Jochen Hecht(BUF), hier im Zweikampf mit Mike Green(NYR), war der herausragende Akteur im Madison Square Garden.
Sein vermeintlich letztes NHL-Spiel im Madison Square Garden von Manhattan bestritt heute Nacht Mark Messier(20.) dessen Abschiedsvorstellung er sich zwar mit einem Tor, seinem 694. NHL-Treffer, versüssen konnte, die Partie gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Buffalo Sabres aber dennoch mit 3-4 verlor.
Die Sabres wahrten sich durch den heutigen Sieg ihre theoretische Chance auf eine Playoffteilnahme, müssen aber auf zwei Ausrutscher der New York Islanders hoffen. In dem ohne taktische Zwänge geführtem offenen Schlagabtausch schoss Jochen Hecht(24./24.) mit zwei Toren innerhalb von 19(!) Sekunden zu Beginn des Mittelabschnitts die Sabres auf die Siegerstarße. Mit zwei weiteren Assists bei den Toren seiner Teamkollegen Daniel Briere(4.) und Dmitri Kalinin(43.) avancierte der deutsche Stürmer zum Matchwinner für die Sabres.
Aber auch die Rangers haben einen Mitteleuropäer in ihren Reihen mit guten Zukunftsaussichten. Der Österreicher Thomas Pock(32.) erzielte sein zweites NHL-Tor. Josh Green(50.) schloss die unterhaltsame Partie mit dem Anschlusstor zum 3-4 Endstand ab.
Montreal - N.Y. Islanders 1-5 (0-2/0-3/1-0) Die New York Islanders rutschten mit ihrem heutigen 5-1 Triumph über die Montreal Canadiens ein gewaltiges Stückchen näher an die Playoffs. Bei zwei ausstehenden Spielen fehlen den Islanders gegenüber den neuntplatzierten Buffalo Sabres nur noch zwei Zähler, unter der Prämisse dass diese ihre Aufgaben gewinnen, um ganz sicher in der ersten Runde starten zu können.
Heute Nacht fielen bei den Islanders vor allem zwei Akteure durch ihre Treffsicherheit besonders auf. Roman Hamrlik(5.pp/39.) und Mark Parrish(37./40.) konnten jeweils zwei Mal Gästegoalie Jose Theodore bezwingen. Nachdem dieser sich auch noch von Adrian Aucoin(5.) hatte geschlagen geben müssen, wurde Theodore im Schlussabschnitt durch Mathieu Garon ersetzt.
Jason Ward(49.) gelang das Ehrentor der Frankokanadier, die insgesamt sehr enttäuschend auftraten.
Detroit - Columbus 3-2 (0-0/1-2/2-0) Eine eher unterdurchschnittliche Leistung genügte den Detroit Red Wings um bei den Columbus Blue Jackets bestehen zu können und sich ihrer Auswärtsaufgabe mit einem 3-2 Sieg zu erledigen.
Erst im letzten Durchgang konnten Tomas Holmstrom(45.) und Robert Lang(50.) mit seinem ersten Tor als Red Wing den Erfolg unter Dach und Fach bringen, der den Mannen aus 'Hockeytown' mit nun 107 Zählern den ersten Platz in der Western Conference sichert.
Zu verdanken hatten die Gäste ihren Erfolg auch den 'Penalty Killing' Reihen, die insgesamt sieben Überzahlsituationen der Blue Jackets schadlos überstanden. Weniger gut lief es dagegen bei fünf gegen fünf. Nach Kirk Maltbys(22.) Treffer zur 1-0 Führung, nahmen die Red Wings eine kollektive Auszeit und ließen zwei Gegentore durch Trevor Letowski(23.) und Donald Maclean(29.) zu.
