Die Devils Turner Stevenson, Scott Niedermayer und Patrik Elias feiern ihr drittes Tor.
Eine beeindruckende Vorstellung lieferten die New Jersey Devils in ihrer Nachmittagspartie im Fleet Center zu Boston ab. Mit 5-2 Toren gaben die amtierenden Stanley Cup Champions dem Tabellenzweiten in der Northeast Division das Nachsehen und rutschten selbst an die Spitze der Atlantic Division. Aufgrund der größeren Anzahl von Siegen ist ihnen, ein weiterer Sieg am Sonntag erneut gegen die Bruins vorausgesetzt, der Divisionstitel von den Philadelphia Flyers nicht mehr zu nehmen.
Torwart Martin Brodeur mit 38 Rettungstaten und Scott Niedermayer(17.pp) sowie Patrik Elias(57.) mit jeweils einem Tor und zwei Assists, das von Turner Stevenson(20.) kurz vor Drittelende in Koproduktion, waren die herausragenden Akteure bei den Devils, die sich bereits im ersten Spielabschnitt eine vorentscheidende 3-1 Führung herausgeschossen hatten. Das Gegentor stammte von Martin Lapointe(13.).
Im zweiten Durchgang ließ Sergei Samsonov(29.) mit seinem Anschlusstor die Hausherren noch auf eine Spielwende hoffen, diese Hoffnungen wurden ihnen aber von Tommy Albelin(47.), es war sein erstes Saisontor, und Elias zunichte gemacht.
N.Y. Rangers - Washington 3-2 OT (1-1/1-1/0-0/1-0) Für die New York Rangers endete gestern Abend eine enttäuschende Saison mit einem 3-2 Overtimesieg bei den Washington Capitals, einer Mannschaft die sogar noch schlechter abschnitt als die Mannen aus Manhattan.
Bobby Holik(25.pp/62.pp) sorgte nach 68 Sekunden in der Verlängerung für den erst zweiten Sieg der Rangers aus ihren letzten zwölf Partien. Ein durchaus verdienter doppelter Punktgewinn angesichts dessen, dass die Gäste schon in der regulären Spielzeit die größeren Spielanteile hatten.
Die beiden Treffer der Capitals zum 2-2 Gleichstand hatte Jeff Halpern(8./27.) erzielt. Den zwischenzeitlichen Ausgleich war Mike Green(15.) mit seinem ersten Saisontor nach einer Viertelstunde im letzten Spiel gelungen.
St. Louis - Nashville 4-1 (1-1/0-0/3-0) Die St. Louis Blues haben die längste Serie in der NHL an Playoff-Teilnahmen mit einem 4-1 Sieg beim direkten Konkurrenten in Nashville weiterhin am Laufen gehalten. Seit 1979, also 25 Jahre in Folge, haben die Blues den Einzug in die Meisterrunde nunmehr geschafft und treffen als Siebter im Westen in der ersten Playoffrunde ab Mittwoch kommender Woche auf die San Jose Sharks. Die Predators profitierten von der späteren Niederlage der Oilers in Vancouver und ziehen als Achter zum ersten Mal in ihrer Franchisegeschichte trotz der Niederlage ebenfalls in die Playoffs ein. Nashville trifft auf die topgesetzten Detroit Red Wings.
In einer bis knapp eine Minute vor Schluss spannenden Begegnung setzten sich die Gäste letztendlich verdient durch. Die 17.113 Zuschauer konnten genau sehen, was auf dem Spiel stand, denn beide Teams agierten äußerst vorsichtig und stark taktisch geprägt. So waren Chancen lange Zeit Mangelware. Daran änderte auch nichts, dass die Predators bereits nach 71 Sekunden durch Scott Hartnell(2.) in Führung gingen. Wenn Aktionen zu sehen waren, dann gingen sie vor allem von St. Louis aus, die auch folgerichtig in Person von Petr Cajanek(11.) Mitte des Abschnitts die wichtige Partie wieder ausgleichen konnten.
In der zweiten Periode kamen dann die Hausherren besser ins Spiel und hatten gute Möglichkeiten erneut in Front zu gehen, die Blues Torsteher Chris Osgood jedoch glänzend parierte. Das war Grundlage für die erstmalige Führung der Blues in der 43. Minute. Brian Savage(43.) verdeutlichte mit seinem Treffer, dass es richtig war ihn zur Trading Deadline zu verpflichten. St. Louis verdiente sich anschließend den Vorsprung durch weiterhin aktives Eishockey, wurde aber erst 79 Sekunden vor dem Ertönen der Schlusssirene erlöst, als Dallas Drake(59.en) mit einem Schuss ins geräumte Tor der Predators alles klar machte. Als Nashville erneut den Torwart herausnahm, sorgte Chris Pronger(60.en) schließlich für den 4-1 Endstand.
