Buffalo - Tampa Bay 1-3 (0-0/1-1/0-2) Nach zwei Niederlagen in Folge kamen die Tampa Bay Lightning, eine der Überraschungsmannschaften in dieser Saison, heute Nacht wieder einmal zu einem Heimerfolg. Mit 3-1 Toren bezwang das punktbeste Team der Eastern Conference die Buffalo Sabres zwar standesgemäß aber keineswegs überzeugend.
Die Gäste aus Buffalo hatten den besseren Start erwischt und waren auch ein durchaus ebenbürdiger Gegner gewesen. Erst im Mitteldrittel konnten sich die Hausherren zunächst einen optischen und dann durch das Tor von Cory Stillman(36.) auch einen zählbaren Vorteil erspielen. Die Führung währte jedoch nur eine Minute, dann egalisierte Jochen Hecht(37.) den Spielstand.
Das 'Game Winning Goal' für die Lightning erzielte unmittelbar nach der zweiten Pause Tim Taylor(41.), der in der Mitte vor dem Tor stehend von Dave Andreychuk mustergültig bedient wurde und Tampas Topscorer Martin St. Louis(60.en) beendete mit seinem 'Empty Netter' die Hoffnungen der Gäste auf zumindest einen Zähler.
N.Y. Rangers - Washington 3-4 OT (2-1/0-0/1-2/0-1) Ganz schön emotionsvoll gestalteten die Washington Capitals und die New York Rangers ihr Aufeinandertreffen im MCI Center der US-Hauptstadt. Obwohl für beide Teams die Saison bereits gelaufen ist, schenkten sich die Kontrahenten nichts und gingen zeitweise auch überhart zu Werke. Den entscheidenden Unterschied bei der umkämpften Partie machte das Überzahlspiel der Capitals aus. Während die Gäste aus New York acht Situationen ungenutzt ließen, erzielten die Capitals jedes ihrer vier Tore während einer nummerischen Überlegenheit. Brian Willsie(12.pp), Josef Boumedienne(46.pp), Jeff Halpern(47.pp) und nach 78 Sekunden in der Overtime Kip Miller(62.pp) schossen den 4-3 Sieg für die Hausherren heraus, die sich dadurch wieder etwas Luft gegenüber den letzteplatzierten Pittsburgh Penguins verschaffen konnten.
Für die Rangers blieb der Trost das spielerisch bessere Team gewesen zu sein und dass sie Dank der Tore von Bobby Holik(7.), Fedor Tyutin(9.) und Heimkehrer Jaromir Jagr(58.) zumindest noch einen Ehrenzähler mitnehmen konnten.
Colorado - Ottawa 0-2 (0-2/0-0/0-0) Heute Nacht in ihrer Heimpartie gegen die Colorado Avalanche machten die Ottawa Senators das amtlich was vorher schon praktisch feststand. Die diesjährigen Playoffs werden auch mit ihnen stattfinden. Ein Playoffplatz ist ihnen nach dem 2-0 Heimerfolg nicht mehr zu nehmen.
Dabei fielen die beiden Tore der Kanadier innerhalb von 59 Sekunden bereits im ersten Spielabschnitt. Peter Schaefer(13.pp) und Wade Redden(14.) ließen Gästeschlussmann David Aebischer, der auch in der Folgezeit von seinen Vorderleuten mehrmals in Stich gelassen wurde, kaum eine Abwehrchance.
Bei den Avalanche lief aber auch im Spiel nach vorne nur wenig zusammen, selbst als sie im Schlussabschnitt für 54 Sekunden sogar mit zwei Mann mehr auf dem Eis gestanden waren, gelang es ihnen nicht Patrick Lalime im Tor der Senators ernsthaft zu prüfen. Am Ende hatte Lalime zu seinem vierten Saison-Shutout nur 23 Paraden benötigt.
Minnesota - Boston 2-0 (0-0/1-0/1-0) Die Minnesota Wild, heute Nacht zu Gast im Fleet Center von Boston, deckten die Abschlusschwäche der Boston Bruins gnadenlos auf und gaben ihren Hausherren eine Lehrstunde darin, wie man effektiv Eishockey spielt.
