NHL-Eishockeymagazin
 berichte - aktuell - spielberichte

>> Titelseite

> Berichte
>> aktuell
>> hintergrund

>> Vereine

>> Fanspiele

>> Service

>> Statistik

>> Gerüchte

2005-10-15 

ANZEIGE

SPIELTAG 15.10.2005

Sidney Crosby(PIT) beim Versuch Peter Forsberg(PHI) zu stoppen.

Pittsburgh - Philadelphia 5-6 OT (1-2/2-3/2-0/0-1)
Die Pittsburgh Penguins müssen weiterhin auf ihren ersten Saisonsieg warten. Heute Nacht zu Besuch bei den Philadelphia Flyers zogen sie in der Verlängerung mit 5-6 den Kürzeren.
Bereits zum vierten Mal im fünften Saisonspiel mussten die Penguins sich mit einem Zähler begnügen. Ein Punkt mit dem sie in dieser Partie wohl zufrieden sein sollten, waren ihnen die Hausherren doch in vielen Belangen eine gute halbe Stunde lang hoch überlegen. Was auch im Torschussverhältnis von 41-20 zu Gunsten der Flyers seinen Ausdruck findet.
Die Hausherren müssen sich dagegen den Vorwurf gefallen lassen, dass sie erneut einen schon sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand gaben und dadurch eine Zusatzschicht einlegen mussten, in der Mike Rathje(64.pp) im Powerplay das Siegtor gelang.
Während der regulären Spielzeit waren die Flyers bereits mit 5-1 in Front gelegen, eigentlich ein beruhigendes Polster, doch die bis Mitte des zweiten Durchgangs auf dem Eis nicht präsent wirkenden Penguins steckten nicht auf und retteten sich durch Tore von Ryan Malone(33.pp), Sidney Crosby(34.), Dick Tarnstrom(46.pp) und Maxime Talbot(52.) doch noch den Zusatzpunkt. John LeClair(20.) hatte nur drei Sekunden vor dem Ertönen der Pausensirene den ersten Treffer der Gäste markiert.
Auf Seiten der Hausherren hatten Keith Primeau(4.pp), Joni Pitkanen(17.), Simon Gagne(22./25.) mit seinen Saisontreffern fünf und sechs und bei nummerischer Unterlegenheit Derian Hatcher(31.sh) den deutlichen Vorsprung herausgeschossen. Flyers Neuzugang Peter Forsberg war an vier der sechs Treffer seiner Mannschaft mit einem Assist beteiligt.

Turbulente Szenen auf dem Eis in der Philips Arena.

Toronto - Atlanta 9-1 (1-0/3-0/5-1)
Leichtes Spiel hatten die Toronto Maple Leafs bei ihrem Auswärtsauftritt in der Philips Arena von Atlanta. Die Atlanta Thrashers traten so undiszipliniert auf, handelten sich Strafzeit um Strafzeit ein und die Leafs bedankten sich hierfür mit gleich sieben Überzahltoren.
Vor allem nach den Toren von Jeff O'Neill(9.pp/22.), Jason Allison(32.pp) und Darcy Tucker(38.) zur 4-0 Führung bis zur zweiten Pause erwiesen sich die Hausherren als schlechte Verlierer. Im Schlussabschnitt initierten sie gleich drei 'Fights' und die Partie wurde mit insgesamt 109 Strafminuten unansehnlich. Den Freiraum auf dem Eis nutzten die Maple Leafs um ihre Tordifferenz weiter auszubauen. Eric Lindros(45.pp), Alexander Steen(52.pp), Alexei Ponikarovsky(59.pp) und erneut Jeff O'Neill(53.pp), der seinen Hattrick komplettierte, machten das Schützenfest der Kanadier perfekt.
Eine Viertelstunde vor Spielende vereitelte Marc Savard(45.) die Shutout-Ambitionen von Gästegoalie Ed Belfour.
Der Disput zwischen den beiden Teams fand auch nach der Partie seine Fortsetzung nur diesmal mit Worten. Sowohl Torontos Trainer Pat Quinn als auch Atlantas Headcoach Bob Hartley warfen sich gegenseitig mit harten Worten vor, dass die jeweils andere Mannschaft verantwortlich für die unsaubere Spielweise gewesen sei.

Vancouver - Minnesota 5-3 (1-0/2-3/2-0)
Die Vancouver Canucks haben ihre Lehren aus der 0-6 Niederlage gegen Minnesota von vor zwei Tagen gezogen und heute Nacht im Xcel Energy Center von St. Paul Revanche genommen. In einer abwechslungsreichen, hochspannenden Partie bezwangen sie die Wild mit 5-3 Toren. Die Entscheidung zu Gunsten der Westkanadier fiel dabei erst in der Schlussminute durch den Treffer von Todd Bertuzzi(60.en), der den Puck in das mittlerweile von Torwart Dwayne Roloson verlassene Gehäuse der Wild bugsierte.
Ein Sieg der Canucks, der auch aufgrund der Spielanteile hoch verdient war. Die Gäste waren über 60 Minuten das druckvollere Team mit den größeren Spielanteilen und den hochkarätigeren Torchancen gewesen. Nur in der Defensive machten sie nicht den sichersten Eindruck und so kamen sie trotz 31 zu 9 Torschüssen in den ersten zwei Spielabschnitten nicht über ein 3-3 Unentschieden hinaus.
Vancouvers auffälligster Akteur an diesem Abend, Ex-Wild Richard Park(42.) rückte aber zu Beginn des Schlussabschnitts mit seinem Tor die Kräfteverhältnisse zurecht. Bereits zu den Toren von Markus Naslund(35.) und Ryan Kesler(38.) leistete Park die Vorarbeit. Den ersten Treffer der Canucks hatte Anson Carter(5.pp) im Powerplay erzielt.
Die Wild hielten dagegen die Tore von Wes Walz(24.), Pierre-Marc Bouchard(29.pp) und Brian Rolston(40.pp) lange Zeit im Spiel.

