NHL-Eishockeymagazin
 berichte - aktuell - spielberichte

>> Titelseite

> Berichte
>> aktuell
>> hintergrund

>> Vereine

>> Fanspiele

>> Service

>> Statistik

>> Gerüchte

2004-04-16 

ANZEIGE

SPIELTAG 16.04.2004

Montreal - Boston 5-1 (1-0/1-0/3-1)
(Playoffstand 2-3)

Andrew Raycroft(BOS) muss wegsehen, als sich die Canadiens über ihr viertes Tor freuen.

Todgesagte leben länger. Mit einem 1-3 Rückstand in ihrer Serie gegen die Boston Bruins hatten die Montreal Canadiens heute Nacht im Fleet Center von Boston antreten müssen, wo nur noch wenige daran geglaubt hatten, dass die Frankokanadier die Hausherren gefährden könnten.
Doch so leicht wollten sich die Canadiens von den Playoffs 2004 nicht eliminieren lassen und vereitelten den ersten 'Matchball' der Bruins mit einem eindrucksvollen 5-1 Kantersieg. Die Gäste versteckten sich nicht. Vor allem als der Anfangselan der Bruins nachgelassen hatte, boten sich ihnen schnell Torchancen. Yanic Perreault(6.) nutzte gleich die erste zur 1-0 Führung. Abgeklärt und in der Defensive vor einem herausragenden Schlussmann Jose Theodore kompakt stehend erwarteten die 'Habs' ein ums andere Mal die Angriffsbemühungen ihrer Gastgeber.
Diese wurden für ihre Leichtfertigkeit im Abschluss bestraft als Alexei Kovalev(28.) zur Mitte des zweiten Durchgangs auf 2-0 erhöht hatte. Noch schlimmer kam es für die Bruins im letzten Drittel. Gerade hatten sie ein 4-minütiges Unterzahlspiel überstanden, als sich Richard Zednik(44.) die Scheibe schnappte und das 3-0 markierte. Fünf Minuten später ließ Glen Murray(49.) die gut 17.500 Besucher, so sie Fans des Heimteams waren auf eine Spielwende hoffen. Daraus wurde jedoch nichts. Sergei Gonchar und Joe Thornton mussten fast gleichzeitig auf die Strafbank und die 'Habs' nutzten das 5 gegen 3 Überzahlspiel zu zwei Treffern von Saku Koivu(52.pp) und Craig Rivet(54.pp).

Nashville - Detroit 1-4 (0-3/1-1/0-0)
(Playoffstand 2-3)
Nach zwei Auswärtsniederlagen in Folge wurden die Detroit Red Wings heute Nacht auf heimischen Eis ihrer Favoritenrolle wieder gerecht und bezwangen die Nashville Predators auch in der Höhe verdient mit 4-1 Toren.
Schnell machten die Red Wings ihren Gästen klar, dass es in 'Hockeytown' für sie keinen Blumentopf zu gewinnen geben wird. Ehe sich die Predators umsahen lagen sie nach Gegentoren von Henrik Zetterberg(4.), Brett Hull(7.) und einem 'Shorthander' von Brendan Shanahan(14.sh) bereits mit 0-3 in Rückstand. Als dann auch noch Verteidiger Nicklas Lidstrom(30.pp) im Powerplay traf, bevor eine halbe Stunde absolviert war, schwanden die Hoffnungen der Gäste auf eine Überraschung.
Daran konnte auch das Ehrentor der Predators von Sergei Zholtok(40.pp) kurz vor der zweiten Pause nichts ändern. Das Spiel ließen sich die Red Wings, bei denen erstmals in den Playoffs Curtis Joseph von Beginn an im Tor stand, nicht mehr nehmen. Über weite Strecken des Schlussabschnitts konnten sie sogar ihre Kräfte für kommende Aufgaben schonen ohne dabei in Gefahr zu geraten sich einen weiteren Gegentreffer einzufangen.

