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2004-02-22 

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SPIELTAG 22.02.2004

Atlanta - Philadelphia 4-5 (0-3/3-1/1-1)

Kim Johnsson(re.) feiert mit Joni Pitkanen(li.) dessen zweites Tor.

Dave Jackson und Kevin Pollock, ihres Zeichens die Schiedrichter der Partie im Wachovia Center zu Philadelphia, waren an diesem Nachmittag nach der Partie die umstrittenen Hauptdarsteller der Begegnung. Nach verhaltenem Beginn beider Teams verhängten die Unparteiischen in der zwölften Spielminute eine Matchstrafe gegen den Thrashers-Aktiven Ronald Petrovicky. Allerdings sahen viele Betrachter auch nach mehrmaliger Verfolgung der TV-Bilder keine Aktion, die eine derart harte Strafe gerechtfertigt hätte. In der folgenden 5-minütigen Überzahl schlugen die Gastgeber dann erbarmunglsos zu: Joni Pitkanen(12.pp/14.pp), mit seinem erst zweiten Doppelpack in der NHL, und Michal Handzus(13.pp), dessen Schuss von Andy Sutton ins eigene Tor gelenkt wurde, schraubten den Spielstand binnen drei Minuten in ungeahnte Höhen.
Doch entgegen der allgemeinen Erwartung erholten sich die Thrashers von diesem Schock auf beeindruckende Weise. Serge Aubin(26.), Andy Sutton(28. pp) und Dany Heatley(32.pp), mit seinem vierten Saisontreffer, konnten die toll kämpfenden Gäste wieder ins Spiel zurückbringen. Marcus Ragnarsson(34.pp) war es vorbehalten, die Fans der Gastgeber wieder aus ihrem Schockzustand über den Ausgleich zu erwecken. Mit seinem erneuten Führungstreffer für die Flyers sorgte er für Stimmung im zuvor kurzfristig verstummten Wachovia Center.
Doch die Thrashers konnten im Schlussdrittel erneut kontern. Ilja Kovalchuck(44.), mit seinem 100. NHL-Treffer, gelang der erneute Ausgleich für die Mannen aus Georgia. Als beide Mannschaften sich scheinbar schon mit einer Verlängerung abgefunden hatten, griffen die Offiziellen erneut entscheidend in das Spielgeschehen ein. Auch zum Ärger von Gästetrainer Bob Hartley, der seinen Unmut über die umstrittene Entscheidung auf Penalty zu Gunsten der Hausherren, 61 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit, freien Lauf ließ. Andy Sutton soll angeblich mit einem absichtlichen Stockwurf zu dieser Entscheidung beigetragen haben. Den fälligen Strafschuss verwandelte Simon Gagne(58.ps) sicher. Das war die Entscheidung in einer ansprechenden NHL-Begegnung über die man, zumindest in Atlanta, noch länger sprechen wird.

New Jersey - N.Y. Rangers 7-3 (4-1/2-1/1-1)
Nach Siegen über den Rivalen aus Long Island können die Rangers in dieser Saison einfach nicht nachlegen. Erneut, bereits zum insgesamt fünften Mal in der laufenden Saison, blieb man anschließend sieglos und unterlag diesmal sogar im darauf folgenden Spiel den Erzrivalen aus New Jersey mit 3-7 mehr als deutlich.
Damit dürften sich die Playoffhoffnungen der Blueshirts wieder einmal nahezu erledigt haben und das siebte Aus nach der regulären Saison in Folge nahezu besiegelt sein, findet man sich doch nur auf Platz Zwölf im Osten wieder. Scott Gomez(3./14.), Tyler Stevenson(6.) und Grant Marshall(16.) sorgten mit ihren Treffern dabei bereits im ersten Drittel für klare Verhältnisse im Madison Square Garden zu New York. Lediglich Martin Rucinsky(11.) war bis zu diesem Zeitpunkt für die Gastgeber erfolgreich.
Erneut Scott Gomez(23.) und Brian Gionta(28.) erhöhten bei einem Gegentreffer von Jaromir Jagr(26.) zu Gunsten der Gäste im Mitteldrittel. Zu diesem Zeitpunkt waren die Hoffnungen der Rangers allerdings bereits dahin. In der Schlussperiode ging es daher auch schon etwas ruhiger zu. Bobby Holik(42.) erzielte zwar noch den dritten Treffer für die Gastgeber, doch nur Sekunden später konnte Patrick Elias(43.) den alten Abstand wieder herstellen. Die Devils kamen so zu einem nie gefährdeten Auswärtssieg und nahmen damit auch Revanche für die kürzlich erlittene Heimpleite gegen die Mannen vom Broadway.

