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2004-02-29 

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SPIELTAG 29.02.2004

Philadelphia - Boston 2-3 OT (1-0/0-1/1-1/0-1)
Bruins Rookiegoalie Andrew Raycroft macht einen von 26 Saves.

Vorteil Boston! So lautet die Tendenz nach dem vierten Aufeinandertreffen im Duell der Rivalen aus Boston und Philadelphia in dieser Saison. War die Serie beider Teams vor dieser Begenung noch, mit jeweils einem Sieg, sowie einem Unentschieden ausgeglichen, konnten sich die Bruins nach drei kapitalen Fehlern von Gästegoalie Robert Esche mit einem 3-2 Sieg im ausverkauften Fleet Center den Vorteil im direkten Vergleich beider Teams erspielen.
Zunächst bestimmten die Flyers eindeutig das Geschehen auf dem Eis. Es dauerte jedoch bis zur 18. Spielminute, bevor Mark Recchi(18.) die zu diesem Zeitpunkt längst verdiente Führung für sein Team erzielen konnte. Sein 23. Saisontreffer resultierte dabei aus einem harten Schlagschuss von der blauen Linie.
Im Mittelabschnitt übernahmen die Gastgeber dann weitestgehend die Kontrolle über das Spielgeschehen. Andy Hilbert(27.) profitierte schließlich vom ersten groben Schnitzer des Robert Esche an diesem Nachmittag, als er einen vermeidbaren Abpraller nur noch über die Torlinie des verwaisten Kastens drücken musste. Ted Donato(41.) nutzte als Nächster die Schwächen des Schlussmannes. Esche ließ dabei einen ansich harmlosen Schuss durch die Schoner rutschen.
Doch so leicht gaben sich die Flyers an diesem Nachmittag in Boston dann auch nicht geschlagen. Alexei Zhamnov(48.) rettete sein Team, nach kurzem Aufbäumen nach dem Rückstand, mit einem präzisen Schuss in den Winkel zumindest noch in die Verlängerung. Glen Murray(62.) "krönte" dann mit seinem 28. Saisontreffer den rabenschwarzen Abend des Gästekeepers, als er ebenfalls aus einem schweren Patzer resultierend, den Sieg der Bruins besiegelte.

N.Y. Rangers - Nashville 1-2 OT (0-0/0-1/1-0/0-1)
Den fünften Sieg im sechsten Spiel konnten die Predators in der letzten Nacht zu Hause einfahren und befinden sich damit weiterhin auf dem besten Weg, zum ersten Mal in deren Franchisegeschichte die Playoffs zu erreichen. Die Rangers hingegen konnten ihre gute Leistung vom 6-3 Erfolg über die Stadtrivalen von Long Island nicht bestätigen und verloren ihre vierte Partie während der vergangenen sechs Partien.
Die Gäste hatten eigentlich nur im ersten Drittel ein paar lichte Momente, als sie die Begegnung bestimmten und deshalb sich eine Handvoll guter Chancen erarbeiteten. Im weiteren Spielverlauf bekamen die Hausherren immer mehr Oberwasser, machten allerdings etwas aus ihren Möglichkeiten. Andreas Johansson(28.) schoss das 1-0 im Mittelabschnitt, nachdem er Jed Ortmeyer den Puck abgenommen hatte und die Scheibe vom linken Bullykreis aus ins Netz schweißte.
Trotz der zeitweise klaren Dominanz der Predators waren sie erstmal nicht mehr in der Lage ein Tor zu schießen, kassierten aber noch den unerwartenden Ausgleich durch Matthew Barnaby(45.) im vermeintlich letzten Abschnitt. Die zwei Punkte sicherten sich die Gastgeber aber dennoch, indem Andrew Hutchinson(64.pp) nach knapp vier Minuten im Extradrittel den Puck im gegnerischen Netz unterbrachte.

Anaheim - Los Angeles 1-2 (0-1/0-0/1-1)
Das Lokalderby zwischen den Los Angeles Kings und den Mighty Ducks aus dem Vorort Anaheim fand am Samstag Nachmittag vor 18.207 Zuschauer im Staples Center einen knappen Sieger. Trotz zahlreicher Torgelegenheiten auf beiden Seiten fanden die Offensivkräfte in den Torhütern Christobal Huet und Jean-Sebastien Giguere häufig ihre Meister. Während Kings Huet am Ende 29 Saves gegen die Vorstädter verbucht hatte, meisterte Ducks Giguere gar 35 Torschüsse der Kontrahenten aus der Downtown.
Die Gäste spielten lange Zeit zu abwartend. Ein Konzept, das schließlich nicht aufging, denn die Kings bewiesen ihrerseits Geduld und konnten auch aufgrund der Spielanteile folgerichtig durch Tomas Zizka(15.) im ersten , sowie Luc Robitaille(49.) Mitte des dritten Drittels mit 2-0 in Führung gehen. Die Partie spannend machte noch einmal Joffrey Lupul(50.), der 87 Sekunden nach Robitaille ins Schwarze traf und damit Huet den Shutout verwehrte. Wichtiger war aber, dass der Tormann die folgenden Schlussminuten bestens agierte und so seinen Farben die zwei wichtigen Punkte im Kampf um die Playoffplätze sicherte.
Bereits am Sonntag haben die Ducks im "Rückspiel" Gelegenheit zur gleichen Zeit auf heimischem Eis Revanche für diese Niederlage zu nehmen.