Chicago - Phoenix 1-2 OT (0-0/1-0/0-1/0-1) Die Phoenix Coyotes wollten ihren 18.205 Zuschauer zum Saisonabschluss gegen die ebenfalls abgeschlagenen Chicago Blackhawks noch einmal einiges bieten und entwickelten von Beginn an einen wahren Sturmlauf auf das von Adam Munro gehütete Gästegehäuse. Doch der Schlussmann der Blackhawks zeigte sich in blendender Verfassung.
Als die Coyotes Mitte der Partie in ihrem Drang etwas nachließen, gelang Tuomo Ruutu(37.) mit seinem 23. Saisontreffer die Führung der Gäste. Doch die Hausherren kamen wieder gestärkt aus der zweiten Pause und wollten ihre Fans nicht ohne einen Treffer nach Hause und in di Sommerpause schicken. Doch zunächst scheiterten alle Bemühungen, so vergab Ivan Novoseltsev in der 56. Minute einen Penalty. Erst als die letzte Minute gerade angebrochen war und Brian Boucher bereits sein Gehäuse zu Gunsten eines weiteren Stürmers verlassen hatte, verwertete Paul Mara(60.) eine Vorlage von Mike Rupp und zerstörte so die Shutout Hoffnungen von Munro.
In der anschließenden Verlängerung spielte Phoenix begünstigt durch eine Strafzeit gegen einen Blackhawk Chicago an die Wand und verwertete die Überzahl durch Krystofer Kolanos(63.pp) zum insgesamt verdienten Erfolg.
Buffalo - Montreal 3-6 (0-2/2-2/1-2) Die Montreal Canadiens sorgten mit einem deutlichen 6-3 Heimerfolg in ihrer letzten Saisonpartie geegn die Buffalo Sabres dafür, dass die erste Playoffbegegnung im Osten bereits feststeht. Die Tampa Bay Lightning als Spitzenreiter werden in der ersten Runde auf die Rang acht inne habenden New York Islanders treffen.
Der Gegner der Canadiens wird sich erst morgen, abhängig vom Ausgang der Partie zwischen Toronto und Boston herauskristallisieren. Hellwach prä,sentierten sich die Frankokanadier heute Nacht, als sie ihre Gäste in den ersten gut 20 Minuten regelrecht an die Wand spielten und durch Pierre Dagenais(6./10.) und Jim Dowd(23.) eine 3-0 Führung herausschossen.
Die Sabres, welche in den letzten Wochen durchaus hatten überzeugen können, aber knapp einen Playoffplatz verpassten, wollten sich dann aber doch noch einigermaßen anständig in die Sommerpause verabschieden und hielten in der noch verbleibenden Zeit dagegen. Es entwickelte sich ein unterhaltsamer Schlagabtausch mit weiteren sechs Toren. Die drei der Gäste markierten Brian Campbell(23.), Daniel Briere(36.) und Jean-Pierre Dumont(52.), bei den Canadiens waren noch Richard Zednik(24.pp) im Powerplay, Michael Ryder(45.) und Steve Begin(53.) im Abschluss erfolgreich.
Toronto - Ottawa 6-0 (1-0/4-0/1-0) Ausgerechnet mit ihrem höchsten Saisonsieg schraubten die Toronto Maple Leafs ihren Franchiserekord auf jetzt 103 Punkte nach der Vorrunde. Die gastgebenden Ottawa Senators präsentierten sich ihren Fans beim 0-6 am Abend in der "Battle of Ontario" im Corel Center dagegen völlig neben der Spur und offenbarten ein echtes Torwartproblem. Ohne den noch immer verletzten Patrick Lalime scheinen sie auf dieser Position nicht konkurrenzfähig. Sowohl Backup Martin Prusek, als auch dessen Vertreter Ray Emery offenbarten eklatante Schwächen an diesem Abend.
Das Übel für die Mannen aus der kanadischen Hauptstadt nahm im Mittelabschnitt seinen Lauf, nachdem Ron Francis(16.pp) die Gäste bereits im Eröffnungsdrittel in Führung geschossen hatte. Joe Nieuwendyk(24./26.) und Mats Sundin(28.) schraubten das Ergebnis binnen gut vier Minuten in Höhen, in denen auch der eingefleischteste Ottawa-Fan nicht mehr an eine Wende glauben konnte. Dementsprechend still wurde es rasch im zuvor noch stimmungsgeladenem Rund. Die Leafs benötigten dabei für ihre ersten vier Tore lediglich zehn Torschüsse. Ray Emry, der Prusek dann nach 26 Minuten ersetzte, musste seinerseits bereits wieder den Ersten auf ihn abgefeuerten Torschuss passieren lassen.
Mit diesem beruhigenden Vorsprung im Rücken ließen es die Leafs in der Folgezeit etwas ruhiger angehen. Trotzdem reichte es noch zu zwei weiteren Treffern. Robert Reichel(35.) und Tie Domi(52.) besiegelten den schwarzen Abend für die Senators dann endgültig.
Sollte Boston am Sonntag sein letztes Spiel in New Jersey gewinnen, werden sich beide kanadischen Teams bereits am Mittwoch in der ersten Runde der Playoffs erneut gegenüberstehen.
