NHL-Eishockeymagazin
 berichte - aktuell - spielberichte

>> Titelseite

> Berichte
>> aktuell
>> hintergrund

>> Vereine

>> Fanspiele

>> Service

>> Statistik

>> Gerüchte

2004-03-28 

ANZEIGE

SPIELTAG 28.03.2004

N.Y. Rangers - Philadelphia 3-1 (1-0/2-1/0-0)

Auch Michal Handzus(PHI) findet in Stephen Valiquette(NYR) seinen Meister.

Zumindest für ein Spiel haben die New York Rangers ihr Torhüterproblem lösen können. Zum ersten Mal in dieser Saison hütete Stephen Valiquette den Kasten der Rangers und avancierte auch gleich zum Matchwinner im Wachovia Center von Philadelphia. Insgesamt 38 Paraden, hiervon allein 21 im torlosen Schlussabschnitt, ließen die favorisierten Philadelphia Flyers verzweifeln.
Das einzige Tor der Hausherren, die versäumten in der Eastern Conference auf die erstplatzierten Tampa Bay Lightning Boden gut zu machen, erzielte im Mittelabschnitt Tony Amonte(34.). Zu diesem Zeitpunkt waren die Rangers aber schon vorentscheidend mit 3-0 in Front gelegen. Ihr auffälligster Akteur in der Offensive war mit einem Tor und einer Vorlage Jaromir Jagr(15.). Dessen Führungstor im ersten Drittel ließen Josh Green(22.) und Bobby Holik(24.) im folgenden Spielabschnitt zwei Treffer folgen.
Danach entwickelte sich eine Abwehrschlacht der Gäste aus Manhattan, die Valiquette immer wieder in den Mittelpunkt des Geschehens rücken ließ. Am Ende konnten die Rangers ihren ersten Sieg aus den letzten neun Partien und den ersten im sechsten Aufeinandertreffen in dieser Saison gegen die Flyers feiern.

Colorado - Detroit 0-2 (0-0/0-1/0-1)
Erst zwei Tage ist es her, dass die Colorado Avalanche und die Detroit Red Wings aufeinandertrafen. Am Donnerstag in Denver und heute Abend in Detroit. Beide Partien entschieden die Detroit Red Wings für sich und analog der Ereignisse vom Donnerstag war Manny Legace wieder der ganz große Rückhalt für die Red Wings.
Gegen die zeitweise im Angriff ratlos wirkenden 'Avs' konnte Legace, die eigentliche Nummer zwei der Hausherren, mehrere Male in entscheidenden Szenen brillieren und bis zum Schluss seinen Kasten sauber halten.
Vor allem im torlosen ersten Spielabschnitt boten die beiden Teams den gut 20.000 Zuschauern in der Joe Louis Arena eine packende Partie mit Torchancen und auch dem Quentchen Biss, das zu einem Eishockeyspiel gehört.
Nach der Pause flachte das vermeintliche Spitzenspiel etwas ab. Erst zehn Sekunden vor dem Ende des Spielabschnitts hatten die Fans der Red Wings Grund zum Jubeln. Im Powerplay zog Mathieu Schneider(40.pp) von der blauen Linie ab, Gästegoalie Tommy Salo war die Sicht versperrt, und die Scheibe landete hinter ihm im Netz.
Wer jetzt geglaubt hatte die Avalanche würden im Schlussdrittel zurückkämpfen sah sich getäuscht. In den letzten 20 Minuten lief bei den Gästen so gut wie nichts mehr zusammen und auch nach dem Treffer von Pavel Datsyuk(45.) zum 2-0 Endstand war keinerlei Aufbäumen der 'Avs' gegen die drohende Niederlage spürbar.