New Jersey - Toronto 0-3 (0-3/0-0/0-0)
Nach einer verletzungsbedingten Pause von elf Spielen meldete sich Goalie Ed Belfour entscheidend zurück. Der 38-jährige Kanadier parierte alle 17 auf ihn abgegebenen Schüsse zu seinem sechsten Shutout der laufenden Spielzeit und hatte so maßgeblichen Anteil am 17. Heimsieg seiner Maple Leafs. Die Devils dagegen enttäuschten einmal mehr auf ganzer Linie und kassierten absolut verdient ihre achte Auswärtsniederlage.
Schon nach dem ersten Durchgang war die Partie eigentlich entschieden. Durch zwei Powerplaytore von Karel Pilar(10.pp) und Darcy Tucker(19.), sowie einem Treffer bei nummerischem Gleichgewicht von Alexei Ponikarovsky(19.) stand es bereits 3-0 für die Kanadier.
Die Devils versuchten im weiteren Spielverlauf natürlich noch das Ergebnis zu korrigieren, fanden aber keine probaten Mittel und Wege die gegnerische Verteidigung oder deren glänzend aufgelegten Torhüter zu bezwingen. Der unbedingte Siegeswillen war ebenfalls nicht zu erkennen, was die ausverkaufte Kulisse aber nur wenig störte, denn der Sieg war nach der 2-3 Niederlage gegen die Atlanta Thrashers wie Balsam auf den Wunden.

Carolina - Montreal 0-1 OT (0-0/0-0/0-0/0-1)
Die 21.273 Zuschauer im Bell Centre konnten einem Leid tun, aber auch nicht. Genau 63 Minuten und 38 Sekunden mussten sie warten, ehe sie das erste und einzige Mal an diesem Abend ein Tor bejubeln durften. Mike Ribeiro(64.) schaffte das, was viele nicht mehr für möglich gehalten und deswegen bereits das Stadion verlassen hatten. Er konnte einen wunderschönen Querpass von Verteidiger Andrei Markov verwerten, indem er den Puck vom Schläger nur abtropfen ließ. Der zuvor souverän agierende und blendend aufgelegte Kevin Weekes im Tor der Gäste aus Carolina hatte keine Abwehrchance und musste sich seinen verdient gewesenen Shutout wieder abschminken, während sein Gegenüber Jose Theodore mit 18 Saves genau dieses Erfolgserlebnis feiern durfte. Für Theodore war es das sechste Zu-Null-Spiel in dieser Saison.
Fast die gesamte Spieldauer hatten die Canadiens Weekes beschäftigt und der Torschrei blieb den Anwesenden mehrmals im Halse stecken, angesichts der teilweise tollen Paraden, die der Schlussmann zeigte und auch die sogenannten unmöglichen Pucks abwehrte. Fast hätte das Spiel für die Gastgeber noch ein tragisches Ende genommen, denn in den Schlusssekunden der regulären Spielzeit hatte Canes Stürmer Kevyn Adams die große Chance die Begegnung für Carolina zu entscheiden, konnte jedoch einen Alleingang gegen Theodore nicht erfolgreich abschließen.

Buffalo - Ottawa 1-7 (1-1/0-3/0-3)
Ihrem knappen Personal in der Defensive und einigen Unbeherrschtheiten, die regelmässig zu nummerischer Unterzahl führten, mussten die Buffalo Sabres am Abend in Ottawa Tribut zollen. Im zweiten Drittel fast permanent in Unterzahl agierend und nur noch mit fünf Verteidigern im Kader hatten sie den druckvoll aufspielenden Senators beim 1-7 letztendlich nichts mehr entgegenzusetzen.
Zunächst waren die Gäste durch Adam Mair(5.) sogar noch in Führung gegangen. Daniel Alfredson(20.) konnte für die Kanadier jedoch noch kurz vor Drittelende ausgleichen. Wade Redden(32.pp), Bryan Smolinski(37.) und Zdeno Chara(40.) schraubten das Ergebnis jedoch im Mitteldrittel bereits deutlich zu Gunsten der Gastgeber in die Höhe. Ein Aufbäumen der Gäste konnten die 18.500 Zuschauer in der kanadischen Hauptstadt dann auch im Schlussdrittel nicht mehr erwarten. Zu eindeutig war das Kräfteverhältnis auf dem Eis. So kamen die Senators durch Peter Bondra(45.), Marian Hossa(48.) und Chris Neil(57.) am Ende zu einem nie gefährdeten Kantersieg bei ihrem Kampf um die Tabellenspitze im Osten. Für die Sabres bedeutete die erste Saisonniederlage gegen die Sens jedoch einen weiteren bitteren Rückschlag für ihre Zielerreichung, nämlich den Einzug in die KO-Runde.

