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2005-10-06 

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SPIELTAG 06.10.2005

N.Y. Rangers - Philadelphia 5-3 (1-2/1-1/3-0)

Simon Gagne(PHI) bringt die Scheibe nicht an Kevin Weekes(NYR) vorbei..

Endlich war es so weit! Nach über 500 Tagen Pause startete heute in der National Hockey League der Spielbetrieb. Alle 30 Teams kamen dabei in der ersten Nacht zum Einsatz.
Im Wachovia Center von Philadelphia gaben sich die New York Rangers die Ehre. Die Philadelphia Flyers hatten gleich in den ersten Minuten der Partie zwei Überzahlsituationen, ließen diese jedoch ungenutzt verstreichen. Effektiver im Abschluss zeigten sich dagegen die Gäste aus Manhattan in der 10. Spielminute als Jason Strudwick(10.) von der blauen Linie abzog und der Puck durch Freund und Feind hindurch den Weg ins Netz fand.
Die Führung sollte aber nicht lange währen. 'Neu-Flyer' Peter Forsberg zog die Aufmerksamkeit von gleich drei Rangers auf sich, passte vor das Tor auf den sich freigelaufenen Simon Gagne(12.), der sich die Chance zum Ausgleich nicht nehmen ließ. Noch schlimmer kam es für die 'Blueshirts' als mit Jaromir Jagr und Darius Kasparaitis gleich zwei ihrer Mannen auf der Strafbank saßen. Diese Einladung zum Tore schießen ließ sich Mike Knuble(14.pp) nicht nehmen.
Ein Beispiel par excellence wie man nach Abschaffung des 2-Linien Abseits zu spielen hat lieferte Eric Desjardins bei seinem langen Pass auf Flyers' Rookie Mike Richards(28.), der allein auf Weekes zulaufend sein erstes NHL-Tor markieren konnte.
In der Folgezeit brachten sich die Rangers durch ganze unnötige Strafen selbst um die Chance ins Spiel zurückzukommen. Nach einem schnell vorgetragenen Konter in Unterzahl wurde den Gästen ein Penalty zugesprochen. Michael Nylander hatte jedoch das Pech am Schläger hängen, als er bei der Ausführung nur die Unterkante des Quergestänges traf. Mehr Glück hatte Jamie Lundmark(37.) mit seinem Drehschuss aus der zweiten Reihe, der unhaltbar für Flyers' Goalie Robert Esche im Netz einschlug.
Das bessere Überzahlspiel zeigten auch zu Beginn des Schlussabschnitts die Mannen vom 'Big Apple'. Ihr tschechischer Star Jaromir Jagr(47.pp/52.pp) nutzte das dritte und vierte Powerplay um die Rangers in Front zu bringen. Jetzt machten sich Auflösungserscheinungen in der Defensive der Hausherren bemerkbar nur 33 Sekunden nach dem Führungstor gelang Marcel Hossa(52.) der Treffer zum 5-3 Endstand.

Montreal - Boston 2-1 (1-1/0-0/1-0)
Tom Fitzgerald leistete seinen Boston Bruins zum Saisonauftakt gegen die Montreal Canadiens einen Bärendienst in dem er beim Stande von 1-1 kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit gleich zwei Mal in Folge auf der Strafbank Platz nehmen musste. In dem daraus resultierenden Überzahlspiel gelang Michael Ryder(60.pp) elf Sekunden vor dem Ertönen der Schlusssirene der aufgrund der Spielanteile glückliche 2-1 Siegtreffer für die Frankokanadier.
Zwei Drittel lang waren die Hausherren das Team mit den größeren Spielanteilen gewesen, wenn gleich Jan Bulis(11.) zunächst für ein Erfolgserlebnis der Gäste gesorgt hatte. Patrice Beregeon(18.) erzielte aber noch im ersten Spielabschnitt den hochverdienten Ausgleich.
Im Mitteldrittel kamen die Canadiens kaum noch zu Entlastungsangriffen, hielten aber Dank ihres auffälligsten Akteurs, Schlussmann Jose Theodore, ihren Kasten sauber.