Chicago - St. Louis 3-4 OT (0-2/2-1/1-0/0-1)
Trotz der durchwachsenen Saison der Blues konnten sie nun einen NHL-Rekord einstellen. Sie erreichten in der letzten Nacht ihren elften Overtimesieg und zogen so mit den Calgary Flames gleich, die dieses Kunststück zum ersten Mal in der Spielzeit 1999/2000 schafften.
Es hätte eigentlich gar nicht so weit kommen sollen, denn die Hausherren führten nach dem ersten Drittel durch die Tore von Scott Mellanby(11.) und Keith Tkachuk(17.) bereits mit 2-0. Da die Mannen aus Chicago zudem nicht mehr in die Playoffs einziehen können, war mit Gegenwehr nicht unbedingt zu rechnen. Doch weit gefehlt, sie kamen im zweiten Durchgang richtig in Fahrt und machten es den Gastgebern sehr schwer. Nachdem Backhawk Matt Keith(31.) den Anschluss besorgt und Blue Pavol Demitra(33.) den alten Abstand wieder hergestellt hatte, traf noch Tuomo Ruutu(37.) zum 2-3.
Für die Zugabe sorgte schließlich noch Deron Quint(48.), der in der achten Minute des vermeintlich letzten Drittels Goalie Chris Osgood keine Chance ließ. Die so wichtigen zwei Punkte stellte letztendlich Bryce Salvador(62.) her, indem er Torhüter Jocelyn Thibault mit einem gezielten Handgelenkschuss überwand. Thibault bestritt nach einer überstandenen Hüftverletzung erst seine elfte Saisonpartie.

Los Angeles - Calgary 2-3 OT (1-0/1-2/0-0/0-1)
Die Flames kommen ihrer ersten Playoffteilnahme seit acht Jahren immer näher. Nach dem knappen Overtimesieg über die Mitkonkurrenten aus Los Angeles bleiben sie auf den sicheren sechsten Rang, bei fünf Zählern Vorsprung auf den neunten Platz. Den Kings hingegen fehlen im Moment fünf Punkte auf einen rettenden Platz.
Erwartungsgemäß hart verlief die Partie in Calgary, ging es doch bei beiden Teams um Alles. Nachdem der Kalifornier Sean Avery(6.) das 1-0 erzielt hatte, nahmen die Fouls stetig zu, bis sich die Heißsporne auf dem Eis nach zwei Faustkämpfen wieder einigermaßen beruhigt hatten. Sportlich ging es im Mittelabschnitt ausgeglichen weiter. Calgarys Chris Simon(22.pp) traf im Powerplay, ehe Jeff Cowan(28.) das zwischenzeitliche 2-1 schoss und Craig Conroy(33.) schließlich noch ausglich.
Da das Ergebnis bis zum Ertönen der Schlusssirene hielt, mussten die Mannschaften in die Overtime. Dort sicherte Shean Donovan(62.) mit seinem 18. Saisontor schon nach 66 Sekunden die zwei wichtigen Zähler. Er vervollständigte eine Zwei-gegen-Eins Situation mit einem gezielten Handgelenkschuss ab.

Montreal - Boston 2-3 OT (1-0/1-1/0-1/0-1)
27,6 Sekunden vor dem vermeintlichen Spielende in der Verlängerung nutzte Sergei Samsonov seine Torchance und schoss die Boston Bruins zu einem 3-2 Overtimeerfolg über die Montreal Canadiens. Ein Sieg der nicht unbedingt zu erwarten war nachdem die Bruins sogar schon 0-2 in Rückstand gewesen waren. Gleich zu Beginn des ersten Drittels, nach nur 26 Sekunden hatte Jason Ward(1.ps) einen Penalty erfolgreich abgeschlossen und im Mittelabschnitt war es Stephane Quintal(23.) der Bruins Schlussmann Andrew Raycroft bezwang.
Die Bruins waren aber in der folgenden halben Stunde so dominant, dass notgedrungen der Ausgleich fallen musste. Sergei Gonchar(32.pp) läutete die erfolgreiche Aufholjagd der Bruins ein, die Sergei Samsonov(42./65.), der auffälligste Akteur auf dem Eis des Fleet Centers mit zwei Treffern abschloss.
Die Frankokanadier waren dennoch mit dem Ehrenpunkt zufrieden, sicherte er ihnen doch die Teilnahme an den diesjährigen Playoffs.

Ottawa - Toronto 2-2 OT (1-0/1-1/0-1/0-0)
Mit einem leistungsgerechten 2-2 Unentschieden trennten sich die Toronto Maple Leafs und die Ottawa Senators im 'Battle of Ontario', ein Spiel das dem Beinamen nicht gerecht wude. Die Kontrahenten gingen relativ sanft miteinander um und unfaire Szenen blieben Mangelware.
Denoch hatten beide Teams zwei schwerwiegende verletzungsbedingte Ausfälle zu verzeichnen. Owen Nolan musste mit einer Verletzung am rechten Knie und Ottawas Schlussmann Patrick Lalime mit einer Blessur am linken Bein das Eis vorzeitig verlassen. Es ist noch unklar ob die beiden Leistungsträger in den anstehenden Playoffs schon wieder zur Verfügung stehen werden.
Rob Ray(9.) und Chris Phillips(37.) schossen die von der Spielanlage her gefälliger agierenden Gäste aus der kanadischen Hauptstadt zwei Mal in Front, doch auch die Leafs nutzten ihre Hochkaräter durch Ron Francis(23.pp) und Bryan Mccabe(50.), dieser in einer Phase des Spiels in der man davon ausgehen musste, dass die Senators alles klar machen würden.

