Mit den heimischen Buffalo Sabres und den Boston Bruins trafen zwei zuletzt erfolgsverwöhnte Mannschaften in der HSBC Arena aufeinander. Die Hausherren hatten vier Mal in Folge gewonnnen und die Bruins seit sieben Partien ungeschlagen konnten fünf Siege in Serie feiern. Erfolg Nummer sechs gab es für Boston heute Nacht. Beim 6-2 Kantersieg ließen sie ihrem Konkurrenten aus der starken Northeast Division keine Chance.
In die erste Drittelpause konnten die Hausherren nach einem Powerplaytor von Andy Delmore(11.pp) und dem Gegentreffer durch Mike Knuble(14.) noch mit einem 1-1 Unentschieden gehen. Die Entscheidung zu Gunsten ihrer Gäste fiel im Mittelabschnitt als diese durch Tore von Joe Thornton(22.), sein achter Scorerpunkt aus den letzten drei Partien, P.J. Axelsson(29.) und Martin Lapointe(40.pp) bis auf 4-1 davonzogen.
Der Widerstand der Hausherren kam danach zum Erliegen und die Bruins konnten mit angezogener Bremse ihre Führung im Schlussabschnitt weiter ausbauen. Glen Murray(47.) und Nick Boynton(59.) bezwangen Mika Noronen, der nach der zweiten Pause ins Spiel für Martin Biron kam, und Chris Drury(56.) konnte zwischendurch noch etwas Ergebniskosmetik für die Sabres betreiben.
N.Y. Islanders - Montreal 1-2 (1-1/0-0/0-1) Zum ersten Mal seit sieben Partien blieben die New York Islanders heute Nacht bei ihrem Auftritt im Bell Centre von Montreal ohne Zähler. Canadiens' Rookie Michael Ryder(49.) verdarb ihnen mit seinem Siegtreffer zum 2-1 den Besuch in der frankokanadischen Metropole.
Die Canadiens steuern durch drei doppelte Punktgewinne in Folge kräftig auf Playoffkurs. Ihr Vorsprung auf die achtplatzierten Islanders beträgt nun fünf auf die noch Rang neun innehabend Sabres sind es sogar deren zehn Punkte.
Mit der ersten Powerplaychance die sich ihnen bot gingen die Hausherren 1-0 in Front. Der Torschütze war Mike Ribeiro(8.pp). Doch auch die Islanders konnten noch vor der Pause ihre Überzahlstärke beweisen. Knapp zehn Minuten später glich Justin Papineau(17.pp) den Spielstand aus.
Es sollte das einzige Gegentor für Montreals Schlussmann Jose Theodore bleiben, der die Partie mit insgesamt 27 Saves beendete.
Toronto - Ottawa 5-4 OT (0-3/3-1/1-0/1-0) Owen Nolan(65.) beendete mit seinem Treffer in der Verlängerung zum 5-4 Endstand ein kurzweiliges, intensives Derby zu Gunsten der Toronto Maple Leafs. Diese hatten nach einer knappen halben Stunde schon wie die sicheren Verlierer ausgesehen. Die gastgebenden Ottawa Senators hatten wie die Feuerwehr losgelegt. Viel Druck auf das von Trevor Kidd gehütete Gehäuse ihrer Gäste ausgeübt und sich durch Tore von Daniel Alfredsson(1.) nach 13 Sekunden, Martin Havlat(10.pp), Brian Pothier(13.pp) und Josh Langfeld(24.pp) eine 4-0 Führung herausgespielt.
Danach machte sich aber Leichtsinn sowie auch etwas Überheblichkeit bei den Gastgebern breit und ein Spitzenteam wie die Maple Leafs nutzten dies eiskalt aus. Darcy Tucker(30.) leitete mit seinem Treffer zur Mitte der Partie die erfolgreiche Aufholjagd der Gäste ein. Noch vor der zweiten Pause konnten Mikael Renberg(36.) und Matt Stajan(38.) den Rückstand weiter verkürzen.
Für den wichtigen Ausgleichstreffer und der damit verbundenen Rettung in die Overtime zeichnete sich Torontos Teamkapitän Mats Sundin(55.) fünf Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit verantwortlich.
