Nashville - Detroit 1-2 (0-0/1-1/0-1) (Playoffstand 0-2)
Mit seinem ersten Playofftreffer seit elf Jahren hat Mathieu Schneider(58.pp) knapp drei Minuten vor dem Ende den Detroit Red Wings eine 2-0 Führung in der Serie gegen die Nashville Predators beschert. Zuletzt traf Schneider in Spiel 3 des Stanley Cup Finales 1993 und war damit seit 34 Playoffpartien ohne Erfolg geblieben. Der Powerplaytreffer entschied die umkämpfte und keineswegs einseitige Begegnung zwischen dem Ersten und Achten der Western Conference zu Gunsten der Favoriten.
Die Predators, die sich in der Joe Louis Arena wie schon in Spiel 1 nicht versteckten, dürfen trotz des Rückstandes erhobenen Hauptes nach Nashville zurückkehren, wo am Sonntag bereits Spiel 3 der Serie steigt. Robert Lang(26.) hatte die Hausherren in Führung gebracht und Vladimir Orszagh(33.) glich noch im selben Abschnitt für die Gäste wieder aus. Die Red Wings hatten sich ihre ersten Auftritte wohl etwas leichter vorgestellt und müssen sich gegen die heimstarken Predators auswärts steigern, um ihren erspielten Vorsprung zu verteidigen.
N.Y. Islanders - Tampa Bay 3-0 (1-0/0-0/2-0) (Playoffstand 1-1)
Roman Hamrlik und Mark Parrish beglückwünschen Janne Ninimaa zu dessen Tor.
Da war sie wieder, die Ladehemmung der Tampa Offensive, ausgerechnet gegen ihren ersten Playoffgegner des Jahres, die New York Islanders. Wie schon in der Vorrunde gelang es den Lightning gegen die Islanders nicht, sich in der Offensive entscheidend in Szene zu setzen, und sie verloren das Heimrecht in der Serie durch ein deutliches 0-3 am Abend im heimischen St. Pete Times Forum.
Den Islanders gelang es hingegen, die individuellen Fehler des ersten Spiels der Serie, die sie dort noch um die Früchte der ansich starken Leistung gebracht hatten, abzustellen. Bereits im ersten Drittel gingen die Gäste durch Janne Niinimaa(12.), nach Vorbeit von Roman Hamrlik und und Mark Parrish, in Führung. Konzentriert verteidigten die Mannen von Coach Steve Stirling in der Folgezeit ihren knappen Vorsprung, bevor Jason Blake(44./60.en) mit einem Doppelschlag die Zeichen für die New Yorker endgültig auf Sieg stellen konnte. Rick DiPietro kam so, relativ ungefährdet, zu seinem ersten Playoffshutout seiner noch jungen Karriere. Die heimstarken Islanders haben ihr Vorhaben unbedingt ein Auswärtsspiel siegreich zu gestalten, um den Heimvorteil der Lightning zu rauben, so bereits im zweiten Gastauftritt in Tampa umsetzen können. Nun liegt der Druck auf dem Favoriten, dem Liga-Primus im Osten, der nun unbedingt auf Long Island wieder eine Leistungssteigerung zeigen muss, um nicht sogar in einen Rückstand gegen den Achtplatzierten der Vorrunde zu geraten.
St. Louis - San Jose 1-3 (0-1/0-1/1-1) (Playoffstand 0-2)
Der 24-jährige Patrick Marleau(18.pp/24.pp/41.) war mit seinem Hattrick der Held des Abends im HP Pavilion zu San Jose. Seine drei Treffer, schön regelmäßig auf alle drei Spieldrittel verteilt, waren der Grundstock für einen letztlich ungefährdeten 3-1 Sieg der heimischen Sharks, die damit mit einem 2-0 Vorsprung in der Serie nach St. Louis reisen dürfen.
