Alexei Ponikarovsky(TOR) konnte gleich zwei Mal Olaf Kölzig bezwingen.
Den Namen Alexei Ponikarovsky(44./49.) wird sich wohl Washingtons Schlussmann Olaf Kölzig merken. Der ukrainische Außenstürmer hat in den letzten vier Jahren in 84 NHL-Partien nur sieben Tore erzielen können, vier hiervon bei den Capitals gegen Olaf Kölzig. Zwei Mal war Ponikarovsky heute Nacht im Schlussdrittel erfolgreich, womit er den Toronto Maple Leafs eine vorentscheidende 3-1 Führung bescherte, so dass Peter Bondras(55.pp) Powerplaytreffer zum 3-2 Endstand nicht mehr weiter ins Gewicht fiel.
In dem insgesamt sehr ausgeglichenem Aufeinandertreffen waren die Hausherren durch Trent Whitfield(24.) mit 1-0 in Front gegangen. Die Führung währte jedoch nur gut zwei Minuten dann rückte Craig Johnson(26.) mit dem Ausgleichstor die Kräfteverhältnisse wieder zurecht.
Washingtons letzter Sieg über die Maple Leafs liegt bereits mehr als zwei Jahre zurück, er datiert vom 21. März 2002.
St. Louis - Columbus 1-3 (0-1/1-0/0-2) Die Columbus Blue Jackets waren ein Lieblingsgegner der St. Louis Blues. Sechs Spiele in Folge hatten die Blues gegen die junge Franchise einfahren können. Heute Nacht vor 16.242 Zuschauern beendeten jedoch die Blue Jackets ihre Niederlagenserie. Mit 3-1 Toren gaben sie den favorisierten Gästen das Nachsehen.
Besonders ein Mann, Manny Malhotra(46./56.), genoss dies. Seine zwei Treffer im Schlussdrittel bescherten ihm, den von Dallas im November geschassten Stürmer, stehenden Applaus.
Von Spielbeginn an machten die Jackets viel Druck auf das von Chris Osgood gehütete Gehäuse der Gäste. Gleich die erste Überzahlsituation nutzte Todd Marchant(6.pp) zur 1-0 Führung.
Nach der ersten Pause verloren die Hausherren etwas den Faden und sahen sich selbst mehrmals gefährlichen Angriffen der Blues ausgesetzt. Erst 90 Sekunden waren im Mittelabschnitt absolviert als Blues Verteidiger Chris Pronger(22.) bei vier gegen vier den Spielstand egalisierte. Danach hatten die Gäste mehrmals Gelegenheit die Partie zu ihren Gunsten zurechtzurücken, fanden jedoch in mancher aussichtsreicher Situation in Columbus' Goalie Marc Denis ihren Meister.
Carolina - New Jersey 2-1 (0-0/2-1/0-0) Erst ihren zweiten Sieg aus den letzten sieben Partien konnten die Carolina Hurricanes heute Nacht zu Gast bei den New Jersey Devils einfahren. Mit 2-1 Toren gaben sie den amtierenden Stanley Cup Champions das Nachsehen.
Die Devils waren engagiert in die Partie gestartet, konnten jedoch ihre Torchancen nicht nutzen und mussten sich mit einem torlosen Remis zur ersten Pause zufrieden geben. Im zweiten Spielabschnitt trauten sich die Gäste mehr zu und agierten offensiver. Der Mut wurde durch die 1-0 Führung von Josef Vasicek(33.) belohnt. Nur 21 Sekunden währte die Freude hierüber, denn vom Bullypunkt weg gelang Jeff Friesen(33.) das 1-1.
Am Ende hatten jedoch die Gäste wieder die Nase vorn. Jeff O'Neill(39.) ließ noch im gleichen Spielabschnitt mit seinem Schuss aus kurzer Distanz nach Vorarbeit von Pavel Brendl Devils' Schlussmann Martin Brodeur keine Abwehrchance. Für O'Neill war es bereits das fünfte Tor aus den letzten vier Partien.
Im letzten Durchgang bissen sich die Hausherren an den in der Defensive kompakt stehenden Hurricanes die Zähne aus und konnten für keine Ergebniskorrektur mehr sorgen.
Colorado - Florida 6-5 (0-3/4-1/2-1)
Rob Blake und Joe Sakic gratulieren Alex Tanguay zu seinem Hattrick.
Selbst eine desolate Vorstellung im ersten Durchgang und ein 0-3 Rückstand nach Gegentreffern von Stephen Weiss(2.), Juraj Kolnik(12.) und Pavel Trnka(19.pp) brachte die Colorado Avalanche bei ihrem Auftritt in Sunrise, Florida nicht aus der Ruhe und von der Siegerstraße ab.
An talentierten Offensivkräften fehlt es den Avalanche wahrlich nicht und diesen Joker spielten sie in den folgenden Durchgängen auch aus. Nur zehn Minuten im Mittelabschnitt benötigten Milan Hejduk(26.), Joe Sakic(30.pp) sowie Alex Tanguay(30.) um den Spielstand zu egalisieren und als die Panthers durch ein Powerplaytor von Valeri Bure(33.pp) sich auch noch einmal meldeten, war es kurz darauf Andrei Nikolishin(35.) der die Torejagd für die 'Avs' fortsetzen konnte.
Die Entscheidung zu Gunsten der Gäste besorgte Alex Tanguay(47./55.) im Schlussdrittel als er seinen ersten Saison-Hattrick komplettierte. Zwischenzeitlich war Marcus Nilson(48.) das fünfte Tor für die Panthers in der äußerst unterhaltsamen und spannenden Partie gelungen.