N.Y. Islanders - Buffalo 4-6 (1-1/1-2/2-3)
Durch ihre konsequente Regelauslegung sorgten die beiden Hauptschiedsrichter Tom Kowal und Kevin Pollock für eine kurzweilige, torreiche Partie in der HSBC Arena von Buffalo beim Besuch der New York Islanders. Insgesamt 17 Überzahlsituationen boten sich daraus den Kontrahenten. Gleich die erste hiervon nutzte J.P. Dumont(4.pp) zur Führung der Hausherren. Diese konnten aber die Gäste aus Long Island durch Chris Campoli(7.) ebenso egalisieren, wie das 2-1 von Daniel Briere(26.) im zweiten Spielabschnitt durch Alexei Yashin(34.).
Für den letztendlich vorentscheidenden 2-Tore Vorsprung zu Gunsten der Hausherren sorgten Brian Campbell(36.) und Maxim Afinogenov(43./60.en,pp). Letztgenannter war nicht nur wegen seines zweiten Treffers an diesem Abend, nachdem Islanders Schlussmann Rick DiPietro seinen Kasten bereits zu Gunsten eines weiteren Feldspielers verlassen, hatte neben Daniel Briere(51.) der herausragende Spieler des Abends.
Hoffnung doch noch zumindest einen Punkt entführen zu können schöpften die Islanders im Schlussdrittel nach den Anschlusstoren von Alexei Zhitnik(50.) und Jason Blake(54.pp).

Columbus - Washington 2-3 (0-0/2-3/0-0)
Über 16.000 Zuschauer im MCI Center von Washington wollten das Aufeinandertreffen ihrer Capitals mit den Columbus Blue Jackets sehen und die Fans konnten auf Grund der Cleverness ihrer Mannschaft vor dem Kasten der Gäste am Ende einen 3-2 Erfolg feiern.
Die Blue Jackets dominierten über weite Strecken das Spielgeschehen und stellten mit 37 Torschüssen, davon 17 allein im Schlussdrittel, Olaf Kölzig auf die Probe. Doch nur Dan Fritsche(27./31.) konnte den deutschen Schlussmann in Diensten der Capitals im Mitteldrittel überwinden.
Wesentlich effektiver im Abschluss zeigten sich die Hausherren: Ihr Rookie Alexander Ovechkin(28./32.pp) brachte sich in seiner ersten NHL-Partie gleich mit einem Doppelpack ins Gespräch und noch vor der zweiten Pause gelang Dainius Zubrus(37.pp) bei einer erneuten Überzahl der Capitals deren Siegtor.

Atlanta - Florida 0-2 (0-0/0-0/0-2)
Den ersten Shutout der NHL-Spielzeit 2005/06 durfte Florida Panthers' Goalie Roberto Luongo in der Heimpartie gegen die Atlanta Thrashers feiern. Mit 34 Rettungstaten sicherte er seiner Mannschaft einen 2-0 Erfolg über die Atlanta Thrashers und sich seinen 24. NHL-Shutout.
Zwei Drittel lang boten die Kontrahenten den 19.250 Zuschauern im gut besuchten BankAtlantic Center von Sunrise eher spielerische Magerkost. Vor allem die Überzahlformationen konnten auf beiden Seiten nicht überzeugen. Das es doch noch Grund zum Jubeln gab auf Seiten der Hausherren war das Verdienst von Nathan Horton(42.) unmittelbar nach der zweiten Pause und Lubos Krajicek(57.pp), der mit seinem wunderschönen Handgelenksschuss Thrashers Torsteher Mike Dunham keine Abwehrchance ließ.
Die Thrashers vermissten auf ganzer Linie ihren im Holdout befindlichen und vermutlich in Russland spielenden Torjäger Ilya Kovalchuk.

Pittsburgh - New Jersey 1-5 (0-2/0-1/1-2)
Die Augen der Eishockeywelt richteten sich heute Nacht vor allem auf Pittsburghs Nummer 1 Draft Pick Sidney Crosby. Aber Wunderdinge sollte man von den 18-Jährigen durchaus talentierten Stürmer nicht erwarten.
Immerhin konnte Crosby beim Ehrentreffer der Penguins durch Mark Recchi(46.pp) einen Assist für sich verbuchen. Zu diesem Zeitpunkt, eine Viertelstunde vor Spielende, war die Partie jedoch schon zu Gunsten der gastgebenden New Jersey Devils vorentschieden. Sergei Brylin(17.), Zach Parise(20.pp) im Powerplay und Brian Gionta(37./44.pp) mit seinem Doppelschlag hatten für einen 4-Tore Vorsprung der abgeklärt agierenden Devils in der nicht ausverkauften Continental Airlines Arena gesorgt.
In der von beiden Mannschaften sehr offensiv geführten Partie setzte Sergei Brylin(54.) mit dem Treffer zum 5-1 den Schlusspunkt.