Der Anschlusstreffer der Blues durch Doug Weight(58.) kam für die Gäste viel zu spät. In einer emotionsgeladenen Partie mit vielen Strafminuten war Spielfluss über weite Phasen Mangelware. Chris Pronger allein verbrachte acht der ersten vierzehn Spielminuten auf der Strafbank. Doch der unbändige Kampfeswille der Sharks und der überragende Marleau machten an diesem Abend den Unterschied aus. Der Druck auf die Blues ist nach den beiden Auftaktpleiten in San Jose bereits enorm. Eine Heimniederlage in den beiden folgenden Spielen in St. Louis könnte bereits die Vorentscheidung zu Gunsten des Pazific Division Siegers bedeuten. Eine deutliche Steigerung der Blau-Gelben ist daher unumgänglich, wenn man noch länger in der diesjährigen Off-Season vertreten sein will.
Ottawa - Toronto 0-2 (0-1/0-1/0-0) (Playoffstand 1-1)
Bis in die Haarspitzen motivierte, ganz kampfstarke Toronto Maple Leafs machten sich heute Nacht daran, ihre Auftaktniederlage gegen die Ottawa Senators zu kompensieren. Mit 2-0 Toren entschieden die Leafs das zweite Aufeinandertreffen mit ihren kanadischen Nachbarn für sich.
Zu den Matchwinnern des Traditionsteams avancierten dabei Gary Roberts(11./27.pp), der beide Treffer der Hausherren markieren konnte, und Schlussmann Ed Belfour mit insgesamt 31 Rettungstaten. Der erfahrene Goalie der Leafs beendete seinen 150. Playoffauftritt mit dem zwölften Playoff-Shutout.
Die Vorentscheidung zu Gunsten der Gastgeber fiel vor den Augen von 19.529 Besuchern im Air Canada Center zur Mitte des zweiten Durchgangs als mit Daniel Alfredsson und Zdeno Chara gleich zwei Senator auf der Strafbank saßen und Roberts nach einem Schlagschuss von Brian Leetch die Chance nutzte den Vorsprung auszubauen.
Brenzlig wurde es für die 'Blueshirts' noch einmal zu Beginn des Schlussabschnitts als auch ihre Gäste für eine halbe Minute mit zwei Mann mehr auf dem Eis agieren durften. Hierbei scheiterte deren Teamkapitän Alfredsson aus kurzer Distanz mit einem platzierten Schuss an der Reaktion von Belfour, der die Scheibe abfing.
New Jersey - Philadelphia 2-3 (0-1/1-1/1-1) (Playoffstand 0-2)
Stehen die amtierenden Stanley Cup Champions, die New Jersey Devils kurz vor dem Playoff-Aus? Wenn die Philadelphia Flyers weiter so effizient ihre Torchancen nutzen und Devils' Schlussmann Martin Brodeur nicht weiter über sich hinauswächst, dann sieht es für die Devils auch in den folgenden zwei Heimpartien wahrlich schlecht aus.
Nur 18 Torschüsse benötigten die Flyers um auch das zweite Aufeinandertreffen im Wachovia Center gegen New Jersey mit 3-2 zu gewinnen. Analog den Ereignissen von vor zwei Tagen verteilten die Hausherren ihre Treffer schön gleichmäßig auf die drei Spielabschnitte.
Mark Recchi(15.pp) nach einer Viertelstunde im Powerplay, Alexei Zhamnov(28.) kurz nachdem Jan Hrdina(25.) die Gäste wieder zurück ins Spiel geschossen hatte und Mattias Timander(50.) gaben Brodeur das Nachsehen.
Wieder einmal mehr Arbeit als sein Gegenüber hatte Phillys Schlussmann Robert Esche. 24 Mal konnte er in der engen Partie rettend eingreifen und war vor allem nach dem Anschlusstor von Brian Gionta(55.) in den letzten gut fünf Minuten, als die Gäste mit dem Mute der Verzweiflung auf den Ausgleich drängten, deren Spielverderber.