Carolina - New Jersey 1-4 (0-2/1-1/0-1) Gegen die über weite Strecken der Partie harmlosen Gäste aus Carolina hatten die New Jersey Devils in der heimischen Continental Airlines Arena keine Probleme ihre kleine Negativserie von drei Spielen ohne Sieg zu beenden. Relativ sicher mit 4-1 wiesen sie die Hurricanes in die Schranken.
Torhüter Martin Brodeur benötigte nur 14 Saves, um seine Farben zum Sieg zu führen. Nur einmal musste er sich durch Jeff O'Neill(35.) zum Zwischenstand von 1-3 geschlagen geben. Davor hatten schon der gut aufgelegte Scott Gomez(9.), Brian Gionta(20.) nach herrlicher Vorarbeit von Gomez und Jeff Friesen(34.pp) die Überlegenheit der Gastgeber in Tore umgemünzt und so für eine sichere 3-0 Führung gesorgt.
Obwohl die Devils im Schlussabschnitt einen Gang zurückschalteten, gelang ihnen der einzige Treffer in diesen 20 Minuten zum 4-1 Endstand durch Mike Rupp(48.).
N.Y. Rangers - Philadelphia 2-6 (0-2/1-4/1-0) Zwei Tage nach ihrem Auswärtssieg im Madison Square Garden von New York wiesen die diesmal gastgebenden Philadelphia Flyers die Blueshirts aus New York abermals in ihre Schranken. Radovan Somik(17.) und John LeClair(18.) schockten die Rangers kurz vor Ende des ersten Drittels mit zwei Treffern kurz hintereinander.
Michal Handzus(24.pp) und Tony Amonte(29.), mit seinem 15. Saisontor, sorgten dann bereits vor 'Halbzeit' des Spiels für die Vorentscheidung der nun einseitig gewordenen Partie im Wachovia Center von Philadelphia. Auch der Anschlusstreffer der Rangers durch Chris Simon(33.pp) konnte daran nichts mehr ändern. Im Gegenteil, die Gastgeber legten nun noch einmal ordentlich nach. Patrick Sharp(35./40.) legte mit seinen Saisontreffern Nummer Drei und Vier gleich einen Doppelschlag drauf.
So konnten es die Hausherren locker verkraften, dass sich beide Teams im Schlussdrittel auf Unsportlichkeiten verlegten und eine wahre Flut an Strafminuten hervorriefen. Da fiel es dann kaum noch auf, dass die Rangers durch Alexei Kovalev(44.pp) noch zu ihrem zweiten Treffer des Abends kamen.
Colorado - Detroit 5-2 (0-1/2-1/3-0)
Bauchlandung für Jiri Fischer(DET) nach einem Foul von Alex Tanguay(COL).
Erfolgreich Revanche für die Heimniederlage aus der Vorwoche nahmen heute Abend die Colorado Avalanche bei ihrem Gastspiel in Detroit bei den Red Wings. David Aebischer sicherte dabei die prestigeträchtigen Punkte für die Gäste mit zwei sensationellen Stocksaves im Schlussdrittel und trieb dabei Brett Hull, der jeweils scheiterte, schier zur Verzweiflung.
Dabei hatte die Partie für die Gastgeber aus Hockeytown wunschgemäß begonnen. Kapitän Steve Yzerman(19.pp) sorgte etwas glücklich für die Führung der Rotflügel. Doch die Gäste aus Colorado ließen sich davon nicht schocken und übernahmen in der Folgezeit noch deutlicher die Spielkontrolle. Teemu Selanne(33.pp) besorgte schließlich den mehr als verdienten Ausgleich. Das erste Saisontor von Jiri Fischer(38.) brachte die Hausherren kurz vor Drittelende allerdings abermals in Front. Doch die Avalanche reagierte schnell und egalisierte erneut. Mit einem Gewaltschuss von der blauen Linie konnte Karlis Skrastins(40.) vollenden. Bei beiden Treffern der Avs machte der ansonsten gut agierende Torhüter der Wings Manny Legace keine glückliche Figur.
Im Schlussdrittel dominierten die Avalanche die Gastgeber spielerisch dann relativ deutlich. Alex Tanguay(43.), Joe Sakic(51.pp) und Peter Forsberg(60.en) besiegelten die deutliche Heimpleite für Detroit. Der Sieg fiel letztendlich aber doch etwas zu deutlich aus, denn der Schweizer Nationatorhüter Aebischer rettete allein den Vorsprung in der Drangphase der Red Wings kurz vor Ende noch zwei Mal mit großem Glück und Geschick.
