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2004-01-30 

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SPIELTAG 30.01.2004

Pittsburgh - Tampa Bay 1-5 (0-3/1-2/0-0)

Brooks Orpik(PIT) versucht Ruslan Fedotenko(TAM) zu stören.

Die Pittsburgh Penguins sind in dieser Saison gern gesehene Gäste, geben sie doch in schöner Regelmäßigkeit bei ihren Besuchen in fremden Arenen beide Zähler ab. Heute Nacht hatten die Tampa Bay Lightning das Vergnügen gegen das Team von Mario Lemieux antreten zu dürfen und machten auch schnell deutlich wer das Sagen auf dem Eis hat.
Eine Viertelstunde dauerte es nur dann stand mit den Hausherren auch der Sieger schon fest. Brad Richards(5.), Pavel Kubina(14.pp) und Vincent Lecavalier(16.) hatten bis zu diesem Zeitpunkt eine 3-0 Führung für die Lightning herausgeschossen. Nach der Pause knüpfte Tampa dort an wo sie zuvor aufgehört hatten. Martin St. Louis(24.) und Brad Lukowich(28.) bauten den Vorsprung auf fünf Tore aus wobei noch keine halbe Stunde absolviert war.
Es bahnte sich ein weiteres Debakel für die Penguins an, doch die Gastgeber hatten ein Einsehen, schalteten einen Gang zurück und sparten sich ihre Kräfte für kommende Aufgaben. Schließlich gelang Ryan Malone(37.) sogar noch der Ehrentreffer für die Gäste, womit er Tampas Schlussmann Nikolai Khabibulin seinen Shutout verdarb.

Washington - Carolina 5-3 (1-0/2-2/2-1)
Zum ersten Mal seit Ende November konnten die Washington Capitals wieder einmal zwei Auswärtspartien in Folge gewinnen. Nach ihrem gestrigen Sieg in Manhattan gegen die New York Rangers, gaben sie auch heute Nacht den Carolina Hurricanes das Nachsehen. Mit 5-3 Toren blieben sie zum fünften Mal in Folge in einer Partie gegen die Hurricanes die Oberhand.
Auszeichnen konnten sich die Mannen aus der US-Hauptstadt hauptsächlich durch ihre herausragende Effizienz im Abschluss. Die Gastgeber hatten wesentlich mehr Spielanteile, waren aber in entscheidenden Momenten unachtsam. Mit Bates Battaglia(54.) gelang einem Ex-Hurricane gut sechs Minuten vor Spielende das 'Game Winning Goal' und Mike Grier(60.en) machte mit einem 'Empty Net Goal' den doppelten Punktgewinn der Capitals perfekt.
Schon im Mittelabschnitt hatte Peter Bondra(27./29.pp) mit einem Doppelschlag die Gäste 3-1 in Front gebracht, nachdem kurz zuvor Justin Williams(23.) die 1-0 Führung von Robert Lang(20.pp) egalisiert hatte. Hoffnungen auf einen Punktgewinn durften sich die Hausherren machen als erneut Justin Williams(30.) und Bret Hedican(49.pp) den 2-Tore Rückstand ausglichen. Am Ende fehlte den Hurricanes aber auch das Quentchen Glück, das hierzu nötig gewesen wäre.

Nashville - Columbus 6-4 (2-1/2-1/2-2)
So treffsicher wie heute Nacht in Columbus waren die Nashville Predators in dieser Saison noch nicht. Gleich sechs Mal konnten sie die kleine Hartgummischeibe an Marc Denis und ab der 23. Spielminute an Fred Brathwaite vorbei im Netz ihrer Gastgeber unterbringen.
Dabei hatte es zunächst gar nicht gut für die Predators begonnen. Gleich die erste Überzahlsituation in einer von beiden Mannschaften ruppig geführten Partie hatte Geoff Sanderson(7.pp) zur 1-0 Führung der Hausherren genutzt.
Hiervon wenig beeindruckt legten die Predators in der folgenden Viertelstunde mit vier Toren von Wyatt Smith(9.), Kimmo Timonen(19.pp), Scott Hartnell(21.pp) und Vladimir Orszagh(23.) den Grundstein für ihren Auswärtserfolg. Kurzweilig ging es weiter: Nur 25 Sekunden nach dem 4-1 gelang Trevor Letowski(23.) der Anschluss.
Der Schlussabschnitt verlief nicht nur dem Ergebnis nach ausgeglichen. Beide Teams konnten noch je zwei Mal punkten. Auf Seiten der Hausherren betrieben erneut Trevor Letowski(52.pp) und Tyler Wright(58.pp) Ergebniskosmetik und die Predators hielten Scott Walker(49.pp) sowie Martin Erat(53.) weiter auf Playoffkurs.

