Die Bruins bedanken sich bei Torhüter Andrew Raycroft und feiern ihren wichtigen Sieg.
Völlig verkehrt im Gegensatz zu der Partie beider Teams am Samstag in Boston, wo New Jersey souverän 5-2 gewann, verlief die Begegnung heute in New Jersey. Durch eine äußerst konzentrierte und vor allem defensiv disziplinierte Vorstellung besiegten die Bruins die Devils mit 3-1 und sicherten sich so noch den Divisionstitel im Nordosten vor Toronto und Ottawa, die damit in der ersten Runde direkt aufeinander treffen. Boston muss sich jetzt mit Montreal messen. New Jersey hat sich durch die Niederlage mit dem zweiten Platz in der Atlantic Divison zu begnügen und muss zuerst auswärts bei den Philadelphia Flyers antreten.
Die Bruins erwischten einen Traumstart und gingen bereits nach 57 Sekunden durch Travis Green(1.) mit 1-0 und nach knapp drei Minuten im Powerplay durch Glen Murray(3.pp) mit 2-0 in Führung. New Jersey war sichtlich angeschlagen und kam in den ersten 20 Minuten nur auf einen Torschuss. Sergei Samsonov(16.) nutzte die Schwächephase der Hausherren und erhöhte für die Gäste sogar auf 3-0.
Die Devils, in deren Reihen erstmalig nach Verletzung wieder Verteidiger Brian Rafalski mitwirkte, wachten zwar nach der Pause etwas auf, doch vieles blieb Stückwerk, so dass die 19.040 Zuschauer ihr Team auch in die zweite Pause mit einem Pfeifkonzert schickten. Im Schlussabschnitt konnte Jamie Langenbrunner(52.pp) die anwesenden Fans mit seinem Anschlusstreffer wenigstens etwas besänftigen, zu mehr reichte es gegen Torhüter Andrew Raycroft nicht mehr. Die Mannschaft aus New Jersey hat sich selbst zuzuschreiben, dass sie nunmehr zuerst bei den Philadelphia Flyers antreten müssen, eine sicher besonders schwere Aufgabe.
Philadelphia - N.Y. Islanders 3-3 (2-2/0-1/1-0/0-0) Obwohl das Spiel für die Hausherren aus Long Island nicht mehr von Bedeutung war, hängten sie sich am Nachmittag im Nassau Coliseum zu Long Island voll rein und erkämpften sich ein Unentschieden gegen die noch um den Divisionstitel kämpfenden Philadelphia Flyers. Für die Gäste sollte der Punktgewinn letztendlich reichen um den Sieg in der Atlantic Division perfekt zu machen und damit den Titelverteidiger aus New Jersey auf Distanz zu halten, da dieser sein Heimspiel gegen Boston zeitgleich verlor.
Zunächst gingen die Flyers in Führung. Keith Primeau(8.) gelang der erste Treffer des Nachmittags. Doch die Islanders nutzten ihr Überzahlahlspiel konsequent. Roman Hamrlik(11.pp) und Adrian Aucoin(15.pp) drehten das
Spiel, bevor die Flyers durch Jeremy Roenick(20.sh) in Unterzahl noch vor Drittelende wieder egalisieren konnten. Im Mittelabschnitt gelang Alexei Yashin(33.pp) die abermalige Führung der Islanders erneut in Überzahl. Kim Johnson(45.) besorgte im Schlussdrittel schließlich den verdienten Ausgleich für die Flyers, die nun in den Playoffs die Devils zunächst zu Hause empfangen dürfen. Bei den Islanders stand bereits zuvor fest, dass sie zunächst zu den Tampa Bay Lightning reisen dürfen.
Washington - Pittsburgh 3-4 (1-1/1-2/1-1) Die Pittsburgh Penguins beendeten Sonntag Nachmittag mit einem 4-3 Heimerfolg über die Washington Capitals eine ihrer schlechtesten Spielzeiten in der 37-jährigen Franchisegeschichte und hätten sich angesichts der Leistungsexplosion in den letzten Wochen doch gewünscht, dass die Saison noch ein bißchen länger gewesen wäre.