Die Avalanche mussten sich in ihren letzten zwölf Partien nur einmal geschlagen geben und stehen nun mit 63 Zählern auf dem ersten Platz in der Western Conference.
Chicago - Minnesota 2-4 (0-0/1-2/1-2) Die Auswärtsschwäche der Chicago Blackhawks fand auch heute Nacht im Xcel Energy center von St. Paul ihre Fortsetzung. Mit 2-4 Toren unterlag die traditionsreiche Franchise den Minnesota Wild und stellten mit nun 16 Auswärtsniederlagen in Folge den 50 Jahre alten Negativrekord ein.
Pascal Dupuis(26.), Richard Park(36./60.en) und erst 16 Sekunden vor Spielende Jim Dowd(60.) verdarben dem Tabellenschlusslicht einen durchaus verdient gewesenen Teilerfolg. Tyler Arnason(39.pp) und Nathan Dempsey(49.) hatten mit ihren Treffern zum 2-2 Gleichstand Hoffnungen bei den Blackhawks geweckt. Diese mussten aber nicht zum ersten Mal in dieser Saison feststellen, dass wenn man erst einmal unten steht auch noch das Quentchen Glück einen verlässt.
San Jose - Phoenix 4-2 (2-0/1-0/1-2) Zu einem hochverdienten und ungefährdeten 4-2 Erfolg kamen die San Jose Sharks bei ihrem Gastauftritt in der Wüstenstadt Glendale gegen die Phoenix Coyotes. Dabei mussten die Sharks auf ihre beiden Topscorer dem verletzten Patrick Marleau und dem Deutschen Marco Sturm, der zuhause bei seiner Frau und seinem neugeborenen Sohn geblieben war, verzichten.
In die Bresche sprangen Scott Hannan(9.), Nils Ekman(13.), Jonathan Cheechoo(26.) und Alex Korolyuk(57.), die zwei Mal einen 3-Tore Vorsprung herausschießen konnten. Erst in den letzten zehn Spielminuten agierten die Coyotes etwas gefährlicher und kamen auch zu Einschussmöglichkeiten. Zwei hiervon nutzten Paul Mara(51.) und Shane Doan(60.pp) um Gästeschlussmann Vesa Toskala seinen Shutout zu verderben. Für eine Spielwende war es jedoch zu spät, so dass die Coyotes nun schon seit fünf Partien auf einen doppelten Punktgewinn warten.
Tampa Bay - Vancouver 4-5 OT (3-1/0-2/1-1/0-1) Die erste Sturmformation der Vancouver Canucks, insbesonders ihr Teamkapitän Markus Naslund(30./65.) machte den kleinen Unterschied aus, so dass die Westkanadier in einer faszinierenden Partie gegen die Tampa Bay Lightning am Ende doch noch das Eis als Sieger verlassen konnte. Der schwedische Stürmer erzielte nach 4 1/2 Minuten in der Verlängerung das 5-4 Siegtor und damit seinen bereits vierten Overtimetreffer in der laufenden Saison.
Dass die Canucks überhaupt die Möglichkeit einer Zusatzschicht bekamen war das Verdienst von Todd Bertuzzi(10./54.) der Dave Andreychuks(51.) 4-3 Führungstor ausglich.
Nach 20 Spielminuten hatte es noch gar nicht nach einem Ende der Talfahrt der Canucks ausgesehen. Zwar hatte sie Bertuzzi mit 1-0 in Front geschossen, die Gäste aus Florida zeigten sich hiervon relativ unbeeindruckt und setzten ihre Gastgeber stark unter Druck. So war ihre 3-1 Führung nach Toren von Fredrik Modin(10.), Dan Boyle(17.) und Ruslan Fedotenko(18.) keineswegs unverdient.
Einen offenen Schlagabtausch nahmen die Lightning auch im Mitteldrittel an, während sie aber an Dan Cloutier scheiterten, konnten die Canucks durch Naslund und Trevor Linden(38.) den Spielstand zum ersten Mal egalisieren.
Detroit - Anaheim 2-2 (1-0/1-1/0-1/0-0) Dass die Mighty Ducks of Anaheim besser sind als ihr momentan drittletzter Platz in der Western Conference vermuten lässt, bewiesen sie heute Morgen im Pond of Anaheim gegen die als punktbestes Team des Westens angereisten Detroit Red Wings. Die Favoriten erwischten auch den besseren Start, indem Pavel Datsyuk(13.pp) eine Überzahlsituation zur 1-0 Führung nutzte. Spielerisch waren die Kalifornier auch in dem Eröffnungsabschnitt ebenbürdig, nur im Abschluss haperte es noch gewaltig.
Die mangelnde Chancenverwertung der Ducks hielt auch lange Zeit im Mitteldrittel an. Wie man es besser macht zeigte es ihnen Mathieu Schneider(31.) beim 2-0. Doch 13 Sekunden vor der zweiten Pause nutzte Petr Sykora(40.) eine Unachtsamkeit der Gästeabwehr zum Anschlusstreffer.
Der letztendlich verdiente Ausgleich gelang in der Schlussminute der regulären Spielzeit Vaclav Prospal(60.) auf Vorarbeit ihres Rookies Joffrey Lupul, als die Ducks bereits alles auf eine Karte gesetzt und ihren Schweizer Schlussmann Martin Gerber zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis genommen hatten.