Boston - Chicago 1-2 OT (0-0/1-0/0-1/0-1) Eine wahre Energieleistung führte zum dritten Sieg der Chicago Blackhawks in Folge, nachdem sie sich dem Spielverlauf entsprechend einem fast übermächtigen Gegner gegenüber sahen. Die Bruins müssen sich letztendlich fragen, warum es nicht zu mehr als einen Punkt gereicht hat, obwohl sie über weite Strecken die Partie bestimmt hatten, ihre Chancen aber schlecht nutzten und so ein mageres 1-0 nicht nach Hause bringen konnten. P.J. Axelsson(22.) hatte zu Beginn des Mitteldrittels die Gäste in Führung gebracht und Boston versäumte es in der Folgezeit nachzulegen.
Schließlich kam es, wie es so häufig im Eishockey passiert. In Überzahl, Joe Thornton saß auf der Strafbank, fasste Brian Berard(52.pp) den Puck direkt ab und ließ Andrew Raycroft im Gehäuse der Bruins keine Abwehrchance.
In der Verlängerung waren die Blackhawks das bessere Team und kamen deshalb verdient zum Extrapunkt, als Tuomo Ruutu(64.) im Nachfassen den Siegtreffer markieren konnte. Blackhawks Schlussmann Craig Anderson feierte 31 Saves und hatte damit wesentlichen Anteil daran, dass die Bruins weiterhin seit dem 21. Februar 1999 auf einen doppelten Punktgewinn in Chicago warten.
Buffalo - Toronto 6-4 (0-0/2-3/4-1) Die Sabres konnten in der vergangenen Nacht bei ihren Divisionskontrahenten in Toronto überraschend ihren siebten Sieg im achten Spiel einfahren und dürfen sich damit weiterhin realistische Hoffnungen auf das Erreichen der Playoffs machen. Der Abstand auf die achtplatzierten New York Islanders beträgt jetzt fünf Punkte, bei einer Partie mehr auf dem Konto.
Es war eine unglaubliche Auseinandersetzung zweier NHL-Teams, die alles hatte, was diesen Sport ausmacht. Nach einem ereignisarmen ersten Durchgang - lediglich ein Faustkampf zwischen Eric Boulton und Nathan Perrott sorgte für Unterhaltung - waren es die Hausherren, die den Torreigen eröffneten: Matt Stajan(25.), Tom Fitzgerald(32.) und Alexei Ponikarovsky(33.) brachten ihre Farben innerhalb von 8 1/2 Minuten mit 3-0 in Führung. Buffalos Trainer wechselte daraufhin Goalie Martin Biron aus und brachte Mika Noronen, woraufhin die Aufholjagd startete.
Im weiteren Spielverlauf gelangen den Sabres fünf Treffer in Folge, wobei zwei durch Chris Drury(38.pp) und Jean-Pierre Dumont(39.pp) jeweils im Powerplay noch im Mittelabschnitt fielen. Die drei weiteren Erfolgserlebnisse feierten sie während der ersten 13 Minuten im letzten Drittel. Die Torschützen waren hier Maxim Afinogenov(44.), Ales Kotalik(51.) und Curtis Brown(53.) zum 5-3. Noch einmal spannend machte es dann Robert Reichel(58.pp), als dieser noch den Anschlusstreffer erzielen konnte, jedoch kurz darauf dann maßgeblich an der Vollendung der Niederlage beteiligt war. Mit sechs Feldspielern auf dem Eis spielte der Tscheche hinter dem gegnerischen Gehäuse stehend einen Pass in Richtung blauen Linie, den allerdings keiner seiner Mitspieler erreichte und so über das ganze Spielfeld bis über die eigene Torlinie schlitterte. Der Treffer wurde Goalie Mika Noronen(60.) gutgeschrieben, weil er als letzter Sabre den Puck berührt hatte.
Montreal - Ottawa 2-5 (0-1/1-1/1-3) Es bleibt in der Northeast Division weiter spannend! Durch die zwei erreichten Punkte der Senators - es war schon der dritte doppelte Punktgewinn in Folge - rückten sie auf Platz Zwei vor, bei einem Zähler hinter den Toronto Maple Leafs und einem Zähler vor den Boston Bruins. Die in der Conference siebtplatzierten Canadiens besitzen noch ein Polster von sechs Punkten auf Rang Neun.
