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2004-01-28 

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SPIELTAG 28.01.2004

Montreal - Buffalo 1-4 (0-0/1-1/0-3)

Im ersten Drittel scheitert Chris Drury(BUF) noch an Jose Theodore(MON)

Für die Montreal Canadiens gibt es in Buffalo einfach nichts zu gewinnen. Zu Gast bei den Sabres mussten sie in der HSBC Arena ihre sechste Niederlage in Folge hinnehmen. Ihr letzter Sieg in Buffalo datiert vom 26. Oktober 2001.
Heute Nacht gingen sie mit 1-4 Toren unter. Dabei konnten die kanadischen Gäste durch ein Tor ihres finnischen Teamkapitäns Saku Koivu(28.) sogar mit 1-0 in Führung gehen. Doch danach schlichen sich Unachtsamkeiten bei den Canadiens ein. Zwei Powerplaytreffer von Alexei Zhitnik(34.pp) und Maxim Afinogenov(48.pp) drehten das Spiel zu Gunsten der Hausherren, die in dieser Saison erst sechs Mal ein Spiel noch für sich entscheiden konnten, in dem sie in Rückstand geraten waren. Ales Kotalik(55.) und Chris Drury(58.), jeweils in Koproduktion, machten in der Schlussphase der Partie das rare Erfolgserlebnis der Hausherren perfekt.

Boston - N.Y. Islanders 2-2 (1-2/0-0/1-0/0-0)
In einer außergewöhnlich fairen NHL-Partie, die Referees mussten nur eine Strafzeit verhängen, trennten sich die Boston Bruins und die New York Islanders auf Long Island mit einem 2-2 Unentschieden. Für die gastgebenden Islanders war es eine Strafe zu wenig. Sie haderten nach dem Ausgleichstreffer von P.J. Axelsson(59.) knapp zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit mit den Schiedsrichtern, da dem Pass von Jiri Slegr ein Foul gegen ihren Verteidiger Roman Hamrlik nicht geahndet wurde.
Die drei anderen Treffer waren alle im ersten Drittel gefallen. Trent Hunter(6./18.) brachte mit seinen Saisontoren 17 und 18 die Hausherren zwei Mal in Front und Glen Murray(9.) hatte zwischenzeitlich für die Bruins ausgeglichen.
Aufgrund der Spielanteile in den Durchgängen zwei und drei ging der Punktgewinn der Gäste jedoch durchaus in Ordnung.

New Jersey - Columbus 4-3 (3-0/0-1/1-2)
Zunächst sah es nach einer klaren Angelegenheit für die amtierenden Stanley Cup Champions zu Besuch in Columbus aus. Zur Mitte des ersten Drittels hatten Grant Marshall(12.pp), Patrik Elias(13.sh) und Sergei Brylin(15.) binnen drei Minuten eine deutliche 3-0 Führung für die New Jersey Devils herausgeschossen. Doch so leicht wollten sich die Blue Jackets die Butter nicht vom Brot nehmen lassen und nahmen nach der Drittelpause den offenen Schlagabtausch an.
Der Toptorjäger der Liga Rick Nash(25.pp) baute im Mitteldrittel seine Torausbeute in dieser Saison auf 31 Treffer aus. Richtig spannend wurde es dann noch einmal in der Schlussphase der Partie, genauer in den letzten 137 Sekunden, als Tyler Wright(58.) und mit seinem ersten Saisontor Brad Moran(60.) noch zwei Mal den Rückstand der Hausherren auf ein Tor verkürzen konnten.
Zum Glück der Devils hatte in der Zwischenzeit Brian Gionta(59.en) genug Zielwasser gehabt, um das mittlerweile von Marc Denis zu Gunsten eines weiteren Feldspielers verlassene Gehäuse der Blue Jackets zu treffen und somit mit einem 'Empty Netter' die Begegnung zu entscheiden.

Carolina - Toronto 2-0 (0-0/1-0/1-0)
Die Carolina Hurricanes konnten bei den hoch favorisierten Toronto Maple Leafs mit 2-0 gewinnen und sorgten damit für eine Riesenüberraschung. Der erst siebte doppelte Punktgewinn der Hurricanes in der Fremde ging vor allem auf das Konto ihres Schlussmanns Kevin Weekes, der mit 32 Paraden, darunter einige hochkarätige Chancen, die Hausherren zur Verzweiflung brachte und seinen sechsten Saison-Shutout feiern konnte.
Die Hurricanes hatten sich von der ersten Minute an rein aufs Kontern verlegt. Viele Gelegenheiten hierzu hatten sie jedoch nicht. Als Glen Wesley gerade auf der Strafbank saß, nutzte Erik Cole(29.sh) seine Chance bei Unterzahl und brachte die Gäste 1-0 in Front.
In der noch verbleibenden guten halben Stunde rannten die Maple Leafs diesem Rückstand hinterher, Weekes blieb jedoch ihre Endstation.
Ein fataler Fehlpass von Leafs' Verteidiger Tomas Kaberle führte schließlich zur Entscheidung. Josef Vasicek(57.) bedankte sich für die Vorlage mit dem 2-0.

