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2004-01-29 

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SPIELTAG 29.01.2004

Washington - N.Y. Rangers 2-1 (1-0/1-0/0-1)

Petr Nedved und Alexei Kovalev(NYR) beim Versuch Jeff Halpern(WAS) zu stören.

Ihr erstes Aufeinandertreffen in dieser Saison hatten die Washington Capitals und die New York Rangers heute Nacht im MSG von Manhattan. Die besondere Brisanz zog diese Partie daraus, dass die heutigen Kontrahenten erst vor einigen Tagen mit dem Trade von Jaromir Jagr nach New York und Anson Carter in die US-Hauptstadt den spektakulärsten Spielertausch dieses Jahres durchgeführt hatten.
Akzente konnten diese beiden Außenstürmer nur wenige setzen. Hierfür waren andere zuständig. Jeff Halpern(10.) und Trent Whitfield(25.) trafen für die Gäste aus Washington, denen diese zwei Tore und eine hervorragende Performance ihres Schlussmanns Olaf Kölzig genügten, um eine Niederlagenserie von drei Spielen in Folge zu beenden. Auswärts war es sogar der erste doppelte Punktgewinn der 'Caps' seit sieben Partien.
Die Rangers, im Kampf um die Playoffplätze auf jeden Punkt angewiesen, hatten am Ende nicht nur die Begegnung mit 1-2 verloren, sondern mussten im Schlussdrittel auch auf ihren Center Eric Lindros, wegen Verdachts auf Gehirnerschütterung nach einem ungeahndeten Check von Jason Doig nach einer knappen halben Stunde verzichten.
Das Ehrentor der Hausherren schoss im letzten Drittel Martin Rucinsky(46.).

Philadelphia - Florida 3-3 (0-0/1-1/2-2/0-0)
Aus Sicht des Tabellenführers der Atlantic Division reichte es nur zu einem 3-3 Remis bei ihrem Besuch in Sunrise, Florida, wo sie auf die Florida Panthers trafen. Die Gäste waren über fast die gesamte Spieldauer das dominante Team kamen aber zu keinem Zeitpunkt über einen Vorprung von einem Tor hinaus. Hauptsächlich das Verdienst von Roberto Luongo, der es im Kasten der Hausherren auf insgesamt 44(!) Saves brachte und das obwohl er sich drei Mal von Joni Pitkanen(26./51.) und Eric Weinrich(50.) geschlagen geben musste.
Die passenden Antworten der Panthers, in der vor allem im Schlussabschnitt unterhaltsamen Begegnung, hatten Andreas Lilja(33.), Juraj Kolnik(43.) zur zwischenzeitlichen 2-1 Führung und Kristian Huselius(52.) parat.
Den Flyers blieb der Trost, dass sie mit der Punkteteilung ihre positive Auswärtsbilanz auf vier Spiele in Folge ohne Niederlage ausbauen konnten.

St. Louis - Atlanta 1-1 (0-0/0-0/1-1/0-0)

Dany Heatley(ATL) im Zweikampf um den Puck mit Alexander Khavanov(STL).

Im Mittelpunkt der Partie zwischen den St. Louis Blues und den Atlanta Thrashers stand ein Mann. Atlantas Sturmtalent Dany Heatley gab nach seinem schweren Verkehrsunfall im September, bei dem sein Teamkollege Dan Snyder ums Leben kam und er sich verletzt hatte, sein Saisondebut. Zur Erinnerung an seinen Freund trug der in Freiburg geborene Heatley ein Patch mit der Nummer 37 vorne auf seinem Trikot.
In der mit gut 16.000 Besuchern fast ausverkauften Philips Arena wurde Heatley von den Fans der Thrashers frenetisch begrüßt. "Ich war so aufgeregt und voller Emotionen als ich aufs Eis kam. Die Zuschauer waren einfach fantastisch," gab Heatley nach der Partie Einblick in seine Gefühlswelt.
Im torlosen ersten Spielabschnitt hatte Heatley die zwei besten Einschussmöglichkeiten: Einmal verzog er knapp über das Tor und beim zweiten Versuch scheiterte er an Blues' österreichischem Schlussmann Reinhard Divis, der mit einer Fußabwehr glänzend reagierte.
Im zweiten Durchgang spielten fast ausschließlich die favorisierten Gäste. Doch auch bei ihnen mangelte es im Abschluss und so ging es mit einer weiteren Nullnummer in die zweite Pause. Den besseren Start in den Schlussabschnitt erwischten die Blues und nach gut fünf Minuten musste sich Pasi Nurminen im Tor der Thrashers durch Scott Mellanby(46.) geschlagen geben. Atlanta stürmte danach mit dem Mute der Verzweiflung auf das Tor ihrer Gäste und 2 1/2 Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit wurden sie durch den punktbringenden Ausgleichstreffer von Jeff Cowan(58.) belohnt.

