spektakulärer Faustkampf zwischen Islander Eric Gedard und Donald Brashear das Highlight eines ansonsten weniger auffälligen Drittels. In Folge dessen musste Brashear blutüberströmt das Eis verlassen, um in der Kabine im Gesicht genäht zu werden.
Islanders Trainer Steve Stirling gab sich nach der Begegnung kleinlaut: "Der Anfang von unserem Ende heute war die 5-3 Powerplaysituation beim Stande von 1-1, als wir nicht einmal in der Lage waren, einen einzigen Torschuss abzufeuern. Danach war das Spiel heute für uns nie wieder zu gewinnen. Das war in dieser Begegnung der Wendepunkt, der uns das Selbstvertrauen gekostet hat." Mit nun sieben Treffern führt Simon Gagne aktuell die Torjägerliste der NHL an.

Carolina - New Jersey 6-1 (3-0/2-1/1-0)
Die momentan gute Form, besonders der Offensivreihen bekamen am vergangenen Abend in Carolina die Devils zu spüren. Nachdem die Hurricanes schon am Mittwoch sieben Mal gegen die Capitals einnetzten, konnten sie nun den eigentlich immer eher defensiv agierenden Mannen aus New Jersey sechs Gegentreffer zufügen. Fünf davon kassierte Martin Brodeur innerhalb der ersten beiden Drittel, woraufhin er durch Scott Clemmensen ersetzt wurde.
Nach zwei Strafzeiten gegen Colin White und Zach Parise kurz hintereinander, schoss Radim Vrbata(6.pp) in einer 5-gegen-3-Situation das 1-0, ehe Erik Cole(17.) und Matt Cullen(17.) nur 17 Sekunden brauchten, um die Führung auf 3-0 auszubauen. Für den Anschluss sorgte Jay Pandolfo(27.) im zweiten Abschnitt, indem er nach einem Schuss von Richard Matvichuk den abprallenden Puck mit der Rückhand über die Linie schob.
Die Treffer Nummer Fünf und Sechs für die Gastgeber folgten allerdings auf dem Fuße: Erst nutzte Rod Brind'Amour(35.pp/51.) eine Überzahlsituation und dann münzte Josef Vasicek(39.) die gute Vorarbeit von Radim Vrbata und Mike Commodore in das 5-1 um. Brind'Amours zweites Tor des Abends, bzw. sein dritter Saisontreffer stellte schließlich das etwas zu hoch ausgefallene Endergebnis her.

Tampa Bay - Pittsburgh 3-1 (1-0/2-0/0-1)
Die deutliche Heimpleite bedeutet für die mit soviel Hoffnungen in diese Saison gestarteten Pittsburgh Penguins die Einstellung des negativen Franchiserekords von nun bereits sechs sieglosen Spielen zum Saisonauftakt. Gleiches Missgeschick widerfuhr ihnen bisher nur in der Spielzeit 1969/1970.
Von Beginn an dominierten die Gäste aus Florida das Geschehen auf dem Eis in der Mellon Arena. Vaclav Prospal(13.), Ruslan Fedotenko(26.pp), mit seinem ersten Treffer seit seinem Doppelpack im entscheidenden siebten Spiel der SC-Finalserie 2004, und Vincent Lecavalier(40.) sorgten für ein deutliches und beruhigendes Polster zu Gunsten des Titelverteidigers, bevor Ziggy Palffy(42.) den Ehrentreffer für die Hausherren markieren konnte. Besonders im Mittelabschnitt, der mit 18-3 Torschüssen mehr als deutlich an die Lightning ging, hatten die oft hilflos agierenden Hausherren keine Chance.
Coach Eddie Olczyk kommentierte anschließend: "Wir haben heute ganz ordentliche Ansätze gezeigt. Aber es ist halt schwer, wenn du so früh in Rückstand gerätst und dann gegen ein solches Klasseteam immer anrennen musst. Und wenn du dann auch noch so viele Strafen kassierst, wie wir heute, dann ist es halt doppelt schwer."
Lightning Goalie Sean Burke, der seine Saisonpremiere als Starter für sein neues Team feierte, war hingegen glücklich: "Ich war froh zu spielen und bin jetzt durch den Sieg natürlich besonders glücklich. Ich war durch die lange Pause jetzt schon etwas nervöser, als das sonst der Fall ist. Aber als ich auf dem Eis stand, da fühlte ich mich rasch wohler und war dann sehr ruhig und konzentriert."