Die rote Laterne des Tabellenschlusslichts in der Eastern Conference bekamen nach der gestrigen Niederlage die Washington Capitals nicht mehr überreicht. Vor 16.124 Zuschauern im gut besuchten 'Iglu' von Pittsburgh entwickelte sich eine flotte, unterhaltsame NHL-Partie mit mehreren guten Torgelegenheiten auf beiden Seiten. Dabei konnten die Gäste aus der US-Hauptstadt drei Mal durch Stephen Peat(20.), Kip Miller(31.) und Brian Willsie(57.) einen Rückstand egalisieren, ehe Milan Kraft(58.) gut 2 1/2 Minuten vor Spielende mit seinem 19. Saisontor den Heimsieg der 'Pens' perfekt machte.
Die ersten drei Tore der in ihren letzten acht Heimpartien ungeschlagenen Penguins hatten Lasse Pirjeta(7./21.) und Matt Bradley(32.) erzielt.
Carolina - Florida 6-6 (4-0/0-3/2-3/0-0) Nur noch für die Galerie mussten die Carolina Hurricanes sowie die Florida Panthers in Sunrise, Florida antreten und die gut 16.000 Besucher bekamen viel Eishockeyunterhaltung für ihr Geld geboten, wenn gleich sie mit dem Ausgang, ein 6-6 Remis, nicht ganz zufrieden sein konnten.
Ihre Panthers waren im Schlussdrittel bereits mit 6-4 in Front gelegen und mussten dann in den letzten fünf Spielminuten doch noch zwei Gegentore von Eric Staal(56.) und NHL-Debütant Brad Fast(58.) hinnehmen.
Noch schlimmer hatte es für die Hausherren im ersten Durchgang ausgesehen, als sich für sie ein Debakel anbahnte. Radim Vrbata(6.pp), Jesse Boulerice(9.), Rod Brind'Amour(17.) und Erik Cole(20.) hatten die Hurricanes mit 4-0 in Front geschossen.
Die Panthers rissen sich aber zusammen und dominierten den Großteil der noch kommenden zwei Spielabschnitte. Sechs Tore in Folge gelangen Mikael Samuelsson(21.), Christian Berglund(36./42.), Donald Audette(37.pp/47.) und Kamil Piros(45.pp), der sein erstes NHL-Tor markieren konnte.
St. Louis - Minnesota 0-3 (0-0/0-1/0-2) Die St. Louis Blues, die bis zum Wochenende noch um ihre Playoffteilnahme bangen mussten, nahmen sich am letzten Spieltag in St. Paul, nachdem das Nahziel geschafft war, eine kollektive Auszeit und verloren auch die Auswärtspartie gegen die Minnesota Wild mit 0-3 Toren.
Stephane Veilleux(35.pp), Marian Gaborik(49.), der vier Minuten nach seinem Tor einen Penalty vergab, und Marc Chouinard(60.sh) sorgten für einen versöhnlichen Ausklang der Hausherren, die sich in dieser Saison einfach zu oft mit Punkteteilungen zufrieden geben mussten. In einem guten Viertel ihrer Partien legten die Wild eine Zusatschicht ein und konnten davon nur eine gewinnen.
Blues' Coach Mike Kitchen hatte auf sieben Stammspieler verzichtet, gönnte ihnen eine Ruhepause und ließ dafür jene Akteure ran die ansonsten weniger Gelegenheit haben ihr Können zu zeigen. Diese Chance nutzten sie aber nicht. Wilds Schlussmann Dwayne Roloson hatte mit den 24 Schüssen die auf seinen Kasten kamen relativ wenig Mühe und verdiente sich seinen fünften Shutout in diesem Jahr.
Chicago - Dallas 2-5 (0-2/1-2/1-1) Die Dallas Stars verteidigten mit einem 5-2 Erfolg gegen den Tabellenletzten der Western Conference, die Chicago Blackhawks, ihren fünften Rang und müssen nun gegen die Colorado Avalanche in der ersten Playoffrunde antreten.
Mit Bestbesetzung, Marty Turco nach seiner Sperre und mit Jere Lehtinen(10.pp), Stu Barnes, Sergei Zubov und Jon Klemm waren auch vier genesene Akteure wieder an Bord, ließen die Texaner ihren Gästen nicht den Hauch einer Chance.
Shayne Corson(6./50.) mit zwei Treffern, Lehtinen, Bill Guerin(27.pp) und Valeri Bure(40.) sorgten für klare Verhältnisse im American Airlines Center. Leicht zu verschmerzen waren so die beiden Gegentore von Ryan Vandenbussche(34.pp/55.).
