Montreal - Boston 1-2 OT (0-1/1-0/0-0/0-1) (Playoffstand 0-2)
Michael Nylander(BOS) lässt Jose Theodore(MON) beim 1-0 keine Chance.
Die Rookies der Boston Bruins sorgen weiter für Furore und hatten wesentlichen Anteil am erneuten Erfolg der Schwarz-Gelben gegen die kanadischen Gäste. Patrice Bergeron(62.) traf nach 86 Sekunden Spielzeit in der Verlängerung zum 2-1 Endstand und gibt den Bruins damit eine 2-0 Führung in der Serie, bevor es am Sonntag nach Montreal geht. Außerdem wusste Torhüter Andrew Raycroft erneut zu überzeugen und hielt insgesamt 25 Schüsse der Canadiens. Über 35 Minuten schaffte er es wie im gesamten Spiel 1 mit einigen spektakulären Paraden seinen Kasten sauber zu halten, doch dann war er bei einer Drei gegen Fünf Unterzahl machtlos, als Patrice Brisebois(36.pp) unbedrängt abziehen konnte und damit zum 1-1 ausglich. Der Treffer war zu diesem Zeitpunkt verdient, denn spätestens nach der Führung der Bruins durch Michael Nylander(16.) im ersten Drittel war Montreal die aktivere Mannschaft und reduzierte die Offensive von Boston auf lediglich zwei Torschüsse im Mittelabschnitt.
Nach der zweiten Pause wurde die Begegnung wieder ausgeglichener und beide Teams hatten ihre Chancen, doch Raycroft und Jose Theodore auf der anderen Seite erzwungen eine Zusatzschicht, die allerdings schon früh beendet wurde. Bergeron, der mit 18 Jahren derzeit jüngste Akteur der NHL, konnte schließlich Theodore mit einem harten Schuss, der dem Schlussmann etwas unglücklich über die Fanghand ins Netz rutschte, spielentscheidend überwinden.
Dan Hinote(COL) erkämpft sich in markanter Weise den Unterzahltreffer zum 4-1.
Die Colorado Avalanche scheinen zum rechten Zeitpunkt ihren Spielwitz und ihre Offensivstärke wieder gefunden zu haben. Durch einen überzeugenden 5-2 Erfolg gegen die Dallas Stars verschafften sie sich eine 2-0 Führung in der Serie. Von der Heimschwäche, welche den Avs im letzten Saisonabschnitt noch die Divisionsmeisterschaft kostete, ist bislang nicht mehr viel zu spüren. Auf der anderen Seite setzten die Stars ihre Serie an schlechten Auswärtspartien nahtlos fort. Sie müssen ich jetzt auf ihre Heimstärke verlassen, um in der Serie zurückzukehren.
Schlüssel zum Sieg der Hausherren waren heute deren Special Teams, die vollauf überzeugen konnten. Während sechs Unterzahlsituationen schadlos überstanden wurden, nur die Erste konnte Mike Modano(9.pp) zur Führung der Gäste nutzen, erzielten die Avs selbst drei Powerplaytreffer und sogar ein Unterzahltor. Zunächst konnte Joe Sakic(10.pp) bereits etwas mehr als eine Minute nach dem 1-0 wieder ausgleichen und drei Sekunden vor dem Ende der ersten Periode brachte Alex Tanguay(20.pp) die Gastgeber erstmals in Front.
Diesen Vorsprung bauten der wieder blendend aufgelegte Peter Forsberg(27.), sowie Dan Hinote(34.sh) in Unterzahl auf 4-1 aus, ehe Chris Therien(38.) für Dallas noch einmal verkürzte und damit den Stars etwas Hoffnung für den Schlussabschnitt gab. Doch die Defensivabteilung der Avs zeigte sich stets auf dem Posten und ließ nichts mehr anbrennen. Colorado Torhüter David Aebischer war erneut ein sicherer Rückhalt und wurde von den 18.007 Zuschauer im Pepsi Center mehrmals mit 'Abi, Abi' Sprechchören gefeiert. Sein Gegenüber Marty Turco konnte indes auch das abschließende 5-2 durch Steve Konowalchuk(44.pp) nicht verhindern und wird sich in den kommenden Heimspielen steigern müssen.
Calgary - Vancouver 2-1 (2-0/0-1/0-0) (Playoffstand 1-1)
Ein Doppelschlag durch Jarome Iginla(4.) und Matthew Lombardi(4.) früh in der Partie, nämlich in der 4. Spielminute innerhalb von 50 Sekunden, genügte den Calgary Flames um einen wichtigen Auswärtssieg bei den Vancouver Canucks einzufahren und nun mit einem 1-1 in der Serie zurück nach Calgary zu fahren.
Die 18.630 Zuschauer im General Motors Place zu Vancouver hofften dieses Mal vergebens auf eine Rückkehr ihrer Mannschaft, die über weite Strecken müde wirkte, um der Begegnung wieder eine Wende zu geben. Mehr als ein Überzahltreffer durch Markus Naslund(30.pp) zur Mitte des Spieles sprang nicht heraus. Die Flames, die sich keineswegs auf das Halten des Ergebnisses versteiften, hatten sogar teilweise die besseren Gelegenheiten ihren Vorsprung auszubauen.
Erst drei Minuten vor dem Ende erhöhte sich die Spannung noch einmal, als Schiedsrichter Kerry Fraser den finnischen Flame Toni Lydman wegen hohen Stocks in die Kühlbox schickte und den Canucks so ein Powerplay bescherte. Doch das Tor von Miikka Kiprusoff blieb trotz guter Einschussmöglichkeiten verschlossen. Auch das letzte Mittel von Vancouver, die Herausnahme von Dan Cloutier für einen weiteren Stürmer, verbuffte, so dass sich die Flames sofort nach der herbeigesehnten Schlusssirene in den Armen lagen, um sich zu ihrem Teilerfolg zu beglückwünschen.