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2004-04-20 

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SPIELTAG 20.04.2004

Montreal - Boston 2-0 (0-0/0-0/2-0)
(Playoffstand 4-3)

Richard Zednik(MON) konnte sich in Boston als zweifacher Torschütze auszeichnen.

Die Montreal Canadiens ziehen durch einen 2-0 Erfolg im alles entscheidenden siebten Spiel gegen die Boston Bruins in das Conference Halbfinale ein. In der Serie lag das frankokanadische Traditionsteam bereits mit 1-3 im Hintertreffen, ließ sich hiervon aber nicht beeindrucken und konnte zum ersten Mal in seiner erfolgreichen Franchisegeschichte (0-12), solch einen Rückstand durch drei Siege in Folge, zwei davon auf fremden Eis aufholen.
Richard Zednik(51./60.en) avancierte dabei zusammen mit Schlussmann Jose Theodore zum Matchwinner für die Canadiens. Als nur noch gut neun Minuten in der regulären Spielzeit zu absolvieren waren und die Hausherren drauf und dran waren das Führungstor zu erzielen, nutzte Zednik eine Unachtsamkeit der Bruins' Abwehr. Der 28-jährige Slowake stand völlig frei vor dem Tor, als Bostons Schlussmann Andrew Raycroft einen Schuss von Alexei Kovalev nur nach vorne abprallen lassen konnte. Es war der erste Torschuss der Canadiens im letzten Drittel.
Die Bruins, die noch nie in ihrer Franchisegeschichte eine Playoffserie in der sie mit 3-1 Siegen führten noch verloren (17-0) versuchten in der verbleibenden Zeit noch einmal alles um sich zumindest in die Overtime zu retten, scheiterten aber immer wieder so sie gefährlich vor dem Gehäuse der Gäste auftauchten an deren Goalie Theodore. Dieser wehrte alle 32 Schüsse der Bruins mit Bravour ab. Den Schlusspunkt setzte wiederum Richard Zednik mit einem 'Empty Net Goal' acht Sekunden vor Spielende.
Die Montreal Canadiens, nur als siebtplatzierte in die Playoffs eingezogen, werden im kommenden Conference Halbfinale auf das punktbeste Team im Osten, die Tampa Bay Lightning, treffen.

Calgary - Vancouver 3-2 OT (0-0/1-0/1-1/1-0)
(Playoffstand 4-3)
Martin Gelinas(62.pp), ein Ex-Canuck, beendete nach 85 Sekunden in der Verlängerung eine faszinierende Playoffserie zwischen den Vancouver Canucks und den Calgary Flames mit vielen Auf und Abs der Gefühle auf beiden Seiten - ein westkanadisches Derby das wahrlich keinen Verlierer verdient gehabt hätte.
Auch heute Morgen im mit 18.630 Zuschauern ausverkauften General Motors Place betrieben die Kontrahenten beste Werbung für ihren Sport und bewiesen wieder einmal, dass beim Eishockey fast alles möglich ist.
Kaum zu trösten war Canucks' Verteidiger Ed Jovanovski, dessen Strafzeit zum Zeitpunkt von Calgarys Siegtor noch acht Sekunden gedauert hätte. Eine halbe Minute vor dem Ende der regulären Spielzeit, war der Verteidiger beim Stande von 2-1 für Calgary wegen 'Hohen Stocks' mit einer Strafe belegt worden und die Canucks sahen jetzt schon wie die sicheren Verlierer aus.
Headcoach Marc Crawford setzte alles auf eine Karte ließ seinen Schlussmann Alex Auld auf der Bank und Matt Cooke(48./60.) schaffte gut fünf Sekunden vor dem Ertönen der Schlusssirene mit seinem zweiten Tor an diesem Abend den nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich. Wie ein kleines Kind hüpfte Jovanovski vor Freude im Sünderbänkchen hinter der Plexiglasscheibe herum.
Exemplarisch für diese Partie waren auch die Emotionen von Calgarys Teamkapitän Jarome Iginla(33./51.pp), mit zwei Toren war er nicht nur der beste Mann auf dem Eis in dieser Partie, sondern in der gesamten Playoffserie. Er ließ sich beim Ausgleichstor auf das Eis fallen und blieb enttäuscht regungslos liegen. Am 'Game Winning Goal' war er aber wieder maßgeblich beteiligt.
Nicht nur Iginla sondern sämtliche Flames erwiesen sich als 'Steh-auf-Männchen' und nutzten die folgende Pause, um ihre Psyche zu stärken und nicht mehr an das späte Gegentor zu denken. Der Lohn ist der erstmalige Gewinn einer Playoffserie seit 15 Jahren und das Erreichen der Western Conference Halbfinale, in dem sie auf die Detroit Red Wings treffen werden.

 

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