New Jersey - Detroit 2-5 (1-2/1-1/0-2)
Unerwartet hoch, mit 2-5 Toren, mussten sich die New Jersey Devils bei ihrem Besuch in der Joe Louis Arena von den Detroit Red Wings geschlagen geben. Eine Niederlage, die sie vor allem ihrer mangelnden Ausbeute bei nummerischer Überlegenheit zuschreiben müssen. Sieben Mal standen die Devils mit einem Mann mehr auf dem Eis und konnten daraus kein Kapital schlagen. Wie man es im Powerplay besser macht, zeigten ihnen die Red Wings. Beide Male als sie in Überzahl waren resultierte daraus ein Treffer. Mathieu Schneider(17.pp) und Tomas Holmstrom(49.pp) waren die Schützen. Bei Holmstroms Tor zum 4-2 Zwischenstand assistierte Steve Yzerman, der damit seine NHL-Ausbeute auf 1.702 Punkte ausbauen konnte und Mario Lemieux auf Platz sechs der ewigen Scorerliste überholte.
Jamie Rivers(12.), Brett Hull(21.) und Kris Draper(59.sh) komplettierten den erfolgreichen Heimauftritt der Red Wings. Bei den Devils, die bei den Torschüssen mit 33 zu 20 vorne lagen konnten nur Erik Rasmussen(14.) und Turner Stevenson(24.) Detroits Schlussmann Curtis Joseph bezwingen.

N.Y. Islanders - Boston 1-2 OT (0-1/1-0/0-0/0-1)
Glen Murray(17.pp/63.) avancierte mit seinen zwei Toren zum Matchwinner für die Boston Bruins bei ihrer Heimaufgabe gegen die New York Islanders. Mit seinem zweiten Tor nach knapp 2 1/2 Minuten in der Verlängerung ereichte Murray einen persönlichen Meilenstein - es war sein 500. NHL-Scorerpunkt.
Die Islanders hatten zwar deutlich weniger Spielanteile als ihre Gastgeber waren aber in der Defensive äußerst gut eingestellt und machten ihren Gastgebern das Leben schwer. Nach einer halben Stunde konnte Oleg Kvasha(31.sh) sogar eine Unterzahlsituation zum 1-1 Ausgleich nutzen, der den Islanders auch in der fünften Partie in Folge einen Punkt sicherten. Hierdurch konnten sie ihren Vorsprung auf dem für eine Playoffteilnahme wichtigen Platz acht in der Eastern Conference weiter ausbauen. Die neuntplatzierten Atlanta Thrashers liegen nun schon fünf Zähler zurück.

Vancouver - St. Louis 4-2 (0-0/0-1/4-1)
Erst Dank einer hevorragenden Leistung im Schlussabschnitt konnten die Vancouver Canucks ihre Siegesserie weiter fortsetzen. Mit 4-2 Toren erledigten sich die Westlkanadier ihrer Auswärtsaufgabe bei den St. Louis Blues und fuhren damit ihren vierten doppelten Punktgewinn in Folge ein.
Zwei Drittel lang war von den Canucks wenig zu sehen, die Hausherren hatten das Spiel unter Kontrolle und gingen auch vollauf verdient durch ein Tor von Mark Rycroft(30.) nach einer halben Stunde mit 1-0 in Führung.
Die Pausenpredigt von Canucks Coach Mark Crawford verfehlte jedoch seine Wirkung nicht. Wie verwandelt kamen die Gäste aus der Kabine, lieferten sich mit den Blues einen offenen Schlagabtausch und hatten am Ende sogar die Nase vorn.
Vancouvers 'Schweden-Fraktion' erzielte hierbei alle vier Tore. Zwei Mal Magnus Arvedson(43./51.pp), Teamkapitän Markus Naslund(44.pp) und Daniel Sedin(57.) konnten Chris Osgood bezwingen. Das einzige Tor der Gastgeber im letzten Drittel erzielte Keith Tkachuk(53.) zum 2-3 Zwischenstand.