Ottawa - Florida 5-4 (3-1/1-3/1-0) So eng wie in diesem Jahr ging es unter den ersten sechs Mannschaften einer Conference noch nie zu. Den zweitplatzierten Boston Bruins und den Sechsten, die Philadelphia Flyers, trennen nur drei Punkte. Zwischendrin stehen die Ottawa Senators, die durch ihren heutigen 5-4 Erfolg in Sunrise, Florida auf Rang vier rutschten, einen Punkt hinter den Bruins.
Martin Havlat(54.) erzielte 6 1/2 Minuten vor Spielende das 'Game Winning Goal' für die Kanadier, die mit Offensiveishockey vom Feinsten zu ihrem Sieg kamen. Doch auch die gastgebenden Panthers konnten im Angriff überzeugen. Auch sie ließen die Gästegoalies Martin Prusek und ab der 34. Spielminute Ray Emery schlecht aussehen.
Dabei hatte es zunächst ganz gut für die Senators ausgesehen. Im Eröffnungsdrittel konnten Wade Redden(4.pp), Antoine Vermette(8.) und Chris Phillips(20.) bei einem Gegentor von Olli Jokinen(20.) eine 3-1 Führung herausschießen. Doch die Hausherren wollten sich so einfach nicht geschlagen geben und kamen Mitteldrittel noch einmal zurück ins Spiel. Christian Berglund(25.), Mike Van Ryn(27.sh) und Juraj Kolnik(33.) schossen eine 4-3 Führung der Panthers heraus.
Der Vorsprung war jedoch nur von kurzer Dauer. Noch vor der zweiten Pause bei Unterzahl egalisierte Marian Hossa(36.sh) erneut den Spielstand.
Colorado - Minnesota 4-5 OT (1-1/1-1/2-2/0-1) Ob die Colorado Avalanche heute Nacht im Xcel Energy Center von St. Paul auf ihrem Weg zum neunten Divisionstitel in Folge einen Punkt gewonnen oder verloren haben, das muss sich erst noch herausstellen. Immerhin bleibt den Avalanche, die von ihren letzten acht Partien nur eine für sich entscheiden konnten, die Erkenntnis, dass ihre Stürmer, allen voran ihr Topstar Peter Forsberg(53.) sich wieder im Aufwärtstrend befindet.
Der Schwede erzielte ein Tor und gab zwei Vorlagen zu den Toren von Teemu Selanne(22.) und von John-Michael Liles(59.) als Schlussmann Tommy Salo seinen Kasten bereits zu Gunsten eines weiteren Feldspielers verlassen hatte. Den ersten Treffer der Gäste zum 1-1 Gleichstand hatte Chris Gratton(7.) markiert.
Bei den Wild hatten bereits in der regulären Spielzeit Alexandre Daigle(1./49.), Pierre-Marc Bouchard(38.pp) und Marc Chouinard(52.pp) einen Weg gefunden Avs' Schlussmann Salo zu bezwingen. Zwischenzeitlich waren sie sogar mit 4-2 in Front gelegen. Ihren ersten Overtimeerfolg in der laufenden Spielzeit machte Marc Chouinard(61.) mit dem 5-4 nach 53 Sekunden in der Zusatzschicht perfekt.
Edmonton - Dallas 3-1 (0-1/2-0/1-0) Zum ersten Mal seit acht Jahren konnten die Edmonton Oilers aus Dallas beide Punkte entführen. Mit 3-1 Toren gaben die Westkanadier ihrem Angstgegner, den Dallas Stars das Nachsehen und rutschten dadurch wieder vor den Nashville Predators mit zwei Punkten Vorsprung auf einen Playoffplatz. Doch selbst wenn die Oilers ihre letzte noch ausstehende Partie mit Erfolg abschließen, sind sie noch auf Schützenhilfe angewiesen, da die Predators noch zwei Spiele mehr absolvieren dürfen.
Weniger gut hatte es für die Gäste zunächst auch in der heutigen Partie ausgesehen. Pierre Turgeon(17.) schoss die Texaner nach einer guten Viertelstunde mit 1-0 in Front und auch in der Folgezeit hatten die Hausherren die größeren Spielanteile.