Ottawa - Dallas 3-5 (0-1/3-0/0-4)
Ein Wechselbad der Gefühle durchlebten die 18.000 Besucher im American Airlines Center von Dallas beim Aufeinandertreffen ihrer Stars mit den Ottawa Senators, dem zur Zeit offensivstärksten Team der Liga.
Nach einem von beiden Teams eher zurückhaltend geführten ersten Durchgang in dem David Oliver(4.) schnell die Texaner mit 1-0 in Front bringen konnte, wurde die Begegnung mit fortnehmender Spieldauer immer besser und unterhaltsamer.
Im Mitteldrittel bestimmten vor allem die kanadischen Gäste das Geschehen auf dem Eis, die Stars waren völlig von der Rolle. Zunächst leistete sich Steve Ott ein böses Foul gegen Curtis Leschyshyn, wofür der Texaner sich in die Kabine verabschieden musste. Das daraus resultierende Überzahlspiel nutzten Martin Havlat(23.pp) und Wade Redden(26.pp) zur 2-1 Führung der Gäste. Noch schlimmer kam es für die Stars gut sechs Minuten danach, als sie Gelegenheit hatten für vier Minuten mit einem Mann mehr auf dem Eis zu punkten. Doch diesen vermeintlichen Vorteil der Stars nutzte Senators' Peter Schaefer(33.sh) um das schönste Tor des Abends zu erzielen. Schaefer lupfte bei einem Konter die Scheibe über den herauseilenden Marty Turco und gab ihr in der Luft noch die passende Richtungsänderung.
Mit einem gellenden Pfeifkonzert wurden die Hausherren in die Kabine verabschiedet, wo die Pausenpredigt ihre Wirkung nicht verfehlte. Wie verwandelt kamen die Stars zurück aufs Eis und es dauerte nur 181 Sekunden bis Mike Modano(42.pp) sowie Pierre Turgeon(46.) den Gleichstand herstellen konnten.
In der folgenden Viertelstunde plätscherte die Partie so dahin und es schien fast als hätten sich die Kontrahenten mit dem Unentschieden abgefunden. In den Schlussminuten wurde noch einmal ein faszinierendes Eishockey von beiden Teams geboten. Erneut hatten die Hausherren einen Doppelschlag in peto. Sergei Zubov(57.) und Scott Young(59.) ließen bei ihren Treffern zum 5-3 Endstand Ottawas Torsteher Patrick Lalime schlecht aussehen. Zwischenzeitlich hatten die Kanadier Pech als Bryan Smolinski aus kurzer Distanz nur das Quergestänge getroffen hatte.

Los Angeles - Anaheim 4-3 OT (0-1/2-0/1-2/1-0)
Joe Corvo(63.) beendete nach 2 1/2 Minuten in der Overtime das südkalifornischen Duell zwischen den Mighty Ducks of Anaheim und Los Angeles Kings zu Gunsten der Gäste aus L.A. Die gut 17.000 Zuschauer im überraschend gut besuchten Pond of Anaheim sahen ein unterhaltsames Derby mit einer abwechslungsreichen Trefferfolge.
Auf Seiten der Mighty Ducks konnte zwei Mal Steve Rucchin(4.pp/43.) seine Torjägerqualitäten ausspielen und Verteidiger Ruslan Salei(48.), ansonsten weniger für das Tore schießen zuständig, glich zum 3-3 Remis aus.
Die Kings hatten ihre beste Phase zu Beginn des Mitteldrittels, wobei sie auch von einer Strafzeit gegen Todd Simpson profitierten. Innerhalb von fünf Minuten bescherte ihnen Scott Barney(22.) und Luc Robitaille(27.pp) eine 2-1 Führung. Als dritter Torschütze der Gäste, für die jeder Punkt bei der Vergabe der Playoffplätze eine wichtige Rolle spielen kann, zeichnete sich Jozef Stumpel(44.) aus.

Calgary - San Jose 1-4 (0-1/1-1/0-2)
Längst vergessen ist der schwache Saisonstart der San Jose Sharks, als sie zuhause nicht doppelt punkten konnten. Heute Morgen in der Heimpartie gegen die Calgary Flames, ebenfalls ein Überraschungsteam im Westen, untermauerten die Kalifornier wieder einmal ihre momentane Spitzenstellung. Durch zwei späte Tore von Patrick Marleau(58.), nach schöner Koproduktion mit dem Deutschen Marco Sturm, und einem 'Empty Netter' durch Scott Thornton(60.en) kamen die Sharks noch zu einem ungefährdeten und auch in der Höhe verdienten 4-1 Sieg.
Dass die Westkanadier die Partie überhaupt so lange offen halten konnten, hatten sie ihrer konsequenten Defensivarbeit mit einem gut aufgelegten Roman Turek im Tor zu verdanken. Bei den beiden Gegentreffern von Mike Rathje(7.) und Patrick Marleau(30.), seinem ersten Paukenschlag, gab es für Turek nur geringe Abwehrchancen. Der zwischenzeitliche Ausgleichstreffer von Martin Gelinas(24.) war heute für die Flames zu wenig, um auch das dritte Aufeinandertreffen mit den Sharks in dieser Saison für sich zu entscheiden.

 

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