Patrick Lalime(OTT) vereitelt eine Torchance von Sergei Samsonov(BOS).
Die Boston Bruins sind auf dem besten Wege sich den Divisionstitel im Nordosten zu sichern. Mit einem 4-2 Sieg im heimischen Fleet Center über die Ottawa Senators, ihrem direkten Konkurrenten um die Spitzenposition bauten sie ihre Führung auf vier Zähler aus.
Gegen die in letzter Zeit etwas schwächelnden Kanadier, von ihren letzten elf Partien konnten sie nur vier für sich entscheiden, übernahmen die Bruins von der ersten Minute an das Kommando. Auch die 1-0 Führung durch Travis Green(5.) ließ keine fünf Minuten auf sich warten. Das 2-0 der Hausherren erzielte zur Mitte der Partie Sergei Samsonov(28.).
Richtig Gegenwehr boten die Senators erst zu Beginn des dritten Spielabschnitts und wurden dabei auch für ihr Engagement durch Tore von Martin Havlat(44.pp) und Jason Spezza(48.) belohnt. Die Bruins hatten aber postwendend durch Glen Murray(47.) und Nick Boynton(54.) eine Antwort parat, indem sie den alten 2-Tore Vorsprung jeweils wieder herstellen konnten.
Washington - N.Y. Islanders 0-3 (0-1/0-2/0-0) Da waren es deren acht. Der Playoffeinzug der New York Islanders scheint ziemlich sicher. Nach ihrem heutigen 3-0 Pflichtsieg über die Washington Capitals beträgt der Vorsprung der Islanders auf die neuntplatzierten Buffalo Sabres bereits acht Punkte bei nur noch sieben ausstehenden Spielen.
Die Islanders starteten unerwartet nervös in ihre heutige Heimaufgabe. In der ersten Viertelstunde hatten die Gäste aus der US-Hauptstadt sogar die größeren Spielanteile und auch die klareren Torgelegenheiten - jedoch ohne zählbaren Erfolg. Effektiver waren hier die Hausherren als Alexei Yashin und Roman Hamrlik(16.) einen Konter zum 1-0 abschlossen.
Die Vorentscheidung zu Gunsten der Islanders fiel dann binnen 77 Sekunden im Mittelabschnitt durch Tore von Adrian Aucoin(34.) und Alexei Yashin(35.), der auch zuvor an Aucoins Tor indirekt beteiligt gewesen war, indem er bei dessen Schuss Gästetorwart Olaf Kölzig die Sicht verdeckt hatte.
Islanders' Goalie Rick DiPietro hatte relativ wenig Mühe mit insgesamt 17 Rettungstaten seinen zweiten Shutout in Folge einzufahren.
Philadelphia - Carolina 4-2 (1-1/2-1/1-0) Auch die Carolina Hurricanes sind nach ihrer heutigen 2-4 Heimpleite gegen die Philadelphia Flyers auch rechnerisch endgültig aus dem Playoffrennen. "Wir hatten keine Chance dieses Spiel zu gewinnen und auch keine Chance dieses Jahr an den Playoffs teilzunehmen. Schauen aber mit Zuversicht in die Zukunft. Kommende Saison werden wir wieder dabei sein," zeigte sich Hurricanes' Coach Peter Laviolette optimistisch.
Doch Grund für Optimismus gab es heute Nacht im Gaylord Entertainment Center von Raleigh hauptsächlich für die Gäste aus Philadelphia. Clever und abgeklärt verrichteten sie ihre Arbeit und konnten im richtigen Moment, wenn es eben darauf ankam, einen Zahn zulegen.
Die ersten zwei Führungstreffer der Gäste von Patrick Sharp(13.) und Marcus Ragnarsson(28.) konnten die Hurricanes noch unmittelbar danach, durch Bret Hedican(14.) und Craig Adams(29.) neutralisieren. Für die Vorentscheidung zu Gunsten der Flyers sorgten dann Simon Gagne(39.) sowie Branko Radivojevic(42.) mit ihren Treffern unmittelbar vor und nach der zweiten Pause.
Auch Dank einer soliden Vorstellung von Gästegoalie Sean Burke, er konnte seinen ersten Sieg seit dem 24. Februar feiern, geriet der Auswärtserfolg der Flyers nicht mehr in Gefahr.