Tampa Bay - Pittsburgh 6-2 (0-1/2-1/4-0)
Ein Ende der Talfahrt der Pittsburgh Penguins ist nicht abzusehen, auch wenn es in der Tabelle der Eastern Conference für sie nicht mehr weiter nach unten gehen kann. Heute Nacht verloren die Penguins gegen die Tampa Bay Lightning mit 2-6 Toren ihre achte Partie in Folge auf eigenem Eis und bauten damit ihren negativen Teamrekord weiter aus.
Dass es zu Beginn des Schlussabschnitts nach Toren von Dick Tarnstrom(17.pp) und Josef Melichar(36.) für Pittsburgh und den Gegentreffern durch Pavel Kubina(21./22.pp) noch 2-2 Unentschieden stand, war vor allem das Verdienst von Pittsburghs jungem Torsteher Marc-Andre Fleury, der sich in den ersten 40 Minuten 25 Torschüssen ausgesetzt sah. Einen Gefallen macht man dem 19-Jährigen jedoch nicht, wenn man ihm unter Dauerbeschuss nehmen lässt und wie im Schlussdrittel geschehen zur Schießbudenfigur degradiert.
Von seinen Vorderleuten im Stich gelassen musste Fleury noch weiter vier Mal den Puck hinter sich aus dem Netz holen. Cory Stillman(47.pp/60.), Fredrik Modin(50.) und Martin St. Louis(57.) untermauerten Tampas deutliche Überlegenheit.
Dan Boyle und Brian Holzinger scheiterten jeweils mit einem Penalty an den Torstehern.

Edmonton - Colorado 1-3 (1-0/0-1/0-2)
Einen gesunden Peter Forsberg(32./47.pp) in den Reihen zu haben ist fast unbezahlbar. Auch in Partie zwei nach seiner Verletzung avancierte Colorados schwedischer Stürmerstar mit zwei Toren zum Matchwinner für die Avalanche, bei denen auch noch Steve Konowalchuk(59.pp) zum 3-1 Endstand treffen konnte.
Mit Ruhm bekleckert hatten sich die 'Avs' nicht gerade. Ein Spitzenteam zeichnet aber aus, dass sie auch solche Spiele, wie heute Nacht gegen Edmonton in dem nur wenig zusammen lief, für sich entscheiden können.
Die westkanadischen Gäste bestimmten das Geschehen auf dem Eis. Nach knapp 5 1/2 Minuten landete erstmals der Puck im Netz der 'Avs'. Nach Videobeweis wurde der Treffer von Ryan Smyth als mit dem Schlittschuh erzielt nicht anerkannt. Besser machte es fünf Minuten später Radek Dvorak(11.) beim 1-0.
Im Mittelabschnitt vergaben die Oilers zahlreiche Gelegenheiten, auch bei drei Überzahlsituationen in Folge, ihre Führung weiter auszubauen, vergaben diese jedoch kläglich oder fanden in David Aebischer im Tor der Hausherren ihren Meister.

Calgary - Phoenix 2-1 (0-1/1-0/1-0)

Shean Donovan(CAL) mit einem Luftsprung nach seinem verwandelten Penalty

Erst 128 Sekunden vor Spielende konnte Shean Donovan(58.ps) mit seinem zweiten verwandelten Penalty Shot in dieser Saison den haushoch verdienten Auswärtserfolg der Calgary Flames unter Dach und Fach bringen.
Die gastgebenden Phoenix Coyotes waren in fast allen Belangen den Westkanadiern unterlegen. Ihr Defensivkonzept wäre aber fast aufgegangen. Gleich die erste wirkliche Torchance, die sich ihnen bot hatte Daymond Langkow(13.) zur 1-0 Führung genutzt. Damit war es aber auch schon mit der Herrlichkeit der Hausherren in der Offensive vorbei. Auch fortan spielten nur noch die Flames. Diese mussten jedoch bis zum Ende des Mittelabschnitts auf ihr erstes Erfolgserlebnis warten. Mit dem 24.(!) Torschuss gelang ihrem Teamkapitän Jarome Iginla(38.) der Ausgleich.
Am Ende der einseitigen Partie hatten sich die Flames ein Torschussverhältnis von 34-12 herausarbeiten können.

Chicago - Vancouver 2-3 (0-0/1-2/1-1)
Auch im 18. Anlauf in Folge mussten sich die Chicago Blackhawks in der Fremde geschlagen geben. Heute Morgen unterlagen sie den Vancouver Canucks im General Motors Place mit 2-3 Toren. Für die Canucks, bei denen Magnus Arvedson(24./46.) zwei Mal und Todd Bertuzzi(40.) trafen, nur ein glanzloser Arbeitssieg, für die Gäste aus Chicago ein weiterer Beweis, dass es ihnen in dieser Saison an Talenten im Kader fehlt.
Letztendlich konnten die Blackhawks sogar noch froh sein, dass die Pleite so knapp ausfiel. Die Canucks machten im ersten Drittel kräftig Druck und hätten bereits zur ersten Pause deutlich in Front liegen müssen. Den Spielverlauf völlig auf den Kopf stellte Mark Bell(22.) mit der 1-0 Führung für die Blackhawks unmittelbar nach der ersten Pause. Es sollte für lange Zeit das einzige Highlight aus Sicht der Blackhawks bleiben, die aber zumindest den Willen zur Besserung zeigten und durch ein Powerplaytor von Kyle Calder(54.pp) noch für eine Ergebniskosmetik sorgen konnten.
Chicagos bisheriger Negativrekord von 16 Auswärtsniederlagen in Folge liegt ein halbes Jahrhundert zurück und stammt aus der Spielzeit 1953/54.

 

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