Calgary - Ottawa 1-2 (1-1/0-0/0-1)
Martin Havlat(43.) war mit seinem 21. Saisontreffer der Matchwinner für die Ottawa Senators beim 2-1 Sieg über die Calgary Flames am Samstag Nachmittag. Havlat verwertete dabei eine schöne Vorlage von Jason Spezza, der den Puck technisch versiert ins Angriffsdrittel der Flames gebracht hatte.
Bereits im ersten Spieldrittel hatte Bryan Smolinski (16.pp) im Powerplay den Ausgleich für die Gastgeber erzielen können, nachdem Jordan Leopold(11.) zunächst sogar überraschend die Gästeführung erzielen konnte. Smolinski fälschte dabei einen harten Schuss von Daniel Alfredsson unhaltbar für Flames Goalie Roman Turek ab. Für den Senator war es bereit der 16. Saisontreffer im Trikot der Mannen aus der kanadischen Hauptstadt. Die Senators bleiben damit seit nunmehr acht Saisonspielen ungeschlagen. Turek im Tor der Gäste wusste die Kritiker trotz der Niederlage erneut zu überzeugen, indem er 22 der auf ihn abgefeuerten Torschüsse abwehren konnte. Zuvor hatte er zwei Spiele aufgrund der Geburt seines Kindes versäumt.

Montreal - Toronto 4-5 (0-3/1-1/3-1)
Dass selbst ein 4-0 noch keine Vorentscheidung ist, bewiesen die Canadiens in der vergangenen Nacht in Toronto, die mit einem beeindruckenden Sturmlauf die Partie fast noch für sich entschieden hätten.
Die Hausherren lagen nach dem ersten Drittel durch die Tore von Nik Antropov(6.), Tom Fitzgerald(11.) und Matt Stajan(18.) bereits mit 3-0 in Führung. Nachdem auch noch Joe Nieuwendyk(32.pp) in der zwölften Minute des zweiten Durchgangs das 4-0 erzielt hatte, zweifelte wohl kein Zuschauer an einen Erfolg der Gäste mehr. Diese setzten im weiteren Spielverlauf allerdings alles daran, sich wenigstens noch gut aus der Affäre zu ziehen und hätten das Ergebnis fast noch gedreht.
Der Anschluss zum 1-4 fiel im Mittelabschnitt durch Pierre Dagenais(36.) und Steve Begin(44.), sowie Michael Ryder(51.) verkürzten weiter im letzten Drittel. Torontos Mats Sundin(58.) gelang jedoch 166 Sekunden vor dem Ende nach Vorarbeit von Alexander Mogilny und Mikael Renberg zum Glück der Blau-Weißen noch deren fünftes Tor, was für die Mannen aus Montreal dann doch zu viel war. Michael Ryder(60.) war zwar noch in der Lage, das 4-5 zu schießen, änderte aber an der Punkteverteilung in dieser unterhaltsamen Begegnung nichts mehr.

Buffalo - N.Y. Islanders 1-4 (0-1/1-3/0-0)
Da die im Osten neuntplatzierten Sabres vor dieser Partie nur drei Punkte hinter den Islanders standen, mussten sie auf Long Island eigentlich gewinnen, um der Teilnahme an den Playoffs näher zu rücken. Durch eine beeindruckende Leistung der Hausherren schmetterten die Islanders jedoch den Angriff ab und vergrößerten den Abstand wieder auf fünf Punkte. Zum Trost der Sabres konnten die Canadiens an diesem Spieltag ebenfalls nicht punkten und liegen weiterhin nur drei Zähler vor ihnen.
Bereits nach 83 Sekunden erspielten sich die Gastgeber durch Arron Asham(2.) die Führung, ehe Shawn Bates(28.) im zweiten Drittel erhöhen konnte. Der Anschluss folgte zwar auf dem Fuße - Buffalos Dimitri Kalinin(29.) war der erfolgreiche Schütze - wurde aber noch in diesem Abschnitt zur Makulatur, als sich die Islanders Adrian Aucoin(31.) und Cliff Ronning(40.) ebenfalls in die Scorerlisten eintrugen.
Die Mannen von Long Island gaben sich im weiteren Spielverlauf keine Blöße mehr und fuhren so den nie gefährdeten 21. Heimsieg ein. Eine positive Begleiterscheinung war die Fairness in dieser Begegnung: Lediglich drei Strafen mussten die Schiedsrichter aussprechen, wodurch schon ein wenig Playoffatmosphäre im Nassau Coliseum aufkam.

