Calgary - Tampa Bay 3-2 OT (1-1/1-0/0-1/1-0) (Playoffstand 3-2)
Jarome Iginla(Cgy.) scheitert hier noch an Goalie Nikolai Khabibulin(T.B.).
22.426 Zuschauer im St. Pete Times Forum zu Tampa sahen einen echten Playoffkrimi in der mit großer Spannung erwarteten fünften Auflage der diesjährigen Stanley-Cup-Finalserienbegegnung. Erst die erste Overtimeentscheidung der diesjährigen Finals konnte am Ende den Sieger ermitteln. Oleg Saprykin(74.) besorgte seinen Calgary Flames den glücklichen, aber aufgrund der größeren Spielanteile letztlich nicht unverdienten, zweiten Auswärtssieg der Serie in Tampa. Die Flames haben dadurch nun am Samstag die Möglichkeit durch einen weiteren Sieg im heimischen Saddledome ihren zweiten Cup der Franchisegeschichte nach Calgary zu holen.
Zunächst erwischten die kanadischen Gäste, die ohne den am Mittwoch bekanntlich von der NHL gesperrten Ville Nieminen auskommen mussten, auch einen Start nach Maß in die so wichtige Begegnung. Martin Gelinas(3.pp) gelang der frühe Führungstreffer. Hierbei konnte den abprallenden Puck nach einen Schuss von Toni Lydman, der erstmalig nach seiner Verletzung wieder im Kader der Flames stand, an Goalie Nikolai Khabibulin vorbei, glücklich in die Maschen des Tores befördern.
In der Folgezeit der Begegnung bestimmte das Team von Darryl Sutter eindeutig das Geschehen und hatte eine hohe Anzahl an hochkarätigen Torchancen die Führung sogar noch weiter auszubauen. Insgesamt war das erste Spieldrittel von beiden Seiten schnell geführt. Der extra Tag Pause schien allerdings den Calgary Flames besonders gut getan zu haben. Was die Truppe in dieser Phase an Laufarbeit leistete war mehr als beeindruckend. Sekunden vor Drittelende gelang Martin St. Louis(20.) der zu diesem Zeitpunkt völlig überraschende Ausgleich für die Truppe von Coach Tortorella.
Im Anschluss an ein Gewühl vor dem Tor stocherte St. Louis dabei die Hartgummischeibe über die Linie. Der zuvor souverän haltende Miikka Kiprusoff hatte in dieser Szene letztlich das Nachsehen. Optisch waren die Gäste auch im kompletten Mittelabschnitt der Begegnung überlegen. Bis zum Ende der zweiten zwanzig Minuten brachten es die "Bolts" lediglich auf weitere drei Torschüsse. Dass es nach vierzig gespielten Minuten dann nur 2-1 für die Gäste stand, hatten die Gastgeber der starken Leistung von Nikolai Khabibulin und der mangelhaften Chancenverwertung der Flames zu verdanken. Jarome Iginla(36.) konnte sich in dieser Drangphase als Einziger, mit seinem 13ten Playofferfolg, noch in die Torschützenliste der Mannen aus Alberta eintragen.
Im Schlussdrittel gelang dem Team aus Florida endlich die an diesem Abend längst erforderliche Leistungssteigerung. Die Lightning konnten durch Fredrik Modin(41.pp), nach toller Hereingabe von Brad Richards, die Partie nicht nur erneut glücklich ausgleichen, sondern bestimmten auch in der kompletten Schlussphase der regulären 60 Minuten das Geschehen und waren dem Siegtreffer nun einige Male sehr nahe.
Ein weiteres Tor wollte jedoch innerhalb der normalen Spielzeit nicht mehr gelingen, so dass die Partie erstmalig im diesjährigen Finale in die Overtime ging. Und hier war es dann, nach einem offenen Schlagabtausch, eben Oleg Saprykin vorbehalten für die Entscheidung zu Gunsten der kanadischen Gäste zu sorgen.