Carolina - N.Y. Islanders 3-2 (2-0/1-1/0-1)
New Yorks Islander Rick DiPietro konnte an seine guten Leistungen aus den letzten beiden Spielen, als er zwei Mal zu Null gewann, nicht anknüpfen. Die Hurricanes, die die Playoffs nicht mehr erreichen können, schweißten den erst 22-Jährigen US-Amerikaner drei Tore ein, wobei dessen Kollegen nur zwei Mal trafen. Der Vorsprung auf die an Platz Neun liegenden Buffalo Sabres beträgt nun fünf Punkte.
Die Islanders mussten bereits im ersten Drittel zwei Tore durch Allan Rourke(9.) und Sean Hill(19.) hinnehmen, ehe Oleg Kvasha(26.) zum ersten Mal für die Hausherren traf. 195 Sekunden danach stellte Jaroslav Svoboda(29.) allerdings wieder den alten Abstand her.
Im letzten Drittel schalteten die Mannen von Long Island dann zwei Gänge hoch und setzten das gegnerische Gehäuse unter Dauerbeschuss. Leider war das Glück den engagierten Gastgebern an diesem Abend nur ein weiters Mal hold. Trotz bester Mölglichkeiten und zahlreichen Chancen konnte sich nur noch Rechtsaußen Mark Parrish(52.pp) in die Scorerlisten eintragen, indem er im Powerplay Torhüter Kevin Weekes bezwang.

Buffalo - Pittsburgh 2-2 (2-0/0-2/0-0/0-0)
Normalerweise kann mann mit einer Punkteteilung in der Fremde ganz zufrieden sein. Die Buffalo Sabres hätten aber heute Nacht bei ihrem Gastauftritt in der Mellon Arena unbedingt deren zwei benötigt um das ohnehin schwere Vorhaben Playoffteilnahme nicht aussichtslos werden zu lassen.
Die Gäste hatten sich auch bei dem 2-2 Remis nichts vorzuwerfen. Sie kämpften solange die Kräfte reichten und sie ewischten einen Traumstart. Chris Drury(14.) sowie bei Überzahl Jean-Pierre Dumont(18.pp) sorgten für eine schnelle 2-0 Führung der Sabres im ersten Drittel.
Der zweite Spielabschnitt verlief optisch ausgeglichener, doch nur die Penguins münzten ihre Torchancen durch Rico Fata(28.pp) und Konstantin Koltsov(36.) in Zählbares um. In den letzten 25 Spielminuten incl. Overtime mussten die Sabres ihren schweren Aufgaben in den Tagen zuvor Tribut zollen und verlegten sich nur noch darauf sich den einen Zähler zu sichern. Während die 'Pens' in diesem Zeitraum noch 18 Mal Gästegoalie Martin Biron prüfen konnten, kamen ihre Gäste nur noch zu fünf Torschüssen.

Washington - Tampa Bay 1-4 (0-1/0-2/1-1)
Die Tampa Bay Lightning sind drauf und dran als punktbestes Team der Eastern Conference, evtl. sogar der ganzen Liga abzuschließen. Heute Nacht kamen sie gegen die Washington Capitals vor gut 18.000 Zuschauern auf heimischen Eis zu einem 4-1 Pflichtsieg und bauten damit ihre Spitzenposition gegenüber ihren Verfolgern auf vier Zähler aus.
Bei einem Torschussverhältnis von 32 zu 22 und fünf Überzahlsituationen die sie ungenutzt ließen, hätte der Sieg der Lightning sogar noch höher ausfallen können. Von der ersten Minute an ließ Tampa aber keine Zweifel aufkommen wer das Eis als Sieger verlassen wird. Vincent Lecavalier(10./23.) schoss eine 2-0 Führung heraus und Fredrik Modin(38.) erhöhte vorentscheidend zum 3-0, so dass das Ehrentor der Capitals von Matt Pettinger(48.) nicht mehr weiter ins Gewicht fiel. Nur drei Minuten später stellte Brad Richards(51.) den alten Vorsprung wieder her.