Carolina - Tampa Bay 2-5 (1-3/1-1/0-1)
Die Titelverteidigung der Lightning begann festlich. Während einer kurzen Zeremonie wurde ein riesiges Stanley Cup-Banner unter die Decke des St. Pete Times Forum gehievt, dann fiel der Puck nach 16 Monaten Pause zum ersten Mal in Tampa wieder auf das Eis.
Bereits der erste Schuss der Hausherren traf ins Schwarze, als sich Vaclav Prospal(2.) nach 81 Sekunden ein Herz fasste und Carolinas Goalie Martin Gerber überwand. Folgedessen entwickelte sich schon in der Anfangsphase ein munteres Spiel, in dem beide Seiten ihr Glück in der Offensive suchten. Keine sieben Minuten nach dem Rückstand konnte Radim Vrbata(8.) zum 1-1 ausgleichen, was aber nur für kurze Zeit Bestand haben sollte. Im weiteren Drittelverlauf bekamen die Lightning immer mehr Oberwasser, wobei Brad Richards(11.pp) und Dan Boyle(18.) die Kräfteverhältnisse wieder zurecht rückten.
Der zweite Durchgang begann für die Gäste furios: Der ehemalige Nummer-Eins-Draft Eric Staal(21.) verkürzte nach einer gelungenen Einzelleistung auf 2-3. Den alten Abstand konnte Tampas Vincent Lecavalier(34.) allerdings noch in diesem Drittel wieder herstellen.
Den Schlusspunkt zum 5-2 Sieg setzte schließlich Center Tim Taylor(57.) nachdem Dave Andreychuk und Dmitry Afanasenkov die Vorarbeit geleistet hatten.

St. Louis - Detroit 1-5 (1-2/0-3/0-0)
Die kurzfristige Einigung mit Pavel Datsyuk(2.) machte sich für die Red Wings bereits nach 95 Sekunden bezahlt. Der Russe war der Schütze des ersten Tores der Gastgeber in dieser Saison und bereitete kurz darauf zusammen mit Brendan Shanahan Mathieu Schneiders(8.) Erfolgserlebnis vor.
Schon hier war zu erkennen, dass die Blues an diesem Abend nur wenig ausrichten konnten. Sie waren in allen Belangen unterlegen und glänzten bestenfalls im zweiten Drittel durch zahlreiche Strafzeiten. Für das einzige richtige Highlight der Gäste sorgte im ersten Abschnitt Eric Brewer(12.) zum Zwischenstand von 1-2.
Die optische Überlegenheit setzte Detroit am besten während der zweiten 20 Minuten in Treffer um. Drei Mal schlug es hier im Netz der Gäste ein, wobei deren glückloser Goalie Patrick Lalime nach Brett Lebdas(33.) 4-1 seinen Job im Kasten mit Reinhard Divis tauschen musste. Zuvor hatte Mikael Samuelsson(23.) zum 3-1 getroffen. Den überzeugenden 5-1 Triumph machte Robert Lang(37.pp) kurz darauf in Überzahl vorzeitig perfekt.

Ottawa - Toronto 3-2 SO (0-1/0-0/2-1/0-0/1-0)
Das erste Penalty-Schießen in der Geschichte der NHL entschieden die Ottawa Senators im innerkanadischen Duell mit den Toronto Maple Leafs für sich. Während NHL-Heimkehrer und Veteran Dominik Hasek im Tor der Senators beide Penalties der Hausherren parieren konnte, verwandelten Ottawas Teamkapitän Daniel Alfredsson sowie Dany Heatley ihre Versuche gegen Ed Belfour sicher. So mussten sich die Toronto Maple Leafs mit einem Ehrenpunkt begnügen.
Dabei war zunächst alles nach Plan für die Hausherren gelaufen. Nach knapp drei Spielminuten hatte Bryan McCabe(3.pp) mit einem Schlagschuss gleich das erste Überzahlspiel der Leafs zu deren 1-0 Führung genutzt. Die Gastgeber konnten aber nicht nachlegen. Beide Teams neutralisierten sich trotz zahlreiche weitere Powerplays weitgehend bis zur zweiten Pause.
Mehr Leben in die Partie kam im dritten Spielabschnitt vor allem Dank des zweifachen Torschützen Daniel Alfredsson(55./59.). 62 Sekunden vor dem vermeintlichen Spielende rettete er seine Mannschaft in die Verlängerung. Zwischenzeitlich hatte Torontos Neuzugang Eric Lindros(59.) in den turbulenten fünf Schlussminuten die erneute Führung der Leafs besorgt.