Doch ihre eindrucksvolle Heimserie von 17 Partien in Folge ohne Niederlage sollte zu ihrem Ende kommen. Die vor dem gegnerischen Gehäuse konsequent zu Werke gehenden Kanadier konnten die Partie noch zu ihren Gunsten drehen. Radek Dvorak(27.), Ryan Smyth(32.pp) und Marc-Andre Bergeron(53.) ließen Dallas' Ersatzmann im Tor, Ron Tugnutt, alt aussehen. Tugnutt, der den für noch ein Spiel gesperrten Marty Turco im Tor ersetzt, hat seine letzten drei Einsätze jeweils verloren.
Phoenix - Calgary 0-1 (0-0/0-1/0-0) Acht Jahre ist es schon her, dass die Calgary Flames zum letzten Mal an den Playoffs teilnehmen durften. Heute Nacht schafften sie dieses Ziel mit einem 1-0 Heimerfolg über die Phoenix Coyotes. Schön anzusehen war es nicht unbedingt was die Kontrahenten auf das Eis zauberten, aber wer fragt schon noch in wenigen Tagen danach.
Jarome Iginla(16.pp) erzielte bereits nach einer guten Viertelstunde aus einer nummerischen Überlegenheit der Hausherren heraus das 1-0 und Miikka Kiprusoff hielt bis zum Ertönen der Schlusssirene seinen Kasten sauber. Mit 27 Rettungstaten, hiervon fast die Hälfte im Schlussdrittel als die Gäste aus Arizona noch einmal aufdrehten und kräftig Druck machten, kam der von den San Jose Sharks ausgemusterte Kiprusoff zu seinem vierten Saison-Shutout.
Vancouver - Anaheim 2-1 (0-0/1-1/1-0) Die Vancouver Canucks packten ihre Chance beim Schopfe, profitierend auch vom Leistungstief der Colorado Avalanche, konnten sie heute Morgen aus dem Pond of Anaheim mit einem 2-1 Sieg beide Zähler entführen und stehen zum ersten Mal seit Mitte Januar wieder an der Tabellenspitze der Northwest Division.
Möglich machte dies Verteidiger Sami Salo(60.), der sich 21 Sekunden vor Spielende ein Herz nahm und Anaheims' Schweizer Schlussmann Martin Gerber mit einem Gewaltschuss bezwang. Letztendlich, auch aufgrund der Spielanteile, ein durchaus verdienter Sieg der Westkanadier. Allein im letzten Drittel prüften die Canucks den herausragenden Gerber 22 Mal. Insgesamt konnte der Schweizer Torsteher 41 Mal brillieren. Keine Abwehrchance hatte er bei dem Ausgleichstor von Markus Naslund(27.) im zweiten Durchgang. Kurz zuvor hatte Ruslan Salei(23.) den ebenfalls sicher agierenden Gästegoalie Dan Cloutier überwinden können.
San Jose - Los Angeles 3-0 (0-0/2-0/1-0) Von Platz zwei aus werden die San Jose Sharks, das Überraschungsteam im Westen, in die Playoffs starten. Zu Gast bei den bereits aus dem Rennen geworfenen Los Angeles Kings kamen die Nordkalifornier zu einem ungefährdeten 3-0 Erfolg, ihrem fünftem Sieg in Folge.
Seine 400. NHL-Partie bestritt Alyn McCauley(31./58.en) und er bescherte sich zu seinem Jubiläum mit zwei Treffern seine schönsten Geschenke selbst. Das zweite Tor der haushoch überlegenen Sharks erzielte Niko Dimitrakos(31.).
Kaum Mühe sich seinen 26. NHL-Shutout, den neunten in dieser Saison, zu sichern hatte Sharks Schlussmann Evgeni Nabokov, der alle 22 Torschüsse der seit neun Spielen erfolglosen Kings parieren konnte.