Joe Thornton gratuliert Glen Murray(rechts) zu einem seiner drei Treffer.
Ein lupenreiner Hattrick durch Ex-Penguin Glen Murray(47.pp/55./59.en) innerhalb von knapp 13 Minuten im Schlussabschnitt bescherte den heimischen und haushoch favorisierten Boston Bruins doch noch einen klaren Sieg gegen die Pittsburgh Penguins. Beide Torhüter, sowohl Sebastien Caron bei den Gästen, als auch Andrew Raycroft bei den Bruins konnten sich nach der Partie kaum über zu wenig Beschäftigung beklagen, nachdem über die Spieldauer hinweg insgesamt 86 Torschüsse verzeichnet wurden.
Das Spiel gestaltete sich über weite Stecken äußerst offensiv, sehr zum Gefallen der 15.692 Zuschauer im Fleet Center. Weniger erfreut waren die Anwesenden über den 0-1 Rückstand ihres Teams nach einem Überzahltreffer durch Aleksey Morosov(16.pp). Aufgrund der Spielanteile ging diese Führung nach 20 Minuten aber durchaus in Ordnung.
Das Bild änderte sich nach dem Wechsel, als die Bruins zunehmend aktiver wurden, Caron jedoch zunächst nicht überwinden konnten. Der Schlussmann wehrte im Mitteldrittel 22 Schüsse der Hausherren ab. Die Penguins suchten unterdessen vorne ebenfalls ihre Chancen, scheiterten aber genauso immer wieder an Raycroft. Den Bann für Boston brach schließlich Murray im Schlussabschnitt. Den Endstand zum 4-1 stellte Brian Rolston(60.en) mit einem weiteren Empty-Netter 24 Sekunden vor dem Ende her.
Chicago - Montreal 4-6 (0-2/1-3/3-1) Richtig spannend machten es die Montreal Canadiens auf heimischen Eis in ihrer Nachmittagsbegegnung gegen die im bisherigen Saisonverlauf auswärts nicht gerade Angst einflösenden Chicago Blackhakws.
In den ersten zwei Durchgängen verlief alles nach Plan für die Frankokandier und deren 21.273 Anhängern im Bell Centre. Patrice Brisebois(1.), Sheldon Souray(20.), Jan Bulis(25.), Steve Begin(31.) und Mike Ribeiro(40.pp) hatten bei einem Gegentreffer von Steve Sullivan(21.) eine deutliche 5-1 Führung zur zweiten Pause herausgeschossen.
Der Schein trügte jedoch. Die Blackhawks, die erst vor zwei Tagen ihre Auswärtsmisere von 19 Niederlagen in Folge beenden konnten, präsentierten sich im Schlussdrittel mit neu gewonnenem Selbstvertrauen und für sie ungewönlichem Offensivdrang. Montreals Schlussmann musste sich bei 21 Torschüssen der Gäste wie eine Schießbudenfigur vorkommen.
Gezwungenermaßen musste er sich angesichts der Daueroffensive auch geschlagen geben. Kyle Calder(44.pp), Alexei Zhamnov(48.) und erneut Steve Sullivan(56.) sorgten mit ihren Treffern für eine spannende Schlussphase bis Niklas Sundstrom(60.en) mit einem 'Empty Netter' zum 6-4 Endstand Montreals doppelten Punktgewinn nach zwei Heimniederlagen in Folge unter Dach und Fach brachte.
Anaheim - Calgary 4-6 (2-3/1-2/1-1) Wiedergutmachung für ihre bittere Heimniederlage gegen die Chicago Blackhawks am Freitag betrieben die Calgary Flames vor gut 15.000 Zuschauern im Saddledome mit einem unterhaltsamen 6-4 Erfolg über die Mighty Ducks of Anaheim, wodurch die Hausherren in der Western Conference wieder auf einen Playoffplatz rutschen konnten.
Schon in der ersten Viertelstunde lieferten sich die Kontrahenten einen offenen Schlagabtausch ohn etaktische Zwänge mit einer Vielzahl an Einschussmöglichkeiten auf beiden Seiten und entsprechenden Toren. Gleich drei Mal von Craig Conroy(3.), Martin Gelinas(11.pp) und Chris Clark(12.) musste sich Gästeschlussmann Martin Gerber bezwingen lassen, ehe er von Jean-Sebastien Giguere im Kasten abgelöst wurde.
Doch auch die Westkanadier vergaben Gastgeschenke, die Petr Sykora(6.) und Vitaly Vishnevski(17.) dankend annahmen um die Mighty Ducks im Spiel zu halten.
Mit einer knappen 3-2 Führung starteten die Flames in das Mitteldrittel. Hierin konnten Chris Clark(26.pp) und Shean Donovan(29.) die Führung auf drei Tore ausbauen - ein Vorsprung der zwingend nötig war, da Vaclav Prospal(37.pp), noch vor der zweiten Pause und im Schlussdrittel Sergei Fedorov(46.pp) noch jeweils eine Überzahlsituation zum Torerfolg ausnutzen konnten.
Dean McAmmond(45.) hatte zwischenzeitlich Calgarys sechstes Erfolgserlebnis an diesem Nachmittag markiert.