Die Hausherren waren am vergangenen Abend in Kanata ihren Gegnern klar überlegen und dominierten die Partie vor allem in Drittel Eins und Drei, während die Gäste nur im Mittelabschnitt überzeugen konnten. Die Mühen der Senators wurden allerdings erst 32 Sekunden vor der ersten Pause belohnt, als Zdeno Chara(20.) zum 1-0 traf. Daraufhin gelang Montreals Steve Begin(29./51.sh) der Ausgleich, ehe Wade Redden(35.pp) im Powerplay wieder die Führung herstellte.
Zwei weitere Treffer durch Bryan Smolinski(42.) und Jason Spezza(45.) folgten innerhalb der ersten fünf Minuten im letzten Durchgang, wodurch die Vorentscheidung gefallen war. Begin war mit seinem zweiten Tor des Abends zwar noch in der Lage anzuschließen, konnte aber die Niederlage nicht mehr abwenden. Im Gegenteil, Ottawas Shaun Van Allen(59.sh) machte es ihm nach und sorgte ebenfalls in Unterzahl für den 5-2 Schlusspunkt.
San Jose - Columbus 2-1 OT (1-1/0-0/0-0/1-0) Die ausverkaufte Kulisse in der Nationwide Arena in Columbus erlebte eine sehr einseitige Partie, bei der aber immerhin zwei Franchiserekorde aufgestellt wurden. Heimgoalie Marc Denis stellte mit 48 Paraden eine neue Bestmarke auf, ebenso wie die Gäste, die zuvor noch nie 50 Mal auf das gegnerische Gehäuse geschossen haben.
Trotz des Schussverhältnisses von 50-24 zu Gunsten der Sharks und einer klar besseren Leistung wollte sich der Erfolg zunächst nicht einstellen. Nur Brad Stuart(15.), der im ersten Drittel die durch Columbus' Geoff Sanderson(3.) hergestellte Führung egalisierte, gelang ein Treffer trotz bester Einschussmöglichkeiten.
Denis stand wie ein Fels in der Brandung, musste aber trotzdem noch seine 24. Niederlage einstecken. Diese brachte ihm Marco Sturm(65.) erst in der Overtime, 17 Sekunden vor dem Ertönen der Schlusssirene, bei. Der Deutsche konnte nach einem Schuss von Patrick Marleau den abprallenden Puck aus kurzer Distanz zum 13. Auswärtssieg der laufenden Saison noch gewinnbringend über die Linie stochern und damit für den ersten Overtime-Sieg der Sharks in dieser Saison sorgen.
Florida - Tampa Bay 2-3 (1-1/0-2/1-0) 18.888 Zuschauer im St. Pete Times Forum sahen das Spitzenspiel der Southeast Division und Lokalderby der beiden Mannschaften aus Florida. Doch die in der Vergangenheit so häufig hitzig geführten Duelle, verlief an diesem Abend sehr harmonisch und sowohl die Lightning, als auch die Panthers konzentrierten sich auf den Sport. Das mag daran gelegen haben, dass die Partie zu jeder Zeit offen war und die Zeit, in der es Punkte zu verschenken gab, aufgrund der nahenden Playoffs vorbei ist.
Trotz des letztendlich verdienten Sieges war Lightning Trainer John Tortorella mit dem Zustandekommen keineswegs zufrieden. Zu leicht gaben seine Spieler manchen Zweikampf verloren und ermöglichten so den Panthern die ein oder andere Chance. Doch zunächst brachte Vincent Lecavalier(14.) mit seinem 20. Saisontor die Hausherren in Führung. Ein klassischer Konter führte Florida noch vor der Pause durch Martin Biron(20.) zum Ausgleich.
In der zweiten Periode zog Tampa durch Treffer von Cory Sarich(26.) und Martin St. Louis(39.sh) in Unterzahl auf 3-1 davon, während die Gäste knapp sieben Minuten vor dem Ende noch einmal verkürzen konnten - Mike Van Ryn(54.) war der erfolgreiche Schütze - und anschließend durchaus Gelegenheiten zum erneuten Gleichstand hatten.