Buffalo - Florida 2-3 (1-0/0-2/1-1)
Der Deutsche Jochen Hecht war wohl der Pechvogel des Tages, denn seine Strafzeit in der 59. Spielminute wegen Hakens nutzten die Gastgeber aus Florida nur 17 Sekunden später zum 3-2 Siegtreffer. Olli Jokinen(59.pp) nahm den Puck an der Bande in der Höhe des Bullykreises auf, bewegte sich Richtung Tor und ließ Torhüter Ryan Miller mit einem flachen Handgelenkschuss keine Chance. Weil Hecht seinen Unmut darüber in der Kühlbox zu stark äußerte, kassierte er noch eine Disziplinarstrafe oben drauf.
Es war der Schlusspunkt eines unterhaltsamen Spieles mit vielen Torgelegenheiten. So wie Miller, stand auch Roberto Luongo häufig im Mittelpunkt des Geschehens. Buffalos Daniel Briere(14./45.) sorgte mit seinen Saisontreffern Vier und Fünf für die 1-0 Führung und den 2-2 Ausgleich. Zwischenzeitlich konnten Nathan Horton(28.) und Martin Gelinas(33.) die Begegnung zu Gunsten der Panthers drehen. Besonders zu erwähnen ist noch Sabres Mike Van Ryn, der alle drei Treffer seiner Farben vorbereitete.

Nashville - St. Louis 4-1 (1-0/2-1/1-0)
Nachdem die Predators in den letzten neun Partien in St. Louis acht Niederlagen einstecken mussten und nur ein Unentschieden erreichten, konnten sie am gestrigen Abend erstmalig gewinnen und bleiben weiterhin zusammen mit den Ottawa Senators als einzige NHL-Teams ungeschlagen.
Spielentscheidend war dabei ganz klar die Chancenauswertung. Während die Gastgeber mit den Möglichkeiten zu leichtfertig umgingen - lediglich Jamal Mayers(26.) traf für die Blues zum 1-1 - machten die Gäste aus den wenigen Gelegenheiten vier Tore. Zunächst überwand im ersten Drittel Nashvilles momentaner Shootingstar Steve Sullivan(7.) Goalie Patrick Lalime, ehe David Legwand(33.) nach Mayers Ausgleich die Führung erneut herstellte und Scott Hartnell(40.) 24 Sekunden vor dem Ertönen der zweiten Pausensirene diese auf 3-1 ausbaute.
Trotz aller Bemühungen der Hausherren waren sie nicht mehr in der Lage zu verkürzen, denn nicht nur Nashvilles Torhüter Tomas Vokoun zeigte eine gute Leistung, sondern auch seine Vorderleute, Verteidiger wie Stürmer, standen gut in der Defensive. Nachdem die Blues ihren Schlussman durch einen weiteren Feldspieler ersetzt hatten, gelang Greg Johnson(59.en) der letzte Treffer, indem er den Puck locker ins verwaiste Gehäuse schob.

