Detroit - Nashville 2-0 (2-0/0-0/0-0) (Playoffstand 4-2)
Die Red Wings feiern ihre frühe 2-0 Führung.
So souverän wie heute hatten viele Experten die Detroit Red Wings in den ersten Playoff-Auswärtsspielen auch schon erwartet, doch es setzte zwei Niederlagen, die nun wiederum problemlos ausgebügelt wurden. Durch einen nie gefährdeten 2-0 Erfolg in der dritten Partie in Nashville ziehen die Detroit Red Wings in die zweite Runde ein und treffen dort entweder auf die Calgary Flames oder die Colorado Avalanche.
Lediglich ganze 15 Torschüsse auf Gäste Schlussmann Curtis Joseph konnten die Predators produzieren, so dass dieser relativ problemlos seinen ersten Playoff-Shutout in über zwei Jahren feiern konnte. Zwei schnelle Treffer von Ray Whitney(2.) und Steve Yzerman(2.) innerhalb von 30 Sekunden bei nicht einmal gespielten zwei Minuten wirkten wie ein Schock für die Hausherren, die aufgrund dieser hohen Bürde nicht mehr in der Lage waren, ihr taktisches Konzept aus einer starken Defensive heraus zum Erfolg zu kommen, durchsetzen zu können.
Detroit kontrollierte im Stile einer Spitzenmannschaft das Geschehen auf dem Eis und verabschiedete die 17.329 Fans der Nashville Predators ohne einen einzigen Torjubel. Die konnten jedoch Stolz sein auf das Abschneiden ihres Teams, das dem Favoriten das Leben wenigstens etwas schwer gemacht und die Saison erhobenen Hauptes beendet hatte.
Dallas - Colorado 1-5 (1-1/0-1/0-3) (Playoffstand 1-4)
Zum ersten Mal konnten die Colorado Avalanche die Dallas Stars in einer Playoffserie besiegen. Mit einem letztendlich ungefährdeten 5-1 Erfolg im heimischen Pepsi Center beendeten die Avs die Hoffnungen der Stars und schickten diese vorzeitig in die Sommerpause. Dallas war das letzte Mal 1997 in der ersten Runde gescheitert. Dabei hatte es noch gut angefangen für die Gäste. Chris Therien(6.) brachte Dallas mit 1-0 in Führung und die Hausherren taten sich lange schwer dieses Manko wieder auszubügeln. Ausgerechnet Darby Hendrickson(19.), der nur wegen einer erneuten Pause von Alex Tanguay ins Team rutschte, brach den Bann und konnte noch vor der Pause ausgleichen, indem er seinen eigenen Nachschuss verwandelte.
Die Avs kamen somit nach dem Wechsel noch besser ins Spiel und wurden schon früh mit dem 2-1 durch Steve Konowalchuk(22.pp) in Überzahl belohnt. Den Stars merkte man nun die Verkrampfung des drohenden Aus an und Colorado ging weiter seinen Weg. In unnachahmlicher Weise markierte Peter Forsberg(41.) nur 42 Sekunden im dritten Drittel das 3-1 und sorgte damit für eine Vorentscheidung. Während Avs Torhüter David Aebischer für seine Paraden zunehmend gefeiert wurde, verspotteten die 18.007 Zuschauer Marty Turco mit 'Marty, Marty'-Rufen. In der Tat sah der Stars Schlussmann nicht immer glücklich aus und konnte auch das 4-1 durch Milan Hejduk(50.) nicht verhindern. Als Gäste Trainer Dave Tippett bereits fünf Minuten vor dem Ende alles auf eine Karte setzte und Turco herausnahm, dauerte es nicht lange und Joe Sakic(56.en) sorgte für den Endstand.
Colorado trifft nun im Falle eines Sieges von Calgary gegen Vancouver in der nächsten Runde auf San Jose oder andernfalls auf den Erzrivalen aus Detroit.
New Jersey - Philadelphia 1-3 (0-1/1-0/0-2) (Playoffstand 1-4)
Die Flyers hatten die Devils nicht nur in dieser Szene im Griff.
Der Titelverteidiger aus New Jersey ist bereits in der ersten Playoffrunde des Jahres 2004 gescheitert! Auch das dritte Auswärtsspiel in Philadelphia wurde am Abend mit 1-3 verloren und Philadelphia seinerseits konnte damit den erforderlichen vierten Sieg zum unerwartet deutlichen 4-1 Erfolg in der Serie einfahren.
Dabei konnten die Gäste aus East Rutherford im Spiel lange gut mithalten und gerieten im ausverkauften Wachovia Center zu Philadelphia erst in den Schlussminuten der umkämpften Partie auf die Verliererstraße. Den Gastgebern gelang zunächst die Führung durch Alexei Zhamnov(14.) bereits im Anfangsdrittel. Den Mittelabschnitt bestimmten dann weitestgehend die nun unter großem Druck stehenden Gäste, liefen dabei jedoch häufiger Gefahr sich einen der gefährlichen Konter der Flyers einzufangen. Scott Niedermayer(34.) war es schließlich, dem mit seinem ersten Playofftreffer der Saison auch der erste und zugleich einzige Devilstreffer des Abends gelingen sollte.