San Jose - Nashville 2-3 (1-1/1-0/0-2)
In einer aufgrund der neuen Regelauslegung, bei der jegliches Haken und jede Behinderung gnadenlos geahndet wird, lieferten sich die San Jose Sharks und Nashville Predators einen außergewöhnlich fairen Schlagabtausch mit Spannung bis zur letzten Sekunde.
Am Ende hatten die gastgebenden Predators mit dem knappen 3-2 Erfolg das Glück auf ihrer Seite. Paul Kariya(42.) und Scott Hartnell(56.) brachten im dritten Drittel mit ihren beiden Treffern die Predators auf die Siegerstraße. Verständlich dass die Enttäuschung auf Seiten der Kalifornier sehr groß war. Hatten sie doch als einziges NHL-Team die Vorbereitungsspiele ungeschlagen überstanden.
Eiskalt erwischt wurden die Sharks von Scott Walker(9.), der die erste größere Torchance der Hausherren zur 1-0 Führung genutzt hatte. Mit fortwährender Spieldauer fanden die Gäste besser ins Spiel und noch vor der ersten Pause gelang ihnen sogar bei Unterzahl durch Patrick Marleau(20.sh) der Ausgleich. Im Mittelabschnitt hatte San Jose die wesentlich größeren Spielanteile und ging nicht unverdient mit 2-1 in Front. Nils Ekmans(28.) Treffer erwies sich letztendlich aber als zu wenig.

Calgary - Minnesota 3-6 (0-2/1-1/2-3)
Die letztjährigen Stanley-Cup-Finalisten aus Calgary erwischten einen äußerst schlechten Saisonauftakt in Minnesota. Die Wild diktierten das Spiel von Beginn an zum Teil nach Belieben und gingen im ersten Drittel hoch verdient durch Marc Chouinard(2./27./60.en) und Brent Burns(20.pp) in Führung.
Eine bessere Leistung boten die Gäste dann im zweiten Abschnitt, so dass die Begegnung ausgeglichener und damit für einen neutralen Beobachter interessanter wurde. Trotzdem blieb zunächst den Hausherren das Glück hold, denn Kyle Wanvig(27.pp) baute deren Vorsprung in Überzahl auf 3-0 aus, ehe Daymond Langkow(38.pp), ebenfalls im Powerplay, erstmalig für Calgary traf.
Dieses Tor gab sichtlich Auftrieb. Die Gäste kamen immer besser in Fahrt und agierten im letzten Durchgang überlegen, wenngleich sie durch einen groben Schnitzer in der Abwehr zunächst sogar mit 1-4 ins Hintertreffen gelangten. Deren Bemühungen wurden aber belohnt, als erst Stephane Yelle(48.) und dann Jarome Iginla(49.) verkürzten und das Spiel wieder spannend machten. Die Wild ließen sich die Butter aber nicht mehr vom Brot nehmen und fuhren mit einen erfolgreichen Konter durch Todd White(57.) und Chouinards dritten Tor des Abends, diesmal ins leere Gehäuse, doch noch die ersten zwei Punkte ein.

Anaheim - Chicago 5-3 (2-1/2-2/1-0)
Der Saisonauftakt verlief in Chicago sehr körperbetont. Zahlreiche Strafzeiten hatten die Schiedsrichter zu verhängen, so dass sich meist weniger als zehn Feldspieler auf dem Eis befanden. Beide Mannschaften bestritten je neun Powerplays, wobei die Gäste durch deren Neuzugänge Teemu Selanne(12.pp) und Scott Niedermayer(40.pp) zwei Mal und die Hausherren durch Rookie Rene Bourque(37.pp) ein Mal erfolgreich waren.
In Führung waren aber die Blackhawks gegangen, nachdem Mark Bell(9.) die gute Vorarbeit von Martin Lapointe und Brent Seabrook genutzt hatte. Selannes Treffer und ein Doppelschlag von Joffrey Lupul(18.sh/23.) drehten aber das Blatt, wovon sich Chicago nicht mehr erholen sollte.
Obwohl sie aus allen Positionen schossen und Goalie Jean-Sebastien Giguere mächtig unter Druck setzten, reichten die daraus resultierenden beiden Erfolgserlebnisse durch Curtis Brown(29.) und Bourque nicht aus. Jeden Treffer beantworteten die Mighty Ducks mit einem weiteren Tor für sich - Rob Niedermayer(42.sh) war der letzte erfolgreiche Schütze - und die Kalifornier behielten letztendlich die Oberhand.

