Patrik Stefan(ATL) gibt Mike Dunham(NYR) das Nachsehen.
Bob Hartleys Erziehungsmaßnahme von vor zwei Tagen, als er seinen Topscorer Ilya Kovalchuk(6./41.) auf der Tribüne Platz nehmen ließ nachdem der junge Russe bei einer Teamsitzung der Atlanta Thrashers nicht erschienen war, verfehlte seine Wirkung nicht.
In der Sonntagspartie gegen die New York Rangers durfte Kovalchuk wieder mitwirken und bedankte siech hierfür mit seinen Saisontreffern 34 und 35 beim 3-2 Erfolg. Das zweite Tor der in der Defensive sehr kompakt stehenden Hausherren erzielte im Mittelabschnitt Patrik Stefan(39.sh) bei Unterzahl.
Die Rangers haben diese Niederlage vor allem ihrem desolaten Überzahlspiel zu verdanken. Insgesamt sieben Mal standen sie mit einem Mann mehr auf dem Eis und konnten hiervon nicht profitieren. Die Schützen ihre Tore waren im ersten Durchgang Chris Simon(20.) und zu Beginn des Schlussabschnitts Brian Leetch(43.).
Florida - Chicago 2-2 (0-1/1-0/1-1/0-0) Ein ganz unterhaltsames Spielchen mit zahlreichen Torchancen hüben wie drüben lieferten sich die Florida Panthers und die Chicago Blackhawks im United Center von Chicago. Am Ende nach zusammen 77 Torschüssen stand ein leistungsgerechtes 2-2 Unentschieden. Das Können von Gästegoalie Roberto Luongo war vor allem in den ersten zwei Spielabschnitten gefragt, als er 30 Mal rettend eingreifen konnte und nur ein Gegentor von Kyle Calder(13.pp) hinnehmen musste.
Unmittelbar nach der ersten Pause nutzte Niklas Hagman(21.) seine Gelegenheit um zum 1-1 auszugleichen. Daraufhin entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, zunächst ohne weitere Torerfolge.
Diese holten Tuomo Ruutu(49.pp) und Valeri Bure(53.pp) zur Mitte des Schlussabschnitts nach.
Edmonton - Dallas 4-5 OT (1-1/3-1/0-2/0-1) Die Edmonton Oilers können bei den Dallas Stars einfach nicht gewinnen. Ihr letzter Saisonsieg in Dallas datiert vom 17. Januar 1996. Seit dem Umzug der Franchise von Minnesota nach Texas lautet die magere Bilanz der Oilers in Texas 18 Niederlagen bei zwei Unentschieden und einem Sieg.
Gestern Abend schien ein doppelter Punktgewinn für Edmonton greibar nahe. Nach dem frühen Gegentor von Bill Guerin(3.pp) zogen die Oilers auf und davon und gingen durch Treffer von Steve Staios(13.), Raffi Torres(22.), Fernando Pisani(25.sh) und Ryan Smyth(35.) mit 4-1 in Front.
Doch selbst ein vermeintlich komfortabler 3-Tore Vorsprung erwies sich für die Westkanadier als nicht ausreichend. Brenden Morrow(37.pp) leitete mit einem weiteren Powerplaytreffer die Aufholjagd der Hausherren ein.
Philippe Boucher(42.) und Teppo Numminen(45.) egalisiserten in den ersten fünf Minuten des dritten Drittels den Spielstand und in der mit fünf Minuten angesetzten Verlängerung benötigte Bill Guerin(61.) nur 55 Sekunden ehe er mit dem 5-4 Siegtor für ein Happy End der Texaner sorgte.
Pittsburgh - N.Y. Islanders 3-2 OT (0-1/2-1/0-0/1-0) Die Pittsburgh Penguins haben einen Weg gefunden zumindest auswärts in der Overtime zu gewinnen. Nach 18 Niederlagen in Folge konnten sie heute Nacht auf Long Island bereits zum zweiten Mal aus ihren letzten drei Partien als Sieger das Eis verlassen.
Ryan Malone(63.) brachte nach knapp drei Spielminuten die Scheibe zum 3-2 Endstand hinter Garth Snow im Netz der Islanders unter.
Während der regulären Spielzeit mussten die Penguins zwei Mal einen Rückstand nach Gegentoren von Janne Niinimaa(20.) und Oleg Kvasha(33.sh) hinterherlaufen und taten dies mit Erfolg.
Tomas Surovy(22.) zu Beginn und Richard Jackman(40.pp) mit seinem Powerplaytor am Ende des Mitteldrittels glichen zum 2-2 Unentschieden aus. Das Remis hatte auch im torlosen dritten Durchgang Bestand. Vor allem da Gästegoalie Andy Chiodo manchen unhaltbar scheinenden Schuss der Islanders parieren konnte.
Los Angeles - Anaheim 3-6 (1-3/2-0/0-3) Keinerlei Nachbarschaftshilfe leisteten die Mighty Ducks of Anaheim im südkalifornischen Derby gegen die Los Angeles Kings. Die Kings, im Kampf um eine Playoffplatzierung noch auf jeden Zähler angewiesen, wurden von den Hausherren im Schlussdrittel effektiv ausgekontert und mussten nach drei Gegentoren von Sergei Fedorov(7.pp/43.) er hatte bereits ebenso die 1-0 Führung erzielt, Vaclav Prospal(45.) und Steve Rucchin(51.) innerhalb der ersten zehn Spielminuten des letzten Durchgangs eine bittere 3-6 Niederlage hinnehmen.