In der dritten Periode konnten die Hausherren durch Danny Markov(55.) letztendlich das erlösende 2-1 erzielen, bevor Sami Kapanen(60.en) acht Sekunden vor Schluss das frühe Ausscheiden des alten Champions endgültig besiegelte. Für die ambitionierten Devils endete damit eine insgesamt enttäuschende Saison erneut nach 1998, 1999 und 2002 in der ersten Playoffrunde.
Boston - Montreal 2-5 (1-1/0-2/1-2) (Playoffstand 3-3)
Nachdem die Canadiens die ersten beiden Auswärtsspiele und die zweite Heimpartie in der Serie gegen die Bruins verloren hatten, konnten sie anschließend nicht nur in der Ferne, sondern auch jetzt zu Hause gewinnen und somit ein siebtes Aufeinandertreffen erzwingen.
Die Hausherren begannen am letzten Abend in Montreal konzentriert wie ihre Gäste. Beide standen hinten gut und waren zusätzlich in der Lage gefährliche Angriffe vorzutragen. So dauerte es keine acht Minuten bis der Puck zum ersten Mal den Weg in ein Gehäuse fand. Der erfolgreich Schütze war Bostons Sergei Samsonov(8./45.), ehe Darren Langdon(13.) im ersten Drittel noch der Ausgleich gelang. Im weiterhin ausgeglichenem zweiten Durchschnitt nutzten dann allerdings nur noch die Canadiens ihre Chancen. Zuerst traf Kapitän Saku Koivu(27.) ins Schwarze, gefolgt von Yanic Perreault(35.), der die Vorarbeit von Top-Rookie Michael Ryder und Mike Ribeiro zum beruhigenden 3-1 mustergültig abschloss.
Der Vorsprung verlieh den eh schon gut agierenden Gastgebern Sicherheit, denn besonders im Defensivverhalten präsentierten sie sich äußerst sicher und ließen trotz wütender Angriffe der Bruins kaum noch etwas anbrennen. Einen Treffer mussten sie jedoch hinnehmen, als sich der quirlige Samsonov noch ein Mal entscheidend durchsetzen konnte. Zwei Tore ins leere Gehäuse ihrer Gegner aus Boston durch Alexei Kovalev(60.en) und Jan Bulis(60.en) besiegelte schließlich den Serieneinstand.
Vancouver - Calgary 5-4 3.OT (1-0/3-2/0-2/0-0/0-0/1-0) (Playoffstand 3-3)
Sie haben es doch noch geschafft! Nach einer eigentlich beruhigenden 4-0 Führung kassierten die Canucks vier Gegentore und mussten noch zwei komplette Overtimes, in der sie glücklich den Einstand hielten, spielen, ehe Brendan Morrison(103.) die Gäste mit seinem zweiten Playofftor erlöste. Sie glichen die Serie dadurch aus und müssen nun wie die Mannen aus Ottawa und Toronto, sowie Boston und Montreal ebenfalls eine siebte Partie bestreiten.
Die rein kanadische Auseinandersetzung begann für die Canucks vielversprechend, denn sie waren in der Lage von Beginn an ihr Spiel durchzusetzen und dominierten klar das Geschehen. Trotz zahlreicher Chancen gelang allerdings nur Jarkko Ruutu(19.) ein Treffer kurz vor der ersten Pause. Das Bild änderte sich zunächst nicht. Die Gäste marschierten nach vorne und konnten im zweiten Drittel innerhalb von weniger als fünf Minuten auf 4-0 erhöhen. Die erfolgreichen Torschützen waren Daniel Sedin(26.pp) im Powerplay, sowie Brad May(27.) und Geoff Sanderson(31.) bei nummerischem Gleichgewicht. Doch lediglich 16 Sekunden danach drehte sich das Blatt, indem Calgarys Robyn Regehr(31.) der Anschluss gelang und somit den Startschuss zur Aufholjagd gab. Ein weiterer Treffer folgte durch Ville Nieminen(33.) kurz darauf.
Nach der zweiten Pause war erneut das Glück auf der Seite der Hausherren, als sich Chris Clark(42.) an Goalie Alex Auld versuchte und tatsächlich zum 3-4 traf. Die keineswegs verstörten Canucks ließen sich dadurch nicht beirren und agierten weiterhin gefällig, konnten ihre guten Möglichkeiten aber nicht nutzen. Wie man Tore schießt führte ihnen dann Calgarys Martin Gelinas(53.), der sieben Minuten vor dem Ertönen der Schlusssirene zum 4-4 traf, vor, so dass die Teams in die Overtime mussten.
Während der folgenden zwei Drittel konnte Vancouvers Goalie mehrmals hervorragend halten und hatte zusätzlich Glück bei einem Pfostenschuss. Die schlechte Chancenverwertung rächte sich schließlich in der dritten Spielminute der dritten Overtime.