Tampa Bay - Toronto 7-2 (4-1/1-1/2-0) Dass die Tampa Bay Lightning eine Topadresse in der Liga sind, das sollte sich eigentlich schon herumgesprochen haben. Nur in Toronto scheint dies nicht der Fall gewesen zu sein, sonst wäre das Team von Pat Quinn nicht so blauäugig und mit einer völlig falschen Einstellung in die Partie gestartet. Hatten sie sich davon beeinflussen lassen, dass die Lightning von ihren letzten fünf Partien vier verloren hatten? Hatten sie geglaubt der Conference Spitzenreiter hätte das Eishockey spielen verlernt. Falls ja, dann wurden die Leafs schnell eines besseren belehrt.
Ehe sie sich umsahen lagen sie auch schon nach Gegentoren von Fredrik Modin(3.pp), Brad Lukowich(7.), Ruslan Fedotenko(14.) und Brad Richards(20.) uneinholbar mit 1-4 im Hintertreffen. Das einzige Highlight der Hausherren hatte Alexander Mogilny(6.pp) im Powerplay setzen können.
Auch nur als eine unbedeutende Ergebniskosmetik stellte sich das zweite Tor der Maple Leafs von Nik Antropov(22.) heraus. Die Lightning waren danach weiterhin das Team mit der besseren und effektiveren Spielanlage. Dave Andreychuk(19.pp) noch vor der zweiten Pause und im Schlussdrittel, als sich die Leafs ihrem Schicksal bereits ergeben hatten, Vincent Lecavalier(57.) sowie Martin Cibak(58.) komplettierten den 7-2 Kantersieg der Gäste.
Pittsburgh - N.Y. Rangers 5-2 (2-0/3-1/0-1) Den Pittsburgh Penguins macht das Eishockey spielen zur Zeit soviel Spass, dass sie sich wünschten die Saison wäre noch nicht bald zu Ende. "Wir haben zueinander gefunden und genießen jedes Spiel. Wer weiß vielleicht kommt es nächstes Jahr zu einem Streik und es sind die letzten Partien für lange Zeit," versuchte Penguins Schlussmann Jean-Sebastien Aubin die Erfolgsserie seiner 'Pens' zu begründen.
Heute Nacht erkämpften und erspielten sich die Penguins einen deutlichen 5-2 Triumph im Madison Square Garden von New York gegen die Rangers, einem Team das nach dem siebten Spiel in Folge ohne Sieg weder sich noch seinen Fans viel Freude bereitet. Immer wieder ließen sich die Rangers von ihren Gästen auskontern und nach einer guten halben Stunde lagen sie schon uneinholbar mit 1-5 im Hintertreffen. Das einzige Tor der Rangers bis dato hatte Jaromir Jagr(21.) erzielt. Auf Seiten der Penguins konnten Milan Kraft(8.pp), Rico Fata(10.pp), Lasse Pirjeta(22./27.) und Konstantin Koltsov(35.) Jamie McLennan im Kasten der Hausherren bezwingen.
Den Schlusspunkt zum 5-2 Endstand setzte mit Thomas Pock(54.) ein NHL-Debütant.
New Jersey - Florida 4-3 OT (1-2/1-0/1-1/1-0) 65 Sekunden wären in der Verlängerung noch zu absolvieren gewesen, als Scott Niedermayer(64.) den New Jersey Devils einen 4-3 Auswärtserfolg bei den Florida Panthers und seinem Schlussmann Martin Brodeur, den 400. NHL-Sieg bescherte. Kein anderer Torhüter in der Geschichte der NHL hat in so kurzer Zeit wie Brodeur 400 Siege sammeln können.
Doch bis es soweit war hatten Brodeur und sein Team eine Menge Arbeit zu verrichten gehabt. Die Panthers erwiesen sich als ganz harter Brocken, der zwei Mal durch die Tore von Lyle Odelein(15./45.pp) und Vaclav Nedorost(17.) in Führung gegangen war.
Dass die Devils, bei denen Brian Gionta(8.) das 1-0 erzielt hatte, sich doch noch in die Verlängerung retten konnten, war das Verdienst von Viktor Kozlov(28.) und Turner Stevenson(52.), die doch noch einen Weg fanden den herausragenden Schlussmann ihrer Gastgeber, Roberto Luongo, zu bezwingen. Luongo konnte trotz der vier Gegentore noch 46(!) Saves für sich verbuchen.
