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2004-03-06 

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SPIELTAG 06.03.2004

Washington - N.Y. Rangers 2-3 (0-1/2-1/0-1)

Matthew Barnaby und Chris Simon(NYR) beim Versuch die Scheibe an Sebastien Charpentier(WAS) vorbeizubringen.

Offiziell war der Madison Square Garden von Manhattan heute Nacht mit 18.200 Zuschauern ausverkauft, doch taten sich in den Sitzreihen des weiten Rund große Lücken auf. Mancher Rangers-Fan wollte so wohl seinen Unmut über die Personalpolitik von Glen Sather ausdrücken, andere brachten Plakate mit auf denen sie die Rückkehr von Brian Leetch forderten oder skandierten 'Go Leafs Go'.
Zu Gast bei den sich im Umbau befindlichen Rangers war mit den Washington Capitals eine Mannschaft, deren Tabellensituation mit dem inne habenden vorletzten Platz noch schlechter ist, als die der 'Blueshirts'. In der insgesamt sehr ausgeglichenen Partie, in der es für beide Teams um nichts mehr geht, nachdem der Playoffzug abgefahren ist, hatten am Ende die Hausherren, Dank Bobby Holiks(51.pp) Überzahltor, mit 3-2 die Nase vorn.
Die ersten zwei Tore der Rangers erzielten Chris Simon(17.) im ersten Durchgang und nachdem die Capitals einen Zwischenspurt mit zwei Treffern von Trent Whitfield(30.sh) und Kip Miller(32.pp) eingelegt hatten, NHL-Veteran Mark Messier(34.) zum Gleichstand.

Ottawa - Philadelphia 3-5 (1-3/1-1/1-1)

Auch die beiden Goalies Patrick Lalime und Robert Esche versuchten sich in Faustkampf.

Völlig aus den Fugen geriet das Aufeinandertreffen zwischen den Ottawa Senators und den Philadelphia Flyers im Wachovia Center von Philadelphia in den letzten zwei Spielminuten und das obwohl zu diesem Zeitpunkt die Entscheidung mit 5-2 Toren für die Hausherren schon längst gefallen war. Diverse Massenkeilereien, auch die beiden Schlussleute Robert Esche und Patrick Lalime, waren involviert, lieferten sich die Kontrahenten in den letzten 120 Sekunden. Am Ende stellten sie mit insgesamt 419 Strafminuten einen neuen, wenig rühmlichen NHL-Rekord auf. Die alte 'Bestmarke' hatten mit 406 Strafminuten die Boston Bruins und die Minnesota North Stars seit 1981 inne gehabt.
Zwischen all den Tumulten war Peter Bondra(60.pp) sogar noch eine Ergebniskorrektur für die Senators zum 3-5 Endstand gelungen. Die beiden anderen Treffer der Kanadier Chris Neil(5.) und Zdeno Chara(35.pp) markiert.
Die Flyers, welche keine der letzten fünf Aufeinandertreffen mit den Senators gewinnen konnten, hatten ihre stärkste Phase zwischen der zehnten und 30. Spielminute, als sie gleich vier Mal Gästegoalie Patrick Lalime bezwingen konnten. Claude Lapointe(11.), Mark Recchi(12.), Danny Markov(17.), es war das 10.000. Tor in der Franchise-Geschichte der Flyers, und Kim Johnsson(26.pp) sorgten mit den Treffern zum 4-1 für eine frühe Vorentscheidung. Philadelphias fünftes Tor schoss Alexei Zhamnov(47.).

Carolina - Atlanta 3-2 OT (0-0/2-0/0-2/1-0)
Praktisch gleichzeitig mit dem Ertönen der Schlusssirene gelang Kevyn Adams(65.sh) das Siegtor für die Carolina Hurricanes bei ihrem Gastauftritt in Atlanta. 0,5 Sekunden standen noch auf dem Stadionwürfel als der Puck die Torlinie zum 3-2 Endstand überquert hatte.
Der Sieg der Hurricanes war keinesfalls unverdient, hatten sie doch schon in den ersten zwei Dritteln der regulären Spielzeit ihre Gastgeber weitgehend beherrscht. Die von Rod Brind'Amour(26.) und Jeff O'Neill(38.pp) im Mittelabschnitt herausgeschossene 2-0 Führung entsprach auch voll den Spielanteilen.
Nach einer eher desolaten Vorstellung in den ersten 40 Spielminuten kamen die Atlanta Thrashers im Schlussabschnitt noch einmal richtig gut auf und nahmen das von Kevin Weekes gehütete Gästegehäuse unter Dauerbeschuss. Unmittelbar nach Drittelbeginn gelang Patrik Stefan(41.) der Anschlusstreffer und 13 Sekunden vor dem vermeintlichen Spielende sicherte Jean Grand-Pierre(60.) mit seinem zweiten Saisontor den Thrashers noch einen Ehrenpunkt.