Edmonton - Calgary 0-3 (0-2/0-0/0-1)
Nachdem die Oilers die Saison mit drei Siegen begonnen hatten, mussten sie nun die dritte Niederlage in Folge einstecken und das gerade bei den Erzfeinden aus Calgary, die ihre Bilanz gegen Edmonton auf nunmehr sechs Erfolge und ein Remis, bei nur einer Niederlage, in den letzten acht Spielen ausbauen konnten.
Der Mann des Abends war ohne Zweifel Goalie Miikka Kiprusoff. Der Flames-Torhüter vereitelte jede Chance der Gäste, teilweise mit spektakulären Paraden und massivem Einsatz, wodurch er sich den achten Shutout seiner Karriere bzw. ersten gegentorlosen Sieg der laufenden Saison redlich verdiente. Schwerstarbeit musste er besonders im zweiten Abschnitt leisten, als zwei seiner Kollegen zur gleichen Zeit auf die Strafbank mussten und die Flames zwei Minuten lang mit nur drei Feldspielern auf dem Eis waren.
Trotz insgesamt 15 Überzahlsituationen schaffte es nur Calgarys Daymond Langkow(10.pp) im ersten Durchgang zu einem Powerplaytor. Diese Führung verbesserte Jarome Iginla(16.) keine sechs Minuten später auf 2-0, indem er Verteidiger Cory Cross den Puck abnahm, alleine auf Torhüter Jussi Markkanen zulief und den Puck zwischen dessen Schoner zum 2-0 ins Netz schob. Über 43 Minuten musste dann die Anzeigetafel nicht mehr verändert werden, ehe Rhett Warrener(59.en/sh) in Unterzahl ins leere Gehäuse traf.

Detroit - Phoenix 2-0 (0-0/1-0/1-0)
Gästegoalie Manny Legacy konnte mit seinem ersten Shutout in einem fremden NHL-Stadion seit November 2003 die Zeichen für seine Farben auf Sieg stellen. Das über weite Phasen recht unspektakuläre Spiel stand allerdings deutlich im Schatten des Rücktritts von Stürmerlegende Brett Hull, der nach einem erfolglosen Saisonstart für sein neues Team (Hull gelang in dieser Spielzeit lediglich ein Assistpunkt) gestern überraschend seinen sofortigen Rücktritt erklärte.
Henrik Zetterberg(23.pp) und Pavel Datsyuk(55.) waren die einzigen Torschützen des Abends in Arizona. Im Duell der beiden ehemaligen Torwartkollegen aus Detroiter Zeiten Manny Legacy und Curtis Joseph musste sich keiner der Beiden übermässig verausgaben. So war dann ein in einer kurzen Spielpause im ersten Abschnitt eingespieltes Video der Karrierehighlights von Brett Hull, das sowohl Fans, als auch die Spieler beider Teams mit stehenden Obvationen feierten, das heimliche Highlight des Abends.

Chicago - San Jose 3-4 (1-2/2-2/0-0)
Die San Jose Sharks bleiben im heimischen HP Pavilion in dieser Saison ungeschlagen. Beim 4-3 Sieg gegen die Chicago Blackhawks reichten ihnen dazu zwei starke Drittel. Marco Sturm(3.), Jonathan Cheechoo(11.) und Patrik Marleau(31.pp/39.) erzielten dabei die Treffer für das Team von der Westküste.
Die Gäste konnten durch Jason Morgan(17.) und Matthew Barnaby(24.) zwar zwischenzeitlich sogar wieder ausgleichen, der weitere Treffer der Hawks durch Matt Ellison(39.) sollte aber letztendlich nicht mehr für einen Punktgewinn ausreichen.
Ein interessanter Höhepunkt der Partie war der zunächst nicht anerkannte Treffer zum 2-2 Ausgleich durch Barnaby. Der Treffer wurde erst nach einiger Verwirrung gegeben. Das Spiel lief nach dem Torschuss des Stürmers zunächst einmal mehr als zwei Minuten lang weiter, bevor die Schiedsrichter die Entscheidung durch eine Videostudie überprüften und das Tor schließlich gaben. Im Anschluss daran musste dann auch die Spieluhr entsprechend korrigiert werden. Ursache für diese undurchsichtige Entscheidung war ein nicht richtig befestigtes Tornetz, das die Hartgummischeibe durch das Tor hinten herausfliegen ließ. Erst auf Zuruf und aufgrund zahlreicher Proteste wurde die Situation nochmals kontrolliert und Barnaby der Treffer zurecht anerkannt.

 

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