Nikolai Khabibulin(CHI) sieht wie der Puck nach dem Schuss von Joe Sakic im Netz liegt.

Chicago - Colorado 3-2 SO (1-1/0-0/1-/0-0/1-0)
Es läuft noch nicht rund bei den Colorado Avalanche. Heute Nacht kamen sie im heimischen Pepsi Center nur zu einem glücklichen 2-2 Unentschieden in der regulären Spielzeit und mussten im Penalty-Schießen den Zusatzpunkt an die Chicago Blackhawks, bei denen alle drei Schützen gegen Colorados Ersatzmann im Tor Peter Budaj, er bekam heute den Vorzug gegenüber David Aebischer, abgeben.
Nicht nur im Penalty-Schießen sondern auch bei den zwölf Unterzahlsituationen während des Spiels war Gästegoalie Nikolai Khabibulin ein großer Rückhalt seiner Mannschaft. Bei den beiden Gegentreffern von Joe Sakic(9.pp) und kurz vor Schluss von John-Michael Liles(58.pp) gab es für ihn nichts zu halten.
Im Spiel fünf gegen fünf waren die Blackhawks, die ihr bisher bestes Saisonspiel ablieferten, die überlegene Mannschaft. Zwischenzeitlich konnten sie sich sogar durch die ersten Saisontore von Jaroslav Spacek(17.) und Kyle Calder(54.) eine 2-1 Führung herausspielen.

Dallas - Edmonton 3-2 (1-0/1-1/1-0)
Die Mühen der Edmonton Oilers einer Aufholjagd nach einem 0-2 Rückstand gegen die Dallas Stars wurden nicht belohnt. Steve Ott(52.) erzielte knapp neun Minuten vor Spielende doch noch das Siegtor für die abgeklärt und ruhig agierenden Texaner. Einen guten Eindruck hinterließ auch Dallas' Ersatzmann im Tor Johan Hedberg, der 34 Rettungstaten für sich verbuchen konnte und dem bei den Gegentreffern von Jason Smith(37.) und Jani Rita(43.) keine Schuld traf.
Weniger gut und relativ kurz verlief dagegen der Abend für Edmontons Stammtorwart Ty Conklin, der in knapp 21 Spielminuten von nur sieben Torschüssen der Gäste zwei durch Jussi Jokinen(6.pp) und Bill Guerin(21.) passieren lassen musste und postwendend durch Jussi Markkanen ersetzt wurde.
Besonders brenzlig wurde es für die Stars fünf Minuten vor Spielende als ihr Teamkapitän Mike Modano auf der Strafbank Platz nehmen musste. Das folgende Überzahlspiel verstrich jedoch ohne Konsequenzen.

Columbus - Anaheim 3-4 (0-0/1-2/2-2)
Zu einem zwar knappen aber durchaus leistungsgerechten doppelten Punktgewinn kamen die Mighty Ducks of Anaheim gegen die Columbus Blue Jackets, die von ihren bisherigen fünf Partien nur eine gewinnen konnten. Die ohne ihren besten Stürmer, dem verletzten Rick Nash, auf Auswärtstour befindlichen Blue Jackets, konzentrierten sich zunächst auf ihre Defensivarbeit. Eine Konzept das eine knappe halbe Stunde Erfolg hatte. Trotz spielerischer und optischer Überlegenheit kamen die Ducks im ersten Drittel nicht über ein torloses Unentschieden hinaus. Im Mittelabschnitt war der Bann gebrochen als Travis Moen(28.) erstmals Gästetormann Pascal Leclaire bezwingen konnte und noch besser kam es für die Mighty Ducks acht Minuten später indem Joffrey Lupul(36./48.pp) die Führung auf zwei Tore ausbaute.
Notgedrungen mussten nun die Blue Jackets mehr für die Offensive tun und es entwickelte sich eine ansehnliche Partie mit Torchancen auf beiden Seiten. Jan Hrdina(38./56.pp) und Bryan Berard(44.pp) ließen durch ihre Tore zum 3-3 Zwischenstand die Blue Jackets auf einen Auswärtspunkt hoffen. Diese Hoffnungen machte dann aber doch noch Keith Carney(58.) mit dem 'Game-Winning Goal' 156 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit zunichte.

 

>> Spielstatistiken des Tages

 


(C) eishockey.com, Sports Media & Entertainment GmbH