Los Angeles - Dallas 4-5 (4-0/0-3/0-2)
Dallas' Coach Dave Tippett hat scheinbar die richtigen Worte in der ersten Drittelpause für sein Team gefunden. Nach einer desolaten Vorstellung in den ersten 20 Spielminuten rissen die Texaner sich am Riemen und wendeten ein schon verloren geglaubtes Spiel.
Die Los Angeles Kings hatten einen Traumstart erwischt und die 18.500 Zuschauer im American Airlines Center von Dallas trauten ihren Augen nicht. Nach nicht einmal fünf Spielminuten lag ihre Mannschaft nach Gegentoren von Jeremy Roenick(2./5.pp) und Sean Avery(2.) bereits mit 0-3 im Hintertreffen und es kam sogar noch schlimmer: Dustin Brown(20.) schickte die Stars mit einem 0-4 Rückstand in die Pause. Damit hatte es sich aber mit der Herrlichkeit der Kalifornier.
Wie verwandelt kamen die Stars aus der Kabine. Engagiert gingen sie zu Werke und ließen in den noch verbleibenden 40 Spielminuten den Kings nicht den Hauch einer Chance. Die Gäste konnten sich meist nur noch mit unfairen Mitteln helfen. Jason Arnott(24.pp) sowie Sergei Zubov(25./27.pp) verkürzten im Mittelabschnitt den Rückstand auf 3-4 und Bill Guerin(51.) sowie Philippe Boucher(56.) brachten im letzten Drittel mit ihren Treffern den Sieg unter Dach und Fach.

Colorado - Edmonton 3-4 (2-2/0-1/1-1)
Die Oilers boten ihren Zuschauern im bis auf den letzten Platz besetzten Rexall Place eine überzeugende Leistung und bezwangen hochverdient, wenn auch kanpp, die Favoriten der Northwest Division mit 4-3. Die Avalanche boten nur durchwachsenes Eishockey und konnten den Hausherren in Agilität und Offensivdrang nicht das Wasser reichen.
Das Team aus Edmonton brauchte lediglich 24 Sekunden um die Gästeabwehr zu bezwingen, indem Shawn Horcoff(1./57.) mit seinem ersten Schuss den Schweizer Torhüter David Aebischer keine Abwehrchance ließ. Mehrere Minuten brauchten die geschockten Avalanche um sich zu erholen, taten dies aber durch Brett Clark(6.) bravourös. Den nächsten Dämpfer gab es jedoch bereits 25 Sekunden später, als Ryan Smyth(7.) nach einer Vorlage von Radek Dvorak zum 2-1 traf. Antti Laaksonen(9.) glich wenig später für Colorado erneut aus.
Eine von vier Überzahlsituationen nutzten die Gastgeber in Person von Jarret Stoll(37.pp) im zweiten Drittel zur wiederholten Führung, während Colorado zwei Powerplays ohne Erfolg verstreichen lassen musste. Für das abermalige Remis sorgte Neuzugang Patrice Brisebois(53.) in der 53. Minute, worauf eine hektische Schlussphase folgte. Neben Goalie Ty Conklin behielt auch Horcoff einen kühlen Kopf, der die Vorarbeit von Smyth und Dvorak in den Siegtreffer zum 4-3 Endstand verwandelte.

Phoenix - Vancouver 2-3 (0-0/0-2/2-1)
Sein Debut als verantwortlicher Mann hinter der Bande gab heute Morgen Wayne Gretzky im ausverkauften GM Place von Vancouver und das was er von seiner Mannschaft sah, ließ ihn nicht unbedingt erstrahlen. Am Ende verließen seine Phoenix Coyotes das Eis mit einer leistungsgerechten 2-3 Niederlage.
Im ersten Spielabschnitt waren es hauptsächlich die beiden Goalie, Phoenixs erfahrener Schlussmann Curtis Joseph und Dan Cloutier auf Seiten der Canucks, die dafür sorgten, dass es trotz zahlreicher Torchancen nichts Zählbares zu verbuchen gab. Doch in den zweiten Durchgang starteten die Hausherren ganz stark und gingen auch hochverdient durch Tore ihrer beiden Schweden Mattias Ohlund(23.) und Teamkapitän Markus Naslund(28.) mit 2-0 in Front. Fortan kontrollierten die Canucks das Geschehen auf dem Eis und selbst nach den beiden Anschlusstoren von Keith Ballard(52.) und Oleg Saprykin(60.), zwischenzeitlich war Markus Naslund(52.) sein zweites Tor des Abends zum 3-1 zu Gunsten der Hausherren gelungen, hatte man trotz des knappen Endstandes nie den Eindruck, dass ihr Sieg durch die 'Wüstenfüchse' noch in Gefahr geraten könnte.

 

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