Tomas Zizka(LOS) im Zweikampf mit Jochen Hecht(BUF).
Ihre höchste Niederlage seit über vier Jahren, acht Gegentreffer setzte es f¨r sie zuletzt am 18. Dezember 1999 gegen Chicago, mussten die Los Angeles Kings heute Nacht in der HSBC Arena hinnehmen. Mit 3-8 Toren unterlagen die Kalifornier den Buffalo Sabres, die eindrucksvoll zeigten, dass sie sich im Kampf um einen Playoffplatz noch nicht aufgegeben haben.
Für die Sabres war der 8-3 Kantersieg ihr sechster doppelter Punktgewinn aus den letzten sieben Partien. Dabei hatte es lange Zeit gar nicht danach ausgesehen, als könnten sie ihre Erfolgsserie fortsetzen. 24 Minuten vor Spielende lagen die Hausherren nach Gegentreffern von Jozef Stumpel(2.), Scott Barney(25.pp) und Ian Laperriere(33.) noch mit 1-3 in Rückstand.
Mit dem Mute der Verzweiflung spielten sich die Sabres in einen Offensivrausch, dem die Kings nichts mehr entgegenzubieten hatten. Teilweise hatte man den Eindruck die Kalifornier waren so schwindelig gespielt, dass sie nicht mehr wussten was auf dem Eis geschieht. Henrik Tallinder(36.) und jeweils auf Vorarbeit von Ales Kotalik(16.), dem Schützen zum 1-1, brachten Chris Drury(38.) sowie Rory Fitzpatrick(39.) die Gastgeber noch vor der zweiten Pause in Front.
Das Debakel der Kings perfektionierten im Schlussabschnitt Daniel Briere(41.pp), Jochen Hecht(49.) und Maxim Afinogenov(52./53.) mit ihren Treffern zum 8-3 Endstand.
Washington - Nashville 2-5 (1-2/0-2/1-1) Nach drei Niederlagen in Folge hatten die Nashville Predators heute Nacht auf heimischen Eis gegen die Washington Capitals anzutreten und ließen dem Vorletzten der Eastern Conference keine Chance. Die Jungs aus der US-Hauptstadt unterlagen gegen die in allen Belangen besseren Predators deutlich mit 5-2 Toren. Letztendlich konnten die Capitals sogar froh sein, dass die Niederlage nicht noch deutlicher ausfiel.
Schon nach knapp sieben Spielminuten lagen die Hausherren durch Tore von Scott Hartnell(5.pp) und Vladimir Orszagh(7.) mit 2-0 in Front. Gegen die in der Offensive ideenlos wirkenden Capitals eine vorentscheidende Führung. Eine der wenigen Torchancen der Gäste schloss Mike Grier(10.) mit dem Anschlusstreffer ab.
Auf sich erneut allein gestellt war Gästeschlussmann Maxime Oullet, der heute den Vorzug vor der eigentlichen Nummer eins der Capitals Olaf Kölzig bekam, bei den noch folgenden Toren der Predators durch Marek Zidlicky(29.pp) sowie Scott Hartnell(40.) im Mittelabschnitt und Wyatt Smith(44.) im letzten Drittel.
Die Predators taten nach der 5-1 Führung nur noch das Nötigste und mussten noch eine leicht zu verschmerzende Ergebniskorrektur durch Peter Bondra(57.) hinnehmen.
Edmonton - Minnesota 0-3 (0-2/0-1/0-0) Noch nie hatten die Edmonton Oilers im Xcel Energy Center von St.Paul gegen die Minnesota Wild verloren, doch irgendwann ist immer das erste Mal und dies war heute Nacht. Die Minnesota Wild zeigten gegen ihre Tabellennachbarn aus Alberta, dass sie das Gewinnen noch nicht verlernt haben.
Vor allem im ersten Durchgang konnten die Hausherren vollauf ü,berzeugen und ihre Fans durch einen Doppelschlag von Sergei Zholtok(14.) und Marc Chouinard(15.) binnen 57 Sekunden zur 2-0 Führung zufrieden stellen.
Nach der Pause erarbeiteten sich die Oilers auch hochkarätigere Torchancen. Während sie aber immer wieder an Wilds Schlussmann Dwayne Roloson scheiterten, er beendete die Partie mit 28 Saves und seinem fünftem Saison-Shutout, musste sich Gästegoalie Tommy Salo, er hatte ab dem zweiten Durchgang Ty Conklin ersetzt, noch von Pascal Dupuis(28.pp) geschlagen geben.