Atlanta - Florida 3-0 (1-0/1-0/1-0)
Trotz der verpassten Playoffs können die Thrashers auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. Sie erreichten in der letzten Nacht ihren 32. Saisonsieg, was ein neuer Franchiserekord bedeutet. Dass dieser auch noch zu Null ausfiel, war deren Rookie-Torhüter Kari Lehtonen zu verdanken. Bei seinem dritten NHL-Auftritt fuhr der Finne seinen dritten Erfolg ein und blieb zum ersten Mal ohne Gegentor.
Je ein Tor pro Drittel schossen die Gäste in Florida, wobei Dany Heatley(22.pp/55.) im zweiten und dritten Abschnitt ins Schwarze traf. Das 1-0 erzielte Patrik Stefan(4.) bereits in der vierten Minute.
Die Panthers lieferten allerdings die wenigstens optisch bessere Leistung ab. Sie erspielten sich immerhin 30 Torschüsse waren aber einfach nicht in der Lage den Puck über die Linie zu bringen. Den Thrashers hingegen reichten 19 Torschüsse um die siegbringenden drei Treffer zu erzielen.

Columbus - Nashville 3-2 OT (0-0/1-2/1-0/1-0)
Die erste Playoffteilnahme in der Franchisegeschichte der Predators droht in Gefahr zu geraten, denn lediglich einen Punkt konnten sie in der vergangenen Nacht zu Hause gegen die Blue Jackets einfahren. Sie befinden sich jetzt punktgleich mit den Edmonton Oilers auf den achten Platz der Western Conference, haben im Gegensatz zu den Kanadiern lediglich einen Vorsprung von einen Sieg.
Die Mannen aus Columbus haben zwar mit den Playoffs nichts mehr zu tun, wollen aber offenbar die Saison so gut wie möglich abschließen. Sie konnten sich in Nashville bereits über ihr viertes Erfolgserlebnis hintereinander freuen und behaupteten damit ihren vorletzten Platz vor den Chicago Blackhawks.
Einem ereignisarmen ersten Drittel folgte beim 3-2 Sieg gegen die Predators ein äußerst turbulenter zweiter Abschnitt. Bevor Nashvilles Dan Hamhuis(31.) das 1-0 erzielte, nahm die Anzahl der Strafzeiten rapide zu, ehe sich die Aggressivität in einem Faustkampf zwischen Jordin Tootoo und David Ling entlud. Dem folgte ein Ausbau des Vorsprungs durch Andreas Johansson(36.) auf 2-0, der allerdings durch Columbus' Topgoalgetter Rick Nash(39.) noch im gleichen Drittel verkleinert wurde. Den Ausgliech schafft dann im vermeintlich letzten Abschnitt Nikolai Zherdev(55.pp) während eines Powerplays, so dass die Overtime entscheiden musste. In dieser sicherte Tyler Wright(63.) den überraschenden 3-2 Sieg der Gäste.

Dallas - Vancouver 2-3 OT (1-1/1-0/0-1/0-1)
Nach 16 schadlos überstandenen Overtimespielen - sie verloren sogar seit Oktober 2002 nicht mehr in der Extraschicht - mussten die Stars in der letzten Nacht zum ersten Mal in dieser Saison ihren Gegnern noch einen zusätzlichen Punkt gewähren. Die Canucks hingegen konnten genauso wie die St. Louis Blues an diesem Spieltag ihren elften Overtimesieg einfahren und stellten damit ebenfalls den NHL-Rekord ein.
Den Torreigen eröffnete Dallas' Brendan Morrow(7.), ehe Daniel Sedin(19.) noch 90 Sekunden vor der ersten Pause der Ausgleich gelang. Im weiteren Spielverlauf legten wieder die Stars vor - diesmal traf Pierre Turgeon(22.) zu Beginn des zweiten Durchgangs ins Schwarze - mussten aber durch Vancouvers Neuzugang Geoff Sanderson(50.) den erneuten Einstand hinnehmen.
Den 19. Heimsieg sowie die fast sichere Playoffteilnahme sicherte in der Overtime Brendan Morrison(61.), der mit dem ersten Schuss nach Wiederbeginn Goalie Ron Tugnutt bezwang.

 

>> Spielstatistiken des Tages

 


(C) eishockey.com, Sports Media & Entertainment GmbH

Click Here!