Mit nur sieben Niederlagen auf eigenem Eis schlossen die Dallas Stars die reguläre Saison hinter den Detroit Red Wings als zweitbestes Heimteam der Liga ab.
Nashville - Colorado 2-1 OT (0-1/0-0/1-0/1-0) Den größten Erfolg ihrer Franchisegeschichte hatten die Nashville Predators mit dem Erreichen der Playoffs bereits Samstag Nacht erreicht. Gestern fügten sie dem Ganzen noch ein Sahnehäubchen hinzu mit einem 2-1 Overtimesieg im Pepsi Center von Denver. Ihren vierten Auswärtssieg in Folge machte David Legwand(61.) nach 32 Sekunden in der Verlängerung perfekt.
Dabei hatte die Partie gar nicht gut für die Predators begonnen. Erst 112 Sekunden waren absolviert als John-Michael Liles(2.) die Hausherren mit 1-0 in Front schoss und die Avalanche machten auch danach weiter Druck, waren dem zweiten Tor näher als die Predators dem Ausgleich.
Doch wie so oft im Sport sollte es sich für die Hausherren rächen, dass sie so leichtfertig ihre Torchancen vergeben hatten. Gut zehn Minuten vor dem vermeintlichen Spielende gelang es Scott Hartnell(50.) Avalanche Schlussmann Tommy Salo, der bis dato relativ wenig beschäftigt war, zu bezwingen.
Calgary - Anaheim 1-2 (0-0/1-0/0-2) Nachdem die Dallas Stars ihre Heimpartie gewonnen und damit vorgelegt hatten, konnte es den Calgary Flames ziemlich egal sein, wie ihr Auftritt im Pond of Anaheim ausgehen sollte. Sie werden diese Woche in der ersten Playoffrunde in einem westkanadischen Derby auf die Vancouver Canucks treffen.
Trotz der 1-2 Niederlage war es insbesonders für ihren Teamkapitän Jarome Iginla(30.sh) ein persönlicher Sieg. Er markierte die 1-0 Führung der Flames, sein 41. NHL-Tor, und zog damit noch mit Columbus' Rick Nash und Atlantas Ilya Kovalchuk im Kampf um die Torjägerkrone gleich.
Geschont wurde dagegen Calgarys zweiter Topmann und ebenso ein Garant für die Playoffteilnahme. Schlussmann Miikka Kiprusoff, mit einem Gegentrefferschnitt von 1,69 der beste Schlussmann der Liga, wurde gestern Abend geschont. Seiner statt durfte Roman Turek das Tor der Flames hüten. Fast 50 Minuten lang mit Erfolg, doch dann musste der Tscheche binnen 114 Sekunden nach den Treffern von Martin Skoula(49.pp) und Sergei Fedorov(50.) noch zwei Mal die Scheibe hinter sich aus dem Netz holen.
Los Angeles - San Jose 3-4 OT (1-1/0-0/2-2/0-1) Den größten Sprung im Vergleich zum Vorjahr haben die San Jose Sharks in dieser Saion hingelegt. Vergangene Spielzeit nur 26. in der Liga dürfen sie nun mit 104 Zählern als zweitbestes Team der Western Conference in die Playoffs gehen.
Gestern Abend, im innerkalifornischen Duell mit den Los Angeles Kings, sah es für die Sharks schon wie eine weitere Heimniederlage aus. Auf Alex Korolyuks(6.pp) Powerplaytor nach fünf Spielminuten ließen die Gäste aus Los Angeles einen Treffer von Nathan Dempsey(11.) noch im ersten und zwei weitere von Jaroslav Modry(46.) und John Tripp(54.) im dritten Drittel folgen.
Bei nur noch gut sechs zu absolvierenden Minuten sollte den zuletzt so arg gebeutelten Kings eine 3-1 Führung doch genügen, um endlich wieder einmal zwei Punkte einfahren zu können. Doch weit gefehlt in den letzten 40 Sekunden vor dem Ertönen der Schlusssirene schlugen noch zwei Mal Brad Stuart(60./60.) für die Sharks zu.
Das 4-3 'GAme Winning Goal' der Hausherren gelang Vincent Damphousse(64.) nach gut drei Minuten in der Overtime.