In der letzten torlosen halben Stunde verteidigten die Hausherren geschickt ihren Vorsprung.
Anaheim - Calgary 1-2 (0-1/1-1/0-0) Mit etwas Glück und vor allem Dank ihres Teamkapitäns Jarome Iginla(26.pp) dem das 'Game Winning Goal' gelang, konnten die Calgary Flames ihre Hausaufgabe gegen die Mighty Ducks of Anaheim mit einem 2-1 Sieg beenden. Iginla erzielte bereits nach gut 25 Minuten das Siegtor für die Westkanadier, es war sein neunter Scorerpunkt aus den letzten sieben Partien. Zuvor hatte Jordan Leopold(18.pp) ebenfalls eine nummerische Ü,berlegenheit ausgenutzt.
Die Mighty Ducks erwiesen sich als durchaus ebenbürdiger Gegner. Nur zwei Minuten nach Iginlas Powerplaytreffer nutzten auch sie ihre Chance bei Überzahl durch Steve Rucchin(28.pp). In der letzten halben Stunde drückten die kalifornischen Gäste auf den Ausgleich fanden aber in entscheidenden Momenten in Calgarys Torsteher Miikka Kiprusoff ihren Spielverderber und mussten am Ende mit der siebten Niederlage aus ihren letzten neun Auswärtspartien das Eis verlassen.
N.Y. Islanders - Phoenix 5-2 (0-2/2-0/3-0) Fast acht Jahre ist es her, dass die New York Islanders aus der Wüste von Arizona mit einem Sieg beide Punkte mitnehmen konnten. Ihr letzter Sieg in Phoenix datiert vom 9. März 1996.
Und auch heute Nacht sah es zunächst gar nicht danach aus, als könnten die Islanders diese Negativserie beenden. Die Coyotes erwischten den besseren Start und lagen nach gut zehn Spielminuten durch Tore von Jan Hrdina(11.) und Mike Sillinger(12.) mit 2-0 in Front. Ein Vorsprung der auch zur ersten Pause noch Bestand hatte.
Wie verwandelt präsentierten sich die Gäste aus Long Island in den noch folgenden Spielabschnitten. Ex-Coyote Cliff Ronning(25.pp) läutete mit seinem Powerplaytreffer zu Beginn des Mittelabschnitts die erfolgreiche Aufholjagd der Islanders ein. Noch vor der zweiten Pause konnte Trent Hunter(33.) den Spielstand egalisieren.
Völlig den spielerischen Faden verloren die Hausherren im Schlussdrittel, als sie durch Gegentore von Janne Niinimaa(43.), Mariusz Czerkawski(50.) und einem 'Empty Netter' von Trent Hunter(60.en) regelrecht untergingen.
Atlanta - Vancouver 4-1 (0-0/3-1/1-0) Eine desolate Vorstellung boten die Vancouver Canucks heute Morgen im bis auf den letzten Platz besetzten General Motors Place ihren 18.630 Fans. Mit 4-1 Toren unterlagen die Westkanadier gegen die Atlanta Thrashers, einer Mannschaft die seit zehn Spielen in Folge nicht mehr gewonnen hatte, eine Bilanz von nur drei Siegen aus ihren letzten 22 Auftritten vorwies und ihren dritten Auftritt in den letzten vier Tagen zu absolvieren hatte.
Im ersten Durchgang machten die Gäste aus Georgia keinen Stich. 13-1 lautete zur ersten Drittelpause das Torschussverhältnis zu Gunsten der Kanadier. Was aber zählt sind Tore und die schossen die Thrashers im Mitteldrittel. Ronald Petrovicky(22.), Dany Heatley(24.) und sogar bei Unterzahl Marc Savard(36.sh) sorgten für eine 3-1 Führung der Gäste. Zwischenzeitlich hatte Daniel Sedin(33.) den einzigen Lichtblick aus Sicht der Canucks gesetzt.
Als dann zu Beginn des Schlussabschnitts Shawn Mceachern(47.pp) auch noch eine 5 gegen 3 Überzahlsituation nutzte, war das Spiel zu Gunsten der 'Underdogs' entschieden.
Mit Blick auf die Playoffs müssen die Canucks aus der heutigen Pleite ihre Lehren ziehen. Wieder einmal wurde deutlich, dass sie gegen Mannschaften, die mit viel Körpereinsatz und Kampfgeist agieren, so wie die Thrashers heute, große Probleme haben.