Im Mitteldrittel hatten die Gäste das Kunststück noch zustande gebracht einen 1-3 Rückstand auszugleichen. Joe Corvo(23.) und Jozef Stumpel(37.pp) ließen sie auf einen erfolgreich zu Ende gehenden Gastauftritt hoffen.
Tore im Sekundentakt produzierten die Konkurrenten knapp fünf Minuten vor der ersten Pause als innerhalb von 45 Sekunden zunächst Derek Armstrong(15.) den 1-1 Zwischenstand markierte und kurz darauf die Ducks Cam Severson(16.) und Petr Schastlivy(16.) mit einem Doppelschlag antworteten.
Philadelphia - Detroit 2-4 (0-1/2-2/0-1) Das Spitzenduell zwischen den mit 84 bzw. 83 Zählern jeweils punktbesten Teams ihrer Conference entschieden die Detroit Red Wings in einer bis auf den letzten Platz ausverkauften Joe Louis Arena aufgrund der Spielanteile verdient mit 4-2 Toren für sich.
Einen für sich persönlich erfolgreichen Abend absolvierte Red Wings' Neuzugang aus Washington Robert Lang. Dem erfahrenen Tschechen gelangen drei Vorlagen bei den Treffern von Mathieu Schneider(5.), Steve Yzerman(29.) und Brendan Shanahan(55.pp) wodurch Lang in der NHL-Topscorerliste mit nun 77 Zählern Tampas Martin St. Louis überholen konnte.
Detroits drittes Tor, diesmal ohne Beteiligung von Lang, markierte Kirk Maltby(35.pp) zur letztendlich vorentscheidenden 3-1 Führung.
Auf Seiten der insgesamt sehr enttäuschend auftretenden Gäste konnten Mark Recchi(26.) und Simon Gagne(39.) für die Ergebniskosmetik sorgen.
Carolina - Minnesota 3-3 (0-0/1-1/2-2/0-0) Die Chancen der Carolina Hurricanes auf einen Playoffplatz stehen noch schlechter als die ihrer heutigen Gastgeber, den Minnesota Wild. Dennoch versuchen die Hurricanes mit viel Kampfgeist alles nur erdenklich mögliche, um sich Punkt für Punkt zu ergattern. In keiner ihrer letzten sieben Partien blieben die Hurricanes ohne Zähler.
So auch heute Nacht als sie sich im Xcel Energy Center von St. Paul ein leistungsgerechtes 3-3 Remis verdienten. Die Torschützen in der stets spannenden Begegnung waren auf Seiten der Gastgeber Andrei Zyuzin(32.pp/52.) und Marian Gaborik(53.), bei den Hurricanes konnten Justin Williams(33.) sowie Jeff O'Neill(49.pp) sogar eine zwischenzeitliche 2-1 Führung herausschießen und NHL-Veteran Ron Francis(56.) markierte den Endstand.
Keinerlei Höhepunkte, geschweige gute Torchancen, wurde den 18.500 Besuchern in der Overtime geboten.
Phoenix - Calgary 2-4 (1-3/1-0/0-1) Das Tore schießen war den Calgary Flames in letzter Zeit sehr schwer gefallen. In keiner ihrer letzten sieben Partien konnten sie mehr als zwei Treffer erzielen. Dass sie es doch noch nicht verlernt haben, bewiesen sie den 17.500 Fans im heimischen Saddledome beim aufeinandertreffen mit den Phoenix Coyotes.
Innerhalb der ersten Viertelstunde trafen Robyn Regehr(9.), Jordan Leopold(13.pp) und Jarome Iginla(16.) gleich drei Mal gegen Jean-Marc Pelletier ins Gästetor und legten damit den Grundstein für den 4-2 Heimerfolg. Endgültig alles klar für die Westkanadier machte fünf minuten vor Spielende Chuck Kobasew(56.) mit seinem sechsten Saisontor.
In der Zwischenzeit waren die Coyotes noch einmal stark aufgekommen. Profitierend von zwei Überzahlsituationen brachten Jeff Taffe(17.pp) und Shane Doan(37.pp) die 'Wüstenfüchse' noch einmal auf 2-3 heran. Es fehlte ihnen jedoch das letzte Quentchen Durchsetzungskraft um ihrem neuen Headcoach Rick Bowness, der vor drei Spieltagen das Amt von Bobby Francis übernommen hatte, zu seinem ersten Sieg zu verhelfen.
St. Louis - San Jose 0-1 (0-0/0-0/0-1) Jonathan Cheechoo(41.) erzielte mit einem unhaltbaren Onetimer auf Vorarbeit von Patrick Marleau nachdem 41 Sekunden im Schlussdrittel absoviert waren das 'Goldene Tor' des Abends für die San Jose Sharks.
Der Heimsieg über die St. Louis Blues war nicht minder das Verdienst der erneut herausragenden Defensivabteilung der Kalifornier, die nicht viele Torchancen der Blues zuließen. Hatten die Gäste doch einmal einen vermeintlichen Treffer auf dem Schläger, dann war Evgeni Nabokov auf dem Posten und erwies sich als Spielverderber.
24 Schüsse der Blues wurden die Beute von Nabokov und der achte Saison-Shutout am Ende der verdiente Lohn.