Montreal - Minnesota 3-2 OT (0-1/1-1/1-0/1-0)
27,9 Sekunden waren in der Overtime noch zu absolvieren als Richard Zednik(65.) einen perfekt getimeten Pass von Mike Ribeiro(46.pp) annahm und zum 3-2 Siegtor für die Montreal Canadiens bei ihrem Gastauftritt im Xcel Energy Center der Minnesota Wild verwandelte. Ribeiro hatte bereits im letzten Drittel der regulären Spielzeit für das Ausgleichstor der Frankokanadier gesorgt.
Lange Zeit hatte es danach ausgesehen als würde die Talfahrt der Canadiens, sie hatten vier Spiele lang nicht mehr gewinnen können, in St. Paul eine Fortsetzung finden. Nach Gegentreffern von Jason Marshall(11.pp) und Antti Laaksonen(26.) lagen sie bereits mit 0-2 im Hintertreffen und wie schwer es ist einen Rückstand gegen die Wild aufzuholen, hatte schon so mancher Favorit in dieser Saison erfahren müssen.
Die Canadiens gaben sich aber nicht vorzeitig auf und wurden hierfür belohnt. Patrice Brisebois(35.) läutete mit seinem ersten Saisontor die erfolgreiche Aufholjagd der Gäste ein.

Chicago - Edmonton 2-5 (1-0/0-3/1-2)
Die Chicago Blackhawks können zur Zeit anstellen was sie wollen, am Ende müssen sie mit hängenden Köpfen das Eis verlassen. Mit 18 Auswärtsniederlagen in Folge nach Edmonton angereist, versuchten die Blackhawks mit Offensiveishockey ihr Glück zu finden und ihre peinliche Niederlagenserie zu beenden. Der Versuch sich auf einen offenen Schlagabtausch mit ihren Gastgebern einzulassen ging jedoch nach hinten los. Deutlich mit 5-2 Toren mussten sie sich am Ende den Westkanadiern geschlagen geben.
Den entscheidenden Vorsprung verschafften sich die Oilers im Mittelabschnitt als Shawn Horcoff(28.sh/36.) mit zwei Treffern und Georges Laraque(35.) einen 0-1 Rückstand, Kyle Calder(1.) hatte nach 45 Sekunden die Blackhawks in Front gebracht, in eine vorentscheidende 3-1 Führung verwandelten.
Bryan Berard(49.) konnte die Gäste zwar noch einmal bis auf ein Tor heranbringen, den besseren Schlussspurt und die größeren Kraftreserven hatten jedoch die Hausherren. Fernando Pisani(53.) und Ethan Moreau(58.sh) machten mit zwei späten Toren Edmontons ersten Sieg nach drei Niederlagen in Folge perfekt.

Ottawa - Phoenix 4-1 (1-0/1-0/2-1)

Tyson Nash(PHO) muss unliebsam Bekanntschaft mit Chris Phillips(OTT) machen.

Gut erholt von ihrer herben Niederlage in Dallas vom Vortag präsentierten sich die Ottawa Senators in Glendale, Arizona wo sie auf die Phoenix Coyotes trafen. Unspektakulär aber abgeklärt und stets Herr der Lage raubten sie den Coyotes beide Punkte mit einem 4-1 Sieg. Als zweifacher Torschütze der Kanadier konnte sich ihr Sturmtalent Jason Spezza(13./43.) auszeichnen. Josh Langfeld(29.pp) und Daniel Alfredsson(60.en) steuerten dem vierten Sieg der Senators aus ihren letzten fünf Partien zwei weitere Tore bei. Unter die Rubrik 'Schönheitsfehler' konnten sie so den einzigen Gegentreffer von Shane Doan(41.pp) unmittelbar nach der zweiten Pause ablegen.
Ottawa übernimmt durch den heutigen Erfolg nicht nur die Tabelleführung in der Northeast Division, sondern steht nun auch punktgleich mit den Philadelphia Flyers in der Eastern Conference ganz vorne.

Colorado - Los Angeles 3-3 (1-1/2-1/0-1/0-0)
Hoch zufrieden mit dem 3-3 Remis in der Heimpartie gegen die Colorado Avalanche waren die Los Angeles Kings, hatte es doch zur Mitte der Partie eher nach einer Heimpleite ausgesehen. Alex Tanguay(10.), Travis Brigley(26.) und Milan Hejduk(29.) mit einem Bauerntrick gegen Kings Schlussmann Cristobal Huet hatten eine 3-1 Führung für die Gäste aus Denver besorgt.
Die Hausherren ließen sich aber hiervon nicht beirren. Nachdem der Schock des 2-Tore Rückstands überwunden war kamen sie immer besser ins Spiel. Alexander Frolov(34.pp) profitierte bei seinem Anschlusstor ebenso von einer nummerischen Überlegenheit wie bereits im ersten Durchgang Scott Barney(8.pp) beim 1-0.
In der Defensive kompakt stehend machten die Avalanche ihren Gastgebern das Leben schwer und es schien so, als könnten sie ihren knappen Vorsprung über die Zeit retten. Gut drei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit stand jedoch Derek Armstrong(57.) goldrichtig, als er Trent Klatts (unfreiwilligen) Pass an David Aebischer vorbei eintippen konnte.

 

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