Vancouver - New Jersey 4-0 (1-0/2-0/1-0)
Jeff Friesen(NJD) scheitert in aussichtsreicher Position an Dan Cloutier(VAN).
Die Vancouver Canucks konnten ihre Auswärtstour in der Metropole von New York und Umgebung doch noch mit einem versöhnlichem Auftritt beenden. Nach zwei Niederlagen gegen die Rangers und Islanders kamen sie beim vermeintlich stärksten Gegner aus der Region, den New Jersey Devils, zu einem 4-0 Erfolg.
Die Zwillingsbrüder Henrik(2.) und Daniel Sedin(24.), jeweils in Koproduktion und zwei Powerplaytreffer von Brendan Morrison(34.pp) und Trevor Linden(52.pp) führten die Westkanadier zu einem ungefährdeten doppelten Punktgewinn vor 14.114 Zuschauern in der Continental Airlines Arena.
Die Devils erwiesen sich als Schatten ihrer selbst und konnten im Spiel nach vorne kaum Akzente setzen. Sollten sie einmal gefährlich vor dem Gehäuse ihrer Gäste auftauchen, dann war deren Schlussmann Dan Cloutier auf dem Posten. Er beendete die Partie mit 24 Rettungstaten und seinem dritten Saison-Shutout.
Philadelphia - Atlanta 5-1 (0-1/4-0/1-0) So wie sich die Philadelphia Flyers momentan präsentieren gehören sie zu den ganz großen Titelaspiranten im Osten. Heute Nacht beim hochverdienten 5-1 Erfolg in Atlanta konnten die Flyers ihren achten Sieg aus den letzten elf Partien feiern und verteidigten damit ihren ersten Platz in der Eastern Conference.
Philadelphia hatte vorsichtig und zurückhaltend begonnen, das Spiel aber kontrolliert. Unmittelbar vor der ersten Pause wurde das Team von Headcoach Ken Hitchcock eiskalt erwischt. Serge Aubin(20.) bescherte den Thrashers eine schmeichelhafte 1-0 Führung.
Im Mitteldrittel spielten die Gäste ihre Trümpfe aus und zeigten eindrucksvoll was in ihnen steckt. Simon Gagne(26.), Mark Recchi(33.pp), Sami Kapanen(34.) und Tony Amonte(40.) schossen die launische Diva Philadelphia auf die Siegerstraße.
Den Schlusspunkt zum 5-1 Endstand konnte John Leclair(60.) 24 Sekunden vor dem Ertönen der Schlusssirene setzen.
Tampa Bay - Nashville 5-2 (1-0/3-2/1-0) Die Tampa Bay Lightning konnten mit einem 5-2 Erfolg gegen die heimstarken Predators beide Punkte aus Nashville entführen. So souverän wie der Endstand vermuten lässt war der Gastauftritt der Lightning aber keineswegs. Diesen haben sie hauptsächlich ihren starken 'Penalty Killing' Reihen zu verdanken.
Die Schlüsselszene der Partie spielte sich Ende des zweiten Durchgangs ab. Nashville hatte durch zwei Treffer von Denis Arkhipov(33./36.) den Rückstand auf 2-3 verkürzen können und es bot sich ihnen kurz darauf die Gelegenheit mit einem Mann mehr auf dem Eis die Partie auszugleichen. Das Überzahlspiel blieb jedoch erfolglos, Ben Clymer(40.) kam gerade von der Strafbank, wurde von Cory Stillman bedient und ließ Tomas Vokoun im Tor der Hausherren keine Abwehrchance.
Im Schlussdrittel ließen sich die Gäste aus Florida den Sieg nicht mehr nehmen, als Nashville noch einmal alles versuchte und Vokoun zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis nahmen, konnte Tim Taylor(60.en) mit einem 'Empty Net Goal' den 5-2 Endstand herstellen.
Die 3-0 Führung der Lightning hatten Brad Richards(14.pp), Dan Boyle(24.pp) und Pavel Kubina(26.) herausgeschossen.