New Jersey - Tampa Bay 2-3 OT (0-1/2-0/0-1/0-1)

Dave Andreychuk(TAM) erzielt gegen Martin Brodeur(NJD) das Siegtor.

Wenn es schon einmal gut läuft, dann kommt auch noch das Quentchen Glück zu einem. Dieses hatten die Tampa Bay Lightning zweifelsfrei in ihrer Heimpartie gegen die New Jersey Devils. Erst zehn Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit rettete Vincent Lecavalier(60.) mit dem 2-2 Ausgleichstreffer seine Lightning in die Overtime, in der Dave Andreychuk(63.) nach gut zwei Minuten das Siegtor gelang. Mit dem heutigen siebten doppelten Punktgewinn in Folge stellte das Team aus dem Norden Floridas einen neuen Franchise-Bestleistung auf.
Dementsprechend angesäuert war auch Gästecoach Pat Burns: "Wir haben das Spiel gemacht und sie (die Lightning) haben uns dominiert - für 1 1/2 Minuten." In die gleiche Kerbe schlug auch Tampas Trainer John Tortorella: "Uns wurde eine Lektion erteilt aber wir haben auch die zwei Punkte. Zufrieden kann ich heute eigentlich nur mit der mentalen Verfassung meiner Mannschaft sein."
Nach der 1-0 Führung der Hausherren durch Dmitry Afanasenkov(10.) übernahmen die New Jersey Devils das Kommando auf dem Eis. John Madden(22.) und Jeff Friesen(34.) rückten auch im Mittelabschnitt mit Toren die Kräfteverhältnisse zurecht. Letztendlich machten aber die Devils zu wenig aus ihren noch folgenden, durchaus guten Einschussmöglichkeiten.

Vancouver - Detroit 1-3 (0-0/0-2/1-1)
Die detroit Red Wings sind so gut besetzt, dass es ihnen keine Probleme bereitete, dass sie heute Nacht, als die Vancouver Canucks in der Joe Louis Arena zu Gast waren, mit Pavel Datsyuk, Kris Draper und Mathieu Dandenault gleich auf drei verletzte Stammspieler verzichten mussten.
Die Red Wings kontrollierten von der ersten Spielminute an das Geschehen auf dem Eis und kamen am Ende zu einem ungefährdeten 3-1 Erfolg. Brendan Shanahan(24.), Brett Hull(27.) und Nicklas Lidstrom(47.) brachten Detroits bereits 39. Saisonsieg unter Dach und Fach. Das Anschlusstor von Mike Keane(56.) fiel, als die Begegnung bereits zu Gunsten der Hausherren entschieden war. Ärgerlich war dies vor allem für Schlussmann Manny Legace, der relativ wenig zu tun hatte, und durch diese Unachtsamkeit seiner Vorderleute um seinen Shutout gebracht wurde.
Kurz und bündig aber wenig aussagekräftig fasste Todd Bertuzzi das Spielgeschehen zusammen: "Wir haben nicht gut genug gespielt."

Anaheim - Chicago 5-2 (2-0/1-2/2-0)
Aufgrund der besseren Vorstellung ihres Torhüters kamen die Mighty Ducks of Anaheim zu einem relativ deutlichen 5-2 Auswärtserfolg gegen die Chicago Blackhawks. Jean-Sebastien Giguere hatte mit mancher Glanzparade unter den 30 Schüssen der Blackhawks, die er abwehren konnte, ein knapperes Ergebnis verhindert.
Während bei den Ducks durch die Tore von Petr Sykora(2.), Sergei Fedorov(14.pp), Rob Niedermayer(37.) und Steve Rucchin(45.pp) der Aufwärtstrend anhielt, sie verloren von ihren letzten 14 Partien nur drei, half es den Hausherren nur relativ wenig, dass sie in ihren Reihen erstmals in dieser Saison den langzeitverletzten Eric Daze(34.) aufbieten konnten. Daze gab einen für ihn persönlich guten Einstand ab. Er erzielte nicht nur den Treffer zum 2-2 Zwischenstand, sondern assistierte auch bei dem Powerplaytor von Deron Quint(32.pp). Den Sieg der Kalifornier konnte aber auch er allein nicht verhindern.