Keine Frage die Hausherren waren von der Spielanlage und auch von den Spielanteilen her die bessere Mannschaft, doch vor Gästeschlussmann Manny Fernandez versagten ihnen die Nerven. Auch die Rückkehr ihres wiedergenesenen Außenstürmers Sergei Samsonov nutzte den Bruins nichts. Fernandez vereitelte alle 31 Torschüsse der Gastgeber und verdiente sich seinen zweiten Saison-Shutout.
Auf der Gegenseite wurde der ansonsten kaum geprüfte Schlussmann der Bruins Felix Potvin zwei Mal von Richard Park(31.) und Stephane Veilleux(42.sh), im wahrsten Sinne des Wortes, eiskalt erwischt und die Wild konnten am Ende mit zwei Punkten im Gepäck die Heimreise antreten.
Toronto - Philadelphia 3-2 (1-0/1-0/1-2) Die Toronto Maple Leafs haben einen Weg gefunden wie sie gegen die Philadelphia Flyers doch gewinnen können. Neuzugang Brian Leetch(27.pp/45.) muss treffen. Heute Nacht im Wachovia Center von Philadelphia tat es der erfahrene Blueliner gleich zwei Mal und avancierte damit zum Matchwinner für die Kanadier, die in den letzten fünf Aufeinandertreffen mit den Flyers jeweils das Nachsehen hatten. Das rare Erfolgserlebnis der Maple Leafs hatte Gary Roberts(16.sh) mit einem 'Shorthanded Goal' nach einer guten Viertelstunde eingeläutet.
Die Hausherren waren zwar über weite Strecken der Partie das optisch überlegene Team vor dem von Ed Belfour gehüteten Gästegehäuse wirkten sie aber ein ums andere Mal ideenlos. Erst im Schlussspurt konnten John Leclair(56.pp) und Kim Johnsson(58.) das Ergebnis für ihr Team etwas freundlicher gestalten.
In den letzten 30 Sekunden sicherte Belfour mit zwei Glanztaten gegen Mark Rechhi und Tony Amonte seinen Leafs die zwei Zähler.
Vancouver - Dallas 0-3 (0-1/0-2/0-0) Die Erfolgsserie der Dallas Stars auf heimischem Eis geht weiter. Die Texaner hielten sich auch gegen die Vancouver Canucks schadlos und sind nun schon seit 16 Heimpartien in Folge ungeschlagen. Auch ihre Saisonbilanz gegen die Westkanadier, einem potenziellen Playoffgegner in der ersten Runde, dürfte die Stars freundlich stimmen. Bei alle drei bisherigen Aufeinandertreffen verließen sie das Eis als Sieger, heute Nacht deutlich mit 3-0.
Bill Guerin(33.) mit einem Tor und zwei Vorlagen bei den Treffern von Philippe Boucher(13.) und Jason Arnott(23.) sowie Schlussmann Marty Turco, der zum 20. Mal in seiner NHL-Karriere seinen Kasten sauber halten konnte, waren dabei die auffälligsten Akteure.
Die Canucks können sich nun, in ihrer derzeitigen Verfassung, von der Hoffnung verabschieden eventuell noch den Divisionstitel zu holen. Sogar das Heimrecht in den Playoffs scheint gefährdet. Ihr Vorsprung auf den fünftplatzierten Stars beträgt nur noch einen und auch auf die Calgary Flames nur noch zwei Punkte.
Columbus - Calgary 0-2 (0-0/0-1/0-1)
Ville Nieminen(CAL) kennt gegen Duvie Westcott(CLB) keine Kompromisse.
Unter die Rubrik 'Pflichtsieg' können die Calgary Flames ihren ungefährdeten 2-0 Erfolg im heimischen Saddledome gegen das Tabellenschlusslicht der Western Conference, die Columbus Blue Jackets, ablegen.