Florida - Washington 2-2 (0-0/2-1/0-1/0-0)
Je mehr Stars die Washington Capitals abgeben, desto besser kämpfen anscheinend die verbliebenen Kufencracks für den Erfolg des Teams. Mit dem hart erkämpften Unentschieden sind die Capitals bereits seit vier Spielen ungeschlagen, was eine neue Saisonbestmarke für die Hauptstädter bedeutet.
Dabei waren die Voraussetzungen in dieser Partie bereits mehr als ungünstig. Die Gäste aus Florida hatten, nach Treffern durch Mike van Ryn(22.) und Kristian Huselius(26.) bereits eine scheinbar vorentscheidene Führung herausgeschossen. Durch gute Moral und Matchwinner Robert Lang(40.) konnten die Capitals wieder in die Partie zurück finden. Zunächst gelang noch im Mitteldrittel der Anschluss, als Lang 29 Sekunden vor Drittelende selber erfolgreich war, bevor er im Schlussdrittel den Ausgleich durch Verteidiger Sergei Gonchar(48.) vorbereiten konnte. Sicherer Rückhalt seines Teams war einmal mehr Washingtons Goalie Olaf Kölzig, der sich nach dem Spielende auch einigermaßen zufrieden mit dem Ausgang des Spiels zeigte: 'Es ist immer ein gutes Zeichen, wenn du nach einem 0-2 Rückstand, und einem unglücklichen Spielverlauf, noch einmal in die Partie zurück kommst. Wie die Jungs dann für einander gekämpft haben, das war schon sehr positiv.'

Boston - Carolina 3-3 (2-2/0-0/1-1)
Trotz dreimaliger Führung konnten auch die Carolina Hurricanes die Punkteserie der Boston Bruins nicht beenden. Die Bruins sind nun bereits seit dem 24. Januar und damit seit 12 Partien in der regulären Spielzeit ungeschlagen. Die Führungstreffer der Canes durch Josef Vasicek(5.), Ron Francis(17.) und Erik Cole(43.) konnten die Gäste jeweils postwendend zweimal durch Glen Murray(12./18.), der seine Trefferserie damit bereits auf drei Spiele ausbauen konnte, sowie Brian Rolston(53.) ausgleichen.
Für Ron Francis, den Kapitän der Hurricanes, war es bereits der 544. NHL-Treffer, was ihn gemeinsam mit Maurice Richard auf Platz 20 der ewigen Torjägerliste der NHL befördert. Auch in der anschließenden Verlängerung gelang es den Gastgebern trotz deutlicher Torschussüberlegenheit nicht, sich den zweiten Punkt aus der Partie zu sichern. So verließen die 18.730 Zuschauer in Raleigh am Ende einmal mehr enttäuscht die Halle.