Calgary - Dallas 1-5 (0-1/1-1/0-3)
Nicht den Hauch einer Chance hatten die Calgary Flames bei ihrem Besuch in der American Airlines Arena von Dallas. Vor allem nicht, da sie, optisch ohnehin unterlegen, glasklare Einschussmöglichkeiten nicht in Zählbares ummünzen konnten. Beim Stande von 2-1 zu Gunsten der Stars, Mike Modano(14.pp) sowie Pierre Turgeon(25.pp) hatten im Powerplay für die Hausherren getroffen und Rhett Warrener(32.) war das Anschlusstor gelungen, verschoss Shean Donovan einen Penalty und vergab damit die Gelegenheit zum Ausgleich und zu einer Überraschung.
Im Schlussdrittel ließen sich die Stars nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. Abgeklärt gingen sie mit ihren Torchancen um und kamen durch die Tore von Jason Arnott(47.), Rob Dimaio(51.) sowie Brenden Morrow(52.) binnen fünf Minuten zu einem deutlichen 5-1 Heimerfolg, ihrem 22. doppelten Punktgewinn auf eigenem Eis.

San Jose - Colorado 1-5 (0-2/1-2/0-1)
Nach acht sieglosen Spielen vor den heimischen Fans, kamen die Colorado Avalanche im Spitzenspiel des Westens gegen die punktgleichen San Jose Sharks zu einem deutlichen 5-1 Sieg. Den Grundstein für das Erfolgserlebnis legten bereits in den ersten Minuten Steve Moore(3.) und Milan Hejduk(7.) mit den Treffern zur 2-0 Führung.
Anders wie vor zwei Tagen gegen Vancouver, als sie gleich drei Mal einen 2-Tore Vorsprung noch herschenkten, blieben die Avalanche in der Defensive konzentriert und im Abschluss konsequent. Alex Tanguay(26.) und Joe Sakic(29.) erhöhten im Mitteldrittel auf 4-0 und sorgten damit für die Vorentscheidung. Unter die Rubrik 'Schönheitsfehler' konnten die 'Avs' das einzige Gegentor von Alex Korolyuk(30.) nach einer knappen halben Stunde ablegen.
Den Schlusspunkt setzte Colorados 'Tough Guy' Peter Worrell(51.).
Noch schwerer verschmerzen als die Niederlage werden die San Jose Sharks den Verlust des deutschen Stürmers Marco Sturm, der sich bei einem Crash in die Bande verletzt hatte und wohl die nächsten Partien zusehen muss. Bestätigt hat sich dagegen nicht die Meldung einer Fraktur des linken Beines.

Montreal - Phoenix 4-3 (0-0/3-1/1-2)
Einen ganz unterhaltsamen bis zur letzten Sekunde spannenden Schlagabtausch lieferten sich die Montreal Canadiens und die Phoenix Coyotes bei einem ihrer wenigen Aufeinandertreffen. Dabei mussten die frankokanadischen Gäste um ihren Sieg noch zittern und das nachdem sie bereits deutlich mit drei Toren in Front gelegen waren.
Die Partie schien gelaufen, nachdem Richard Zednik(41.) gleich zu Beginn des Schlussdrittels zum 4-1 getroffen hatte. Doch die Coyotes kamen mit einem Doppelschlag von Mike Comrie(43.) und Chris Gratton(45.pp), binnen 67 Sekunden verkürzten sie auf 3-4, noch einmal zurück ins Spiel.
In der noch verbleibenden knappen Viertelstunde erwies sich jedoch Gästegoalie Jose Theodore als sicherer Rückhalt und die Canadiens ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen. Deren Torschützen im Mittelabschnitt waren Pierre Dagenais(23.pp), Jim Dowd(27.sh) und Saku Koivu(36.pp). Zwischendurch hatte Daymond Langkow(24.) für die Coyotes zum 1-1 ausgeglichen.

 

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