Die Westkanadier haben zur Zeit einen Lauf und zeigen sich bereit für größere Aufgaben, als die von heute Morgen. Die Flames agierten aus einer kompakt stehenden Defensivabteilung heraus und waren das aktivere Team gewesen als ihre Gäste. Dennoch dauerte es fast eine halbe Stunde bis die gut 17.000 Fans erstmals jubeln konnten. Matthew Lombardi(27.) schoss ihre Flames auf die Siegerstraße.
Calgary konnte, wollte aber nichts mehr zulegen und so blieb die Partie bei der knappen 1-0 Führung spannend. Erst in der Schlussminute als Gästegoalie Marc Denis seinen Kasten bereits geräumt hatte, brachte Jarome Iginla(60.sh,en) den Heimsieg unter Dach und Fach. Miikka Kiprusoff konnte mit 23 Rettungstaten seinen dritten Saison-Shutout feiern.
Die Flames sind seit mittlerweile sieben Partien (5 Siege, 2 Unentschieden) ungeschlagen und auf dem besten Weg nach achtjähriger Abstinenz sich dieses Jahr wieder einmal einen Playoffplatz zu sichern.
Detroit - Phoenix 1-1 (0-0/1-0/0-1/0-0) Erik Westrum(43.) bescherte mit seinem ersten NHL-Tor den Phoenix Coyotes einen 1-1 Achtungserfolg in der heimischen Glendale Arena gegen das punktbeste Team der Western Conference, den Detroit Red Wings. Dennoch setzte sich die Negativserie der Coyotes, von nun schon 14 Partien in Folge ohne doppelten Punktgewinn fort.
So richtig zufrieden mit der Punkteteilung zeigten sich auch die Gäste nicht. Sie vergaben einfach zu viele hochkarätige Torchancen. Von ihren insgesamt 47(!) Torschüssen landete nur der von Brendan Shanahan(32.) nach einer guten halben Stunde im Netz. Coyotes Schlussmann Brian Boucher wuchs ein ums andere Mal über sich hinaus und vehinderte mit seinen Glanztaten eine vorzeitige Spielentscheidung zu Gunsten der Gäste.
In der 5-minütigen Overtime waren aber auch die Coyotes dem Siegtor mehrmals sehr nahe, doch auch Curtis Joseph im Tor der Red Wings erwies sich als Spielverderber.
San Jose - Los Angeles 5-3 (2-2/2-1/1-0) Keinerlei Nachbarschaftshilfe konnten die San Jose Sharks im innerkalifornischen Duell ihren heutugen Gastgebern, den Los Angeles Kings, leisten. Die Sharks standen angesichts des Heimerfolgs von Dallas Stunden zuvor, ebenfalls unter Druck und brauchten die beiden Punkte damit ihr Vorsprung auf der Spitzenposition in der Pacific Division nicht weiter zusammen schmilzt.
Dass am Ende ein 5-3 Erfolg für die Gäste heraussprang daran hatte wieder einmal ihr junger Stürmer Jonathan Cheechoo(22.pp/36.pp) maßgeblichen Anteil. Seine beiden Powerplaytore im Mittelabschnitt bescherten den Sharks den letztendlich spielentscheidenden 2-Tore Vorsprung.
Mangelnde Einsatzbereitschaft konnte man den Hausherren wahrlich nicht vorwerfen. Sie versuchten alles, um zumindest noch einen für sie so wichtigen Zähler für einen Playoffplatz zu erkämpfen. Doch nur noch Derek Armstrong(57.pp) gelang es knapp vier Minuten vor Spielende den Rückstand zu verkürzen und Curtis Brown(7./59.pp) besiegelte mit seinem zweiten Tor an diesem Abend, einem 'Empty Netter', die Heimniederlage der Kings.
Auch im ersten Durchgang hatten die Gastgeber die grö,ßeren Spielanteile kamen aber durch die Gegentreffer von Alex Korolyuk(4.pp) und Brown nicht über ein 2-2 Remis hinaus. Esa Pirnes(2.sh) und Lubomir Visnovsky(18.pp) hatten in diesem Abschnitt zu Gunsten der Kings getroffen.