Brian Leetch(TOR) nimmt die Gratulationen seiner neuen Teamkollegen entgegen.
Ein Mann, dessen Namen man einfach mit den New York Rangers verbindet, Brian Leetch, trug heute Nacht zum ersten Mal in seiner NHL-Karriere das Trikot der Toronto Maple Leafs und der 36-jährige Verteidiger konnte in der Partie gegen die New York Islanders einen Einstand nach Maß feiern. Mit 6-2 Toren bezwangen die Kanadier ihre Gäste aus Long Island deutlich und Leetch konnte dem Sieg drei Assists beisteuern.
Bei den Powerplaytreffern von Mats Sundin(8.pp) und Bryan McCabe(13.pp/53.pp) war Leetch jeweils an der Vorarbeit beteiligt gewesen. Als dann auch noch Robert Reichel(20.) vor der ersten Pause den Puck ins Netz der Islanders schweißen konnte, war die Partie vorzeitig zu Gunsten der Hausherren entschieden.
Ruhiger ging es im torlosen Mitteldrittel zu. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben und so legten die Leafs im Schlussdrittel noch einmal einen Zahn zu. Gary Roberts(51.), McCabe und Darcy Tucker(57.) gaben noch weitere drei Mal Gästetorwart Rick DiPietro das Nachsehen. Auf der Gegenseite konnten Trent Hunter(56.pp) und Mark Parrish(60.pp) zwei Überzahlsituationen zur Ergebniskosmetik nutzen.
Nashville - Pittsburgh 9-4 (4-0/1-2/4-2) Nur noch knapp 10.000 Zuschauer verliefen sich heute Nacht in die Mellon Arena, wo die Nashville Predators ihre Visitenkarte bei den Pittsburgh Penguins mit einem 9-4 Kantersieg abgaben. Dass die Penguins auch über das schlechteste Penalty Killing der Liga verfügen, war eigentlich ihren Fans, war es da nötig, dass sie es noch einmal so eindrucksvoll, wie in der heutigen Partie unter Beweis stellen mussten. Gleich sechs Gegentreffer, die von Marek Zidlicky(1.pp), Martin Erat(13.pp), Andrew Hutchinson(16.pp), Adam Hall(44.pp/59.pp) und Steve Sullivan(58.pp) mussten die Hausherren hinnehmen, als sie sich in Unterzahl auf dem Eis befanden.
Nach einer guten Viertelstunde und einer 3-0 Führung war die Partie zu Gunsten der Gäste gelaufen gewesen und die Penguins konnten sich schon einmal darauf einstellen, dass ihr negativer Heimrekord von 15 sieglosen Spielen in Folge auf 16 erhöht wird.
Erhöht wurde aber zuvor noch das Ergebnis. Jordin Tootoo(17.) und Dan Hamhuis(22.) erzielten die Treffer zur 5-0 Führung der Predators. Danach konnten auch die Hausherren noch Torerfolge feiern. Milan Kraft(38.pp), Josef Melichar(40.), Landon Wilson(48.) und Dick Tarnstrom(52.) verkürzten den Rückstand auf 2-5 bzw. auf 4-6, den Sieg der Predators konnten sie aber nicht mehr gefährden. Die legten noch einmal einen Schlusspurt hin und erhöhten durch drei Überzahltore und dem Treffer von David Legwand(53.) den Spielstand auf 9-4.
N.Y. Rangers - Boston 1-3 (0-0/0-2/1-1) Die Boston Bruins beendeten ihr kleines Leistungstief von zuletzt vier Spielen ohne doppelten Punktgewinn mit einem ungefährdeten 3-1 Heimerfolg über die New York Rangers. Die sich nach dem Abgang namhafter Akteure im Umbau oder soll man besser sagen im Ausverkauf befindlichen Rangers hatten nicht den Hauch einer Chance.
Die Bruins waren über weite Strecken der Partie das spielbestimmende Team. Einziges Manko war zunächst noch die Abschlussschwäche. Selbst aus aussichtsreichsten Positionen konnten sie in der ersten knappen halben Stunde die Scheibe nicht an Mike Dunham im Tor der Gäste vorbeibringen. Versäumtes holte aber Bostons Teamkapitän Joe Thornton(27./32.) zur Mitte des zweiten Durchgangs nach, indem er sein Team mit 2-0 in Front schoss.
Bostons Neuzugang aus Washington, Verteidiger Sergei Gonchar(50.pp) sorgte mit seinem Tor zehn Minuten vor Spielende endgültig für klare Verhältnisse. Über das noch folgende Powerplaytor von Jaromir Jagr(60.pp) musste sich hauptsächlich Bruins' Goalie Felix Potvin ärgern, dem nur noch 42 Sekunden bis zu einem Shutout gefehlt haben.
Edmonton - St. Louis 1-1 (0-0/0-0/1-1/0-0) Die Edmonton Oilers konnten sich bei ihren beiden Neuzugängen, gestern erst aus Manhattan eingetroffen, Petr Nedved und Torhüter Jussi Markannen bedanken, dass sie bei ihrem direkten Rivalen um einen Playoffplatz, den St. Louis Blues, zu einem 1-1 Remis kamen. Nedved leitete den Angriff der zum Ausgleichstreffer von Raffi Torres(49.) führte ein und Markkanen wehrte 27 Torschüsse, hiervon allein acht in der 5 minütigen Verlängerung, ab.
Im zweiten Drittel hatten die Westkanadier sogar die Riesengelegenheit mit 1-0 in Front zu gehen. Ryan Smyth scheiterte jedoch mit einem Penalty an Blues' Schlussmann Chris Osgood, der auch ansonsten eine solide Vorstellung bot.
Die 1-0 Führung der Blues erzielte der nach 15 Spielen verletzungsbedingter Pause wiedergenesene Alex Khavanov(42.), indem er für den Rebound nach einem Schuss von Pavol Demitra goldrichtig stand. Kavanovs letzter Treffer, datiert am 13. Februar 2003, liegt bereits über ein Jahr zurück.
Minnesota - Los Angeles 1-1 (0-1/0-0/1-0/0-0) Gut zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit verdarb Jason Wiemer(58.) mit dem 1-1 Ausgleichstreffer den Los Angeles Kings ihren Heimauftritt vor 18.118 Zuschauern im Staples Center und die Minnesota Wild raubten ihnen einen ganz wichtigen Zähler im Kampf um eine Playoffteilnahme.
Den Punktverlust habensich die Kings aber auch selbst zuzuschreiben. Sie begannen ganz stark, dominierten im ersten Durchgang das Spielgeschehen, gingen auch hochverdient mit 1-0 durch ein Tor von Luc Robitaille(19.) in Front um dann Angst vor ihrer Courage zu bekommen und stetig nachzulassen.
Die Wild bekamen in den folgenden zwei Dritteln die Oberhand und das Ausgleichstor, das erst kurz vor Spielende fallen sollte, lag schon lange zuvor in der Luft.
Den Kings bleibt aber der Trost, dass sich auch ihre direkt folgenden Konkurrenten auf Platz neun und zehn der Western Conference gegenseitig einen Punkt abnahmen und so zumindest ihr Vorsprung nicht weiter zusammenschmolz.