St. Louis - San Jose 1-3 (1-1/0-1/0-1)
(Playoffstand 1-4)
Die St. Louis Blues müssen sich als erste Mannschaft aus den diesjährigen Playoffs verabschieden. Neben ihrer Heimniederlage von vor zwei Tagen verloren sie heute Morgen auch ihren dritten Auftritt im HP Pavillon der San Jose Sharks und müssen anerkennen, dass sie in dieser Serie gegen die physisch und psychisch stärkeren Kalifornier nicht den Hauch einer Chance hatten.
Die Sharks, schon während der regulären Saison überraschend dominant in der Pacific Division, blieben ihrer erfolgversprechenden Spielweise treu. Zun&auuml;chst einmal gilt es das eigene Tor abzusichern, um dann mit schnell vorgetragenen Gegenangriffen die Kontrahenten auszuspielen.
Bereits nach 110 Sekunden schlug es erstmals hinter Gästegoalie Chris Osgood im Netz ein. Brad Stuart(2.) hatte die Vorarbeit von Patrick Marleau und Vincent Damphousse mustergültig abgeschlossen. Viele Torchancen konnten sich die Kontrahenten in den folgenden Minuten nicht mehr herausspielen. Bei einer der wenigen von St. Louis sollte Brian Savage(14.) der Ausgleich gelingen.
Auch in den folgenden zwei Dritteln spielte sich das Geschehen meist in der neutralen Zone ab. Beide Teams standen sehr kompakt an der blauen Linie. Selbst aus einer fast zwei Minuten währenden 5 gegen 3 Überzahlsituation konnten die Sharks kein Kapital schlagen. Versäumtes holte aber Mark Smith(30.) mit seinem ersten Playofftor nach, nur zwei Sekunden nachdem die Blues wieder vollständig auf dem Eis vertreten waren. Aus deutscher Sicht besonders schön, dass Marcel Goc an diesem 'Game Winning Goal' mit einem Assist beteiligt war.
Den Schlusspunkt zum 3-1 Endstand setzte Sharks' Publikumsliebling Mike Ricci(57.) 3 1/2 Minuten vor Spielende. Die Sharks können sich nun, nach getaner Arbeit und dem vorzeitigen Einzug in das Western Conference Halbfinale zurücklehnen und in Ruhe verfolgen wie sich ihr nächster Gegner herauskristallisiert.

Calgary - Vancouver 2-1 (0-0/1-1/1-0)
(Playoffstand 3-2)
Die Calgary Flames stehen kurz vor dem größten Erfolg ihrer Franchise seit dem Stanley Cup Gewinn in 1989. In den folgenden 15 Jahren kamen die Westkanadier entweder überhaupt nicht in die Playoffs, seit 1997 sechs Mal in Folge, oder scheiterten sechs Mal bereits in der ersten Runde. Heute Morgen bezwangen sie die Vancouver Canucks, Dank eines glücklichen Treffers ihres Teamkapitäns Jarome Iginla(46.), der bei einer unübersichtlichen Aktion mit viel Verkehr vor dem von Alex Auld gehüteten Gehäuse der Hausherren, am schnellsten reagierte und zum 2-1 Siegtor einnetzte. Es sollte der letzte Torschuss der Flames in dieser Partie gewesen sein.
In der letzten Viertelstunde mobilisierten die Canucks noch einmal alle Kräfte um zumindest eine Overtime zu erzwingen. Gästeschlussmann Miikka Kiprusoff erwies sich jedoch bis zum Ertönen der Schlusssirene als unüberwindbare Hürde.
In den ersten zwei Durchgängen hatten sich die Teams weitgehend neutralisiert. Beide Treffer im Mittelabschnitt von Craig Conroy(24.pp) und Henrik Sedin(37.pp) resultierten aus einer Überzahlsituation.
Den Fans der Vancouver Canucks bleibt die Hoffnung, dass ihre Jungs, wie in 1994, gegen die Flames erst mit einem Sieg im siebten Spiel in die nächste Runde einziehen - und damals waren sie bekanntermaßen sogar noch bis in das Stanley Cup Finale vorgedrungen.

 

>> Spielstatistiken des Tages

 


(C) eishockey.com, Sports Media & Entertainment GmbH

Click Here!