Atlanta - Tampa Bay 2-1 (0-0/0-1/2-0) Mit dem Conference-Titel bereits in der Tasche konnten es sich die Tampa Bay Lightning erlauben in ihrem letzten Saisonspiel, zuhause gegen die Atlanta Thrashers, nicht an die Grenzen zu gehen und sich für wichtigere und größere Aufgaben in der nächsten Woche zu schonen.
Dabei hatten die Hausherren dominant begonnen und waren durch ihren Topscorer Martin St. Louis(25.) auch durchaus verdient mit 1-0 in Front gegangen. In der Folgezeit ruhten sich die Lightning aber auf ihre Lorbeeren aus und die Gäste aus Georgia agierten immer druckvoller. Deren Torjäger Ilya Kovalchuk(45.) mit seinem 41. Saisontreffer und Shawn Mceachern(48.) sorgten binnen knapp drei Spielminuten im schlussdrittel für die Wende.
Die Lightning wurden danach zwar wieder aktiver und versuchten sich zumindest noch einen Punkt zu ergattern, Gästeschlussmann Kari Lehtonen erwies sich aber in der Schlussphase als sicherer Rückhalt für die Thrashers.
Columbus - Detroit 4-1 (1-1/2-0/1-0) Besonders hart dürfte die Red Wings die Heimniederlage gegen die Columbus Blue Jackets nicht treffen. In der fast bedeutungslosen Partie hatten sie mit 1-4 das Nachsehen, was sich auf die Tabelle im Westen nicht mehr bedeutend auswirkt. Einzig im Blickpunkt stand Columbus Stürmer Rick Nash(25.), der immer noch um die Krone des besten Torschützen der NHL kämpft und mit einem Treffer zum 2-1 im Mittelabschnitt seinen Teil erfüllte und torgleich mit dem an diesem Abend ebenfalls erfolgreichen Ilya Kovalchuk von den Atlanta Thrashers durch die Ziellinie geht. Einzig Calgarys Jarome Iginla kann beiden noch die Maurice Richard Trophy mit zwei Toren am Sonntag entreißen.
Der ehemalige Red Wing Anders Eriksson(14.pp) brachte die Gäste mit 1-0 in Führung, die Steve Thomas(15.) noch im ersten Drittel ausgleichen konnte. Detroit zeigte spätestens nach der Pause, wer Herr im Hause der Joe Louis Arena ist und entwickelte eine äußerst dominante Spielweiße. Torhüter Marc Denis zeigte sich in seinem letzten Saisonspiel auf jeden Fall noch einmal in Bestform und vereitelte alle restlichen Gelegenheiten der Kontrahenten. Besser machten es hingegen Nash, Trevor Letowski(28.) und David Vyborny(60.), die für den 1-4 Endstand sorgten.
Die Detroit Red Wings müssen ab kommenden Mittwoch besser treffen, wenn es in der ersten Playoffrunde gegen die Nashville Predators geht, um vom Außenseiter nicht wie im letzten Jahr böse überrascht zu werden.
Edmonton - Vancouver 2-5 (1-2/0-2/0-1)
Brad May und Mike Keane(VAN) freuen sich über die 2-1 Führung.
Nach neun Jahren sind dieses Mal nicht die Colorado Avalanche Erster in ihrer Division, sondern mit einem 5-2 Sieg gewinnen die Vancouver Canucks erstmalig seit 1993 wieder ihre Division. Die 18.630 Zuschauer im General Motors Place feierten ihre Akteure dafür zum Schluss mit stehenden Ovationen. Die Edmonton Oilers hingegen können nach dieser Niederlage in die Sommerferien fahren und haben die Playoffs als einziges kanadisches Team knapp verpasst.
Über 60 Minuten entwickelte sich eine spannende Eishockeypartie. Den Oilers kann man lediglich den Vorwurf machen, zu spät ihre Chancen in der Offensive gesucht zu haben. Nach dem 2-4 durch Igor Ulanov(45.pp) probierten die Gäste noch einmal alles, um ihre letzte Chance zu nutzen. Selbst eine Strafzeit gegen Martin Rucinsky wegen unkorrekten Stockes, den die Oilers extra nachmessen ließen verstrich, weil sich Raffi Torres kurz darauf ein dummes Foul leistete und mit seinen fünf Strafminuten die Begegnung letztendlich zu Gunsten der Canuck entschied. Mattias Ohlund(58.pp) erhöhte uneinholbar auf 5-2 und die Party im GM Place konnte beginnen.
Mike Keane(12.) und Markus Naslund(18.) sorgten bei einem Gegentreffer von Brad Isbister(16.) für ein 2-1 nach 20 Minuten, das erneut Mike Keane(34.) und Brendan Morrison(40.) kurz vor der zweiten Unterbrechung auf 4-1 ausbauen konnten.
Die Oilers haben ihre Playoffs in der ersten Saisonhälte verspielt und hätten mit ihrem Schlussspurt von nur drei Niederlagen in den letzten 21 Partien fast noch den Sprung geschafft.