Nashville - Phoenix 8-2 (3-1/3-0/2-1)
Es gab selten einen Trade, bei dem bereits nach der ersten Woche ein derart positives Fazit gezogen werden kann. Nach einem 7-3 Erfolg am Mittwoch gegen San Jose, bei dem der erst am Montag von Chicago nach Nashville gewechselte Steve Sullivan(16.) vier Scorerpunkte verbuchte, besiegten die Predators die Coyotes in deren Glandale Arena heute mit 8-2 und Sullivan war mit einem Treffer und drei Vorlagen wieder maßgeblich beteiligt.
Nach 34 Sekunden Spielzeit hätten die 16.824 Zuschauer wohl kaum mit einem so einseitigen Verlauf zu Ungunsten ihres Teams gerechnet, nachdem Fredrik Sjostrom(1.) die Hausherren zu diesem Zeitpunkt bereits in Front gebracht hatte. Es dauerte aber nicht lange bis die Gäste sich fingen und ihr neues Offensiv-Selbstvertrauen zur Schau trugen. Sie übernahmen das Kommando und machten auch Zählbares daraus: Greg Johnson(12.sh), Sullivan in der 16. Spielminute und Marek Zidlicky(17.) sorgten für ein 3-1 nach 20 Minuten.
Im zweiten Abschnitt ging es dann munter weiter, obwohl die Coyotes durchaus versuchten das Tempo mitzugehen und ihrerseits Tomas Vokoun im Gehäuse der Predators beschäftigten. Die Treffer markierten jedoch die Predators Martin Erat(26.), Kimmo Timonen(31.), sowie Jim McKenzie(34.) mit seinem ersten Saisontor gegen Jean-Marc Pelletier, welcher nach dem 5-1 Nummer 1 Torhüter Brian Boucher ersetzen durfte. Aber auch Pelletier konnte nicht verhindern, dass Nashville seinen Torhunger weiter stillte. Denis Arkhipov(42.pp) und Vladimir Orszagh(45.pp) schraubten das Ergebnis auf 8-1, was Franchiserekord bedeutete, denn noch nie hatten die Gäste diese Anzahl in einer Partie erzielen können. Jeff Taffe(54.pp) konnte sich angesichts des Spielstandes kaum über seinen Überzahltreffer, der den 2-8 Endstand herstellte, freuen.

Vancouver - Edmonton 3-4 OT (2-1/1-1/0-1/0-1)
Ihre bereits fünfte Niederlage aus den letzten sechs Spielen erlitten am Abend die Vancouver Canucks bei ihrem Gastspiel in Edmonton. Diesmal konnte man sich aber zumindest wieder einen Punkt sichern. Mann des Abends war an seinem 28. Geburtstag aber Ryan Smyth, der an seinem Ehrentag drei Treffer der Oilers vorbereiten konnte und statt Geschenke anzunehmen, an diesem Abend lieber welche verteilte. Fernando Pisani(2.pp), Adam Oates(15.) und Eric Brewer(64.) profitierten dabei jeweils von der Großzügigkeit des Geburtstagskindes. Den einzigen Treffer für die Oilers, an dem Smyth nicht direkt beteiligt war, gelang zum zwischenzeitlichen 3-3 Ales Hemsky(44.), der eine Vorarbeit von Adam Oates verwerten konnte.
Für Vancouver trafen Marek Malik(3.), Daniel Sedin(19.) und Artem Chubarov(36.). Am Ende siegte mit Edmonton aber die aktivere Mannschaft verdient, wenn im Zustandekommen auch vielleicht etwas glücklich. Dan Cloutier im Tor der Gäste konnte immerhin 34 Torschüsse der Mannen aus Alberta abwehren und so den Ehrenpunkt für sein Team retten.

Columbus - Los Angeles 3-4 (0-2/1-1/2-1)
Einen hochverdienten, aber knappen Erfolg verbuchten die Kings am vergangenen Abend zu Hause, als die auswärtsschwachen Blue Jackets zu Gast waren. Das ungleiche Schussverhältnis von 21-42 hätte für Columbus allerdings fast gereicht, um deren elften Punkt in der Ferne zu erzielen.
Nach einem von den Hausherren klar dominierten ersten Drittel lagen die Kings durch die Tore von Ian Laperriere(8./44.) und Luc Robitaille(18.pp) mit 2-0 in Front. Den Anschluss im für die Gäste etwas ausgeglichener verlaufenen zweiten Abschnitt schoss Jody Shelley(32.), ehe Sean Avery(34.) wieder den alten Abstand herstellte.
Laperrieres zweiter Treffer des Abends hätte anschließend eigentlich die Entscheidung sein müssen und Ruhe in die Reihen der Hausherren bringen sollen. Dagegen hatten allerdings die Gäste etwas, denn sie fanden sich noch lange nicht mit dieser Niederlage ab. Sie warfen alles nach vorne und wurden immerhin zwei Mal für ihre Bemühungen belohnt. Natürlich sorgte Columbus' Topscorer Rick Nash(54./59.) für die ansteigende Spannung, die zum Glück für die Heimmannschaft, sowie deren Anhang doch noch mit einem Happy End endete.

 

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