Detroit - Colorado 3-2 OT (1-2/1-0/0-0/1-0) Überhaupt nicht einverstanden mit mancher Schiedsrichterentscheidung waren die 18.007 Besucher im Pepsi Center von Denver. Vor allem die beiden 4-Minuten Strafen gegen Steve Konowalchuk und Adam Foote Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit beim Stande von 2-2 erregten deren Gemüter. Die lauten Buhrufe und das pfeifen der Fans war kaum verklungen als Brett Hull(61.pp) in der Verlängerung bei Überzahl den 3-2 Siegtreffer für die Detroit Red Wings markierte.
In den 60 Minuten zuvor hatten sich die 'ewigen' Rivalen einen hochklassigen, intensiven Schlagabtausch geliefert. Den besseren Start erwischten dabei die Hausherren. Noch nicht einmal zwei Minuten waren absolviert da lagen sie auch schon durch Tore von Teemu Selanne(2.) und Alex Tanguay(2.) mit 2-0 in Front.
Zwei Gegentore die Detroit scheinbar nötig hatte um aus dem Tiefschlaf zu erwachen. Eine dumme Aktion von Peter Worrell führte zu einer Überzahlsituation der Gäste und diese Chance ließ sich der Schwede Ray Whitney(7.pp) nicht nehmen. Mit 2-1 Toren ging es auch in die erste Drittelpause.
Zahlreiche Torchancen hüben wie drüben gab es auch im Mitteldrittel. Diesmal konnten aber nur die Gäste daraus profitieren. Mathieu Dandenault(32.) egalisierte nach einer guten halben Stunde die Partie.
Scheinbar zufrieden mit der Punkteteilung oder war es nur Vorsicht ließen die Kontrahenten im torlosen Schlussdrittel den Drang nach vorne vermissen.
St. Louis - Calgary 2-1 (0-0/1-1/1-0) Die St. Louis Blues können doch noch gewinnen. Nach acht Spielen in Folge ohne Sieg bezwangen sie heute Morgen im Saddledome von Calgary einen ihrer ärgsten Rivalen um einen Playoffplatz mit 2-1.
Scott Mellanby(56.) erzielte gut vier Minuten vor Spielende das 'Game Winning Goal' für die Gäste in einer insgesamt sehr ausgeglichenen Partie. Die Flames müssen sich aber den Vorwurf gefallen lassen, dass sie nachdem Dean McAmmond(34.) die 1-0 Führung der Blues von Keith Tkachuk(29.) egalisiert hatte, nicht nachsetzten und als Heimteam zu wenig Drang nach vorne zeigten.
In der Schlussminute, als Dallas Drake auf der Strafbank saß, nahmen die Westkanadier zwar ihren Torhüter Roman Turek zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis und versuchten mit 6 gegen 4 zum Erfolg zu kommen, kamen dabei aber zu keinem einzigen Torschuss.
Phoenix - San Jose 0-5 (0-2/0-2/0-1) Warum sie sieben Zähler von einem Playoffplatz entfernt liegen und ihre heutigen Gastgeber Rang eins in der Pacific Division inne haben, bekamen die Phoenix Coyotes heute Morgen im HP Pavillon eindrucksvoll vorgeführt. Ohne die geringste Chance gingen die 'Wüstenfüchse' im Haifischbecken der San Jose Sharks mit 0-5 Toren unter.
Ob bei fünf gegen fünf, in Über- oder in Unterzahl die Sharks hatten das Spiel stets unter Kontrolle und geriten zu keiner Zeit in Gefahr. Auch weil Schlussmann Evgeni Nabokov in den wenigen Szenen bei denen er wirklich gefordert wurde souverän reagierte. Letztendlich musste er nur 20 Mal rettend eingreifen, um zum zweiten Mal in dieser Saison ohne Gegentreffer zu bleiben.
Gleich fünf verschiedene Akteure konnten sich bei den Sharks in die Torschützenlisten eintragen. Alyn Mccauley(8.pp) und Scott Hannan(14.) im ersten, Alex Korolyuk(29.) und Marco Sturm(33.) im zweiten sowie last but not least Sharks' All-Star Patrick Marleau(42.pp) im dritten Drittel.