Pittsburgh - St. Louis 2-3 OT (0-2/1-0/1-0/0-1) Nur etwas mehr als zwei Minuten fehlten den Pittsburgh Penguins, um ihre Niederlagenserie von 14 Partien in Folge zu beenden. Doch Torschütze Eric Boguniecki(63.), der in der Verlängerung einen Schuss von Eric Weinrich abfälschen und somit Torhüter Sebastien Caron durchaus haltbar überwinden konnte, machte die Aussicht der Penguins wenigstens mit einem Unentschieden vom Eis zu gehen zunichte. Dem Team von Mario Lemieux fehlen nur noch drei Niederlagen um den längste Reihe an Misserfolgen in der NHL zu knacken.
Wie so häufig in dieser Spielzeit begann es äußerst schlecht für die Gäste. Keith Tkachuk(11.pp) und Christian Backman(12.pp) beide in Überzahl unter Vorarbeit von Doug Weight sorgten für eine sichere 2-0 Führung der Blues. Doch was viele der 19.812 Zuschauer nicht für möglich hielten, trat ein. Pittsburgh spielte durchaus gefällig mit und kam nicht unverdient durch Tom Kostopoulos(32.) im Mitteldrittel und Ryan Malone(42.) im Schlussabschnitt zum Ausgleich, welcher bis zum Ende der regulären Spielzeit anhielt.
Dallas - Phoenix 2-3 (0-2/1-1/1-0) Eine Negativserie von acht Spielen ohne Sieg konnten die Coyotes am letzten Abend in Phoenix mit einem glanzlosen 3-2 Erfolg über die Stars beenden, wobei die Gäste die weitaus aktivere Mannschaft waren. Die Texaner prüften Goalie Brian Boucher 34 Mal, waren aber nur im zweiten und dritten Durchgang jeweils ein Mal in der Lage diesen zu bezwingen. In zwei Powerplaysituationen trafen Pierre Turgeon(30.pp) und Brenden Morrow(45.pp) zum 1-3 und 2-3 Anschluss.
Vorgelegt hatten die Coyotes durch Daymond Langkow(4.) schon nach vier Minuten, ehe deren Neuzugang aus Philadelphia, Mike Comrie(20.), kurz vor der Pause auf 2-0 erhöhen konnte. Das 3-0 schoss Ladislav Nagy(28.pp) im Mittelabschnitt, als gerade Steve Ott wegen übertriebener Härte auf der Strafbank saß.
Phoenix hat nun seit deren Umzug in die Glendale Arena drei Siege einfahren können, mussten aber schon zehn Niederlagen hinnehmen und zwei Mal die Punkte mit den Gegnern teilen. Deren Rückstand auf die Playoffplätze beträgt nun sieben Zähler, während Dallas immer noch zwei Zähler mehr hat, als die achtplatzierten St. Louis Blues.
Anaheim - Vancouver 2-1 (0-0/1-0/1-1) Zu ihrem dritten Sieg aus den letzten vier Spielen kamen heute Nacht die Anaheim Mighty Ducks durch ihren 2-1 Auswärtssieg bei den Vancouver Canucks. Mann des Abends war dabei Anaheims Sergei Fedorov, der seine NHL-Scorerpunkte 1000, sowie 1001 verbuchen konnte und damit der erste Russe in der Geschichte der NHL ist, der die Tausendermarke gebrochen hat. Er ist der 67. Spieler in der NHL-Historie und der erst fünfte Europäer nach dem Tschechen Jaromir Jagr, dem Slowaken Peter Stastny, dem Finnen Jari Kurri und dem Schweden Mats Sundin dem dieses Kunststück gelang.
Der frühere Hart- und Selke-Trophy-Gewinner leistete die Vorarbeit zu Keith Carneys(23.) Führungstreffer und auch zum spielentscheidenden Siegtreffer, dem 2-1 durch Petr Schastlivy(53.). In der Zwischenzeit konnten die Gastgeber aus Vancouver durch Artem Chubarov(47.) kurzzeitig ausgleichen. Doch am Ende verließ die Mehrheit der 18.630 Fans enttäuscht den General Motors Place. Jean-Sebastian Giguere im Tor der Gäste
war in der verbleibenden Spielzeit einfach kein weiteres Mal zu überwinden. Die Canucks haben ihre drei Partien nach dem All-Star Break verloren und verlieren so langsam den Anspruch Colorado den Divisionstitel erstmals nach 10 Jahren streitig machen zu können.