Colorado - Columbus 4-5 OT (2-0/0-3/2-1/0-1)
Die Blue Jackets konnten bislang alle NHL-Teams bezwingen, nur gegen die Avalanche waren sie noch nicht in der Lage gewesen, zwei Punkte zu machen. Nach 13 Niederlagen und einem Unentschieden, sowie einer katastrophalen Tordifferenz von 16-61, endete diese Negativserie jetzt nach einer packenden Partie. Der entscheidende Mann auf dem Eis war ohne Zweifel David Vyborny(35.pp), der erst in der 35. Spielminute das 1-2 erzielte - zuvor hatten Colorados Joe Sakic(14.) und John-Michael Liles(17.) vorgelegt - und anschließend alle weiteren Treffer seiner Mannschaft mit vorbereitete.
Da es nach dem ersten Drittel schon 2-0 für die Gäste hieß, rechneten die Zuschauer wohl kaum mehr mit einer Wende oder dass die schlechte Bilanz vielleicht sogar ein Ende haben könnte. Doch sie und auch die Avalanche hatten Vyborny nicht auf der Rechnung. Nach dessen Anschlusstreffer leistete er noch im Mittelabschnitt die Vorarbeit für seine Kollegen Geoff Sanderson(36.) und Nikolai Zherdev(40.), so dass plötzlich die Hausherren wieder am Drücker waren. Dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Alex Tanguay(47.) folgte Manny Malhotras(55.) elfter Saisontreffer, indem dieser ebenfalls die glänzende Übersicht Vybornys nutzte.
Der reguläre Sieg blieb den Gastgebern allerdings verwehrt, denn Milan Hejduk(58.pp) gelang keine drei Minuten vor dem Ende im Powerplay noch das 4-4. Zwei Punkte blieben dennoch in Columbus. Dafür sorgte Jaroslav Spacek(64.pp), der einen Pass direkt abnahm und den zunächst geblockten Puck im Nachsetzen doch noch gewinnbringend im Gehäuse unterbrachte.

Washington - Tampa Bay 2-4 (0-2/1-0/1-2)
Wenn es spielerisch bei den Tampa Bay Lightning nicht so gut läuft, dann hat das Team zur Zeit das nötige Glück um die ein oder andere Partie letztendlich dann doch noch für sich zu entscheiden. So war es auch am Abend beim Heimspiel gegen die Gäste aus der US-Hauptstadt. Vier Minuten vor Schluss sorgte Cory Stillmann(57.) mit einem glücklich von seiner Schulter abgefälschten Schuss für die Vorentscheidung zu Gunsten der Hausherren.
Frederik Modin(10./16.) ließ die über 20.000 Fans im Bundesstaat Florida bereits frühzeitig jubeln. Doch den Gästen gelang im Mittelabschnitt durch Dainius Zubrus(32.) der Anschluss. Kurz darauf erkämpften sich die im Umbruch befindlichen Mannen von Coach Glen Hanlon sogar den Gleichstand. Alexander Semin(49.) ließ seinen Coach auf einen Punktgewinn beim Spitzenteam hoffen. Doch der umstrittene "Schultertreffer" von Stillman, der erst nach ausführlicher Betrachtung des Videobeweises gegeben werden konnte, sorgte für die Ernüchterung. Martin St.Louis(60.pp/en) setzte dem Heimsieg der Lightning mit dem Treffer zum 4-2 Endstand 11 Sekunden vor Spielende noch die Krone auf. Gästecoach Hanlon zeigte sich jedoch keinesfalls unzufrieden: "Das war das beste "Back-to back"-Spiel meines Teams während meiner Amtszeit! Jeder hat sich unheimlich reingehängt. Von daher kann ich dem Team überhaupt keinen Vorwurf machen."

St. Louis - Vancouver 0-2 (0-0/0-1/0-1)
Die auch trotz neuen Trainers nicht sonderlich erfolgreichen Blues mussten in der letzten Nacht eine etwas unglückliche Niederlage einstecken und sind damit seit sieben Partien - fünf Niederlagen und zwei Unentschieden - ohne Sieg im GM Place. Der letzte doppelte Punktgewinn bei den Kanadiern ist auf dem 11. November 2000 datiert.
Einen offenen Schlagabtausch lieferten sich die beiden Kontrahenten, wobei Goalie Johan Hedberg im Gegensatz zu seinem feindlichen Pendant Chris Osgood nicht zu bezwingen war. Alle 31 auf ihn abgegebene Schüsse blockte er erfolgreich ab, Osgood musste bei 29 Schüssen zwei Mal hinter sich greifen.
Zunächst kassierte er gegen Artem Chubarov(25.) zu Beginn des zweiten Durchgangs das 0-1, ehe er im Laufe eines Powerplays durch Mattias Ohlund(56.pp) ein weiteres Mal geschlagen wurde. Während Osgood das Nachsehen hatte, stand Hedberg wie ein Fels in der Brandung. Auch einen Penalty von Pavol Demitra, nur vier Sekunden vor dem Ende, wehrte der Schwede gekonnt ab und fuhr so seinen zweiten Saisonshutout ein.

 

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