Detroit - Nashville 0-3 (0-1/0-1/0-1) (Playoffstand 2-2)
Tomas Holmstrom(DET) findet in Tomas Vokoun seinen Meister.
Auf heimischen Eis sind die Nashville Predators eine Macht. Als Achtplatzierte gerade noch in die Playoffs gerutscht bereiten die Predators den hochfavorisierten Detroit Red Wings mehr Mühe als denen lieb ist und glichen heute Nacht mit einem 3-0 Erfolg die Playoffserie aus.
Vor allem Nashvilles Schlussmann Tomas Vokoun erwies sich mit 41 Rettungstaten und seinem ersten Playoff-Shutout als Spielverderber der Gäste, die in allen drei Spielabschnitten das aktivere und spielbestimmende Team gewesen waren.
Dagegen nutzten die Hausherren konsequent und eiskalt ihre Einschussmöglichkeiten. Ihre erste nach gut zehn Spielminuten beförderte Steve Sullivan(11.) ins Netz. Bedingt durch einige Überzahlsituationen konnten die Predators den Mittelabschnitt auch optisch etwas ausgeglichener gestalten und als eine Strafe gegen ihre Gäste angezeigt war gelang Vladimir Orszagh(35.) bei sechs gegen fünf das 2-0.
Noch schlimmer kam es für die Red Wings und ihrem Schlussmann Manny Legace zu Beginn des letzten Durchgangs als Greg Johnson(43.) mit dem erst zehnten Torschuss der Hausherren in dieser Partie Legace zum dritten Mal bezwang.
Boston - Montreal 4-3 2.OT (1-2/1-1/1-0/0-0/1-0) (Playoffstand 3-1)
Nach fast einer halben Stunde Zusatzschicht im Bell Centre von Montreal gelang Glen Murray(90.) das 4-3 Siegtor für die Boston Bruins, das die Montreal Canadiens an den Rande des Playoffaus bringt. Die Frankokanadier liegen in dieser Playoffserie nun mit 1-3 im Hintertreffen und müssen übermorgen im Fleet Center von Boston unbedingt gewinnen um nicht vorzeitig in die Sommerpause geschickt zu werden.
Dabei fehlte den Gastgebern heute Nacht nur 31 Sekunden zum Sieg. Mit dem Mute der Verzweiflung hatten die Bruins in der letzten Minute der regulären Spielzeit beim Stande von 2-3 aus ihrer Sicht ihren Schlussmann Andrew Raycroft zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis genommen und diese Maßnahme führte zum Erfolg. Mike Knuble(60.) hatte nach einem eher schwachen Schuss von Murray dem Puck die entscheidende Richtungsänderung zum 3-3 Gleichstand gegeben.
Zuvor waren die Canadiens einem erneuten 2-Tore Vorsprung näher gewesen als die Gäste dem Ausgleich. Mit zwei Toren in Front lagen die Canadiens bereits nach gut 20 Spielminuten als Mike Ribeiro(5./22.) und Alexei Kovalev(20.) bei einem Gegentor von Michael Nylander(17.) eine 3-1 Führung herausgeschossen hatten. Das zweite Tor der Gäste besorgte im Mittelabschnitt Verteidiger Jiri Slegr(32.).
San Jose - St. Louis 4-3 (1-1/2-0/1-2) (Playoffstand 3-1)
Bereits übermorgen mit einem weiteren Sieg können die San Jose Sharks vorzeitig in die nächste Runde einziehen, nachdem sie heute Nacht den St. Louis Blues in einer unterhaltsamen und bis zum Ertönen der Schlusssirene spannenden Partie mit 4-3 Toren das Nachsehen gaben.
Den letztendlich vorentscheidenden 2-Tore Vorsprung hatten in der ersten halben Stunde Scott Thornton(7./24.) und Alex Korolyuk(31.) für die Kalifornier herausgeschossen. Zwischenzeitlich war Mike Danton(12.) das Ausgleichstor für die Hausherren gelungen.
Die Blues verschliefen völlig das Mitteldrittel in dem sie ihren Gästen viel Zeit und Platz zum kombinieren ließen und hierfür auch die Quittung bekamen. Völlig verwandelt präsentierten sich die Blues ihren knapp 19.500 Fans im letzten Durchgang. Mit dem Mute der Verzweiflung drängten sie auf den Ausgleich und konnten auch noch zwei Mal durch Pavol Demitra(21.) und Doug Weight(36.pp) Gästegoalie Evgeni Nabokov bezwingen.
Die einzige Torchance der Sharks im Schlussdrittel hatte Alex Korolyuk(51.pp) während einer Überzahlsituation wobei sich dieser nicht zwei Mal bitten ließ und das 'Game Winning Goal' markierte.
Vancouver - Calgary 0-4 (0-0/0-3/0-1) (Playoffstand 2-2)
Eine äußerst überzeugende Vorstellung lieferten die Calgary Flames heute Morgen im heimischen Saddledome gegen die Vancouver Canucks ab und glichen die Playoffserie im westkanadischen Duell mit einem 4-0 Sieg aus.
Sowohl spielerisch als auch physisch hatten die Gäste aus Vancouver den Flames kaum etwas entgegen zu bieten. Von der ersten Spielminute an schafften es die Hausherren mit viel Kampfgeist den Canucks den Schneid abzukaufen. Dennoch kamen auch sie im ersten Durchgang nicht zu einem Treffer und über ein torloses Remis hinaus. Dies sollte sich ändern als mit Shean Donovan ausgerechnet ein Flame auf der Strafbank saß.
Stephane Yelle(21.sh) schloss unmittelbar nach der Pause einen Konter bei Unterzahl zur 1-0 Führung ab. Ein Schock von dem sich die Gäste nicht mehr erholen konnten. Noch schlimmer kam es für die Canucks im Mittelabschnitt als Chris Clark(37.pp) und Shean Donovan(37.) mit einem Doppelschlag binnen 27 Sekunden die Flames auf 3-0 davon ziehen ließen.
Bereits fünf Minuten vor Spielende nahm Vancouvers Coach Marc Crawford seinen Schlussmann Johan Hedberg vom Eis, wobei auch dieser Maßnahme der Erfolg in Form eines Ehrentreffers verwehrt wurde. Miikka Kiprusoff hielt seinen Kasten sauber. Insgesamt musste er nur 20 Mal rettend eingreifen und der Finne kam damit zu seinem ersten Playoff-Shutout.
Den Schlusspunkt zum 4-0 Endstand setzte Calgarys Teamkapitän Jarome Iginla(59.) mit einem 'Empty Net Goal'.