San Jose - Calgary 1-3 (0-1/1-1/0-1) (Playoffstand 2-4)
Martin Gelinas(CAL) erzielt gegen Evgeni Nabokov(SAN) das 'Game Winning Goal'.
Der Saddledome von Calgary stand heute Nacht Kopf. Keinen der über 19.000 Besucher hielt es noch auf dem Sitz als Sekunden vor Spielende die schwarze Hartgummischeibe nach einem Befreiungsschuss von Robyn Regehr(60.en) ins mittlerweile verwaiste Gehäuse der San Jose Sharks trudelte.
Nach fünf Auswärtssiegen im Conference Finale des Westens zwischen den San Jose Sharks und den Calgary Flames machten die Westkanadier im bis auf den letzten Platz voll besetzten heimischen Saddledome mit einem 3-1 Heimsieg den Einzug in das Stanley Cup Finale perfekt.
Zum ersten Mal seit 1994, als die Vancouver Canucks auf die New York Rangers trafen, steht damit wieder eine kanadische Mannschaft in den Endspielen um die begehrteste Trophäe des Eishockeysports und hält die Hoffnungen der eishockeyverrückten Nation aufrecht, dass der Cup wieder einmal in das Mutterland der schnellsten Mannschaftssportart zurück kommt.
Letztendlich ein verdienter Sieg der Flames, die beim heutigen Aufeinandertreffen das kompaktere Team gewesen waren und nur wenige Torchancen der Kalifornier zugelassen hatten.
Den Triumph läutete ihr Teamkapitän Jarome Iginla(19.pp) kurz vor der ersten Pause mit einem Powerplaytreffer, seinem bereits zehnten Playofftor, als Curtis Brown eine 4-Minuten Strafe absaß, ein. Durch die Beine von Sharks Verteidiger Scott Hannan und Schlussmann Evgeni Nabokov fand die Scheibe den Weg ins Netz.
Auch im Mittelabschnitt waren die Hausherren lange Zeit das aktivere Team gewesen. Belohnt wurden sie für ihren Einsatz nach einer knappen Viertelstunde. Craig Conroy gewinnt ein Bully in der neutralen Zone, bedient den sich freilaufenden Martin Gelinas(34.) und der erfahrene Stürmer der Flames lässt sich die Chance nicht nehmen um auf 2-0 zu erhöhen.
Wie aus heiterem Himmel kam der Anschlusstreffer der Sharks: Alyn McCauley(37.) auf 1-2 und die Sharks bekamen in den Minuten vor der zweiten Pause erstmals in der Partie spielerisch die Oberhand. Die brenzlige Phase bis zum Drittelende, in der sie sogar noch zwei Minuten mit einem Mann weniger auf dem Eis auskommen mussten, überstanden die Hausherren jedoch ohne weiteren Schaden.
In den letzten 20 Spielminuten ließen die Flames nichts mehr anbrennen. Geschickt verhielten sie sich in den Zweikämpfen an der Bande und machten die Räume so eng, dass die Sharks nur selten zu einem Spielfluss fanden.
Wer der Endspielgegner der Flames sein wird entscheidet sich spätestens Samstag Nacht zwischen den Philadelphia Flyers und Tampa Bay Lightning. Aktuell liegt hier das Team aus Florida mit 3-2 Siegen in Front.