Anaheim - Nashville 4-1 (1-1/2-0/1-0) Auch wenn es für die Mighty Ducks of Anaheim in dieser Spielzeit nachdem sie die Playoffs verpassen werden, nur noch um die 'Goldene Ananas' geht, die Kalifornier tun alles damit ihren Kontrahenten die Südfrucht nicht schmeckt. Heute Nacht gastierten die Ducks in Nashville und konnten mit 4-1 Toren den vierten doppelten Punktgewinn aus ihren letzten fünf Partien einfahren.
Die Gastgeber, welche noch mitten im Kampf um einen Playoffplatz stehen, ansonsten zuhause eine Macht, agierten ungewohnt nervös.
Vor allem im zweiten Durchgang verloren die Predators völlig den Faden und gerieten nach den Gegentoren von Sandis Ozolinsh(32.pp) und Petr Sykora(40.) vorentscheidend mit 1-3 in Rückstand. Die ersten beiden Treffer zum 1-1 Gleichstand hatten im ersten Drittel Vaclav Prospal(3.pp) bei der ersten Überzahlsituation der Ducks und Scott Walker(7.pp) markiert.
Die Hoffnungen der Hausherren auf zumindest einen Zähler machte Sergei Fedorov(59.sh,en) mit einem 'Shorthander' als Nashvilles Schlussmann Tomas Vokoun bereits seinen Kasten zu Gunsten eines weiteren Feldspielers verlassen hatte, zunichte.
Chicago - Colorado 2-2 (0-0/0-2/2-0/0-0) Trotz der Rückkehr ihres wiedergenesenen schwedischen Stürmerstars Peter Forsberg kamen die Colorado Avalanche auf eigenem Eis gegen die Chicago Blackhawks nicht über ein 2-2 Remis hinaus.
Tyler Arnason(59.) vermieste mit seinem Ausgleichstor 100 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit dem Großteil der 18.007 Besucher im Pepsi Center von Denver den Eishockeyabend.
Dabei konnte man den Hausherren wahrlich nicht mangelnden Einsatz vorwerfen. Vor allem im Mitteldrittel durchwirbelten sie ein ums andere Mal die Abwehrreihen der Gäste. Nach 20 zu 10 Torschüssen allein in diesem Spielabschnitt und den Toren von Matthew Barnaby(22.) sowie Steve Konowalchuk(32.) ging die 2-0 Führung der Avalanche zur zweiten Pause vollauf in Ordnung.
Eine lähmende Wirkung auf die Avalanche, die zuletzt drei Partien in Folge verloren, hatte das Anschlusstor von Jim Vandermeer(45.) ausgerechnet bei Unterzahl. In der letzten Viertelstunde bis zur Verlängerung lief bei den Gastgebern nur noch wenig zusammen.
Detroit - San Jose 2-5 (1-2/1-1/0-2) Die Detroit Red Wings, zur Zeit auf Auswärtstour in Kalifornien, sollten etwas mehr Wert auf ihre Defensivarbeit legen. Auch heute Morgen im HP Pavillon von San Jose gingen sie mit fünf Gegentoren unter und mussten somit aus ihren letzten beiden Partien 13(!) Treffer hinnehmen.
Nach dem Motto 'Jede Chance ein Tor' kamen die San Jose Sharks mit Kontereishockey in der heimischen Arena zum Erfolg. Scott Hannan(8.) und Jonathan Cheechoo(10.) brachten die Sharks mit einem Doppelschlag zur Mitte des ersten Drittels 2-0 in Führung. Die folgende halbe Stunde bestimmten hauptsächlich die Gäste das Geschehen auf dem Eis. Doch trotz ihrer Übermacht konnten sie das Spiel nicht drehen. Ihren zwei Toren von Pavel Datsyuk(19.) und Jiri Fischer(33.) setzte Jonathan Cheechoo(28.) seinen zweiten Treffer an diesem Abend entgegen und die Sharks gingen mit einer knappen 3-2 Führung in die zweite Pause.
Im Schlussabschnitt, in dem sich die Red Wings selbst aufgegeben hatten, machten Alex Korolyuk(47.) und Vincent Damphousse(56.) schließlich den Heimsieg perfekt.